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Gahlener Landfrauen tagten

Wenn Landfrauen tagen, dann ist eins sicher: Das Thema Lebensmittel und Essen steht bei den aktiven Gahlener und Gartoper Frauen im Mittelpunkt.

 Insgesamt 33 Mitglieder trafen sich im Gemeindehaus an der Kirchstraße zu Jahreshauptversammlung.

Revue passieren ließen Vorsitzende Kornelia Benninghoven das aktive Jahr 2012, und der Kassenbericht von Ulrike Fengels war mit einem Überschuss von 600 Euro durchaus sehr zufriedenstellend. Bedingt durch das Plus in der Kasse können nun die Landfrauen 200 Euro für soziale Zwecke spenden.

Landfrauen (3)

 Terminiert ist ein Vortragsabend am 21. März um 19.30 Uhr im Gahlener Café Holtkamp. Thema: „Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung“, worüber Kreisverbandsdirektor Gerrit Korte referieren wird.Eingeladen zu dem Abend sind Nichtmitglieder und Männer.

Am 14. Mai geht es die Hengststation und zu ihrem zweitägigen Ausflug geht es diesmal gemeinsam mit den Hiesfelder Landfrauen am 12. Juni nach Bremen. Auf dem Programm steht eine Fahr nach Bremerhaven sowie eine Rundfahrt durch alle Häfen an.

Am 22. September lädt der Kreisvorstand der Landfrauen zur „Niederrheinischen Kaffeetafel“ in die Weseler Niederrheinhalle ein.

 Rund um das Thema „Milch-gesund! Und doch krank machend“, referierte anschließend nach Ablauf der Regularien die Gahlener Ökotrophologin Christel Hemmert-Pottmann als ausgebildete Fachfrau für Ernährung.

Viele Menschen leiden unter einer Milchunverträglichkeit und kleinsten Mengen Milch kann  Menschen schon krank machen kann,  wenn sie unter Allergien leiden, machte die Referentin am Beispiel der Milcheiweiß-Allergie und der Laktose-Intoleranz deutlich.

Wie vielfältig Milch verwendbar ist, zeigte sich beim anschließenden Büffet, zu dem  Hemmert-Pottmann die Gäste zum Schlemmen einlud.

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Fotoalbum Schermbeck 2003

Am 24. Mai 2003 erfreute die Blaskapelle „Einklang“ im Schermbecker Begegnungszentrum die Zuschauer mit schwungvollen Rhythmen.

Dirigent August Krayenbrink (l.), der im Jahre 2002 Nachfolger der Dirigenten Dirk Timmermann und Jürgen Hater wurde, leitete das Frühjahrskonzert. Foto: Helmut Scheffler, 24.5.2003

20030524, Frühjahrskonzert 2003, DSCN0350

Historischer Rundweg in Schermbeck

Historischer Rundweg in Schermbeck

Mit der Eröffnung des historischen Rundweges am 4. Dezember 1987 krönte die Gemeinde Schermbeck ihre bereits einige Jahre vorher begonnenen Bemühungen, im Gefolge der Vorarbeiten aktiver Heimatkundler die Reste an erinnerungswürdiger Geschichte zu bewahren und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Als im Zuge eines wiedererweckten Heimatbewusstseins Ende der 1970er-Jahre die Bürger landauf, landab voller Stolz begannen, den Blick auf die Geschichte ihres eigenen Lebensraumes zu werfen, begannen auch in Schermbeck engagierte Heimatkundler mit der Aufarbeitung ihrer Ortsgeschichte. Zeitweise beteiligten sich bis zu 25 Hobbyforscher an der Dokumentation der Gemeindegeschichte, deren Grundzüge in zwei Schriftenreihen veröffentlicht wurden.

Historischer Rundgang Schermbeck

Die vom Verfasser in den Jahren 1979 bis 1982 herausgegebene Zeitschrift „Schermbeck – gestern und heute“ erfreute sich besonderer Beliebtheit und war im nu ausverkauft. Auf diesem Nährboden erwuchs das Interesse der Gemeinde, an der Dokumentation mitzuwirken. Anfang der 1980er-Jahre wurde mit der Ordnung des Archivs begonnen. Es folgten Denkmalschutzbestrebungen und die Planungen für ein Heimatmuseum, das am 4. Dezember 1987 gleichfalls seiner Bestimmung übergeben wurde und seither von dem im Jahre 1987 gegründeten Heimat- und Geschichtsverein betreut wird.

In dieses Generalkonzept passte auch die Anlage eines historischen Rundweges, dessen Planungen in das Jahr 1984 zurückreichen. Ein Jahr später standen 22 Objekte auf einer Vorschlagsliste, für die Schilder hergestellt werden sollten, damit dem Wanderer kurze Informationen gegeben werden könnten. Auf Wunsch des Eigentümers wurde schließlich eine der geplanten 22 Stationen gestrichen, und zwar das in den Jahren 1868 bis 1871 erbaute Krankenhaus nahe der Burg, das nach Fertigstellung des neuen Krankenhauses an der Erler Straße (heute Marienheim) aufgegeben wurde. 21 Stationen verblieben, darunter der Standort der Synagoge, für die keine neue Tafel angefertigt zu werden brauchte, weil die Evangelische Kirchengemeinde Schermbeck dort bereits früher eine Tafel anbrachte. Die übrigen Bronzetafeln wurden von der Kunstgießerei Erich Janssen in Weeze gegossen.

Die Bronzetafeln kennzeichnen die einzelnen Stationen eines geschichtlichen Rundganges, der in unmittelbarer Nähe des heutigen Rathauses der Gemeinde Schermbeck beginnt. Am Gebäude auf der anderen Seite der Weseler Straße beginntder historische Rundweg.

Ehemaliges Rathaus

Altes RAthaus in Schermbeck
Altes RAthaus in Schermbeck

An diesem Gebäude, das bis 1993 als Rathaus der Gemeinde fungierte, erkennt man – am besten von der Straße „Am Rathaus“ aus (Foto Scheffler 1991) – deutlich den in verschiedenen Zeiten erfolgten Ausbau. Der älteste Teil an der Nordseite wurde in den Jahren 1909/10 als Verwaltungsbau erstellt. Der verputzte Backsteinbau fällt den Besuchern schon von weitem auf. Die Eingangsfront ist fünfachsig gegliedert mit vorgesetztem, dreiseitigen Treppenhaus. Das Eingangsportal trägt einen Dreiecksgiebel als Verdachung. Beide Seitenflügel sind identisch gegliedert, fünfachsig mit Walmdach in Ziegeldeckung. Zu den baulichen Besonderheiten gehören ein umlaufender Geschosstrennungssims, hochrechteckige Fenster mit Oberlicht und zwei Fensterflügeln. Der langgestreckte Anbau wurde im Herbst 1957 von Diplom-Ingenieur F. W. Capelle geplant. Im August 1959 wurde der Rathausanbau bezogen. Das Foto von der Nordseite des Rathauses entstand am 27.August 2006 (Foto Scheffler) während eines Festes auf dem neuen Rathausplatz

Nach dem Überqueren des „Roten Platzes“ am neuen Rathaus erreicht man den unteren Mühlenteich, an dessen Südostseite man die stark umgebaute ehemalige untere Burgmühle erkennt, die zweite Station des historischen Rundwegs. Will man das Gebäude aus einer anderen Perspektive sehen, muss man auf dem Tiefen Weg bis zur Mittelstraße gehen und dieser Hauptgeschäftsstraße Schermbecks etwa 50 Meter weit nach Nordosten folgen, um dann in die Straße Mühlentor einzubiegen. Wenig später sieht man an der linken Seite die ehemalige untere Burgmühle, die bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde.

