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Gahlener Schützen luden die Senioren ein

Was der Allgemeine Bürgerschützenverein Gahlen in seiner vielhundertjährigen Geschichte angepackt hat, das war fast immer von Bestand.

Das gilt auch für den Seniorennachmittag, der im Jahre 1983 erstmals veranstaltet wurde und auf dessen 30-jähriges Bestehen der Vorstand am Sonntagnachmittag kräftig anstoßen konnte.

„Hot Jazz GmbH Bonn“

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Samstag, 16. März 2013, 19.30 Uhr

Ramirez-Saal, Maassenstraße 84, 46514 Schermbeck

„Hot Jazz GmbH Bonn“ Eine Frau , acht Männer und jede Menge Jazz

 Die Musiker kommen vom Dixiland, Swing, Pop und Rock – Jazz wurde der gemeinsame Nenner. Da ihnen das freundschaftliche Mitreinander genauso wichtig ist wie das musikalische, spielen sie

seit über 20 Jahren in unverändeter Besetzung vor allem im Raum Bonn, aber auch überregional bis international.

Das Besondere der Hot Jazz GmbH liegt neben ihrer relativ großen Besetzung in ihrer klanglichen und programmatischen Vielfalt.

Sie bietet Dixieland, Blues- und Swing-Standarts, aber auch Barmusik und Big-Band-Sound.

Eintritt: 10,00 €

 Vorverkaufsstellen:

Bürgerbüro im Rathaus, Volksbank, Verbandssparkasse, Buchhandlung Hansen, l-Punkt und Ramirez

Umweltaktion 2013 startet am Samstag

Die Schermbecker Vereine und Organisationen führen wieder eine Umweltaktion amSamstag, dem (16. März) in der Zeit von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr durch. Treffpunkt ist der Bauhof der Gemeinde Schermbeck, Im Heetwinkel / Ecke Landwehr.

Mitglieder von Vereinen und Organisationen werden gebeten, sich an der Umweltaktion zu beteiligen. Darüber hinaus sind alle übrigen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Schermbeck herzlich willkommen.

In diesem Jahr wird der Umwelttag der Gemeindeverwaltung Schermbeck von der Volksbank Schermbeck gesponsert. Im Rahmen der Umweltaktion werden im Außenbereich der Gemeinde Schermbeck an den Wegrändern achtlos weggeworfene Abfälle eingesammelt, um nicht zum Ablagern weiterer Abfallmengen anzuregen. H.Sch.

Frühlingsbasar in der Gemeinschaftsgrundschule

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Am Freitag, den 15.03.2013 von 16:00 Uhr – 18.00 Uhr findet zum ersten Mal in der Gemeinschaftsgrundschule ein Frühlingsbasar statt.  Hierzu werden in allen Klassen fleißig Sachen gebastelt, die beim Basar verkauft werden. In der Turnhalle bieten die  SchülerInnen (unterstützt durch die Eltern) Spielzeug an. Im Spendenraum können gespendete Artikel (hauptsächlich Bücher) u.a.zu einem vom Käufer zu bestimmenden Preis erworben werden.Förderverein und Schulpflegschaft sorgen für das leibliche Wohl in einer Cafeteria und an einem Grillstand.

Der Erlös dieses Nachmittags fließt in die Renovierung der Schulbücherei, die zum Abschluss der  Projektwoche „Lesen“ im Juni neu eröffnet wird. H.Sch.

Gahlens Reiter-Prüflinge bestehen mit Bravour

Insgesamt 26 Nachwuchsreiterinnen und Reiter des RV Lippe-Bruch Gahlen nahmen am Sonntag Vormittag an den Prüfungen zum Steckenpferd und zum kleinen Hufeisen teil. Vor den Augen von Martina Binnenbrücker zeigten die Nachwuchschracks, was sie in der letzten Zeit im Reitunterricht gelernt hatten.

    Am Mittag wurden dann alle Prüflinge noch in einer Theorieeinheit  geprüft, bevor Jugendwartin Anna Stenpaß, Sportwartin Melanie Schürmann und Prüferin Martina Binnenbrücker vielen strahlenden Kindern zu den bestandenen Abzeichen gratulieren konnten. Im einzelnen haben bestanden: Kleines Hufeisen: Pia Linneweber, Luisa Vollmer, Leona Göritz, Tessa Brockmann, Sophie Forell, Oliver Senf, Philine Stephan, Carolin Stork,  Marie Kleingries und Hanna Carstens.

Steckenpferd Voltigieren: Pia Zubak, Malin Bremkamp, Lara Schlie, Mara Kittel, Viktoria Hartwig, Amelie Dubois, Carolin Heßling, Juli Mittelstädt, Luisa Fröscher, Jessica Keldermann und Lelaina Willemsen.

Steckenpferd Reiten: Jaimie Guzmann Sierra, Jordan Guzmann Sierra, Jolina Kleinsteinberg, Zoe Löker und Lara Hemmert.

Den Bericht verfasste Pressesprecherin Anna Stenpaß.

 

 

Große Fotovoltaikanlage steht im Heetwinkel

Wer Schermbecks größte Fotovoltaikanlage sehen möchte, der muss auf die Dächer des Blumenerdenwerkes Stender im Gewerbegebiet Heetwinkel steigen. Gestern Mittag kletterten die Investoren über das Baugerüst auf eine der Hallen, um die rieseigen Flächen mit Solarzellen in Augenschein zu nehmen.

