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CDU Schermbeck begrüßt die Einrichtung einer integrativen Lerngruppe

Integrative Lerngruppe an der Gesamtschule Schermbeck geplant. CDU-Fraktion spricht sich für Inklusionsprojekt aus – BfB übt Kritik am Vorgehen

Schermbeck. In der Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses am 20. Februar will die CDU-Ratsfraktion der Einrichtung einer integrativen Lerngruppe an der Gesamtschule Schermbeck zustimmen. Die Fraktion habe sich bereits am 18. Februar in einer internen Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen.

Fraktionsmitglied Christian Hötting erklärte, die Gemeinde Schermbeck und der Kindergarten „Hand in Hand“ hätten im Bereich integrativer Kinderbetreuung bereits eine Vorreiterrolle eingenommen. Die CDU begrüße daher ausdrücklich die geplante Ausweitung in den Schulbereich.

CDU sieht Umsetzung der UN-Konvention als Pflicht

Die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung sei ein Thema, das alle Schulträger betreffe, so die CDU. Wer früh mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beginne, könne spätere Probleme vermeiden. Inklusion sei jedoch ein sensibler Prozess, der wachsen müsse. Die CDU sehe vor allem das Land Nordrhein-Westfalen in der Verantwortung, notwendige Voraussetzungen zu schaffen.

CDU-Fraktionschef Klaus Schetter kritisierte in diesem Zusammenhang die Landesregierung. Wer wie Schulministerin Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen) den Kommunen die Kosten für die Inklusion vollständig überlasse, ohne ausreichende personelle und finanzielle Mittel bereitzustellen, gefährde das gesamte Vorhaben, so Schetter. Ein Rechtsanspruch auf inklusive Bildung müsse von qualifiziertem Personal, pädagogischen Konzepten und baulicher Infrastruktur begleitet werden.

Wahlfreiheit für Eltern betont

Die CDU fordere, den Eltern weiterhin die Wahlfreiheit zwischen Regelschule mit integrativer Lerngruppe und dem Besuch einer Förderschule zu ermöglichen. Ziel sei es, ein für jedes Kind passendes Lernumfeld zu schaffen. Hötting betonte, der Kreis Wesel verfüge über leistungsfähige Förderschulen, deren Strukturen nicht leichtfertig aufgegeben werden dürften.

BfB unterstützt Projekt, kritisiert aber öffentliche Vorabbekanntgabe

Auch die Bürger für Bürger (BfB) begrüßen grundsätzlich die Einrichtung einer integrativen Lerngruppe. Fraktionsvorsitzender Klaus Roth erklärte, das Vorhaben entspreche den Vorgaben der EU-Gesetzgebung. Bereits der frühere Schulleiter Herr Müller habe sich durch die gezielte Förderung lernschwacher Schülerinnen und Schüler besonders verdient gemacht, so Roth.

Kritisch äußerte sich die BfB jedoch zur öffentlichen Vorabkommunikation durch die CDU. „Wir halten den Weg der CDU-Fraktion, den Tagesordnungspunkt bereits über die Presse zu diskutieren, für nicht korrekt. Dafür sind die Ausschusssitzungen da“, so Roth.

Schermbecker Fotoalbum 1988

Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck im Gerätehaus des Altschermbecker Löschzuges gratulierte Gemeindebrandmeister Egon Borgs (l.) im Februar 1988 den frisch beförderten Wehrleuten und den fünf verdienten Wehrleuten, die in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet wurden.

Schermbecker Fotoalbum 2003

Zum 40. „Biergang“ starteten am 18. Oktober 2003 die Mitglieder des Stammtischs „Dickes Schwein“ am Schermbecker Hallenbad. Die Karre, deren Oberteil dem Namen des Stammtisches gerecht wird, hatte Werner Winck mit einer großen schmiedeeisernen „40“ versehen. Zum Reiseproviant gehörten zwei Fässchen Bier. „Früher waren die Fässer größer“, stellte Willi Krebber in der Rückschau auf widerstandsfähigere Lebern fest. 2003 setzte man schon mehr auf feste Kost.

40-Jahre-Dickes-Schwein,-DS

Reichlich viele Würste wurden verstaut. Im Jubiläumsjahr 2003 gehörten dem Stammtisch folgende Mitglieder an: Jürgen Hecheltjen, Wilhelm Heying, Heinz Kammeier, Hermann Klosterköther, Willi Krebber, Peter Kubik, Manfred Lemke, Erich Rütter, Werner Winck und Reiner Horstkamp. H.Sch./Foto Scheffler

Teilgenehmigung für Austonung in Schermbeck

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Kreis Wesel genehmigt Austonung für zwei Baufelder

Schermbeck. Der Kreis Wesel hat eine Teilgenehmigung für die geplante Deponie Eichenallee erteilt. Sie betrifft die Austonung der ersten beiden Baufelder, die von der Hermann Nottenkämper OHG beantragt wurde.

Die Genehmigung basiert auf dem vorliegenden Verfahren zur Rohstoffgewinnung in der Lagerstätte sowie zur späteren Errichtung und zum Betrieb der Deponie. Über die vollständige Genehmigung der Deponieanlage sowie weiterer zugehöriger Anlagenteile soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

In unmittelbarer Nähe zu der bereits bestehenden Abgrabung und deren Verfüllung möchte die Firma Nottenkämper eine neue Abgrubung beginnen, die anschließend mit Deponiematerialien verfüllt werden soll. Luftbild Scheffler
In unmittelbarer Nähe zu der bereits bestehenden Abgrabung und deren Verfüllung möchte die Firma Nottenkämper eine neue Abgrubung beginnen, die anschließend mit Deponiematerialien verfüllt werden soll. Luftbild Scheffler

Nach Durchführung des Scopingtermins (Vertreter verschiedener Behörden treffen sich dort bereits mit den nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbänden und eingeladenen Experten), Offenlegung und Erörterungstermin gibt es keine Gründe mehr für die Versagung der Teilgenehmigung.

Die Teilgenehmigung umfasst die Rodung, das Freilegung der Tonoberfläche und die Austonung auf ca. 3,5 ha. Enthalten sind auch die zum Betrieb der Austonung erforderlichen Einrichtungen zur Ableitung des Oberflächenwassers und die Schaffung eines Ersatzbiotopes und Retentionsbereiches.

Es erfolgt eine ökologische Baubegleitung durch einen unabhängigen Sachverständigen, damit die landschafts- und artenschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten werden.

Zur Absicherung öffentlicher Interessen legt die Teilgenehmigung fest, dass bei Versagung der Genehmigung für die Deponie Eicheallee zwingend die Verfüllung der Grube mit unbelastetem Boden und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes inklusive der Bewaldung vorgegeben ist. Diese Forderungen werden durch eine vom Antragsteller zu erbringende Sicherheitsleistung gewährleistet. H.Sch.

Polizei fahndet nach Dieb

Xanten – Polizei fahndet mit Fotos nach Dieb

Xanten (ots) – Am 01.12.2012 (Samstag) zwischen 11.30 Uhr und 12.00 Uhr befand sich ein 78-jähriger Xantener in einem Supermarkt an der Hagdornstraße. Als er an der Kasse zahlen wollte, bemerkte er, dass ihm die Geldbörse aus der Jackentasche gestohlen worden war. Wie sich dann später herausstellte, hat der Täter unmittelbar nach dem Diebstahl die Karte an einem Ausgabegerät auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Sonsbecker Straße eingesetzt und Geld abgehoben. Hierbei wurde der Dieb fotografiert. Bislang ist es den Ermittlern nicht gelungen, die Identität des Unbekannten festzustellen. Aus diesem Grund werden die Fotos veröffentlicht.