Mehrfach wurde das Gebäude (das Foto zeigt die untere Burgmühle vor dem 2. Weltkrieg) erweitert und den veränderten Mahltechniken angepasst. Der westliche Anbau, der mit wenig Gefühl für eine sinnvolle

architektonische Anpassung an die bestehende Bausubstanz errichtet wurde, beherbergte seit Mitte der 1930er-Jahre eine Turbine, die ein altes Holzrad ablöste. Den Zweiten Weltkrieg hat die Mühle ohne nennenswerte Schäden überstanden, sodass der Mühlenbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

Untere Burgmühle
Untere Burgmühle in Schermbeck

Als Mitte der 1950er Jahre auf vielen Höfen kleine Hausmühlen zum Mahlen von Futtergetreide eingesetzt wurden und abgepackte Roggen-und Weizenmehlpakete ihren Einzug in die Läden hielten, wurde das Mühlengewerbe auch in der unteren Burgmühle unrentabel.

 Schermbecker Burgmühle

Burg Scshermbeck-Luftbild
Luftbild: Norbert Dahlhaus, Oktober 2004)

Nur wenige Meter von der Mühle entfernt erkennt man jenseits einer platzartigen Erweiterung den Südflügel der Schermbecker Burg (Luftbild: Norbert Dahlhaus, Oktober 2004). Im klevischen Urbar von 1318/1319, das sich im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (Kleve-Mark-Akten 662) befindet, wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Man darf jedoch davon ausgehen, dass die Burg schon vorher existiert hat, denn im Urbar findet man den Hinweis „dit corne hoert ten borgleen van Schyrenbeke“ (Dieses Korn gehört zum Burglehen von Schermbeck). Der verstorbene Brichter Heimatforscher Dr. Dr. Arnold Maas, der das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf auf der Suche nach „Schermbeckensia“ systematisch durchforstet hat, geht davon aus, dass die Schermbecker Burg mit der Machtverlagerung Kleves nach Osten an die Stelle der Burg Dravewinkel getreten ist, denn 1363 findet statt des „castellum“ nur noch ein Hof Dravewinkel Erwähnung. Von etwa 1350 bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Schermbecker Burg Amtssitz der Drosten und Amtmänner gewesen, auch in jenen Jahren, als das Amt Schermbeck ganz im Amt bzw. Land Dinslaken unterging. Schon frühzeitig verfügte die Burg über nicht unbedeutenden Grundbesitz. Diese Ländereien hatte der Landesherr vertraglich an solche Personen verpachtet, die anstelle eines sonstigen Lehnsdienstes den Burgdienst versahen und somit auch verpflichtet waren, in Notfällen die Burg zu verteidigen. Die Belehnung mit dem Schermbecker Burglehen erfolgte durch die Grafen und Herzöge von Kleve persönlich, wie es die Lehnsübertragungen zwischen 1361 und 1434 ausweisen. Zu den sechs überlieferten Burglehensverträgen gehören die an Goswyn van Blenbroyt (21. 12. 1361), Johann von der Beke (22.2.1362), Chryt von der Beke (22.2.1362), Johann von Drevenack (1.5.1362), Hermann von Ense (13.8.1434) und Henrick de Rynsche (13.8.1434).

 Schermbecker Burg

Burg_bearbeitet-1 (640x426)Der Ausbau der Schermbecker Burg zu einem Wasserschloss erfolgte zwischen 1415 und 1420 durch Herzog Adolf, in dessen Regierungszeit die Erhebung Schermbecks zu einer Stadt erfolgte. Während zahlreicher kriegerischer Fehden und während mehrerer Stadtbrände nahm die Burg starken Schaden. Der Verfall war in der Mitte des 17. Jahrhunderts so weit vorangeschritten, dass die Burg mit Ausnahme des im Volksmund als „Diebesturm“ bezeichneten quadratischen Eckturms an der Südostseite für Schutzzwecke nicht mehr geeignet war. 1662 wurde die Burg an Dietrich von der Stegen verkauft. Nach einer notdürftigen Instandsetzung diente die Burg den preußischen Behörden als „Ablager“.

Mit der teilweisen Niederlegung von Mauern und Wällen wurde ab 1718 begonnen, wobei auch der Stadtgraben zugeschüttet und das neu gewonnene Land verpachtet wurde. Teile der Burg brannten in der Nacht von 29./30. September 1742 ab. „1755 wurde die Burg wieder in einen Zustand gebracht“, berichtet Arnold Maas, „daß sie öffentlich versteigert werden konnte.“

In der Folgezeit hat die Burg, die um 1733 bis auf die Ostseite direkt vom Wasser umgeben war, häufig den Besitzer gewechselt. Seit 1769 wurde die Burg in Erbpacht bewirtschaftet. Erster Erbpächter wurde der Pächter Schmitz, der im Jahre 1834 beide Burgmühlen kaufte. 1792 ging die Burg in den Privatbesitz der Familie Maassen über. Der neue Eigentümer verfüllte die Burggräfte, so dass die Burg fortan den Charakter einer Wasserburg vollends verlor. Heute befindet sich die Burg im Privatbesitz der Familie Prinz. Die Eintragung des Burgbereiches in die gemeindliche Bodendenkmalliste wurde im Jahre 1994 verfügt und im April 1995 öffentlich bekannt gemacht. Die Ausweisung des mehrteiligen, ringförmigen Gebäudekomplexes als Baudenkmal erfolgte im Jahre 1997.

16.04.2006 019 (640×480)Verlässt man die innere Burg durch das wuchtige Torgebäude (Foto: Scheffler, 29. Juli 2011), so erkennt man zur Linken jenseits einer flachen Vertiefung in der Wiese, die früher einmal eine Gräfte war, Reste der alten Stadtmauer. 16.04.2006 019 (640x480)Ein restauriertes Stück der Stadtmauer findet man, wenn man die Fortsetzung der alten Mauer in dem Weg aufsucht, der vom Museum zum Bösenberg führt. Man gelangt zu dieser Stelle, wenn man das Burggelände verlässt und an der reformierten Kirche vorbei in Richtung Museum geht und hinter der Arztpraxis nach links abbiegt. Nach etwa 100 Metern erkennt man hinter dem letzten Gebäude vor der hölzernen Brücke über dem Mühlenbach links Reste der Stadtmauer (Foto: Scheffler, 16. April 2006). Es handelt sich um Backsteinmauerwerk mit Strebepfeilern in regelmäßigen Abständen.

