Die Anmeldungen zur Gesamtschule Schermbeck für die Jahrgänge 5 und die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe finden an folgenden Terminen statt:
08.02.2025: 09.00 – 16.00 Uhr
10.02.2025: 08.00 – 16.00 Uhr
11.02.2025: 08.00 – 16.00 Uhr
12.02.2025: 08.00 – 16.00 Uhr
Wahl der weiterführenden Schule in NRW
Wie bei Grundschulen ist auch bei weiterführenden Schulen in NRW die Schulwahl frei. Die Gesamtschule Schermbeck bietet eine eigene Oberstufe (SEK II / Abiturklassen) an.
Weitere Informationen zur Gesamtschule Schermbeck
Alle wichtigen Details zur Schule finden Sie auf der Homepage der Gesamtschule Schermbeck. Dort gibt es auch Informationen zur Mittagsverpflegung (unter „Service“ → „Mensa und Kiosk“) und zur Schülerfahrkostenerstattung (unter „Service“ → „Downloads“).
Tag der Offenen Tür: 09.11.2024, 10:00 – 13:00 Uhr
Elterninformationsabend für Abgänger des 4. Schuljahres: 18.11.2024, 19:00 Uhr
Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind am 09.11.2024 die Gesamtschule Schermbeck am Tag der Offenen Tür und überzeugen Sie sich selbst von der Qualität der Schule.
Benötigte Unterlagen für die Anmeldung
Bitte bringen Sie zur Anmeldung folgende Dokumente mit:
Familienstammbuch oder Abstammungsurkunde
Kopien aller Grundschulzeugnisse
Grundschulempfehlung
Anmeldeschein der Grundschule
Anmeldung für die gymnasiale Oberstufe (Jahrgangsstufe 11)
Die Anmeldung für die Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe findet zu den gleichen Terminen statt. Voraussetzung für die Aufnahme ist der zu erwartende Mittlere Schulabschluss – Fachoberschulreife mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.
Erforderliche Unterlagen: Eltern und Erziehungsberechtigte, deren Kinder die 10. Klasse einer Gesamtschule, die 9. oder 10. Klasse eines Gymnasiums, die 10. Klasse einer Realschule oder Hauptschule besuchen und das Abitur oder den schulischen Teil der Fachhochschulreife an der Gesamtschule Schermbeck erwerben möchten, bringen bitte zusätzlich mit:
Zeugnisse der Jahrgangsstufen 8 – 10 (in Kopie)
Bewerbungsschreiben, das die Motivation für den Besuch der gymnasialen Oberstufe verdeutlicht
Lebenslauf
Kontakt für Rückfragen
Für weitere Informationen steht Ihnen das Schulverwaltungsamt Schermbeck gerne zur Verfügung:
Am vergangenen Sonntagmorgen machten sich sechs Schwimmerinnen des WSV Schermbeck schon früh auf den Weg nach Kamen, um dort an den NRW-Masters-Meisterschaften teilzunehmen. Jeweils über 100m Brust starteten Anja Miebach und Lanett Mönig. Anja Miebach erreichte Platz 4 und Lanett Mönig griff in ihrer Altersklasse beherzt nach der Silbermedaille.
Erfolge in Einzelwettbewerben
Lena Overbeck sprang für den WSV über 100m Freistil ins Wasser und belegte Platz 9 bei sehr starker und zahlreicher Konkurrenz. Kurz darauf machten sich Lanett Mönig (Rücken), Anja Miebach (Brust), Tina Humm (Schmetterling) und Rebecca Heming (Freistil) bereit für die 4x50m Lagenstaffel. Das Quartett schlug als 3. Mannschaft hinter den Teams aus Hagen und Münster an und konnte sich damit über die Bronzemedaille freuen.
Weitere Platzierungen und Ausblick
Die 50m Freistilstaffel mit Rebecca Heming, Susanne Heisterüber, Tina Humm und Lena Overbeck belegte in diesem Jahr leider keinen der vorderen Plätze. Lena Overbeck und Lanett Mönig gingen schließlich noch über 50m Freistil an den Start. Hier erreichte Lena Overbeck Platz 13, Lanett schaffte es noch einmal auf das Siegerpodest und gewann erneut die Silbermedaille.