Fahnung nach Dieb Polizei1

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Xanten, Tel.: 02801 / 71420.

Schneeball zerstörte Windschutzscheibe

Schermbeck (ots) – Ein 36-jähriger Weseler befuhr am Sonntag gegen 16.25 Uhr mit seinem Pkw die Weseler Straße (B 58) aus Richtung Freudenberg in Richtung Wesel. Als er unter der Brücke Feldmark herfuhr, prallte ein Schnee-/Eisklumpen in die Windschutzscheibe des Fahrzeugs. Dem Weseler gelang es, seinen Pkw anzuhalten. Er sowie seine beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Sie sahen, wie zwei Mädchen von der Brücke in Richtung Alte Poststraße gingen und anschließend über eine Treppe in die Siedlung Am Kaisershecken.

Beschreibung: Ca. 12 – 15 Jahre alt, schwarzes Haar; eine hatte einen Pferdeschwanz. Eines der Mädchen war schlank, das andere stabiler. Eines trug einen langen Mantel. Sie führten einen silberfarbenen Tretroller mit.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Hünxe, Tel.: 02858 / 91810-0.

Überfall auf Spielhalle

Schermbeck (ots) – Am Montag gegen 00.20 Uhr betraten drei Maskierte eine Spielhalle an der Straße Im Heetwinkel. Sie bedrohten die zwei Anwesenden mit einer Schusswaffe und forderten das Bargeld. Nachdem das Geld übergeben worden war, flüchteten die Täter. Einer der Räuber ist ca. 190 cm groß; die beiden anderen sind etwas kleiner. Alle drei waren dunkel gekleidet und mit einer Skimütze maskiert.

Sachdienliche Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat 12 in Wesel, Tel.: 0281 / 107-0.

Tanzclub Grün-Weiß: ein Glücksfall für die Jugend

Breitensport und sportliche Höchstleistungen schließen einander auch in einem einzigen Verein nicht aus.

Davon konnten sich etwa 400 Besucher am Sonntag während eines Präsentationsnachmittages des Tanzclubs „Grün-Weiß Schermbeck 1990 e.V.“ überzeugen.

Mit Vorführungen der Breitensportgruppen begann das über dreistündige Tanzprogramm in der Aula der Zweifachturnhalle an der Maximilian-Kolbe-Schule. Die „Kängurus“, „Tiger“ und „Moonlights“ steuerten ebenso gekonnt Formationstänze bei wie die „Sunlights“, „Starlights“, „Hip Hop Confusion“, „Malladie“, „Ballroomdancing“ „Ballett“, „Espessivo“, und „ZUMBA“ und einige Solisten und machten eindrucksvoll deutlich, welch immense Bedeutung der Tanzclub in der kulturellen Szene Schermbecks hat.

Im Bereich des Breitensports bietet der Tanzclub „Grün-Weiß Schermbeck“ auch den Vogue-Tanz an. Die Gruppe, zu der sich weitere Interessenten anmelden können, zeigte am Sonntag Kostproben ihres tänzerischen Könnens. Foto Scheffler
Im Bereich des Breitensports bietet der Tanzclub „Grün-Weiß Schermbeck“ auch den Vogue-Tanz an. Die Gruppe, zu der sich weitere Interessenten anmelden können, zeigte am Sonntag Kostproben ihres tänzerischen Könnens. Foto Scheffler

Bei der anschließenden Vorstellung der Choreografien für die neue Saison durch fünf Leistungsformationen gab`s tosenden Applaus von den Zuschauern und viel

Die Formation „Avalanche“ startet in der Oberliga West II mit der Choreografie „Avenue Hustle“ des Interpreten Josh Vietti. Foto Scheffler
Die Formation „Avalanche“ startet in der Oberliga West II mit der Choreografie „Avenue Hustle“ des Interpreten Josh Vietti. Foto Scheffler

Lob von der Vorsitzenden Eva-Maria Zimprich für die Mannschaften, ihre Trainer und Choreografen. Die 1993 gegründete Formation „Dancing Rebels“ trat erstmals in der 1. Bundesliga an (wir berichteten). Bei ihren Turnieren am 9. März in Schöningen, am 13. April in Großostheim und am 4. Mai in Schermbeck wollen die „Dancing Rebels“ um die Gunst der Juroren werben.

Die vom Choreografen Sebastian Spahn und vom Trainer Fernando Dominguez betreute Formation „Avalanche“ stieg im vergangenen Jahr von der Verbandsliga in die Oberliga West II auf. In dieser Saison wollen die Tänzerinnen mit der Hip-Hop-Choreografie „Avenue Hustle“ Punkte sammeln. Zur Formation gehören Amelie Becker, Jeannine Cornelis, Kira Döing, Jessica Drygalla, Anika Endemann, Antonia Endemann , Walerija Fuhr, Jana Göritz, Lara Kolz, Verena Lensing, Katharina Marsfeld, Ann-Kathrin Moschüring, Svenja Plaputta, Nina Schäfer, Anna-Lena Sczesny und Pia Winter. Die nächsten Turniere finden am 24. Februar ín Dülmen, am 2. März in Dorsten-Wulfen, am 5. Mai in Schermbeck und am 25. Mai in Ibbenbüren statt.

Die Choreografie der 17-köpfigen Formation „Amianto“, die in der Jugendverbandsliga West startet, haben die beiden Trainerinnen Miriam Hötting und Catharina Kunter sowie die Co-Trainerin Lea Quabeck nach der Musik „City of Birth“ von Armand Amar“ mit den jungen Tänzerinnen einstudiert, die am 10. März in Eitorf, am 14. April in Voerde, am 28. April in Herne und am 5. Mai in Schermbeck tanzen. In der Formation starten Eileen Cornelis, Linda Deppe, Lisa Hatkemper, Antonia Hüsken, Hanna Kamp, Lina Knufmann, Johanna Kramer, Luzie Liesenklas, Alina Masznyik, Christin Meißner, Carolin Potthast, Luisa Rathofer, Lara Sand, Louisa Schacht, Madeleine Schmeing, Pauline Schulze und Sophia Wiens.

Neunzehn Mädchen im Alter zwischen elf und 15 Jahren tanzen unter Leitung ihrer Trainerinnen Maren Hegerring und Carolin Schulte-Loh sowie der Co-Trainerin Franziska Alda nach der Musik „The international soundtrack“ von Vitalij Zavadsskyy und stellen dabei das Treiben auf einem Flughafen vor.

Nach ihren erfolgreichen Auftritten in der Kinderliga II West während der vergangenen beiden Saisons tritt die von Judith Pollmann, Annika Friedrich und Nina Schulte-Lohtrainierte Formation „Calidez“ zum dritten ten Male in der Kinderliga an. H.Scheffler

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Glänzender Start für die „Dancing Rebels“ aus Schermbeck

Mit einem Riesenapplaus wurden die „Dancig Rebels“ am Sonntagnachmittag in der Zweifachturnhalle der Maximilian-Kolbe-Schule empfangen. Zwei Tage zuvor hatten die jungen Damen des Tanzclubs „Grün-Weiß Schermbeck“ bei ihrem ersten Turnier in der 1. Bundesliga den siebten Platz belegt.

Eine Bundesliga-Mannschaft im 14 000 Einwohner zählenden Kleinstädtchen Schermbeck: Das hat es in der Sportgeschichte des Ortes noch nie gegeben. Der Tanzclub „Grün-Weiß Schermbeck“ ist zum gemeindlichen Werbeträger der allerfeinsten Art geworden, Grund genug für den GSV-Vorsitzenden Hans Kutscher, der Mannschaft persönlich seine Glückwünsche zu überbringen.

