Die CDU-Ratsfraktion wird in der Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses am 20. Februar der Einrichtung einer integrativen Lerngruppe an der Gesamtschule Schermbeck zustimmen. Hierfür sprach sich die Fraktion im Rahmen ihrer Sitzung vom 18. Februar einstimmig aus.

„Die Gemeinde Schermbeck und der Kindergarten Hand in Hand waren in diesem Bereich bereits bei der integrativen Kinderbetreuung Vorreiter. Die CDU begrüßt die Ausweitung auch im Schulbereich.“, erläuterte Christian Hötting.

Im Rahmen der Inklusion und damit der gemeinsamen Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern kommt dieses Thema auf alle Schulträger in den nächsten Jahren zu. Wer hier bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention früh handelt, erspart sich überstürztes Handeln in der Zukunft. Auch darum ist die Einrichtung der Gruppe sinnvoll.

Inklusion und integratives Lernen sind jedoch sensible Bereiche, welche wachsen müssen. Sie können nicht erzwungen werden. Hier sind auch übergeordnete Stellen und vor allem das Land Nordrhein-Westfalen in der Verpflichtung.

„Wer wie Schulministerin Löhrmann (Grüne) den Kommunen die Kosten für die Inklusion komplett alleine aufbürden will und unrealistische Rechtsansprüche formuliert, für die weder die Kommunen noch das Land im mindesten vorbereitet sind, riskiert das Scheitern des Projektes Inklusion“, ergänzt CDU-Fraktionschef Klaus Schetter.

Für die CDU gilt: Zuerst, qualifizierte Pädagogen ausbilden und bereitstellen, pädagogische Konzepte entwerfen und die baulichen und fachlichen Voraussetzungen schaffen. Erst dann kann ein Rechtsanspruch formuliert werden. Mit einem frühen Rechtsanspruch ohne Grundlagen schafft man sich dieselben Probleme wie bei der Umsetzung der U3-Betreuung.

Für die CDU ist das Land hier in der Pflicht, die Inklusion zu finanzieren und den Eltern die Wahlfreiheit zwischen integrativem Lernen an einer Regelschule und dem Besuch einer Förderschule zu überlassen. Es geht an erster Stelle darum, für alle betroffenen Kinder ein vorteilhaftes Lernumfeld zu schaffen. Dazu gehört aber auch die Wahlfreiheit der Eltern dies für ihr Kind zu entscheiden.

„Hiervon sind die Pläne der grünen Schulministerin aber meilenweit entfernt. Der Kreis Wesel verfügt über exzellente Förderschulen. Hier dürfen nicht sinnlos Strukturen zerschlagen werden“, äußert sich Hötting besorgt, der als Kreistagsabgeordneter die Schulen kennt. H.Sch.

Auch die BfB meldet sich zu Wort zum  Thema „integrative Lerngruppe: „Wir begrüßen natürlich die Einrichtung einer integrativen Lerngruppe an derGesamtschule, zumal sie der EU-Gesetzgebung entspricht“, stellt Fraktionsvorsitzender kalus roth fest und ergänzt, „bereits der frühere Schulleiter, Herr Müller, hat sich große Verdienste durch die besondere Förderung lernschwacher Schüler, damit sie den Klassendurchschnitt erreichen, erworben. Wir halten den Weg der CDU-Fraktion, TOP bereits über die Presse zu diskutieren, für nicht korrekt. Dafür sind die Ausschusssitzungen da.“ H.Sch.

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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