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt Schermbeck von einer Mauer umgeben, mit zwei Stadttoren und acht Türmen versehen. Nach der Zerstörung der Stadt in einer Fehde zwischen Herzog Johann II. von Kleve und Heinrich von Gemen im Jahre 1483 wurden vom Landesherrn Gelder für die Erneuerung der Mauer bereitgestellt. Die Entfestigung der Stadt begann 1718. Über zwei Jahrhunderte hindurch wurden die Reste der Stadtmauer nicht mehr in Stand gesetzt. Erst als im Jahre 1986 der Landschaftsverband Rheinland an der Erhaltung und Nutzung der Mauer aus wissenschaftlichen, besonders Stadt- und baugeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse zeigte, wurde dieser Teil der Mauer restauriert.

Pumpe der Nachbarschaft „Op den Hoff“

Schermbecker Pumpe, SchefflerGeht man auf dem bisher zurückgelegten Weg etwa hundert Meter zurück, so kommt man in unmittelbarer Nähe des Heimatmuseums an der Pumpe der Nachbarschaft „Op den Hoff“ vorbei, der letzten von ehemals 11 öffentlichen Pumpen innerhalb der Stadtmauern. Dem Zustand dieser Pumpen haben die Gieseler, die Vorsitzenden der Nachbarschaft, stets besondere Aufmerksamkeit gewidmet, denn nur intakte Pumpen ermöglichten im Falle eines Brandes eine rasche Bekämpfung des Feuers. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an der Pumpe Wasser für die Haushalte der Nachbarschaft entnommen. Für die heutigen Bewohner Schermbecks ist diese Art der Wasserversorgung kaum noch vorstellbar. Wer nicht gleich neben einer der Pumpen wohnte, musste schon kräftig zupacken, um genügend Wasser im Haus zu haben.

Noch schlimmer wurde die Qualität des Wassers bewertet. In die Brunnen sickerte aus undichten Jauchegruben verseuchtes Wasser. Dieses durch die Pumpen geförderte Wasser gelangte zu den Menschen und Tieren im Ortskern. Zahlreiche Typhusfälle wurden in Schermbeck registriert. Auch mit einem größeren finanziellen Aufwand war es nicht möglich, die Gruben und Brunnen abzudichten und bessere Wasserquellen zu erschließen. Hinzu kamen äußere Schäden an den Pumpen, die durch starke Frosteinwirkungen verursacht wurden. In dieser Situation war ein entschiedenes Handeln erforderlich. 382 000 DM wies der Haushaltsplan 1954 der damals selbstständigen Gemeinde Schermbeck für die Kanalisation des Ortskerns und der Bahnhofsstraße aus.

Im Sommer 1954 wurden die ersten Hausanschlüsse hergestellt. Am 1. Oktober 1954 konnten die ersten Kanalgebühren erhoben werden. Die alten Pumpen wurden überflüssig. „Die Brunnen wurden größtenteils zugeschüttet“, berichtete die Rheinische Post im März 1955 und ergänzte, „verschiedentlich wurde so Platz geschaffen für Parkplätze, eine wichtige Sache für die Hauptstraße mit dem starken Durchgangsverkehr der B 58. Schon lange stand die Warnung auf den Pumpenkästen `Kein Trinkwasser`. Was sollen sie also noch, diese Überbleibsel, nachdem die Neuzeit mit dem zivilisatorischen Fortschritt und der besseren Hygiene ins Dorf eingezogen war!“

Im Sommer 2007 beschloss der Bau- und Denkmalausschuss der Gemeinde Schermbeck, die im Eigentum der Gemeinde stehende Wasserpumpe auf dem Flurstück 2182 der Flur 1 nahe dem Museum (Foto Scheffler, August 2006) in die Denkmalliste der Gemeinde einzutragen. Die Begründung für eine Unterschutzstellung des mit Backsteinen ummauerten gusseisernen Pumpenkörpers auf quadratischem Grundriss mit spitzem Zeltdach lieferte das Rheinische Amt für Denkmalpflege. Die Pumpe sei als eine der beiden noch verbliebenen Wasserpumpen im Ortskern bedeutend für die Geschichte des Menschen und erhaltenswert aus wissenschaftlichen und besonders aus volkskundlichen Gründen. Sie sei „ein noch verbliebenes Beispiel einer sich aufhebenden Gattung der Wasserversorgung und somit ein wichtiges Zeugnis der Orts- und Sozialgeschichte.“

Heimatmuseum Schermbeck

Das Heimatmuseum

Auf der anderen Straßenseite steht der Wanderer vor dem Heimatmuseum (Foto: Scheffler, Dezember 2007) in der Steintorstraße 17. Im Jahre 1981 erwarb die Gemeinde das wohl älteste erhaltene

Wohngebäude des Ortes zur Errichtung eines Heimatmuseums. Bekannt war zu diesem Zeitpunkt, dass das Gebäude den vierten großen Stadtbrand von 1742 unbeschadet überstanden hatte. Bei näheren Untersuchungen stellten das Rheinische Amt für Denkmalpflege, das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege und Diplom-Ingenieur Heinrich Buß vom Hochbauamt der Gemeinde Schermbeck fest, dass die ersten menschlichen Eingriffe auf dem Grundstück im 13. Jahrhundert erfolgten. Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahre 1566. Drei Jahre später wurde es aufgestockt. Im Verlauf der Jahrhunderte hat das Gebäude mehrere bauliche Änderungen erfahren. Mit den Umbauarbeiten für das geplante Museum begann man im September 1985. Innerhalb von zwei Jahren wurde das ehemalige Gebäude fast völlig in seine baulichen Einzelteile zerlegt, restauriert und an derselben Stelle wieder aufgebaut.

Das Gebäude, das am 4. Dezember 1987 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, stellt mit seiner baulichen Substanz ein informatives Beispiel für die Bauweise früherer Jahrhunderte dar. Die Scherwand zwischen den beiden größten Räumen im Obergeschoss wurde so erstellt, dass der schrittweise Aufbau sichtbar blieb. Der Fachwerkbau (Foto: Scheffler, 2007), ein Kieselsteinboden und ein Bussemraum mit offener Feuerstelle sind ebenso sehenswerte bauliche Elemente wie die seitlichen Kübbungen. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde in Ständerbauweise errichtet und wird dem Typ des niederrheinischen Hallenhauses zugeordnet.