Die „Dancing Rebels“ belegten bei ihrem ersten Turnier in der 1. Bundesliga der JMD-Tänzer in Saarlouis den siebten Platz. Foto Scheffler
Die „Dancing Rebels“ belegten bei ihrem ersten Turnier in der 1. Bundesliga der JMD-Tänzer in Saarlouis den siebten Platz. Foto Scheffler

Nach ihrem Aufstieg in der letzten Saison musste die von Sebastian Spahn und dem Mexikaner Fernando Dominguez trainierte Formation in der Königsklasse nun gegen Mannschaften aus Großstädten wie Hamburg, Wolfsburg und Berlin antreten. Zehn Formationen traten an. Mit ihrer Choreografie „November“ nach der Musik von Max Richter schaffte die Formation den Sieg im „Kleinen Finale“. Die Konzentration der Mädchen hat mir sehr gut gefallen“, lobte Sebastian Spahn das Auftreten der Tänzerinnen während der vierminütigen Präsentation ihres Tanzbeitrages, für den sie zweimal wöchentlich trainiert hatten. Zum erfolgreichen Team gehörten Franziska Alda und Linda Andres ebenso wie Sarah Beckmann, Ysabel Benecken, Vivien Bicker, Maren Hegerring, Miriam Hötting, Lisa Klingelhöfer , Lina Maidhof, Judith Pollmann, Lea Quabeck, Carolin und Nina Schulte-Loh sowie Julia Tenhagen.

„Kraft und Kondition müssen noch verbessert werden“, kündigte Spahn an. Die technisch anspruchsvolle Choreografie beinhaltet zahlreiche Hebungen und Drehungen. Die Formation wird künftig dreimal wöchentlich trainieren, um das Partnering zu verstärken.

„Ich habe die Mädchen noch nie so nervös gesehen“, beschrieb Spahn das Auftreten der Formation vor dem Start. Beim nächsten Start am 9. März in Schöppingen dürfte die Nervosität sicherlich schon etwas geringer sein, weil die Bundesliga-Atmosphäre dann schon bekannt ist. Am 13. April starten die „Dancing Rebels“ in Großostheim. Am 4. Mai sind sie selbst Ausrichter des abschließenden Turniers in der Dreifachturnhalle.

„Es wäre schön, wenn viele Fans zu den Turnieren mitfahren würden“, ermunterte die „Grün-Weiß“-Vorsitzende Eva-Maria Zimprich zur Teilnahme an den Auswärtsfahrten.

Beim Auftritt am Sonntag konnten sich die Fans von der Leistungsstärke der „Dancing Rebels“ überzeugen. In den ersten 90 Sekunden tanzten sie mit geschlossenen Augen. Als diese dann aufgerissen wurden, überraschten die Tänzerinnen die Zuschauer mit weißen Kontaktlinsen. Auch Sebastian Spahn ließ es sich nicht neben, nach seinem eigenen Auftritt in Paris am Sonntag nach Schermbeck zu kommen. H. Sch.

Schermbecker Fotoalbum 2000

 Im Gahlener Heisterkamp sammelten am 5. Februar 2000 die von Daniel Mettler geleiteten Dorfer Junggesellen Wurst und Eier. An dem mühsamen Gang über Wiesen und Felder beteiligte sich erstmals Jochen Sewz, dem Jutta Zampich und Wiebke Enning während des Frühstücks bei Inge Palm nur zu gerne nach alter Sitte die Wangen schwärzten. Foto: Helmut Scheffler, 5. Februar 2000

Schermbecker Fotoalbum 2007

Seit 1980 gibt es die Schermbecker Gruppe „Essen auf Rädern“. Die ehrenamtlich arbeitende Gruppe sorgt dafür, dass viele alte oder kranke Menschen an den Werktagen eine warme Mittagsmahlzeit bekommen. An den Wochenenden und an Feiertagen übernehmen Dinslakener Personen die Auslieferung. Foto: Helmut Scheffler, 2. April 2007

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Tambourkorps Bricht

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Bei der Jahreshauptversammlung des Tambourkorps Bricht wurde Dirk Meisenbach einstimmig für die nächsten zwei Jahre im Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist Erich Keizers, der die Nachfolge von Heidi Dreßen antritt. Nathalie Knoll ist Jugendvertreterin der 20-köpfigen Jugendabteilung, sowie Elena Dreßen deren Stellvertreterin.

Tamboucorps
Zum neuen Vorstand gehören Diana Wischerhoff, Anne Tenberg, Nathalie Knoll, Elena Dreßen (vorne v.l.), Rainer Scholz, Erich Keizers, Reinhold Hülsmann und Dirk Meisenbach (hinten v.l.). Foto Bosse.

Terminiert ist für Ende April das Aufhängen des Maibaums vor der Volksbank. Am 4. Mai werden die Brichter im Rahmen des Gahlener Dorfjubiläums auftreten. Weitere Auftritte gibt es am 9. Mai bei der Vorparade in Damm, vom 11. bis 13. Mai beim Brichter Schützenfest, vom 25. bis 27. Mai beim Dammer Schützenfest.

Am 31. Mai bringen die Tambouristen der Damenkompanie des Gahlener Schützenvereins ein Ständchen.

Immer wieder gerne gesehen sind im TC neue Mitglieder. Wer bei den Tambouristen mitspielen möchte, kann sich bei Dirk Meisenbach (Tel. 02853/ 2798) melden. Ganz besonders werden noch Lyra-, Becken-, Flöten- und Paukenspieler gesucht. Kinder ab dem siebten Lebensjahr werden aufgenommen. „Herzlich willkomen sind auch ale Schermbecker Neubürger, die gerne Musik machen und neue Freundschaften gründen möchten“, lädt Dirk Meisenbach zur Mitarbeit beim TC Bricht ein.

Doppeljubiläum in Gahlen

Lippedorf Gahlen kann im Mai ein Doppeljubiläum feiern. Zum einen das 1225-jährige Bestehen des Ortes und das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Löschzug Gahlen der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck.

Im Gerätehaus stimmten Vereinsvertreter unter der Leitung des Heimatvereinsvorsitzenden Jürgen Höchst das vom Heimatverein und vom Löschzug erarbeitete Jubiläumsprogramm ab.

Jubilaeum Gahlen 2013 (2)
Vertreter zahlreicher Gahlener Vereine berieten das Gahlener Jubiläumsprogramm. Fotos Bosse

Programm:
Am 29. April wird um 17 Uhr im Gemeindehaus an der Kirchstraße eine Ausstellung eröffnet. Diese Eröffnung ist auch der Start in die Festwoche. Die Ausstellung, die Einblicke in das dörfliche Leben und in die Entwicklung der Feuerwehr zeigen wird, bleibt bis zum 4. Mai im Gemeindehaus.

In die Jubiläumsfeier mit eingebunden wird das traditionelle Binden und anschließende Richten des Maikranzes vor der Dorfmühle. Der Männergesangverein Gahlen-Dorf wird an diesem Abend mit seinem offenen Singen auch starten.

Zum „Göhlzen Maigang“ lädt der Heimatverein am 1. Mai ein. Eine geplante „Tour de Kultur“ wird zu etwa fünf Stationen führen, wo einzelne Gruppen des Heimatvereins ihre Arbeit vorstellen. Hinzu kommt eine Fahrradtour, die zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten des Lippedorfes führt.