Schermbecks junge Wasserballer waren sehr erfolgreich

Heinz Pawlik, erfolgreicher Trainer der Schermbecker Wasserballer, teilte folgende Spielberichte mit:

Auch im 2. Turnier um den Bezirksmeistertitel bleiben die jüngsten Wasserballer des WSV ungeschlagen. Beim Turnier in Duisburg-Homberg beim DSSC 09/20 konnten sich die Jungens um Trainer Stefan Gerecke erfolgreich durchsetzen. Im 1. Spiel gegen die Heimmannschaft vom DSSC 09/20 gab es eine Klatsche von 31:2. Dabei wurde immer wieder durchgewechselt, sodass  alle Spieler ihre Einsätze hatten. Aber auch im 2. Spiel gegen die Freien Schwimmer aus Duisburg hatten die Gegner keine Chance. Mit 45:1 wurden die Spieler aus Duisburg nach Hause geschickt. Alle Schermbecker Jungens gehen hochmotiviert in ihre Spiele um den Bezirksmeister Titel an und wollen Meister werden. Es spielten: Linus Martens im Tor, Yannik Ahr, Joel Thiede, Julius Gerecke, Florian Gromann, der wieder seine Überlegenheit ausspielte, Peer Holtkamp, Dzennis Smajic, Jasper Geling.

Die 1. Mannschaft spielte am Sonntag gegen den SV Krefeld 72 im Heimischen Solebad. Es wurde das erwartete schwere Spiel. Die Krefelder, die sich mit ihren Altinternationalen Spielern verstärkt hatten, wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht und übernahmen sofort das Kommando. Die WSVer kämpften verbissen um jeden Ball, aber wenn sie in sicherer Schussposition kamen, waren der Pfosten oder der Keeper der Gäste noch am Ball. Im 1. Viertel konnte sich Krefeld mit 2:3 absetzen. Christoph Becker konnte hier zwei Treffe erzielen. Auch im zweiten Viertel setzten sich die Seidenstädter mit 2:3 durch. Hier konnten sich Patrick Lange und Derk Verwaayen durchsetzen. Das dritte Viertel sollte die Entscheidung bringen, Trainer Mirco Arntzen stellte um und man konnte durch 2 Tore von Roger Dijkhuis und wieder Derk Verwaayen mit 3:2 das Viertel gewinnen.Endstand vor dem vierten und letzten Viertel 8:9 für Krefeld. Stefan Feuerherdt konnte den Ausgleichstreffer erzielen, aber Krefeld schaffte wieder die Führung. Dann setzte sich Niels Maier durch und schaffte den Ausgleich, aber am Ende kam Krefeld doch noch zum

Siegtreffer 9:10. Es spielten: Ralf Gerecke, Patrick Lange, Martin Felsner, Frank Lodewick, Roger Dijkhuis, Derk Verwaayen, Stefan Feuerherdt, Christoph Becker, Lars Zocha, Malte Kleinsteinberg, Lars Niesen, Niels Meier.

Am nächsten Sonntag kommt der Spitzenreiter der Oberliga, die Mannschaft aus Lünen ins Solebad. Anwurf ist wieder 15.30 Uhr.

Erlebnisse eines BVB-Fans in Schermbeck

Die folgenden Erlebnisse eiens BVB-Fans wurden uns von einem Mitglied des Schermbecker BVB-Fan-Clubs zugeleitet. Der Name ist der Redaktion bekannt.

„Am letzten Samstag habe ich mir, wie viele von Euch wissen, in unserem Vereinslokal, der Selecao-Soccer-Halle, mit Euch und auch zahlreichen Schalker-Fans das Revierderby angesehen. Vor, während und nach dem Spiel sind wir alle, wie gewohnt, sportlich fair miteinander umgegangen. Wenngleich der Spielausgang für uns diesmal natürlich bitter war. Aber so ist nun mal Fußball…

    Ich stand anschließend noch, bis ca. 19.30h, u.a. mit einem Schalker an der Theke. Mit diesem habe ich mich dann nach …. [Name ist der Redaktion bekannt]  auf dem Weg gemacht, um mit unseren blau-weißen „Freunden“ noch ein paar Bierchen zu trinken. Da ich aber mit dem Fahrrad unterwegs war, traf ich natürlich vor meinem Schalker-Freund bei ….. ein. Dort waren noch ca. 25 Schalke-Fans anwesend. Fast alle imSchalker-Trikot… Von einigen wurde ich sofort freundlich begrüßt.

   Als der Wirt mich sah, kam er sofort auf mich zu und erklärte mir, dass ich das Lokal sofort verlassen müsste, da ich ein BVB-Trik  anhabe. Ich könnte aber gerne nächste Woche wieder kommen…Ich antwortete:  „wenn ich jetzt gehen müsste, würde ich nie mehr wiederkommen“. Er antwortete, dass sei Ihm egal.

An dieser Stelle merke ich an, dass ich dort seit über 22 Jahren viele´Spiele, auch und vor allem „S04-BVB“ gemeinsam mit Schalkern, die dort immer in deutlicher Mehrheit waren, geguckt habe.

Ich verließ daraufhin wortlos das Lokal und fuhr nach „Thommy“am Rathaus. In den 3 Stunden, die ich dort blieb, habe ich dann mit überwiegend Schalkern, weiter meine Bierchen getrunken. Trotz der natürlich zu ertragenden Frotzeleien (die okay sind..) haben wir uns – wie immer – gut verstanden. Anschließend habe ich dann noch ca. 3 Stunden in der Gaststätte Nappenfeld verbracht, wo ich nur Schalke-Fans, u.a. 10 aus Erle,  alle Stammgäste der dortigen Gaststätte Brömmels, antraf. it diesen habe ich von ca. 3 Stunden, ca. 21/2 Stunden an der Theke im BVB-Trikot stehend, gemeinsam gesungen. So war es für mich dann doch noch – und mit Schalkern – ein rundum gemütlicher Abend geworden. 