Das Museum zeigt eine Fülle von Zeugnissen der vielhundertjährigen Kulturgeschichte Schermbecks, die in zwei Jahrzehnten zusammengetragen werden konnten. Das untere Foto zeigt Johannes Dahlhaus mit einer Pfeilspitze, die er dem Museum als Leihgabe überreichte (Foto: Scheffler, 10. August 2006). Von Beginn an hat es viele Schermbecker gegeben, die Gegenstände als Dauerleihgabe zur Verfügung stellten. Das Inventar wuchs dadurch von Jahr zu Jahr. In zwanzig Jahren entstand ein enormer Platzbedarf. Das Museum platzt aus allen Nähten. Ein dringend erforderlicher Dachausbau scheiterte bislang an den Finanzmitteln zum Bau einer Treppe und erforderlicher Dachfenster. Die Gemeinde stellte zwei Räume im Rathaus-Altgebäude für eine kostenlose Nutzung zur Verfügung. Dort werden auch ältere Exponate der Ausstellungen aufbewahrt. Sperrige Gerätschaften wurden in eine Scheune in der Gahlener Bruchstraße ausgelagert.

Die im Museum verbliebenen Gegenstände geben einen ausgezeichneten Überblick über die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Schermbecker in früheren Jahrzehnten. Viele landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge aus der Ziegelproduktion weisen auf die bedeutendsten Wirtschaftszweige Schermbecks zu Beginn des 20. Jahrhunderts hin. Sie können in besonderer Weise bei Kindern und Jugendlichen als Anschauungsmaterialien für eine Zeit dienen, die sie ansonsten allenfalls aus den Erzählungen ihrer Großeltern kennen. Im Laufe der Jahre wurden zusätzliche Schränke und Vitrinen gekauft, um Funde besser präsentieren zu können. Ein Öllämpchen und eine Jakobskanne aus dem 15. Jahrhundert sind Zeugen mittelalterlichen Lebens. Naturgemäß gehören zur neuzeitlichen Sammlung die meisten Exponate. Ziegeleiprodukte, viele Töpfe und Kannen aus der heimischen Töpferei werden präsentiert. Eine Vitrine im Obergeschoss wurde für den bedeutendsten Schermbecker reserviert, für den frühexpressionistischen Dichter Gustav Sack. 47 Ausstellungen wurden in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten im Heimatmuseum gezeigt. Sie ließen in der Summe ein Mosaik der Geschichte Schermbecks seit der Römerzeit

Das Museum erwies sich seit seiner Eröffnung als ein Publikumsmagnet, zumal der Eintritt bei den sonntäglichen Öffnungen kostenlos ist. Häufig sind Schulklassen und Vereine zu Gast. Etwa 2000 Besucher kommen jährlich ins Museum. Gruppen werden auf Wunsch vom Heimat- und Geschichtsverein Termine für Sonderführungen gewährt. Mehrmals jährlich werden kostenlose Führungen durch das Museum über die lokale Presse bekannt gegeben. Wer in der Steintorstraße 17 den „Duft vergangener Jahrhunderte“ geschnuppert hat, macht sich anschließend mit völlig anderer Sehweise auf den Rundgang durch das über 1200 Jahre alte Schermbeck, wo Spuren von Kulturgütern zusehends überformt oder verbaut werden.

Ehemaligen reformierte Kirche

reformierte Kirche, Scheffler SchermbeckWendet man sich beim Verlassen des Museums nach links, um ein Stück in Richtung Burg zu gehen, so steht man nach etwa 100 Metern vor der ehemaligen reformierten Kirche. Ein Vorläuferbau dieses Gotteshauses stand an der Ecke der heutigen Mittelstraße/ Hogen Mai. Am 9. Oktober 1685 wurde er eingeweiht. Am 28./29. September 1742 war die erste Kirche durch die Nachlässigkeit eines Corps hannoverscher Soldaten abgebrannt. Über vier Jahrzehnte hindurch mussten Schermbecks Reformierte auf ihr Gotteshaus verzichten. Mehr als zwei Dutzend Bittschriften und mehrere Kollekten aus der Zeit zwischen 1742 bis zum Beginn der 80er-Jahre trugen ebenso wie der Zuschuss ex Aerario Ecclesiastico dazu bei, dass 1780 mit dem Bau des neuen Gotteshauses begonnen werden konnte. Am 28. Mai 1786 wurde die neue reformierte Kirche feierlich eingeweiht. Im Verlauf von 200 Jahren hat der achteckige Barockbau mehrmals eine andere Nutzung erfahren. Ob das Gotteshaus während der Napoleonischen Kriege gemäß dem Vorschlag Bürgermeister Maassens als Krankenlager diente, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Nach der Unierung der Reformierten undreformierte Kirche, Scheffler Schermbeck Lutheraner im Jahre 1830 wurde die reformierte Kirche 85 Jahre lang als Schulgebäude genutzt. Während 1926 bis 1928 die Georgskirche gründlich erneuert wurde, diente die reformierte Kirche als Notbehelf. Die Zerstörung der Georgskirche durch die Bomben der Alliierten im März 1945 ließ das kirchliche Gemeindeleben noch einmal in der reformierten Kirche erblühen. Sechseinhalb Jahre lang wurde hier Gottesdienst abgehalten und Schulunterricht erteilt. Als einer der schönsten nach dem Krieg noch erhaltenen Barockbauten am Niederrhein wurde die kleine Kirche (Foto: Scheffler, Februar 2004) unter Denkmalschutz gestellt.

Seit dem 1. Juni 1956 diente das Gebäude als Kreis- bzw. Gemeindebücherei. Am 1. Oktober 1996 wurde der Buchbestand in die neu eröffnete Bücherei im Soziokulturellen Zentrum gegenüber dem neuen Rathaus übernommen. Im Winter 1996/97 bezog die Künstlergruppe Nebelhorn das Gebäude, musste aber wenige Monate später ins Lühlerheim ausgelagert werden, weil der Kreis Wesel wegen des maroden Zustands des Gebäudes eine weitere Nutzung als Atelier ausschloss. Am 1. August 1998 übergab die Georgsgemeinde das ehemalige Kirchlein an die Kommunalgemeinde. Eine grundlegende Sanierung wurde durchgeführt. Die feierliche Eröffnung des neuen Gebäudes fand am 20. September 2003 statt. Gegenwärtig dient das Gebäude als kleinstädtische Kulturstube. Die Kulturstiftung bietet der Bevölkerung ein attraktives Jahresprogramm an, das in der Regel jedoch nur schwach frequentiert wird.

 Die Straße Hogen Mai führt an der Rückseite der reformierten Kirche vorbei zu dem Standort des Vorgängerbaus, an den nur noch die Bronzetafel am Einrichtungshaus Vennhoff (weißer Klinkerbau, links; Scheffler, Juli 2009) erinnert. Diese erste reformierte Kirche war ein Zugeständnis an die reformierte Gemeinde, deren Anfänge in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreichen. Lange Zeit bemühte sich die Gemeinde um den Bau eines Gotteshauses. Erst im Jahre 1675 befasste sich die in Emmerich tagende klevische Synode mit den Planungen. Zehn Jahre später wurde die erste reformierte Kirche eingeweiht. Nach dem Stadtbrand des Jahres 1742 blieb an dieser Stelle nur noch das reformierte Pfarrhaus, in dem nach der Unierung auch die unierten Pfarrer wohnten.