Nun blickt die Mannschaft optimistisch in Richtung Freiburg. Dort wird der Deutsche Schwimmverband in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn ausrichten. Verbunden mit einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist das ein tolles Ziel für das erste Wochenende im Advent, findet das Team.
In der Bauausschusssitzung am 1. Oktober wurden die weiteren Schritte für den Neubau der zentralen Grundschule an der Weseler Straße festgelegt. Dabei wurden erste Entwürfe und ein Zeitplan vorgestellt.
Ein erster Vorentwurf der Landschaftsarchitektur stammt vom Planungsbüro Kemper aus Dorsten und wurde während der Ausschusssitzung vorgestellt. Der vorgestellte Entwurf und Planstand stellte die Architektei Mey aus Frankfurt vor.
Kostenrahmen
Nach aktuellem Stand belaufen sich die veranschlagten Projektkosten auf insgesamt rund 42,6 Millionen Euro brutto. Darin enthalten sind:
Gesamtschule Schermbeck: 34,84 Millionen Euro
Sporthalle: 7,88 Millionen Euro
Baunebenkosten (KG 700): 4,69 Millionen Euro (Stand Vorentwurf)
Die Summe berücksichtigt auch Fördermittel, die in die Finanzierung einfließen sollen.
Zeitplan
Der Bauantrag soll im Juni 2025 eingereicht werden. Mit dem offiziellen Baubeginn ist im Februar 2025 vorgesehen. Der Einzug in die neue Grundschule ist laut Entwurfsplanung für August 2028 anvisiert.
Das Erdgeschoss der neuen Schule ist funktional und benutzerfreundlich gestaltet. Überdachte Eingänge am Schulvorplatz und auf der Schulhofseite ermöglichen einen wettergeschützten Zugang zum Gebäude. Ein Verwaltungs-Cluster mit Lehrer-Außenbereich bietet den Lehrkräften einen eigenen Rückzugsort.
Es gibt verschiedene Cluster im Erdgeschoss:
Erdgeschoss-Cluster: Diese Bereiche sind speziell für die jüngeren Schüler konzipiert.
Fachraum-Cluster: Hier befinden sich spezialisierte Räume für verschiedene Unterrichtsfächer.
Südlicher Cluster: Dieser Bereich umfasst einen Bewegungsraum, eine Bibliothek, ein Elterncafé und eine Frischküche. Die Anlieferung erfolgt direkt vom Parkplatz aus.
In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein heller, zweigeschossiger Mensa-/Aula-/Veranstaltungsraum, der als zentrales Herzstück dient und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet.
Im Obergeschoss wird ein Luftraum mit Oberlichtern für viel natürliches Licht sorgen. Eine Galerie mit Lernzonen, Besprechungsräumen und Zugängen zu den Klassenraum-Clustern fördert eine offene Lernatmosphäre. Die Cluster bestehen jeweils aus vier Klassenräumen und einem Mehrzweckraum, ergänzt durch einen zweiten Mehrzweckraum als multifunktionalen Mittelbereich. Eine kleine Loggia mit Zugang zur Außenfluchttreppe bietet zusätzliche Sicherheit und ermöglicht direkte Fluchtwege.
So könnte beispielsweise die Nutzung des Dachraums aussehen. @Architektei Mey
Kostensparendes Bauen
Durch den direkten Anschluss an zwei Fluchtwege entsteht eine große, zusammenhängende Cluster-Einheit, die den Brandschutz optimiert. Dies ermöglicht kostensparendes Bauen ohne weitere Unterteilungen und Brandschutzmaßnahmen innerhalb der Cluster. Der kompakte, wirtschaftliche Baukörper zeichnet sich durch kurze Wege aus und verfügt über vier Kerne aus Stahlbeton um die Mitte. Diese beherbergen Treppen, einen Aufzug, Sanitär- und Technikräume und dienen zugleich zur Aussteifung der Gesamtkonstruktion. Geplant sind Gebäude in Holzbauweise, bestehend aus Massiv- und Holzrahmenbau.