Ich – und vermutlich auch ihr – sollten uns nun mal fragen, warum, wo und weshalb, ist da zwischenzeitlich etwas schief gelaufen…?“

 

Schützenvogel nur noch ein Spatz

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Schützenvogel nur noch ein Spatz –neue Richtlinien aus Berlin

Eins der schönsten und beliebtesten Feste hier bei uns im Münsterland und in NRW ist immer das jährliche Schützenfest, und ganz besonders der Tag an der Vogelstande.

Altschermbecker Kilianer sind fürs neue Fest gerüstet

Vier Monate vor dem größten Volksfest Schermbecks trafen sich 40 Mitglieder der Kiliangilde Altschermbeck 1877 e.V. am Sonntagmorgen zur Generalversammlung in der Gaststätte Nappenfeld, um unter Leitung des Präsidenten Andreas Hülsdünker in die neue Saison zu starten.

FDP macht Vorschläge zur Haushaltsdebatte

Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Schermbeck beantragt, im Rahmen der diesjährigen Haushaltsdebatte folgende Beschlüsse zu fassen:

1. Die Gemeinde Schermbeck löst sich aus dem Verbund des Kreisjugendamtes und nimmt die gesetzlichen Aufgaben des Jugendamtes im Rahmen einer interkommunalen Kooperation mit der Stadt Wesel bzw. mit dem Jugendamt der Stadt Wesel selbst wahr.

Begründung: Die differenzierte Kreisumlage (Jugendamtsumlage) wird in diesem Jahr auf 2.368.118,02 € beziffert. Im Falle einer interkommunalen Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Wesel könnte auf die dortigen bereits existierenden Strukturen zurückgegriffen werden und die gesetzlich vorgegebenen Aufgaben kostengünstiger erledigt werden. Die FDP-Ratsfraktion rechnet – nach einer Übergangsphase – mit einem Einsparvolumen von mindestens 45 % im Hinblick auf die jetzige Kreisumlage (die zudem kontinuierlich und erheblich steigt!).

2. Der Kommunalbetrieb Schermbeck (KBS) wird aufgelöst, die hoheitlichen Aufgaben werden von der Kernverwaltung wahrgenommen, mit der Wahrnehmung nicht-hoheitliche Aufgaben werden Drittunternehmen beauftragt und die bisherigen Mitarbeiter des KBS werden in die Kernverwaltung zurückgeführt. Die entsprechenden Planstellen sind – soweit möglich – mit einem „KW-Vermerk“ zu kennzeichnen.

3. Der Gewerbesteuersatz wird auf einen Hebesatz von 420 v. H. gesenkt.

Begründung: Die Gewerbesteuer ist ein wesentliches Argument für die Investitionsbereitschaft auswärtiger Unternehmen und insoweit ein „hartes Standortmerkmal“. Angesichts der positiven Entwicklung im Jahr 2012, die nach dem Haushaltsentwurf auch im Jahre 2013 anhalten wird, ist eine mäßige Reduzierung des Hebesatzes möglich und würde ein deutliches Signal für ansiedlungs- und investitionsbereite Unternehmer darstellen und darüber hinaus das Engagement der bereits ansässigen Wirtschaftsbetriebe honorieren. FDP-Ratsfraktion Schermbeck Schreiben vom 8. März 2013 Seite 2

4. Reduzierung bei Produktnummer 10602 „Informationstechnologie“

Der Haushaltsansatz wird von 20.100,00 € auf 16.800,00 € reduziert.

Hierbei handelt es sich um den Ansatz aus dem Jahre 2012. Auf eine Verlängerung der Bereitschaftsgarantie kann verzichtet werden. Darüber hinaus ist eine Standleitung zum Bauhof nach diesseitiger Auffassung in der Zeit von Handy-Flatrates nicht mehr erforderlich. Da man im Jahre 2012 mit einem entsprechenden Ansatz ausgekommen ist, sollte dies auch für das laufende Kalenderjahr gelten.

5. Produktnummer 20201 „Löschwasserversorgungsplan“:

Der Haushaltsansatz in Höhe von 50.000,00 € kann für das laufende Kalenderjahr 2013 komplett gestrichen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind akute Engpässe zu befürchten, so daß auch die Erarbeitung von Lösungsvarianten nicht zwangsläufig im laufenden Haushaltsjahr erfolgen muß.

6. Produktnummer 60101 „Projekt nachbarschaftliche Betreuung“

Der Haushaltsansatz von 22.800,00 € ist komplett zu streichen, da man übereingekommen ist, sich an der Finanzierung nicht mehr zu beteiligen.

7. Produktnummer 60101 „Plätze in Kindertageseinrichtungen“

Der Haushaltsansatz wird um 1.000,00 € reduziert. Es handelt sich um Zuschüsse an Kindergärten in Brünen und Drevenack. Hier ist nicht einzusehen, daß Einrichtungen, die sich nicht auf dem Gebiet der Gemeinde Schermbeck befinden, von hier aus finanziert werden. Sämtliche Einwohner der Gemeinde Schermbeck haben die Gelegenheit, Kinder in Kindergärten bzw. Kindertageseinrichtungen zu bringen, die sich auf dem Gemeindegebiet befinden.