Hierzu wäre es schön, wenn die Bevölkerung selbst in historischen Kostümen an diesem Festtag im Lippedorf teilnimmt. Wer aber auch alte Hüte, Taschen, Mäntel, Handschuhe noch in der heimischen Truhe hat, wird gebeten diese leihweise für andere Bürger abzugeben. Auskünfte erteilt Sabine Schulz (Tel. 02853/3778).

Am 4. Mai werden um 13 Uhr die beiden zentralen Jubiläumstage eröffnet. Ein Jahrmarkt- und eine Fahrzeugshow wird für die Besucher geboten.

Um 13.30 Uhr treffen befreundete Vereine und Feuerwehren ein.

Um 14.30 Uhr beginnt der Festumzug dieser Gruppen.

Um 16 Uhr startet der offizielle Festakt.

Um 19 Uhr beginnt ein Festball mit den „Jet-Five“.

Der zweite Festtag startet um 10.45 Uhr mit einem Gottesdienst.
Zwischen 12 und 18 Uhr ist der Jahrmarkt mit Fahrzeugshow und Präsentation traditioneller Handwerksarten geöffnet.

Im Verlauf des Nachmittags treten die Gahlener Jagdhornbläser auf, sowie der Männergesangverein Gahlen-Dorf, die Laienspielschar und Proatköster des Heimatvereins, der Kindergarten, und der Spiele-Club „1000-Miese“.

Um 15.15 Uhr lädt die Feuerwehr zu drei Veranstaltungen ein, die am Gerätehaus stattfinden.
Um 17.15 Uhr stellt sich die historische Löschgruppe mit einer Löschübung vor sowie eine Modenschau der Feuerwehr.

 Alles hat seinen Preis, aus diesem Grunde benötigen die Veranstalter jede Menge Geld und hoffen, dass sich die Bevölkerung spendabel zeigt.

Wer spenden möchte kann das auf das Konto 233452 des Fördervereins „Projekt meine Feuerwehr“ bei der Verbands-Sparkasse (BLZ 35650000), oder auf das Konto 100112800 bei der Volksbank (BLZ 400 693 63) machen. Verwendungszweck „Feuerwehr 100“ bitte unbedingt angegeben. „Spender kommen alle unabhängig von der Summe auf eine Sponsorentafel, die am Feuerwehrgerätehaus aufgehängt werden wird“, teilt Jürgen Höchst mit.

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Gahlener Landfrauen tagten

Wenn Landfrauen tagen, dann ist eins sicher: Das Thema Lebensmittel und Essen steht bei den aktiven Gahlener und Gartoper Frauen im Mittelpunkt.

 Insgesamt 33 Mitglieder trafen sich im Gemeindehaus an der Kirchstraße zu Jahreshauptversammlung.

Revue passieren ließen Vorsitzende Kornelia Benninghoven das aktive Jahr 2012, und der Kassenbericht von Ulrike Fengels war mit einem Überschuss von 600 Euro durchaus sehr zufriedenstellend. Bedingt durch das Plus in der Kasse können nun die Landfrauen 200 Euro für soziale Zwecke spenden.

Landfrauen (3)

 Terminiert ist ein Vortragsabend am 21. März um 19.30 Uhr im Gahlener Café Holtkamp. Thema: „Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung“, worüber Kreisverbandsdirektor Gerrit Korte referieren wird.Eingeladen zu dem Abend sind Nichtmitglieder und Männer.

Am 14. Mai geht es die Hengststation und zu ihrem zweitägigen Ausflug geht es diesmal gemeinsam mit den Hiesfelder Landfrauen am 12. Juni nach Bremen. Auf dem Programm steht eine Fahr nach Bremerhaven sowie eine Rundfahrt durch alle Häfen an.

Am 22. September lädt der Kreisvorstand der Landfrauen zur „Niederrheinischen Kaffeetafel“ in die Weseler Niederrheinhalle ein.

 Rund um das Thema „Milch-gesund! Und doch krank machend“, referierte anschließend nach Ablauf der Regularien die Gahlener Ökotrophologin Christel Hemmert-Pottmann als ausgebildete Fachfrau für Ernährung.

Viele Menschen leiden unter einer Milchunverträglichkeit und kleinsten Mengen Milch kann  Menschen schon krank machen kann,  wenn sie unter Allergien leiden, machte die Referentin am Beispiel der Milcheiweiß-Allergie und der Laktose-Intoleranz deutlich.

Wie vielfältig Milch verwendbar ist, zeigte sich beim anschließenden Büffet, zu dem  Hemmert-Pottmann die Gäste zum Schlemmen einlud.

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Fotoalbum Schermbeck 2003

Am 24. Mai 2003 erfreute die Blaskapelle „Einklang“ im Schermbecker Begegnungszentrum die Zuschauer mit schwungvollen Rhythmen.

Dirigent August Krayenbrink (l.), der im Jahre 2002 Nachfolger der Dirigenten Dirk Timmermann und Jürgen Hater wurde, leitete das Frühjahrskonzert. Foto: Helmut Scheffler, 24.5.2003

20030524, Frühjahrskonzert 2003, DSCN0350

Historischer Rundweg in Schermbeck

Historischer Rundweg in Schermbeck

Mit der Eröffnung des historischen Rundweges am 4. Dezember 1987 krönte die Gemeinde Schermbeck ihre bereits einige Jahre vorher begonnenen Bemühungen, im Gefolge der Vorarbeiten aktiver Heimatkundler die Reste an erinnerungswürdiger Geschichte zu bewahren und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Als im Zuge eines wiedererweckten Heimatbewusstseins Ende der 1970er-Jahre die Bürger landauf, landab voller Stolz begannen, den Blick auf die Geschichte ihres eigenen Lebensraumes zu werfen, begannen auch in Schermbeck engagierte Heimatkundler mit der Aufarbeitung ihrer Ortsgeschichte. Zeitweise beteiligten sich bis zu 25 Hobbyforscher an der Dokumentation der Gemeindegeschichte, deren Grundzüge in zwei Schriftenreihen veröffentlicht wurden.

Historischer Rundgang Schermbeck

Die vom Verfasser in den Jahren 1979 bis 1982 herausgegebene Zeitschrift „Schermbeck – gestern und heute“ erfreute sich besonderer Beliebtheit und war im nu ausverkauft. Auf diesem Nährboden erwuchs das Interesse der Gemeinde, an der Dokumentation mitzuwirken. Anfang der 1980er-Jahre wurde mit der Ordnung des Archivs begonnen. Es folgten Denkmalschutzbestrebungen und die Planungen für ein Heimatmuseum, das am 4. Dezember 1987 gleichfalls seiner Bestimmung übergeben wurde und seither von dem im Jahre 1987 gegründeten Heimat- und Geschichtsverein betreut wird.

In dieses Generalkonzept passte auch die Anlage eines historischen Rundweges, dessen Planungen in das Jahr 1984 zurückreichen. Ein Jahr später standen 22 Objekte auf einer Vorschlagsliste, für die Schilder hergestellt werden sollten, damit dem Wanderer kurze Informationen gegeben werden könnten. Auf Wunsch des Eigentümers wurde schließlich eine der geplanten 22 Stationen gestrichen, und zwar das in den Jahren 1868 bis 1871 erbaute Krankenhaus nahe der Burg, das nach Fertigstellung des neuen Krankenhauses an der Erler Straße (heute Marienheim) aufgegeben wurde. 21 Stationen verblieben, darunter der Standort der Synagoge, für die keine neue Tafel angefertigt zu werden brauchte, weil die Evangelische Kirchengemeinde Schermbeck dort bereits früher eine Tafel anbrachte. Die übrigen Bronzetafeln wurden von der Kunstgießerei Erich Janssen in Weeze gegossen.