@Architektei Mey
Außengestaltung und Fassadenmaterialien der Grundschule
Die Außengestaltung des Gebäudes ist so konzipiert, dass sie sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Geneigte Dachformen passen zum städtebaulichen Kontext und große Fenster sorgen für optimale Belichtung. Die ruhige Kubatur und die natürliche Gestaltung mit einer robusten Holzfassade aus Lärche oder Douglasie unterstreichen den modernen Charakter des Gebäudes. Alternativ könnte eine Klinkerfassade verwendet werden, was jedoch Mehrkosten von etwa 1,4 Millionen Euro brutto bedeuten würde – ungefähr das Doppelte gegenüber einer Holzfassade.
@Architektei Mey
Gestaltung des Vorplatzes und der Außenanlagen
Der Vorplatz der Grundschule soll modern gestaltet werden und eine Stellplatzanlage inklusive erweiterbarem Schulhof bieten. Geplant sind Sportfelder wie ein Soccer-Court, ein Beachvolleyballfeld und ein Basketballfeld. Ein hochwertiger, multifunktionaler Schulhof, ein Schülergarten namens „Sinnesgarten“ und ein Lehrergarten erweitern das Angebot im Außenbereich.
Ein besonderes Highlight ist das geplante „Grüne Klassenzimmer“, in dem alle Sinne im Garten angesprochen werden. Es werden Graffiti-Wände zum Bemalen bereitgestellt, und es gibt Bereiche zum Werken mit Holz. Dieses Konzept soll den Schülern eine praxisnahe und sinnliche Lernerfahrung ermöglichen.
Barrierefreie Rampen- und Treppenanlagen sorgen für Zugänglichkeit, während überdachte Fahrradstellplätze und hochwertige Stauden- und Gräserpflanzungen das Erscheinungsbild abrunden. Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Der Vorplatz soll zudem von Kindern und Jugendlichen im Nachmittagsbereich genutzt werden können.
Geplanter Sportplatz
Ein zusätzlicher Sportplatz mit einem multifunktionalen Soccer-Court, einem Beachvolleyballfeld, einer Weitsprunggrube und einem Basketballfeld ist ebenfalls geplant. Natursteinfelsen dienen als Sitzstufen und schaffen eine ansprechende Atmosphäre.
Energiekonzept
Im Rahmen der Vorplanung (Leistungsphase 2) wurde eine Variantenbetrachtung der Energieerzeugung für die fünfzügige Grundschule erstellt. Untersucht wurden folgende Erzeugungsvarianten:
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Eisspeichersystem
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Geothermie über Erdwärmesonden
Dieses Energiekonzept zielt auf eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung des Schulgebäudes ab.
Die Abgabe derEntwurfsplanung ist für März 2025 geplant, der Bauantrag soll im Juni 2025 eingereicht werden. Der Baubeginn könnte somit im Juni 2025 erfolgen, sodass ein Umzug in die neue Grundschule im August 2028 möglich wäre.
Daseinsvorsorge für die Gemeinde Schermbeck
Bürgermeister Mike Rexforth betonte bereits bei der Vorstellung des Haushalts Schermbeck 2023: „Das hohe Investitionsvolumen, das wir in den kommenden Jahren stemmen müssen, mag von einigen kritisch gesehen werden. Doch es handelt sich um notwendige Maßnahmen der Daseinsvorsorge wie der Neubau der Grundschule. Diese Investition kostet zwar Geld, aber sie ist unerlässlich“.
Breitbandausbau.Kündigung des Baupartners durch Deutsche Glasfaser im Kreis Wesel
Die Gigabitstrategie des Bundes sieht vor, bis Ende 2030 alle Haushalte, Unternehmen, Schulen und Krankenhäuser mit gigabitfähigen Netzen flächendeckend zu versorgen. Der Kreis Wesel hat sich mit seinen 13 kreisangehörigen Kommunen bereits auf den Weg gemacht, um dieses Ziel zu erreichen. Neben den privatwirtschaftlichen Maßnahmen der Telekommunikationsunternehmen werden durch Förderprogramme von Bund und Land die verbleibenden Lücken in den Kommunen geschlossen.
Probleme im Vertragsverhältnis
Zwischen der Deutschen Glasfaser und dem ausführenden Baupartner kam es projektübergreifend wiederholt zu verspäteten oder nicht erbrachten Leistungen. Infolgedessen kündigte die Deutsche Glasfaser das Vertragsverhältnis mit dem Baupartner am 20.09.2024. Diese Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf den Fortschritt der Arbeiten im geförderten Ausbauprojekt in den Gemeinden Alpen, Sonsbeck und Xanten.