8. Produktnummer 150101 „Wirtschaftsförderung“ – Zuschuß an dem Verein LAG Lippe-Issel-Niederrhein

Der Haushaltsansatz von 7.000,00 € wird – soweit vertraglich oder gesetzlich möglich – komplett gestrichen, hilfsweise für das kommende Haushaltsjahr. Es ist nicht ersichtlich, daß der genannte Verein LAG Lippe-Issel-Niederrhein für die Gemeinde Schermbeck einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsförderung geleistet hat. Aus diesem Grunde ist der Ansatz – zumindest für die Zukunft – zu streichen.

9. Produktnummer 1070202/52320000 „Kassenwesen“

Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Stadt Hamminkeln und Streichung des entsprechenden Teilansatzes in Höhe von 92.000,00 €. Zwar sind wir grundsätzlich für eine interkommunale Zusammenarbeit, aber diese scheint sich für die Gemeinde Schermbeck im vorliegenden Falle kostenmäßig nicht zu rechnen. Da die entsprechende EDV für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs im eigenen Hause vorgehalten wird, entstünden lediglich Personalkosten, die – unter Berücksichtigung überwiegend automatisierter Verfahren – deutlich unter dem Ansatz von 92.000,00 € liegen dürften.

10. Personalkostenstruktur

Es ist festzustellen, daß die Personalkosten in 2 Jahren, nämlich vom Ergebnis 2011 bis zum Ansatz 2013 von 2.393.328,00 € auf 2.928.491,00 € gestiegen sind. Dies macht eine satte Steigerung von mehr als 22 % aus, die nicht durch die üblichen Tariferhöhungen zu erklären ist. Der Bürgermeister wird insoweit um Vorlage eines Konzeptes gebeten, wie die Personalkosten in der Zukunft reduziert werden können und – auch unter Berücksichtigung mäßiger tarifvertraglicher Steigerungen – auf einem Niveau gehalten werden können, wie im Jahre 2011. FDP-Ratsfraktion Schermbeck Schreiben vom 8. März 2013 Seite 3

11. Die Verwaltung wird angewiesen, endlich Kennzahlen vorzulegen und konkrete Ziele vorzuschlagen, die im Haushalt zu verankern sind.

Obschon der Kämmerer anläßlich der Haushaltsberatungen für das zurückliegende Haushaltsjahr 2012 behauptet hat, es lege ein Kennzahlensystem vor, konnte dies auch im jetzigen Haushaltsentwurf 2013 nicht erkannt werden. Es ist unstreitig, daß die Kommune ein System benötigt, das es den Steuerungsverantwortlichen aus Politik und Verwaltung ermöglicht, die Verwaltungsleistungen konsequent an Zielen und Strategien auszurichten. Die hierfür benötigte Steuerungsqualität wird über ein wirkungsorientiertes Haushaltsverfahren erreicht. Hierbei hat die Kommune Ziele festzulegen und diese in ihrem Haushalt zu verankern. Über Kennzahlensysteme zum Mitteleinsatz, zur Leistung und zur Wirkung wird im Haushalt nachvollziehbar gemacht, ob die Zielvorgabe erreicht worden ist oder eine Zielerreichung in den kommenden Jahren möglich ist. So wird es möglich, Finanzmittel gezielt für jene Dinge auszugeben, die am dringendsten gebraucht werden und am meisten Wirkung entfalten. Die Umsetzung hat schon im laufenden Haushaltsjahr zu erfolgen!

12. Der Wirtschaftsförderungsausschuß wird aufgelöst

Bedauerlicherweise konnte das im Jahre 2004 eingerichtete Gremium seiner Zielsetzung nie gerecht werden. Eine Wirtschaftsförderung kann effektiv nicht durch einen Ausschuß erfolgen, sondern gehört in den Kernbereich der Verwaltungstätigkeit. Über genehmigungspflichtige Maßnahmen, die bislang im Wirtschaftsförderungs-ausschuß zur Entscheidung standen, hat zukünftig – wie bereits zuvor – der Haupt- und Finanzausschuß zu beschließen.

13. Ergebniskonto 44610000 „Beteiligung der Fraktion an Sitzungsgetränken“

Der Teilansatz von 450,00 € wird auf 900,00 € erhöht. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, daß einige Fraktionen und deren Vorsitzenden offensichtlich nicht auf Heißgetränke verzichten können und nicht in der Lage sind, diese zu den Sitzungen selbst mitzubringen. Deswegen ist eine angemessene Kostenbeteiligung der Fraktionen an den hierdurch entstehenden Kosten ausdrücklich erwünscht. Der bisherige Ansatz von 450,00 € deckt auch nicht ansatzweise die entstehenden Kosten, auch und insbesondere mit Blick auf die interne Leistungsverrechnung.

14. Produktnummer 10202 „Ehrungen, Empfänge und Bewirtungen und dergleichen“ – der Haushaltsansatz von 9.500,00 € wird um die Hälfte auf 4.750,00 € reduziert.

15. Produktnummer 10202 „Öffentlichkeitsarbeit“ – Eintrag Telefonbuch: Der Haushaltsansatz fällt komplett weg. Die Telefonnummern der Gemeinde können über das Internet oder über die Auskunft abgefragt werden.

16. Produktnummer 10401 „Zentrale Dienste/allgemeiner Service Bücher, Zeitschriften, Gesetzesblätter“: Der Haushaltsansatz wird um 50 % reduziert. Eine Überprüfung sämtlicher abonnierter Zeitschriften und Gesetzesblätter findet statt. Kostengünstigere Alternativen werden häufig von einschlägigen Unternehmen auch online angeboten (Juris-Online-Datenbank, Beck-Online-Gesetzestexte und juristische Fachliteratur etc.). Es ist zu hinterfragen, welche Zeitungen, Bücher überhaupt benötigt werden.