Die Bronzetafeln kennzeichnen die einzelnen Stationen eines geschichtlichen Rundganges, der in unmittelbarer Nähe des heutigen Rathauses der Gemeinde Schermbeck beginnt. Am Gebäude auf der anderen Seite der Weseler Straße beginntder historische Rundweg.

Ehemaliges Rathaus

Altes RAthaus in Schermbeck
Altes RAthaus in Schermbeck

An diesem Gebäude, das bis 1993 als Rathaus der Gemeinde fungierte, erkennt man – am besten von der Straße „Am Rathaus“ aus (Foto Scheffler 1991) – deutlich den in verschiedenen Zeiten erfolgten Ausbau. Der älteste Teil an der Nordseite wurde in den Jahren 1909/10 als Verwaltungsbau erstellt. Der verputzte Backsteinbau fällt den Besuchern schon von weitem auf. Die Eingangsfront ist fünfachsig gegliedert mit vorgesetztem, dreiseitigen Treppenhaus. Das Eingangsportal trägt einen Dreiecksgiebel als Verdachung. Beide Seitenflügel sind identisch gegliedert, fünfachsig mit Walmdach in Ziegeldeckung. Zu den baulichen Besonderheiten gehören ein umlaufender Geschosstrennungssims, hochrechteckige Fenster mit Oberlicht und zwei Fensterflügeln. Der langgestreckte Anbau wurde im Herbst 1957 von Diplom-Ingenieur F. W. Capelle geplant. Im August 1959 wurde der Rathausanbau bezogen. Das Foto von der Nordseite des Rathauses entstand am 27.August 2006 (Foto Scheffler) während eines Festes auf dem neuen Rathausplatz

Nach dem Überqueren des „Roten Platzes“ am neuen Rathaus erreicht man den unteren Mühlenteich, an dessen Südostseite man die stark umgebaute ehemalige untere Burgmühle erkennt, die zweite Station des historischen Rundwegs. Will man das Gebäude aus einer anderen Perspektive sehen, muss man auf dem Tiefen Weg bis zur Mittelstraße gehen und dieser Hauptgeschäftsstraße Schermbecks etwa 50 Meter weit nach Nordosten folgen, um dann in die Straße Mühlentor einzubiegen. Wenig später sieht man an der linken Seite die ehemalige untere Burgmühle, die bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde.

Mehrfach wurde das Gebäude (das Foto zeigt die untere Burgmühle vor dem 2. Weltkrieg) erweitert und den veränderten Mahltechniken angepasst. Der westliche Anbau, der mit wenig Gefühl für eine sinnvolle

architektonische Anpassung an die bestehende Bausubstanz errichtet wurde, beherbergte seit Mitte der 1930er-Jahre eine Turbine, die ein altes Holzrad ablöste. Den Zweiten Weltkrieg hat die Mühle ohne nennenswerte Schäden überstanden, sodass der Mühlenbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Untere Burgmühle
Untere Burgmühle in Schermbeck

Als Mitte der 1950er Jahre auf vielen Höfen kleine Hausmühlen zum Mahlen von Futtergetreide eingesetzt wurden und abgepackte Roggen-und Weizenmehlpakete ihren Einzug in die Läden hielten, wurde das Mühlengewerbe auch in der unteren Burgmühle unrentabel.

 Schermbecker Burgmühle

Burg Scshermbeck-Luftbild
Luftbild: Norbert Dahlhaus, Oktober 2004)

Nur wenige Meter von der Mühle entfernt erkennt man jenseits einer platzartigen Erweiterung den Südflügel der Schermbecker Burg (Luftbild: Norbert Dahlhaus, Oktober 2004). Im klevischen Urbar von 1318/1319, das sich im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Kleve-Mark-Akten 662) befindet, wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Man darf jedoch davon ausgehen, dass die Burg schon vorher existiert hat, denn im Urbar findet man den Hinweis „dit corne hoert ten borgleen van Schyrenbeke“ (Dieses Korn gehört zum Burglehen von Schermbeck). Der verstorbene Brichter Heimatforscher Dr. Dr. Arnold Maas, der das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf auf der Suche nach „Schermbeckensia“ systematisch durchforstet hat, geht davon aus, dass die Schermbecker Burg mit der Machtverlagerung Kleves nach Osten an die Stelle der Burg Dravewinkel getreten ist, denn 1363 findet statt des „castellum“ nur noch ein Hof Dravewinkel Erwähnung. Von etwa 1350 bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Schermbecker Burg Amtssitz der Drosten und Amtmänner gewesen, auch in jenen Jahren, als das Amt Schermbeck ganz im Amt bzw. Land Dinslaken unterging. Schon frühzeitig verfügte die Burg über nicht unbedeutenden Grundbesitz. Diese Ländereien hatte der Landesherr vertraglich an solche Personen verpachtet, die anstelle eines sonstigen Lehnsdienstes den Burgdienst versahen und somit auch verpflichtet waren, in Notfällen die Burg zu verteidigen. Die Belehnung mit dem Schermbecker Burglehen erfolgte durch die Grafen und Herzöge von Kleve persönlich, wie es die Lehnsübertragungen zwischen 1361 und 1434 ausweisen. Zu den sechs überlieferten Burglehensverträgen gehören die an Goswyn van Blenbroyt (21. 12. 1361), Johann von der Beke (22.2.1362), Chryt von der Beke (22.2.1362), Johann von Drevenack (1.5.1362), Hermann von Ense (13.8.1434) und Henrick de Rynsche (13.8.1434).

 Schermbecker Burg

Burg_bearbeitet-1 (640x426)Der Ausbau der Schermbecker Burg zu einem Wasserschloss erfolgte zwischen 1415 und 1420 durch Herzog Adolf, in dessen Regierungszeit die Erhebung Schermbecks zu einer Stadt erfolgte. Während zahlreicher kriegerischer Fehden und während mehrerer Stadtbrände nahm die Burg starken Schaden. Der Verfall war in der Mitte des 17. Jahrhunderts so weit vorangeschritten, dass die Burg mit Ausnahme des im Volksmund als „Diebesturm“ bezeichneten quadratischen Eckturms an der Südostseite für Schutzzwecke nicht mehr geeignet war. 1662 wurde die Burg an Dietrich von der Stegen verkauft. Nach einer notdürftigen Instandsetzung diente die Burg den preußischen Behörden als „Ablager“.

Mit der teilweisen Niederlegung von Mauern und Wällen wurde ab 1718 begonnen, wobei auch der Stadtgraben zugeschüttet und das neu gewonnene Land verpachtet wurde. Teile der Burg brannten in der Nacht von 29./30. September 1742 ab. „1755 wurde die Burg wieder in einen Zustand gebracht“, berichtet Arnold Maas, „daß sie öffentlich versteigert werden konnte.“

In der Folgezeit hat die Burg, die um 1733 bis auf die Ostseite direkt vom Wasser umgeben war, häufig den Besitzer gewechselt. Seit 1769 wurde die Burg in Erbpacht bewirtschaftet. Erster Erbpächter wurde der Pächter Schmitz, der im Jahre 1834 beide Burgmühlen kaufte. 1792 ging die Burg in den Privatbesitz der Familie Maassen über. Der neue Eigentümer verfüllte die Burggräfte, so dass die Burg fortan den Charakter einer Wasserburg vollends verlor. Heute befindet sich die Burg im Privatbesitz der Familie Prinz. Die Eintragung des Burgbereiches in die gemeindliche Bodendenkmalliste wurde im Jahre 1994 verfügt und im April 1995 öffentlich bekannt gemacht. Die Ausweisung des mehrteiligen, ringförmigen Gebäudekomplexes als Baudenkmal erfolgte im Jahre 1997.