 Texte und Fotos sind Urheberrechtlich geschützt.

Luftbild (10): Dammer Elsenberg

Im Mittelpunkt des am 22. Juni 2010 entstandenen Luftbildes erkennt man die in den Jahren 1998/1999 gebaute Siedlung „Eichengrund“ an der Dammer Straße „Zum Elsenberg“. In einer für das ländliche Damm völlig atypischen Bauweise wurden 16 Doppel-Wohnhaushälften und drei frei stehende Einfamilienhäuser von dem Rheder Bauträger Dalhaus errichtet. Innerhalb der Siedlung, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Dammer Volksschule befindet, erkennt man ein einziges Gebäude des ehemals wesentlich größeren Schulkomplexes.Dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege hat es die dörfliche Bevölkerung zu verdanken, dass der älteste Teil der Schule buchstäblich in letzter Minute unter Denkmalschutz gestellt wurde und dadurch nicht wie die jüngeren Schulbauten der Abrissbirne zum Opfer fiel.

Luftbild Nr. 10, Damm, Elsenberg, 22.6.2010  IMG_3637

In der Verlängerung der Firstlinie der straßenparallelen Siedlungshäuser erkennt man den eingeschossigen Bau des 1965 eingeweihten Dammer Jugendheimes, einer Einrichtung in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack, zu der die evangelischen Bewohner Damms auch nach der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 gehören. Das Jugendheim ist die einzige Stelle in dem rund 1200 Einwohner zählenden Ortsteil Damm, die den Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstation bietet. Am rechten Rand der Siedlung erinnert das ehemalige Trafohäuschen an die Elektrifizierung des Ortsteils Damm, die nach einem Vermerk in der Schulchronik im Jahre 1911 begonnen hatte. Der im Jahre 2009 gegründete Turmverein hat in dem Turm inzwischen das „kleinste Strommuseum der Welt“ eröffnet. H.Sch./Luftbild Scheffler

Luftbild (9): Gewerbepark Maassenstraße

Im Mittelpunkt des Bildes, das am 22. Juni 2010 entstand, erkennt man das Gelände der ehemaligen Dachziegelei Idunhall. 1908 wurden die Dachziegelwerke als Gewerkschaft gothaischen Rechtes gegründet. Um Grundbesitz erwerben zu können, wurde gleichzeitig eine GmbH mit dem Namen „Tonindustrie GmbH Schermbeck“ gegründet. Bereits im Jahre 1910 arbeiteten zwei Öfen. Im Jahre 1942 brannten die Dachziegelwerke ab. Die notdürftig errichtete Anlage wurde 1945 erneut beschädigt. Bei Kriegsende wurde die Produktion eingestellt. Mit dem Wiederaufbau begann man 1947. 1977 wurde Idunahall von den Röben-Werken übernommen. Zum Jahresende 2005 wurde die Produktion eingestellt. Über 50 Beschäftigte waren von der Schließung betroffen. Ein niederländischer Investor kaufte das Gelände im Jahre 2007. Er entwickelte jedoch keine konkreten Nutzungsideen. Seit 2009 gehört das Gelände einigen Schermbecker Investoren.

Luftbild Nr. 09, IMG_3680, Idunahall, 22.6.2010 Gewerbepark

„Die Genehmigung der Nutzungsänderung liegt jetzt vor“, teilte Stephan Stender 2010 mit. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Marc Riegel und der Firma Jan Sligchers & Söhne GbR möchte er die Lagerhallen und die Freiflächen des „Iduna-Parks“ zwischen Maassenstraße (von links unten nach rechts oben) und Alte Poststraße (oberhalb des Firmengeländes) vermieten. Im „Iduna-Park“ stehen 15 000 Quadratmeter überdachte Flächen bereit. Ein kleiner Teilbereich wurde eine zeitlang von den Feldbahnfreunden genutzt. Derzeit (Februar 2013) läuft ein Bebauungsplanänderungsverfahren, um das Gelände industriell nutzen zu können. H.Sch./Foto Scheffler

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Luftbild (8): Nördliche Maassenstraße

Im Bereich beiderseits der nördlichen Maassenstraße hat sich Schermbeck seit dem Jahre 2010 besonders stark verändert. Zwischen „Hoher Weg“ (vorne rechts) und „Lohstege“ (vorne links) entstand Schermbecks größte Fotovoltaikanlage. Hier schossen 3200 Pfosten wie Pilze aus der Erde, an denen 7794 Solarmodule befestigt wurden. Anschließend wurde noch eine zentrale Wechselrichterstation errichtet, mit deren Hilfe mehr als 550 000 Kilowattstunden Sonnenstrom ins Netz gespeist werden .

Luftbild Nr. 08 Nr. 01, 27.07.2010 IMG_3716a, Fotovoltaik, Lohstege

Oberhalb der Fotovoltaikanlage erkennt man vor dem Regenrückhaltebecken die Siedlung am Mühlenbachweg. Links davon liegt der nördliche Teil der Scherenbachsiedlung. Rechts neben dem Regenrückhaltebecken befindet sich seit 1978 das Hallenbad der Gemeinde, das inzwischen in privater Trägerschaft weitergeführt wird, weil der Gemeinde wegen einer permanenten Verschuldung das Geld für die eigene Unterhaltung fehlt. Auf der hellen Freifläche oberhalb des Regenrückhaltebeckens entstand seit 2010 das neue Baugebiet „Wohnanlage am Hallenbad“. Links daneben soll (Stand Februar 2013) das Baugebiet „Wohnanlage am Mühlenbach“ entstehen. H.Sch./Foto Scheffler

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Luftbild (3): Gahlener Ortskern

Über dem Gahlener Ortskern ermöglichte der Schermbecker Pilot Horst Schmitter am 22. Juni 2010 das dritte Bild unserer der Luftbild-Serie . Im Mittelpunkt des Fotos, das den Ortskern in Nord-Süd-Richtung zeigt, steht das Umfeld der Dorfkirche und des Mühlenteiches. Reste der Kirche aus dem 12. Jahrhundert sind, obwohl Erweiterungsbauten, Kriegszerstörungen und Neubauten in den folgenden 800 Jahren den romanischen Bau in vielfältiger Weise veränderten, bis auf den heutigen Tag erhalten. Das zweite Gebäude links neben der Kirche ist die Gahlener Dorfmühle, die bereits im 18. Jahrhundert von der aus der Bocholter Gegend stammenden Familie Winck angepachtet wurde. 1955 wurde der Mühlenbetrieb fürs Brotgetreidemahlen eingestellt. Noch etwa drei Jahre lang nutzten Landwirte die Mühle zum Schrotmahlen. Im linken Bildbereich erkennt man die Gräberfelder des Friedhofes der Evangelischen Kirchengemeinde. Bis 1834 wurden die Gahlener noch rund um die Kirche beerdigt. Oberhalb des Friedhofes erkennt man im Bild den Parkplatz Törkentreck, auf dem die Bevölkerung ihre großen Feste wie das Schützenfest, die Kirmes, den Schafsmarkt und den Ausklang des Nikolauszuges feiert. Rechts neben dem Friedhof befindet sich das Gerätehaus des Gahlener Löschzuges, der im Jahre 2013 bereits sein 100-jähriges Bestehen feiern kann.