17. Produktnummer 20201 Brandbekämpfung und Brandschutz „Fahrzeughaltung ohne Versicherung und Steuern“ Der Haushaltansatz von 25.000,00 € wird überprüft: Soweit ein Rahmenvertrag des Kreis Wesel besteht, sollte zumindest überprüft werden, ob eine dezentrale Beschaffung für die Gemeinde Schermbeck kostengünstiger sein könnte. Entsprechende Angebote sind einzuholen.

FDP-Ratsfraktion Schermbeck Schreiben vom 8. März 2013 Seite 4

18. Produktnummer 30101 „Gemeinschaftsgrundschule – Erwerb von beweglichen Sachen des Anlagevermögens Technik“ Der Haushaltsansatz von 22.500,00 € auf 18.400,00 € reduziert. Server mit vergleichbarer Leistungsstärke sind bereits für 2.000,00 € zu erwerben, Router mit einer Firewall für bis zu 1.000,00 €.

19. Produktnummer 110101 „Altpapierbeseitigung“ – Erstattungen

Der Haushaltsansatz beträgt 79.200,00 €. Es wird insoweit angeregt, daß die Verwaltung Verhandlungen mit dem bisherigen Vertragsunternehmen aufnimmt, um eine höhere Umlage zu erzielen und zwar auf der Basis eines längerfristigen Vertrages. Dies schafft Planungs- und Finanzsicherheit auf beiden Seiten.

20. Produktnummer 150102 – Ergebniskonto 52413000 „Förderung von Umweltschutzmaßnahmen“

Ein Betrag in Höhe von 4.500,00 wird in Ansatz gebracht. Es handelt sich offensichtlich aber nicht um eine Waldmüllentsorgung, sondern um eine Entsorgung an dem Parkplatz „Kuhschott“, der in unmittelbarer Nähe der Gaststätte Pannenbecker besteht. Bei der Entsorgung des dortigen Abfalleimers handelt es sich aber um eine Maßnahme der normalen gemeindlichen Müllentsorgung.

21. Im Hinblick auf das Ergebniskonto 52110000 in Höhe von 200,00 € sind die „Reparaturkosten Infovitrine“ nicht nachvollziehbar. Um welche Infovitrine handelt es sich? Bei der beschädigten Infovitrine an der Dorstener Straße handelt es sich um einen Haftpflichtschaden, der bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung abzurechnen wäre.

22. Produktnummer 150102 – Ergebniskonto 54290000 „Gutachten für die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes“. Der Haushaltsansatz wird ersatzlos gestrichen, da sich für die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes kein Bedarf herauskristallisiert hat und darüber hinaus hinreichend Angebote durch ortsansässige Unternehmen bestehen, die einen möglichen Bedarf decken können.

Mit freundlichen, liberalen Grüßen

gez.: Thomas M. Heiske (Fraktionsvorsitzender)

Schermbecker Ludgerus-Bücherei lädt zur Ausstellung ein

Eine Ausstellung zur Erstkommunion findet am kommenden Wochenende in der Bücherei der Katholischen Kirchengemeinde St. Ludgerus an der Erler Straße 9 statt.

Die Ausstellung ist am Samstag (16.) nach der Vorabendmesse ab 19 Uhr bis zirka 20 Uhr und am Sonntag (17.) von 9 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Die Bestellungen werden von den Büchereimitarbeitern dem Borromäusverein noch am zweiten Ausstellungstag zugefaxt, damit Kunden die bestellten Teile auch möglichst rasch erhalten.

„Weitere Medien können auf der Ausstellung aus dem aktuellen Buchspiegel des Borromäusvereins zusätzlich bestellt werden“, erläutert Christina Geurts vom Büchereiteam. Im Ausstellungssortiment befinden sich altersgeeignete Buchgeschenke, religiöse Geschenkartikel wie Kettenanhänger, Rosenkränze und Kreuze sowie unterstützende Begleitliteratur für die Eltern. Die schwerpunktmäßig religiösen Titel bieten sich sowohl zur Vor- als auch zur Nachbereitung des Festes an. Aber auch für alle, die nicht unbedingt ein religiöses Buch schenken möchten, bietet die Ausstellung gerade im Sachbuchbereich Titel an, die als schönes Geschenk bestens geeignet sind. Auch eine größere Auswahl an Kinder- Und Jugendbücher wird bereitgehalten.

Alle bestellten Artikel können nach Erhalt der Lieferung zu den Ausleihzeiten in der Bücherei abgeholt werden. Die Ankunft der Lieferung wird im Mitteilungsblatt der Kirche und durch Aushang am Fenster der Bücherei bekannt gegeben.

Das Büchereiteam lädt zur Ausstellung auch jenen Teil der Bevölkerung ein, der gar nicht daran interessiert ist, etwas für die Erstkommunion zu kaufen. Während der Ausstellung kann man auch das übrige umfangreiche Medienangebot in Augenschein nehmen. „Wir bieten in unserer Bücherei interessante und lehrreiche Medien für alle Altersklassen an und das zum Nulltarif“, lädt Christina Geurts zum Besuch ein. Es wird keine Ausleihgebühr erhoben, auch keine Jahresgebühr; und eine Leseausweisgebühr gibt es auch nicht. Alle Mitarbeiter der Bücherei verrichten ihre Arbeit ehrenamtlich. H.Sch.