16.04.2006 019 (640×480)Verlässt man die innere Burg durch das wuchtige Torgebäude (Foto: Scheffler, 29. Juli 2011), so erkennt man zur Linken jenseits einer flachen Vertiefung in der Wiese, die früher einmal eine Gräfte war, Reste der alten Stadtmauer. 16.04.2006 019 (640x480)Ein restauriertes Stück der Stadtmauer findet man, wenn man die Fortsetzung der alten Mauer in dem Weg aufsucht, der vom Museum zum Bösenberg führt. Man gelangt zu dieser Stelle, wenn man das Burggelände verlässt und an der reformierten Kirche vorbei in Richtung Museum geht und hinter der Arztpraxis nach links abbiegt. Nach etwa 100 Metern erkennt man hinter dem letzten Gebäude vor der hölzernen Brücke über dem Mühlenbach links Reste der Stadtmauer (Foto: Scheffler, 16. April 2006). Es handelt sich um Backsteinmauerwerk mit Strebepfeilern in regelmäßigen Abständen.

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt Schermbeck von einer Mauer umgeben, mit zwei Stadttoren und acht Türmen versehen. Nach der Zerstörung der Stadt in einer Fehde zwischen Herzog Johann II. von Kleve und Heinrich von Gemen im Jahre 1483 wurden vom Landesherrn Gelder für die Erneuerung der Mauer bereitgestellt. Die Entfestigung der Stadt begann 1718. Über zwei Jahrhunderte hindurch wurden die Reste der Stadtmauer nicht mehr in Stand gesetzt. Erst als im Jahre 1986 der Landschaftsverband Rheinland an der Erhaltung und Nutzung der Mauer aus wissenschaftlichen, besonders Stadt- und baugeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse zeigte, wurde dieser Teil der Mauer restauriert.

Pumpe der Nachbarschaft „Op den Hoff“

Schermbecker Pumpe, SchefflerGeht man auf dem bisher zurückgelegten Weg etwa hundert Meter zurück, so kommt man in unmittelbarer Nähe des Heimatmuseums an der Pumpe der Nachbarschaft „Op den Hoff“ vorbei, der letzten von ehemals 11 öffentlichen Pumpen innerhalb der Stadtmauern. Dem Zustand dieser Pumpen haben die Gieseler, die Vorsitzenden der Nachbarschaft, stets besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn nur intakte Pumpen ermöglichten im Falle eines Brandes eine rasche Bekämpfung des Feuers. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an der Pumpe Wasser für die Haushalte der Nachbarschaft entnommen. Für die heutigen Bewohner Schermbecks ist diese Art der Wasserversorgung kaum noch vorstellbar. Wer nicht gleich neben einer der Pumpen wohnte, musste schon kräftig zupacken, um genügend Wasser im Haus zu haben.

Noch schlimmer wurde die Qualität des Wassers bewertet. In die Brunnen sickerte aus undichten Jauchegruben verseuchtes Wasser. Dieses durch die Pumpen geförderte Wasser gelangte zu den Menschen und Tieren im Ortskern. Zahlreiche Typhusfälle wurden in Schermbeck registriert. Auch mit einem größeren finanziellen Aufwand war es nicht möglich, die Gruben und Brunnen abzudichten und bessere Wasserquellen zu erschließen. Hinzu kamen äußere Schäden an den Pumpen, die durch starke Frosteinwirkungen verursacht wurden. In dieser Situation war ein entschiedenes Handeln erforderlich. 382 000 DM wies der Haushaltsplan 1954 der damals selbstständigen Gemeinde Schermbeck für die Kanalisation des Ortskerns und der Bahnhofsstraße aus.

Im Sommer 1954 wurden die ersten Hausanschlüsse hergestellt. Am 1. Oktober 1954 konnten die ersten Kanalgebühren erhoben werden. Die alten Pumpen wurden überflüssig. „Die Brunnen wurden größtenteils zugeschüttet“, berichtete die Rheinische Post im März 1955 und ergänzte, „verschiedentlich wurde so Platz geschaffen für Parkplätze, eine wichtige Sache für die Hauptstraße mit dem starken Durchgangsverkehr der B 58. Schon lange stand die Warnung auf den Pumpenkästen `Kein Trinkwasser`. Was sollen sie also noch, diese Überbleibsel, nachdem die Neuzeit mit dem zivilisatorischen Fortschritt und der besseren Hygiene ins Dorf eingezogen war!“

Im Sommer 2007 beschloss der Bau- und Denkmalausschuss der Gemeinde Schermbeck, die im Eigentum der Gemeinde stehende Wasserpumpe auf dem Flurstück 2182 der Flur 1 nahe dem Museum (Foto Scheffler, August 2006) in die Denkmalliste der Gemeinde einzutragen. Die Begründung für eine Unterschutzstellung des mit Backsteinen ummauerten gusseisernen Pumpenkörpers auf quadratischem Grundriss mit spitzem Zeltdach lieferte das Rheinische Amt für Denkmalpflege. Die Pumpe sei als eine der beiden noch verbliebenen Wasserpumpen im Ortskern bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen und besonders aus volkskundlichen Gründen. Sie sei „ein noch verbliebenes Beispiel einer sich aufhebenden Gattung der Wasserversorgung und somit ein wichtiges Zeugnis der Orts- und Sozialgeschichte.“

Heimatmuseum Schermbeck

Das Heimatmuseum

Auf der anderen Straßenseite steht der Wanderer vor dem Heimatmuseum (Foto: Scheffler, Dezember 2007) in der Steintorstraße 17. Im Jahre 1981 erwarb die Gemeinde das wohl älteste erhaltene

Wohngebäude des Ortes zur Errichtung eines Heimatmuseums. Bekannt war zu diesem Zeitpunkt, dass das Gebäude den vierten großen Stadtbrand von 1742 unbeschadet überstanden hatte. Bei näheren Untersuchungen stellten das Rheinische Amt für Denkmalpflege, das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege und Diplom-Ingenieur Heinrich Buß vom Hochbauamt der Gemeinde Schermbeck fest, dass die ersten menschlichen Eingriffe auf dem Grundstück im 13. Jahrhundert erfolgten. Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahre 1566. Drei Jahre später wurde es aufgestockt. Im Verlauf der Jahrhunderte hat das Gebäude mehrere bauliche Änderungen erfahren. Mit den Umbauarbeiten für das geplante Museum begann man im September 1985. Innerhalb von zwei Jahren wurde das ehemalige Gebäude fast völlig in seine baulichen Einzelteile zerlegt, restauriert und an derselben Stelle wieder aufgebaut.

Das Gebäude, das am 4. Dezember 1987 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, stellt mit seiner baulichen Substanz ein informatives Beispiel für die Bauweise früherer Jahrhunderte dar. Die Scherwand zwischen den beiden größten Räumen im Obergeschoss wurde so erstellt, dass der schrittweise Aufbau sichtbar blieb. Der Fachwerkbau (Foto: Scheffler, 2007), ein Kieselsteinboden und ein Bussemraum mit offener Feuerstelle sind ebenso sehenswerte bauliche Elemente wie die seitlichen Kübbungen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde in Ständerbauweise errichtet und wird dem Typ des niederrheinischen Hallenhauses zugeordnet.