Luftbild Nr. 03, IMG_3769 Gahlen,22.10.2010  Ortskern

Links unterhalb des Gerätehauses, in dem sich bis zur kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 der Sitz der Gemeindeverwaltung befand, kann man noch knapp den Kindergarten am Widemweg erkennen. Er wurde am 6. August 1972 eingeweiht. An der Kirchstraße, die man an ihrem geschwungenen Verlauf erkennt, sind neben historischen Gebäuden wie der Kirche und der ehemaligen Dorfschule (jetzt Gemeindehaus) auch neue Siedlungsansätze zwischen „Op den Hövel“ und der ehemaligen Gaststätte Schult auf dem Kamp (oben links) sowie an der Einmündung der Haus-Gahlen-Straße (Bildmitte rechts) und auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Gahlener Hof“ (helle Dachflächen unten) entstanden. H.Sch./Luftbild Scheffler

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Luftbild (7): Gahlener Kirchstraße

Der Flug mit Host Schmitters Motorsegler führte am 27. Juli 2012 über den Schermbecker Ortsteil Gahlen. Das Luftbild zeigt den Bereich südöstlich des Gahlener Ortskerns beiderseits der Kirchstraße. Auf der linken Seite befindet sich die Steinbergsiedlung. Auf der rechten Seite erkennt man das im Ausbau befindliche Baugebiet an der Kirchstraße. Stadt- und Regionalplaner Gregor Baumeister stellte im Jahre 2007 für den Schermbecker Projektentwickler „Plan-Bau“ die Planungen vor.

Luftbild Nr. 07  Gahlen, Neubaugebiet Kirchstraße 27.07.2012 034, Foto Scheffler

Auf einer etwa 8000 Quadratmeter umfassenden Fläche, die vorher landwirtschaftlich genutzt wurde, werden seit dem Jahre 2008 Einzel- oder Doppelhäuser in offener Bebauung errichtet, deren Alleinverkauf die Volksbank übernahm.. Die verkehrliche Erschließung des Baugebietes, das im Miniaturformat an die früheren Angerdörfer erinnert, erfolgt von der Kirchstraße aus. Inzwischen ist das Baugebiet fast komplett bebaut.

Über die Ausführung des Gehwegs an der Kirchstraße haben die Politiker in mehreren Sitzungen des Planungs- und Umweltausschusses diskutiert. Inzwischen ist der Weg südlich (rechts) der Kirchstraße benutzbar.

Im linken oberen Bildviertel erkennt man die Umgehungsstraße. Sie wurde 1991 ihrer Bestimmung übergeben. Bis dahin musste sich zum Ärger der Bevölkerung der gesamte Durchgangsverkehr – inklusive der vielen Fahrzeuge, die zur Deponie Gahlen/Gartrop fahren wollten – durch den Gahlener Ortskern quetschen. H.Sch./Luftbild Scheffler

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Kreisentwicklungskonzept 2020

Mit dem Kreisentwicklungskonzept Wesel 2020 (KEK 2020) definiert der Kreis Wesel sein Selbstverständnis als moderner und zukunftsfähiger Kreis und erarbeitet ein auf seine Aufgaben bezogenes Konzept für die zukünftigen Herausforderungen. Das Konzept wird der querschnittsorientierte Handlungsrahmen für eine zukunftsfähige Entwicklung des Kreises Wesel.
Zunächst ist dazu eine Bestandsaufnahme erarbeitet worden, die sich auf die Aufgaben des Kreises bezieht. Abgeleitet aus dieser Bestandsaufnahme sind zur Systematisierung des Prozesses vier Handlungsfelder und ein übergreifendes Leitmotiv entwickelt worden: „Sicherheit & Lebensqualität“, „Familie & Generationen“, „Umwelt & Planung“ sowie „Wirtschaft & Bildung“ Jedem dieser Handlungsfelder wurden drei inhaltliche Themenfelder zugeordnet.
Das übergreifende Leitmotiv ist Teilhabe. Dies drückt das Selbstverständnis des Kreises Wesel aus, sich allen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet zu fühlen. Das zentrale Anliegen ist, alle Menschen in das gesellschaftliche Leben zu integrieren, ihnen die gleichen Chancen zu ermöglichen, sie über Partizipationsprozesse frühzeitig in die Entscheidungsfindung einzubeziehen und dabei ein hohes Maß an Transparenz zu schaffen. Das übergreifende Leitmotiv findet sich in allen Handlungsfeldern wieder.

Gehölzschnittmaßnahmen bis Ende Februar abschließen

Auch wenn der Winter den Unteren Niederrhein derzeit noch fest im Griff hat, steht die Natur doch schon in den Startlöchern. Grund genug, erforderliche Rückschnittmaßnahmen an Hecken und Gebüschen nun zügig zum Abschluss zu bringen. Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Wesel weist in diesem Zusammenhang auf die strengen Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes hin.

So dürfen Hecken und Gebüsche nur noch bis zum 28. Februar auf den Stock gesetzt oder abgeschnitten werden. Ab 1. März bis 30. September gilt dann, insbesondere zum Schutz von Brutvögeln, wieder ein striktes Verbot, das nur auf Antrag und nur in begründeten Ausnahmefällen überwunden werden kann. Regelmäßig durchgeführte schonende Form- und Pflegeschnitte, z. B. das Stutzen der klassischen kastenförmigen Schnitthecken im Siedlungsbereich, dürfen dagegen ganzjährig ausgeführt werden.

Etwas anders sieht dies bei Bäumen aus. In Hausgärten dürfen diese grundsätzlich das ganze Jahr über gefällt werden. Allerdings sind auch hier wichtige Artenschutzbestimmungen zu beachten. So dürfen die Bäume aktuell weder Fledermäusen noch Vögeln als Lebensstätte dienen. „Verdächtig“ in diesem Sinne sind vor allem höhlenreiche Bäume und alte Obstbäume. Zudem dürfen sich in den betreffenden Bäumen keine Nester bzw. Niststätten befinden. Weitergehende Bestimmungen für das Baumfällen sind in den Geltungsbereichen der Landschaftspläne des Kreises Wesel und im Bundesnaturschutzgesetz festgelegt. Dort gilt für bestimmte Bäume ein ganzjähriger Schutz. Für deren Fällung ist daher regelmäßig eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde einzuholen.

Außerhalb der Geltungsbereiche der Landschaftspläne richtet sich in der Gemeinde Alpen sowie in den Städten Dinslaken, Moers, Rheinberg, Wesel und Xanten die Zulässigkeit von Baumfällungen zudem nach den Bestimmungen der jeweiligen Baumschutzsatzung der Kommune, die über entsprechende Fällanträge eigenständig entscheidet.