Turmverein- jung und erfolgreich

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Klein, jung und erfolgreich – Turmverein zieht positive Bilanz und hat 2013 viel vor

Schermbeck. (ven) „Wahnsinn. Wir vom Vorstand sind sprachlos, was hier abgeht.“ Ernst-Hermann Göbel, Vorsitzender des Turmvereins Damm, zog am vergangenen Freitag eine mehr als positive Bilanz des vergangenen Jahres. „Wir sind noch so jung und schon so erfolgreich. Das macht uns stolz.“

Höchstgeschwindigkeit in Gahlen

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Anpassung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in Gahlen-Besten fordert die CDU-Ratsfraktion und der CDU-Ortsverband Gahlen in einem Schreiben an den Bürgermeister.

Sie sprechen sich für die zulässige Höchstgeschwindigkeit für die Durchfahrt in Gahlen-Besten aus, diese auf 50 km/h anzupassen.

Ihr Begründung dazu:

Die Durchfahrt in Besten stellt zum jetzigen Zeitpunkt einen erheblichen Gefahrenschwerpunkt dar, weil die festgesetzte zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h von einem Großteil der Motorradfahrer und einigen PKW Fahrern nicht eingehalten wird bzw. weil selbst beim Einhalten dieser Höchstgeschwindigkeit eine Gefährdung von Fußgänger und Radfahrern, aufgrund des fehlenden Rad und Fußwegs, von Fahrzeugführern kaum vermieden werden kann. Dies trifft insbesondere auf den Schwerlastverkehr gerade in den Kurvenbereich zu.

 

 

Fukushima-Gedenktag

Zu den etwa 1200 Teilnehmern an einer Großdemonstration, die am Samstag vom Gronauer Bahnhof zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) wanderten, gehörte auch eine Gruppe aus Wesel, Schermbeck und Dorsten. Der Schermbecker Dr. Christian Winterberg (r.) von Bündnis 90/Die Grünen hatte die Fahrt organisiert, um zwei Jahre nach der Katastrophe im japanischen Fukushima der vielen Opfer zu gedenken und gleichzeitig mit Protesten darauf aufmerksam zu machen, dass die Energiewende in Deutschland zu halbherzig angegangen wird. Am Schermbecker Rathaus startete eine Schermbecker und Dorstener Gruppe am Samstagvormittag mit dem Bus zur Fahrt nach Gronau. Foto Scheffler

Wahnsinn: Gahlener Heimatverein

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598 Mitglieder in einem einzigen Heimatverein. Da können selbst die meisten Großstädte nicht mithalten. Was andere nicht schaffen: Gahlen als Perle der Großgemeinde Schermbeck macht`s möglich.

Im Lippedorf Gahlen ist der Heimatverein so fest integriert, dass der Vorsitzende Jürgen Höchst am Tag vor der Jahreshauptversammlung getrost zur Kegeltour starten konnte. Seinem Stellvertreter Ludger Jansen blieb es Freitagabend im Café Holtkamp vergönnt, mit 74 Versammlungsteilnehmern eine Rekordbeteiligung in der 63-jährigen Vereinsgeschichte zu verbuchen.

74 Mitglieder des Gahlener Heimatvereins beteiligten sich an der Jahreshauptversammlung im Café Holtkamp. Foto Scheffler
74 Mitglieder des Gahlener Heimatvereins beteiligten sich an der Jahreshauptversammlung im Café Holtkamp. Foto Scheffler

Ludger Jansen und Schriftführer Herbert Gülker hielten Rückschau auf die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres, das vom Tod der Mitglieder Kurt Heier, Helmut Isselhorst, Elisabeth Höchst, Werner Hansen und Odilo Neuhaus überschattet war. Mit 40 Veranstaltungen sorgte der Heimatverein für eine einzigartige Präsentation des Lippedorfes. Der Heimatverein hat seine Finger im dörflichen Leben überall im Spiel. Knapper und zugleich präziser lässt sich das Wirken des Heimatvereins nicht zusammenfassen.

Kassierer Rainer Zeppen wusste von einem positiven Kassenbestand zu berichten. Zu Kassenprüfern wurden Karsten Ruloff und Sven Nuycken gewählt.

Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden in Abwesenheit Ernst-Wilhelm Benninghoff, Bernd Grote-Schepers und Sophie Diederichs geehrt. Für besondere Verdienste erhielten Gerhard Becks und Rainer Zeppen von der Beisitzerin Edith Hülsemann eine Anstecknadel in

Gerhard Becks wurde für besondere Verdienste ausgezeichnet. Foto Scheffler
Gerhard Becks wurde für besondere Verdienste ausgezeichnet. Foto Scheffler

Gold. Becks ist seit über 20 Jahren Mitglied der Laienspielgruppe. Seit 2009 unterrichtet er Kinder der Gemeinschaftsgrundschule in der plattdeutschen Sprache. Seit über zwei Jahrzehnten erfreut er jährlich etwa 500 Kinder als Nikolaus. Rainer Zeppen hat als Kassierer bei so vielen Mitgliedern und Gruppen eine enorme Fleißarbeit zu erledigen.