Das Museum zeigt eine Fülle von Zeugnissen der vielhundertjährigen Kulturgeschichte Schermbecks, die in zwei Jahrzehnten zusammengetragen werden konnten. Das untere Foto zeigt Johannes Dahlhaus mit einer Pfeilspitze, die er dem Museum als Leihgabe überreichte (Foto: Scheffler, 10. August 2006). Von Beginn an hat es viele Schermbecker gegeben, die Gegenstände als Dauerleihgabe zur Verfügung stellten. Das Inventar wuchs dadurch von Jahr zu Jahr. In zwanzig Jahren entstand ein enormer Platzbedarf. Das Museum platzt aus allen Nähten. Ein dringend erforderlicher Dachausbau scheiterte bislang an den Finanzmitteln zum Bau einer Treppe und erforderlicher Dachfenster. Die Gemeinde stellte zwei Räume im Rathaus-Altgebäude für eine kostenlose Nutzung zur Verfügung. Dort werden auch ältere Exponate der Ausstellungen aufbewahrt. Sperrige Gerätschaften wurden in eine Scheune in der Gahlener Bruchstraße ausgelagert.

Die im Museum verbliebenen Gegenstände geben einen ausgezeichneten Überblick über die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Schermbecker in früheren Jahrzehnten. Viele landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge aus der Ziegelproduktion weisen auf die bedeutendsten Wirtschaftszweige Schermbecks zu Beginn des 20. Jahrhunderts hin. Sie können in besonderer Weise bei Kindern und Jugendlichen als Anschauungsmaterialien für eine Zeit dienen, die sie ansonsten allenfalls aus den Erzählungen ihrer Großeltern kennen. Im Laufe der Jahre wurden zusätzliche Schränke und Vitrinen gekauft, um Funde besser präsentieren zu können. Ein Öllämpchen und eine Jakobskanne aus dem 15. Jahrhundert sind Zeugen mittelalterlichen Lebens. Naturgemäß gehören zur neuzeitlichen Sammlung die meisten Exponate. Ziegeleiprodukte, viele Töpfe und Kannen aus der heimischen Töpferei werden präsentiert. Eine Vitrine im Obergeschoss wurde für den bedeutendsten Schermbecker reserviert, für den frühexpressionistischen Dichter Gustav Sack. 47 Ausstellungen wurden in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten im Heimatmuseum gezeigt. Sie ließen in der Summe ein Mosaik der Geschichte Schermbecks seit der Römerzeit

Das Museum erwies sich seit seiner Eröffnung als ein Publikumsmagnet, zumal der Eintritt bei den sonntäglichen Öffnungen kostenlos ist. Häufig sind Schulklassen und Vereine zu Gast. Etwa 2000 Besucher kommen jährlich ins Museum. Gruppen werden auf Wunsch vom Heimat- und Geschichtsverein Termine für Sonderführungen gewährt. Mehrmals jährlich werden kostenlose Führungen durch das Museum über die lokale Presse bekannt gegeben. Wer in der Steintorstraße 17 den „Duft vergangener Jahrhunderte“ geschnuppert hat, macht sich anschließend mit völlig anderer Sehweise auf den Rundgang durch das über 1200 Jahre alte Schermbeck, wo Spuren von Kulturgütern zusehends überformt oder verbaut werden.

Ehemaligen reformierte Kirche

reformierte Kirche, Scheffler SchermbeckWendet man sich beim Verlassen des Museums nach links, um ein Stück in Richtung Burg zu gehen, so steht man nach etwa 100 Metern vor der ehemaligen reformierten Kirche. Ein Vorläuferbau dieses Gotteshauses stand an der Ecke der heutigen Mittelstraße/ Hogen Mai. Am 9. Oktober 1685 wurde er eingeweiht. Am 28./29. September 1742 war die erste Kirche durch die Nachlässigkeit eines Corps hannoverscher Soldaten abgebrannt. Über vier Jahrzehnte hindurch mussten Schermbecks Reformierte auf ihr Gotteshaus verzichten. Mehr als zwei Dutzend Bittschriften und mehrere Kollekten aus der Zeit zwischen 1742 bis zum Beginn der 80er-Jahre trugen ebenso wie der Zuschuss ex Aerario Ecclesiastico dazu bei, dass 1780 mit dem Bau des neuen Gotteshauses begonnen werden konnte. Am 28. Mai 1786 wurde die neue reformierte Kirche feierlich eingeweiht. Im Verlauf von 200 Jahren hat der achteckige Barockbau mehrmals eine andere Nutzung erfahren. Ob das Gotteshaus während der Napoleonischen Kriege gemäß dem Vorschlag Bürgermeister Maassens als Krankenlager diente, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Nach der Unierung der Reformierten undreformierte Kirche, Scheffler Schermbeck Lutheraner im Jahre 1830 wurde die reformierte Kirche 85 Jahre lang als Schulgebäude genutzt. Während 1926 bis 1928 die Georgskirche gründlich erneuert wurde, diente die reformierte Kirche als Notbehelf. Die Zerstörung der Georgskirche durch die Bomben der Alliierten im März 1945 ließ das kirchliche Gemeindeleben noch einmal in der reformierten Kirche erblühen. Sechseinhalb Jahre lang wurde hier Gottesdienst abgehalten und Schulunterricht erteilt. Als einer der schönsten nach dem Krieg noch erhaltenen Barockbauten am Niederrhein wurde die kleine Kirche (Foto: Scheffler, Februar 2004) unter Denkmalschutz gestellt.

Seit dem 1. Juni 1956 diente das Gebäude als Kreis- bzw. Gemeindebücherei. Am 1. Oktober 1996 wurde der Buchbestand in die neu eröffnete Bücherei im Soziokulturellen Zentrum gegenüber dem neuen Rathaus übernommen. Im Winter 1996/97 bezog die Künstlergruppe Nebelhorn das Gebäude, musste aber wenige Monate später ins Lühlerheim ausgelagert werden, weil der Kreis Wesel wegen des maroden Zustands des Gebäudes eine weitere Nutzung als Atelier ausschloss. Am 1. August 1998 übergab die Georgsgemeinde das ehemalige Kirchlein an die Kommunalgemeinde. Eine grundlegende Sanierung wurde durchgeführt. Die feierliche Eröffnung des neuen Gebäudes fand am 20. September 2003 statt. Gegenwärtig dient das Gebäude als kleinstädtische Kulturstube. Die Kulturstiftung bietet der Bevölkerung ein attraktives Jahresprogramm an, das in der Regel jedoch nur schwach frequentiert wird.

 Die Straße Hogen Mai führt an der Rückseite der reformierten Kirche vorbei zu dem Standort des Vorgängerbaus, an den nur noch die Bronzetafel am Einrichtungshaus Vennhoff (weißer Klinkerbau, links; Scheffler, Juli 2009) erinnert. Diese erste reformierte Kirche war ein Zugeständnis an die reformierte Gemeinde, deren Anfänge in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreichen. Lange Zeit bemühte sich die Gemeinde um den Bau eines Gotteshauses. Erst im Jahre 1675 befasste sich die in Emmerich tagende klevische Synode mit den Planungen. Zehn Jahre später wurde die erste reformierte Kirche eingeweiht. Nach dem Stadtbrand des Jahres 1742 blieb an dieser Stelle nur noch das reformierte Pfarrhaus, in dem nach der Unierung auch die unierten Pfarrer wohnten.

 Texte und Fotos sind Urheberrechtlich geschützt.