Verstöße gegen die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes sowie der Landschaftspläne und der Baumschutzsatzungen können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Fragen zu Gehölzschnittmaßnahmen und den zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen beantwortet die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Wesel unter Tel. 0281 – 207 2539. H.Sch.

Fotoalbum Schermbeck 2003

Das 15. Sommerstraßenfest, welches die Werbegemeinschaft am 29. Juni 2003 veranstaltete, lockte Tausende Besucher auf die Mittelstraße. 

20030629 Sommerstraßenfest 2003, DSCN1445

Dazu trug sicherlich auch bei, dass das Fest erstmals um die zweitägige Aktion „Schermbeck genießen, Essen & Trinken im Grünen“ auf dem Rathausplatz erweitert wurde. Foto: Helmut Scheffler, 29. Juni 2003

Fraktion Bürger für Bürger lädt ein

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Die Fraktion „Bürger für Bürger“ bietet am Montag, den 18. Februar 2012 von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr erneut eine Bürgersprechstunde im Alten Rathaus, Zimmer 160, an.

Luftbild (6): Lippe formt die Landschaft

Ein fast kreisförmiger Geländeabschnitt sticht aus diesem Luftbild der Serie „Schermbeck von oben“ hervor. Der Schermbecker Pilot Horst Schmitter ermöglichte diese Aufnahme beim Überfliegen des Schermbecker Ortsteils Damm in Ost-West-Richtung auf die Höfe Baumeister, Steinkamp und Engelmann zu. Die auffallende Geländestruktur ist ein Relikt der landschaftsbildenden Tätigkeit der Lippe.

In Zeiten, in denen die Lippe ihr Bett noch nicht so tief eingegraben hatte in die Niederterrasse, pendelte die Lippe in ihrem breiten Bett hin und her. Dabei schuf sie weit ausladende mäandrierende Bögen, wie sie heute noch im Grenzbereich zwischen Dorsten und Schermbeck nördlich des Bauernhofes Schult-Schafkamp zu sehen sind. In Damm sind diese Altarme der Lippe inzwischen von dem stark erodierenden Fluss abgeschnitten. Lediglich an Rest-Wasserflächen in dem ehemaligen Flussbett und an den Auewäldern parallel zu diesen Geländevertiefungen kann man noch erkennen, wo die Lippe einmal floss.

Luftbild Nr. 04, IMG_3592, Lippebogen in Damm,

Der gesamte abgebildete Mäanderbogen gehört heute zum Naturschutzgebiet Lippeaue Damm-Bricht, dessen Festsetzung vor 27 Jahren eingeleitet wurde, um den Schutz wiesenbrütender Vogelarten sicherzustellen. Regierungspräsident Dr. Fritz Behrens erließ am 22. März 1988 die erforderliche ordnungsbehördliche Verordnung zur Festsetzung des NSG. 1995 wurde das NSG erweitert und erstreckt sich heute beiderseits der Lippe von Drevenack im Westen bis zur Dorstener Stadtgrenze im Osten.

Die Biologische Station des Kreises Wesel konnte inzwischen in ihren jährlich erscheinenden Berichten den Nachweis antreten, dass sowohl Pflanzen als auch Tiere, die auf der roten Liste des Landes Nordrhein-Westfalen stehen, durch eine finanziell vergütete reduzierte Landwirtschaft in der Dammer Lippeaue wieder in der Lippeaue heimisch wurden. hs/Luftbild Scheffler

Schermbecker Bebauungsplan „Wohnanlage am Mühlenbach“

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Einsichtnahme im Rathaus bis zum 22. Februar möglich

Schermbeck. Im Rahmen der Offenlage gemäß § 3 Absatz 2 des Baugesetzbuches (BauGB) liegt der Bebauungsplan Nr. 48 „Wohnanlage am Mühlenbach“ in der Zeit vom 22. Januar bis zum 22. Februar 2013 einschließlich zur öffentlichen Einsichtnahme im Rathaus der Gemeinde Schermbeck (Zimmer 322) aus.

Unterlagen auch online verfügbar

Neben dem gedruckten Entwurf im Rathaus stehen weitere Informationen auch online bereit. Auf der Homepage der Gemeinde Schermbeck (www.schermbeck.de) sind der verkleinerte Entwurf des überarbeiteten Bebauungsplans, die überarbeitete Begründung, Fachbeiträge und Gutachten sowie die amtliche Bekanntmachung einsehbar.

Die Veröffentlichung zur öffentlichen Auslegung erfolgte bereits am 14. Januar 2013 im amtlichen Bekanntmachungsblatt Nr. 1 der Gemeinde Schermbeck.

Im Schermbecker Rathaus liegt der Bebauungsplan Nr. 48 zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Foto Scheffler
Im Schermbecker Rathaus liegt der Bebauungsplan Nr. 48 zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Foto Scheffler

Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass die Veröffentlichung der Planunterlagen auf der Internetseite der Gemeinde Schermbeck nur eine zusätzliche Information für interessierte Bürger und Betroffene darstellt. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die öffentliche Auslegung der Planunterlagen im Rathaus der Gemeinde Schermbeck. H.Sch.

Mehr Erwerbstätige

Nach einer Übersicht des Landesbetriebs Information und Technik ist die Zahl der Erwerbstätigen im Kreis Wesel in den vergangenen zehn Jahren um knapp zehn Prozent gestiegen. Im Vergleich mit den anderen Kreisen und kreisfreien Städten im Land Nordrhein-Westfalen ist dies die siebthöchste Steigerungsrate.

Auch im nominellen Vergleich belegt der Kreis Wesel mit 197.500 Erwerbstätigen den siebten Platz und zählt unter anderem mit Bonn, Düsseldorf und Köln zu den Kommunen im Land mit der höchsten Zahl an Erwerbstätigen.

Kreishaus Wesel 1

In der Statistik über die Erwerbstätigen werden alle Personen aufgeführt, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Soldaten), als Selbständige ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder als mithelfende Familienangehörige den Betrieb eines Verwandten oder des Partners unterstützen.

„Seit 1964 durchlebt der Kreis Wesel durch die Schließung der Zechen einen tiefgreifenden Strukturwandel“, sagt Landrat Dr. Ansgar Müller. „Durch einen breit aufgestellten Branchenmix, viele innovative, mittelständische Betriebe und eine konsequent ausgerichtete Nutzung der Gewerbeflächenpotenziale sowie eine straffe Planung zur Nachfolgenutzung der Brachflächen konnte die Erwerbstätigkeit im Kreis aber auf einem hohen Niveau gehalten werden.“ Die Planung zur Nachfolgenutzung der Zechen in Dinslaken und Kamp-Lintfort seien hier vorbildlich gewesen.

Es gehe dabei nicht darum, Freiraum um jeden Preis für die Neuansiedlung von Unternehmen zu nutzen. Aber im Hinblick auch auf die Diskussionen zum neuen Regionalplan müsse es möglich sein, vormals wirtschaftlich genutzte Flächen für neue Unternehmensansiedlungen zu entwickeln und auch Gewerbeflächen an den Häfen auszubauen, um die damit verbundenen Potentiale ausschöpfen zu können. H.Sch.