Rico Isselhorsts filmische Dokumentation rief den Aufbau des Heimatmuseums „Olle Schuer“ in der Bruchstraße in Erinnerung, bevor Ludger Jansen die 14 Arbeitsgruppen des Heimatvereins vorstellte und an Projekte des letzten Jahrzehntes erinnerte. Viel Lob gab es für Herbert Gülker und Wolfgang Jörgens, die als „Bank-AG“ alle vom Heimatverein aufgestellten Bänke renovierten. Jüngstes Projekt ist die Errichtung eines Handwerkerbaumes auf dem Parkplatz Törkentreck. Die Firmen HGB Stahlbau und Eckhard Vornbrock haben die bisherigen Arbeiten durchgeführt. Die Schermbecker Metallbaufirma wird die Schilder und Halterungen

Beisitzerin Edith Hülsemann überreichte dem Kassierer Rainer Zeppen eine goldene Verdienstnadel. Foto Scheffler
Beisitzerin Edith Hülsemann überreichte dem Kassierer Rainer Zeppen eine goldene Verdienstnadel. Foto Scheffler

herstellen. Der Handwerkerbaum soll bis zum Dorfjubiläums Ende April fertig gestellt sein.

Als HV-Mitglied und stellvertretender Leiter des Gahlener Löschzuges stellte Joachim Huld die geplanten Aktivitäten der Feuerwehr und der übrigen Dorfgemeinschaft anlässlich der Feier des 1225-jährigen Bestehens des Dorfes Gahlen vor.

Am 16. März beteiligen sich die Gahlener am gemeindlichen Umwelttag. Die Teilnehmer treffen sich um 9.30 Uhr bei Heckermann in der Haus-Gahlen-Straße. Der Kirchgang des Heimatvereins findet am 17. März um 10.45 Uhr statt. Die Laienspielschar möchte am 14. April im Café Holtkamp die Besucher erfreuen. Unter Leitung von Antonius Jansen startet die Fahrrad-AG am 23. Juni um 10 Uhr auf dem Parkplatz Törkentreck zu ihrer Ganztagstour. Am 7. Juli beginnt das „Göhlzen Tennenfest“ um 11 Uhr am Museum in der Bruchstraße.

Mit dem von Paul Heckermann gedichteten Gahlener Heimatlied wurde die Versammlung beendet. H.Sch.

Gahlener Vereine werben

„Zwei Anlässe, ein Fest.“ Unter diesem Motto werben Heimatverein Gahlen und Löschzug Gahlen derzeit gemeinsam für ihre Festwoche, die in der Zeit vom 29. April bis zum 5. Mai im Lippedorf stattfindet.

„Für unser Dorffest benötigen wir auch Ihre Unterstützung“, bitten die Veranstalter um eine finanzielle Unterstützung ihres Mammutprogramms. Sie vertrauen darauf, dass die Bevölkerung sich als spendabel erweist und bitten um Überweisung eines Geldbetrages auf das Konto 233452 des Fördervereins „Projekt meine Feuerwehr“ bei der Verbands-Sparkasse (BLZ 35650000) oder auf das Konto 100112800 bei der Volksbank (BLZ 400 693 63). Bei der Überweisung sollte unbedingt als Verwendungszweck „Feuerwehr 100“ angegeben werden. „Die Spender kommen alle unabhängig von der Summe auf eine Sponsorentafel, die am Feuerwehrgerätehaus aufgehängt werden wird“, verspricht der Werbeflyer.

Interessant ist der Werbeflyer jedoch noch aus einem anderen Grund. Er zeigt den Ort Gahlen auf einer Karte, die im Jahre 1845 entstand und die eine deutliche Verbesserung gegenüber der ersten topographischen Landesaufnahme von Le Coq beinhaltete. Die Karte von Leo Coq wies eine Reihe von Mängeln auf, sodass eine zweite systematische Landesaufnahme erforderlich wurde. 1836 wurde mit der Topographierung Westfalens begonnen. Diesen Arbeiten folgte in den Jahren 1843 bis 1850 die Wiederholung der von Müfflingschen Rheinaufnahme.

Die topographischen Aufnahmen in diesem zweiten Abschnitt unterschieden sich gegenüber den vorangegangenen vor allem dadurch, dass seit dem Beginn weiterer Neuaufnahmen im Jahre 1829 das bis dahin quadratische Messtischformat aufgegeben wurde und die Blätter die bis heute noch gültige Randabmessung von zehn Minuten in der Länge und sechs Minuten in der Breite bekamen, sodass sie statt ein bis zwei jetzt zwei bis drei Trigonometrische Punkte enthielten. Leider war die Höhendarstellung unbefriedigend. Noch beharrte man auf der Lehmannschen Geländedarstellung durch Schraffen und war weit von Schichtlinien und heute üblichen Isohypsen (Höhenlinien) entfernt.

Die abgebildete Karte stellt einen Ausschnitt aus dem vierten Blatt des siebten Bandes dar´, die vom Premierlieutenant von Hanneken aus dem 15. Infanterie-Regiment aufgenommen und gezeichnet wurde. Die 168 Jahre alte Karte hat zwar Mängel in der Reliefdarstellung, aber für die Ortsgeschichte bedeutet sie eine kolossale Bereicherung, weist sie doch die Höfe nach, die damals im Gahlener Gebiet lagen. Die Namen mancher Höfe wie „Wischerhof“, „Pottmann“, „Spickermann“, „Overbeck“, „Kleinsteinberg“, „Horstkamp“ und „Blotekamp“ sind noch heute in Gahlen nachweisbar.

Die Karte bietet nicht nur einen siedlungsgeografischen Überblick über Gahlen im frühen 19. Jahrhundert; sie bietet auch einen Einblick in die Verkehrsinfrastruktur eines ländlichen Raumes, in dem es den Wesel-Datteln-Kanal ebenso wenig gab wie die großen Ost-West- und Nord-Süd-Straßen, die heutzutage ein enormes Verkehrsaufkommen zu bewältigen haben. H.Sch.