Luftbild (10): Dammer Elsenberg

Im Mittelpunkt des am 22. Juni 2010 entstandenen Luftbildes erkennt man die in den Jahren 1998/1999 gebaute Siedlung „Eichengrund“ an der Dammer Straße „Zum Elsenberg“. In einer für das ländliche Damm völlig atypischen Bauweise wurden 16 Doppel-Wohnhaushälften und drei frei stehende Einfamilienhäuser von dem Rheder Bauträger Dalhaus errichtet. Innerhalb der Siedlung, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Dammer Volksschule befindet, erkennt man ein einziges Gebäude des ehemals wesentlich größeren Schulkomplexes.Dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege hat es die dörfliche Bevölkerung zu verdanken, dass der älteste Teil der Schule buchstäblich in letzter Minute unter Denkmalschutz gestellt wurde und dadurch nicht wie die jüngeren Schulbauten der Abrissbirne zum Opfer fiel.

Luftbild Nr. 10, Damm, Elsenberg, 22.6.2010  IMG_3637

In der Verlängerung der Firstlinie der straßenparallelen Siedlungshäuser erkennt man den eingeschossigen Bau des 1965 eingeweihten Dammer Jugendheimes, einer Einrichtung in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack, zu der die evangelischen Bewohner Damms auch nach der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 gehören. Das Jugendheim ist die einzige Stelle in dem rund 1200 Einwohner zählenden Ortsteil Damm, die den Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstation bietet. Am rechten Rand der Siedlung erinnert das ehemalige Trafohäuschen an die Elektrifizierung des Ortsteils Damm, die nach einem Vermerk in der Schulchronik im Jahre 1911 begonnen hatte. Der im Jahre 2009 gegründete Turmverein hat in dem Turm inzwischen das „kleinste Strommuseum der Welt“ eröffnet. H.Sch./Luftbild Scheffler

Luftbild (9): Gewerbepark Maassenstraße

Im Mittelpunkt des Bildes, das am 22. Juni 2010 entstand, erkennt man das Gelände der ehemaligen Dachziegelei Idunhall. 1908 wurden die Dachziegelwerke als Gewerkschaft gothaischen Rechtes gegründet. Um Grundbesitz erwerben zu können, wurde gleichzeitig eine GmbH mit dem Namen „Tonindustrie GmbH Schermbeck“ gegründet. Bereits im Jahre 1910 arbeiteten zwei Öfen. Im Jahre 1942 brannten die Dachziegelwerke ab. Die notdürftig errichtete Anlage wurde 1945 erneut beschädigt. Bei Kriegsende wurde die Produktion eingestellt. Mit dem Wiederaufbau begann man 1947. 1977 wurde Idunahall von den Röben-Werken übernommen. Zum Jahresende 2005 wurde die Produktion eingestellt. Über 50 Beschäftigte waren von der Schließung betroffen. Ein niederländischer Investor kaufte das Gelände im Jahre 2007. Er entwickelte jedoch keine konkreten Nutzungsideen. Seit 2009 gehört das Gelände einigen Schermbecker Investoren.

Luftbild Nr. 09, IMG_3680, Idunahall, 22.6.2010 Gewerbepark

„Die Genehmigung der Nutzungsänderung liegt jetzt vor“, teilte Stephan Stender 2010 mit. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Marc Riegel und der Firma Jan Sligchers & Söhne GbR möchte er die Lagerhallen und die Freiflächen des „Iduna-Parks“ zwischen Maassenstraße (von links unten nach rechts oben) und Alte Poststraße (oberhalb des Firmengeländes) vermieten. Im „Iduna-Park“ stehen 15 000 Quadratmeter überdachte Flächen bereit. Ein kleiner Teilbereich wurde eine zeitlang von den Feldbahnfreunden genutzt. Derzeit (Februar 2013) läuft ein Bebauungsplanänderungsverfahren, um das Gelände industriell nutzen zu können. H.Sch./Foto Scheffler

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Luftbild (8): Nördliche Maassenstraße

Im Bereich beiderseits der nördlichen Maassenstraße hat sich Schermbeck seit dem Jahre 2010 besonders stark verändert. Zwischen „Hoher Weg“ (vorne rechts) und „Lohstege“ (vorne links) entstand Schermbecks größte Fotovoltaikanlage. Hier schossen 3200 Pfosten wie Pilze aus der Erde, an denen 7794 Solarmodule befestigt wurden. Anschließend wurde noch eine zentrale Wechselrichterstation errichtet, mit deren Hilfe mehr als 550 000 Kilowattstunden Sonnenstrom ins Netz gespeist werden .

Luftbild Nr. 08 Nr. 01, 27.07.2010 IMG_3716a, Fotovoltaik, Lohstege

Oberhalb der Fotovoltaikanlage erkennt man vor dem Regenrückhaltebecken die Siedlung am Mühlenbachweg. Links davon liegt der nördliche Teil der Scherenbachsiedlung. Rechts neben dem Regenrückhaltebecken befindet sich seit 1978 das Hallenbad der Gemeinde, das inzwischen in privater Trägerschaft weitergeführt wird, weil der Gemeinde wegen einer permanenten Verschuldung das Geld für die eigene Unterhaltung fehlt. Auf der hellen Freifläche oberhalb des Regenrückhaltebeckens entstand seit 2010 das neue Baugebiet „Wohnanlage am Hallenbad“. Links daneben soll (Stand Februar 2013) das Baugebiet „Wohnanlage am Mühlenbach“ entstehen. H.Sch./Foto Scheffler

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Luftbild (3): Gahlener Ortskern

Über dem Gahlener Ortskern ermöglichte der Schermbecker Pilot Horst Schmitter am 22. Juni 2010 das dritte Bild unserer der Luftbild-Serie . Im Mittelpunkt des Fotos, das den Ortskern in Nord-Süd-Richtung zeigt, steht das Umfeld der Dorfkirche und des Mühlenteiches. Reste der Kirche aus dem 12. Jahrhundert sind, obwohl Erweiterungsbauten, Kriegszerstörungen und Neubauten in den folgenden 800 Jahren den romanischen Bau in vielfältiger Weise veränderten, bis auf den heutigen Tag erhalten. Das zweite Gebäude links neben der Kirche ist die Gahlener Dorfmühle, die bereits im 18. Jahrhundert von der aus der Bocholter Gegend stammenden Familie Winck angepachtet wurde. 1955 wurde der Mühlenbetrieb fürs Brotgetreidemahlen eingestellt. Noch etwa drei Jahre lang nutzten Landwirte die Mühle zum Schrotmahlen. Im linken Bildbereich erkennt man die Gräberfelder des Friedhofes der Evangelischen Kirchengemeinde. Bis 1834 wurden die Gahlener noch rund um die Kirche beerdigt. Oberhalb des Friedhofes erkennt man im Bild den Parkplatz Törkentreck, auf dem die Bevölkerung ihre großen Feste wie das Schützenfest, die Kirmes, den Schafsmarkt und den Ausklang des Nikolauszuges feiert. Rechts neben dem Friedhof befindet sich das Gerätehaus des Gahlener Löschzuges, der im Jahre 2013 bereits sein 100-jähriges Bestehen feiern kann.

Luftbild Nr. 03, IMG_3769 Gahlen,22.10.2010  Ortskern

Links unterhalb des Gerätehauses, in dem sich bis zur kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 der Sitz der Gemeindeverwaltung befand, kann man noch knapp den Kindergarten am Widemweg erkennen. Er wurde am 6. August 1972 eingeweiht. An der Kirchstraße, die man an ihrem geschwungenen Verlauf erkennt, sind neben historischen Gebäuden wie der Kirche und der ehemaligen Dorfschule (jetzt Gemeindehaus) auch neue Siedlungsansätze zwischen „Op den Hövel“ und der ehemaligen Gaststätte Schult auf dem Kamp (oben links) sowie an der Einmündung der Haus-Gahlen-Straße (Bildmitte rechts) und auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Gahlener Hof“ (helle Dachflächen unten) entstanden. H.Sch./Luftbild Scheffler

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