Gewinnsparen – Volksbank-Kunde gewinnt

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Große Freude durch Gewinnsparen – Volksbank-Kunde gewinnt Apple MacBook Pro

Schermbeck. Der Schermbecker Reinhold Paus gewann bei der Volksbank einen Computer der Marke Apple MacBook Pro 13 im Wert von 1300 €.

Heringsessen der Gahlener Sänger

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Der Männergesangverein Gahlen-Dorf beendete die Karnevalssaison mit einem Heringsessen in der Gaststätte Mölder.

Vorsitzender Heinz Rademacher begrüßte 54 Besucher: Sänger, deren Frauen oder Lebensgefährtinnen und einige Witwen.

Auftakt für Dancing Rebels

Auftakt für Dancing Rebels – Turnierstart der 1. Bundesliga JMD in Saarlouis

Der Countdown läuft und die „Dancing Rebels“ des Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck fiebern ihrem Saisonstart entgegen. Am Samstag, 16. Februar findet das Eröffnungsturnier der 1. Bundesliga im Jazz und Modern Dance ab 17 Uhr in der Sporthalle am Stadtgarten in Saarlouis statt. Nach dem Aufstieg in der letzten Saison tanzen die Rebels erstmalig in der Königsklasse.

Sie messen sich mit den Formationen aus Saarlouis, Schöningen, Wuppertal, Lampertheim, Hamburg, Wolfsburg, Berlin, Hammelbach und Großostheim. Choreograf und Trainer Sebastian Spahn hat mit Franziska Alda, Linda Andres, Sarah Beckmann, Ysabel Benecken, Vivien Bicker, Maren Hegerring, Miriam Hötting, Lisa Klingelhöfer , Lina Maidhof, Judith Pollmann, Lea Quabeck, Carolin und Nina Schulte-Loh und Julia Tenhagen die Choreografie „November“ zur Musik von Max Richter entwickelt, abstrakt und technisch sehr anspruchsvoll.

Die Formation wird in dieser Saison durch den Mexikaner Fernando Dominguez, der ebenso wie Spahn in Rotterdam bei Codarts ausgebildet wurde, unterstützt, Dancing Rebels, IMG_9107da Spahn aufgrund zahlreicher Engagements nur zeitlich begrenzt in Schermbeck trainieren kann. „Ziel der Formation ist es, sich gut in der ersten Bundesliga zu präsentieren und das abzurufen, was sie mit zwei Trainingseinheiten pro Woche leisten kann“, erklärt Spahn. „Durch die Weltmeisterschaft in Frankfurt im Oktober ist das Niveau im Jazz- und Modern Dance noch einmal gestiegen“, weiß Spahn, der mit seinem Co-Trainer in Verbindung steht und per Video-Analyse das Training begleitet.

Wer die „Dancing Rebels“ auf den Turnieren anfeuern möchte, kann das am Samstag in Saarlouis, am 9. März in Schöningen, am 13. April in Großostheim und am 4. Mai in Schermbeck tun.

 

Schießgruppe Altschermbeck – Jahreshauptversammlung

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Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Schießgruppe Altschermbeck im Vereinslokal Nappenfeld gab es viel Lob vom Vorsitzende Heiner Große-Gehling für Stefan Heier. Heier hat seinen Leistungstrainer in der Tasche und engagiert sich sehr für Vereinsjugend.

Jahresrückblick und Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft standen auf der Tagesordnung.

Schiessgruppe Altschermbeck (10)

Zehn Jahre in der Schießgruppe dabei sind Jeannette Hopp und Patrick Stenkamp. Geehrt für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden Daniel Flamming und Claudia Paus, sowie Rainer Rexforth für 25 Jahre und Ludger Hüttemann für 40 Jahre.

Seit 50 Jahre Mitglied im Verein sind Klemens Nappenfeld, Maria Böwing, Agnes Nappenfeld und Helene Walenciak.

Luftbild (5): Zwischen Kanal und Lippe

Schermbeck von oben (3): Zwischen Kanal und Lippe

Den Bereich zwischen Wesel-Datteln-Kanal (links) und Lippe (rechts) am Nordrand des Ortsteils Gahlen überflog im Sommer 2012 der Schermbecker Pilot Horst Schmitter. Die Lippe trennte bis 1975 den Kreis Rees vom Kreis Dinslaken. Erst im Zuge der kommunalen Neuordnung wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Gahlen und Schermbeck in der Großgemeinde Schermbeck vereint. Die durch Gesetz vom Juli 1974 angeordnete behördliche Vereinigung Gahlens mit Schermbeck haben die Lippedörfler bis heute noch nicht ganz verkraftet. Nur zu gerne sehen sie in Schermbeck noch immer den Ortsteil Gahlen-Nord.

Gahlen, Camping, TuS Gahlen
Gahlen, Camping, TuS Gahlen

Die Lippe umgibt bogenförmig das Gahlener Aap, in dem sich die Sportanlage des TuS Gahlen (am oberen Bildrand) befindet, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Zur Sportanlage gehören ein Ascheplatz, ein Rasenplatz, Tennisplätze, eine Turnhalle und ein Vereinsheim. Zwischen Lippe und Kanal entstanden seit den 1950er-Jahren zahlreiche Campingplätze. Hier verbringen überwiegend Menschen aus dem nahen Ruhrgebiet das Wochenende. Gegenwärtig sorgt man sich allerdings um die Zweitwohnungssteuer, die seit dem 1. Januar 2012 an die Gemeinde Schermbeck gezahlt werden müsste. Proteste der Camper und der Campingplatzbetreiber verzögern jedoch das Klingeln in der Gemeindekasse. Die Lippe, die bis zum Bau des Wesel-Datteln-Kanals (WDK) im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts dem Gütertransport diente, ermöglicht heute im zunehmenden Maße Kanu-Tourismus. Der 1930 eröffnete Lippeseitenkanal (heute WDK) ist eine bedeutende Verkehrslinie innerhalb des westdeutschen Netzes der künstlichen Wasserstraßen. Die bogenförmig verlaufende Straße in der unteren linken Bildhälfte wurde im Jahre 1991 für den Verkehr freigegeben. Bis zur Freigabe der Umgehungsstraße musste sich der gesamte Verkehr zwischen Schermbeck und Dorsten oder Kirchhellen durch den Gahlener Ortskern quetschen. Die Brücke am linken Bildrand verbindet den Gahlener Ortskern mit dem Aap. Fährt man von links nach rechts über die Brücke, passiert man am Ende des Waldstückes kurz vor dem Sportplatz das Kneipp-Wassertretbecken, das im Jahre 1996 nach einer baulichen Gemeinschaftsleistung von Heimatverein und TuS Gahlen eröffnet wurde und inzwischen längst zu einem Insidertipp für gesundheitsbewusste Menschen zwischen Dorsten und Hünxe geworden ist. hs/Luftbild Scheffler

 

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