Karten des Raumes Gahlen sollen auch während der von Egon und Johanna Unterberg vorbereiteten Ausstellung im Gemeindehaus zu sehen sein, die am 29. April eröffnet wird.

Gahlener Jugendarbeit

Die Gahlener Jugendarbeit ist zumindest für die nächsten Monate gesichert. Die Bereitschaft dreier junger Gemeindeglieder trägt dazu bei, dass in beiden Pfarrbezirken Jugendliche wieder eine feste Anlaufstation haben.

Anfang 2011 hatte die gebürtige Pfalzdorferin Yvonne de Temple die Nachfolge von Yvonne Herzig angetreten, die seit Dezember 2006 im Gemeindehaus an der Gahlener Kirchstraße tätig war. Zum Jahresende 2012 hatte die ausgebildete Gemeindepädagogin Abschied von der Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen genommen.

Das Presbyterium und Mitarbeiter des Jugendbereiches bildeten einen Jugendausschuss. Man war sich einig, dass nichts übers Knie gebrochen werden soll. Wichtig war zunähst nur die Fortsetzung der Jugendarbeit. Dazu erklärten sich drei junge Männer aus der Krchengemeinde bereit.

Lars Potthast übernimmt die Betreuung der klassischen Jugendarbeit im Dorf und auf der Hardt. Der 22-jährige Student, der in Essen die Fächer Sport und Evangelische Religion im Hinblick auf das spätere Lehramt belegt hat, ist seit vielen Jahren in der Gahlener Jugendarbeit tätig. Er war unter anderem Leiter der „Prokiki“-Gruppe und gehörte zum Kochteam während der letzten Freizeit. Donnerstags ist für ihn Bürotag im Dorf, dienstags und mittwochs ist er gegen Abend im Gemeindehaus auf der Hardt. Lars Potthast übernimmt die Brückenfunktion zwischen den Jugendlichen, den Pfarrern und den übrigen Kirchenbediensten. Er erledigt den Materialeinkauf, ist Ansprechpartner für alle Jugendgruppen und springt selbst kurzfristig ein, wenn ein Leiter verhindert ist.

Christopher Kühne,  Lars Potthast und Marcel Braick (v.l.) teilen sich jetzt die Jugendarbeit innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen. Foto Scheffler
Christopher Kühne, Lars Potthast und Marcel Braick (v.l.) teilen sich jetzt die Jugendarbeit innerhalb der Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen. Foto Scheffler

Marcel Braick und Christopher Kühne haben bereits im Februar mit der Betreuung der Ten Sing-Gruppe begonnen. Beide sind 25 Jahre alt, studieren Evangelische Theologie und Germanistik in Dortmund, um später einmal Lehrer zu werden. Die beiden jungen Männer sind seit sieben Jahren Mitglied der Ten Sing-Gruppe, haben sowohl in der Theatergruppe als auch in der Band mitgewirkt und waren außerdem aktiv bei der Leitung dreier Jugendfreizeiten. „Uns liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen, weil wir selbst lange Jahre hindurch hier Jugendarbeit erlebten“, freut sich Marcel Braick auf die neue Aufgabe. „Es bietet sich und die Möglichkeit, der Gemeinde etwas von dem wiederzugeben, was wir selbst erfahren durften“, ergänzt Christopher Kühne.

Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bereitet beiden Jugendbetreuern sehr viel Freude. Im vergangenen Jahr hat Ten Sing Gahlen sein 25-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Zweieinhalb Jahrzehnte hindurch haben jährlich mehr als 100 junge Leute die Zuschauer mit einer bunten Mischung aus Gesang, Tanz, Theater und Jonglage verzaubert. Die Planungen für die nächste Show zum Thema „Las Vegas“ sind in vollem Gange. Montags probt die Gruppe ab 18 Uhr auf der Hardt. Derzeit bemühen sich die beiden Betreuer um Sponsoren. Plakate müssen gedruckt werden. Der Vorverkauf soll Ende März beginnen. Am späten Montagvormittag kann man Marcel Braick und Christopher Kühne in der Regel im Büro des Gemeindehauses an der Kirchstraße antreffen.

Für alle drei Jugendbetreuer steht fest, was Christopher Kühne in Worte fasst: „Neben dem Studium ist das eine gute Praxiserfahrung. Man bekommt ein Gespür dafür, ob und wie man mit Jugendlichen auskommen kann.“ H.Sch.

Polnische Schüler besuchen die Schermbecker Gesamtschule

Bereits zum achten Mal besuchen Schülerinnen und Schüler aus dem polnischen Lublin die Schermbecker Gesamtschule. „Nachdem unsere Schüler im Oktober 2012 in Lublin eine Woche zu Gast waren und dabei u.a. im Archiv der Gedenkstätte Maydanek historische Feldforschung zu verschiedenen Themen betrieben haben, freuen wir uns auf den Gegenbesuch“, teilt der Gesamtschulleiter Norbert Hohmann mit. Es sei ein interessantes und umfangreiches Programm vorbereitet worden.

Insgesamt werden dreizehn polnische Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kolleginnen, nämlich Frau Maryla Skublewska und Frau Barbara Szieminska, in  Schermbeck begrüßt. Die Gäste werden in bewährter  Weise durch die Gesamtschullehrerin Anna Esters und den Initiator des Schüleraustausches mit Lublin, Ulrich Hülsmann, betreut. Am  Dienstag, den 12. März  um 10.00 Uhr wird die polnische Delegation vom Schermbecker Bürgermeister im Rathaus empfangen. H.Sch.

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