Beauftragung eines neuen Baupartners
Derzeit bereitet die Deutsche Glasfaser die Beauftragung eines neuen Baupartners vor. Aufgrund der Komplexität der noch ausstehenden Bauleistungen kann aktuell noch kein konkreter Gesamtfertigstellungstermin genannt werden. Sobald dieser feststeht, sollen die betroffenen Kundinnen und Kunden zeitnah von der Deutschen Glasfaser informiert werden.
Gestern, Samstag 5. Oktober, wurde die Feuerwehr Schermbeck zweimal unter dem Einsatzstichwort „Person in Wohnung“ alarmiert.
Der erste Alarm erreichte den Löschzug Schermbeck um 10:32 Uhr, die Einsatzstelle befand sich an der Straße „Am Rathaus“. Dort unterstützte die Feuerwehr den Rettungsdienst beim Zugang zu einer Wohnung. Nach der erfolgreichen Türöffnung halfen die Einsatzkräfte auch beim Transport des Patienten in den Rettungswagen.
Der zweite Einsatz erfolgte um 15:44 Uhr für den Löschzug Altschermbeck und die Drehleiter des Löschzugs Schermbeck, diesmal an der Schlossstraße. Auch hier öffnete die Feuerwehr eine Wohnungstür, bevor die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde.
Erntedankfest in Gahlen 2024. Musikalische Vielfalt und nachdenkliche Worte
Das alljährliche Erntedankfest in Gahlen, organisiert von der evangelischen Kirchengemeinde und dem Heimatverein Gahlen, fand am 6. Oktober 2024 bei angenehm herbstlichem Wetter statt. Die Feierlichkeiten begannen um 11:45 Uhr nach dem Erntedankgottesdienst am Mühlenteich. Bereits am Wochenende zuvor hatten Mitglieder des Heimatvereins den Erntekranz gebunden und aufgezogen.
Foto: Ralf Meier
Der Auftritt der Gahlener Kindergartenkinder
Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Gahlen unter der Leitung von Hans-Jürgen Gromann eröffnet. Der Kinderchor der Ev. Kirchengemeinde Gahlen unter der Leitung von Irmel Heiligenpahl und der Männergesangverein Gahlen-Dorf von 1902 e.V. unter der Leitung von Jörg Remmers trugen ebenfalls zur musikalischen Vielfalt bei.
Foto: Ralf Meier
Die Bedeutung des Erntedankfestes in Krisenzeiten
In seiner Rede betonte Jürgen Höchst, Vorsitzender des Heimatvereins, die globale Nahrungsmittelproblematik und rief zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auf. Er erinnerte daran, dass Hunger weltweit noch immer ein drängendes Problem darstellt und appellierte an die Gemeinschaft, gerecht mit vorhandenen Ressourcen umzugehen. Bevor sich auch der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Stiemer mit einer kurzen Ansprache an die zahlreichen Besucher wendete, führte eine Gruppe des Gahlener Kindergartens einen viel beachteten Tanz unter dem Erntekranz auf. Im Anschluss wies Ulrich Stiemer darauf hin, dass die Bedeutung des Erntedankfestes angesichts der weltweiten Krisen selten so spürbar war wie in diesem Jahr.
Foto: Ralf Meier
Gemeinsamer Abschluss mit Brunch im Gemeindehaus
Mit einer deutschen Version des Welthits „Conquest of Paradise“, den der Männergesangsverein vortrug und einer weiteren musikalischen Darbietung des Posaunenchors, endete der offizielle Teil des diesjährigen Erntedankfestes. Im Anschluss an die Feier lud Pfarrer Christian Hilbricht zum Brunch ins Gemeindehaus ein, wo sich die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bot.
Zu den Höhepunkten des Tages gehörte beim Lippebräutag in Gahlen wie in jedem Jahr das Bierkrugstemmen. Bei den Männern setzte sich schließlich Matthias Steffe durch. In der Frauenkonkurrenz siegte die Raesfelderin Anneliese Bölker.
Am 3. Oktober 2024 öffnete der Kamphaus Hof in Schermbeck-Gahlen erneut seine Tore für den weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus beliebten Lippebräutag. Nicht nur das namensstiftende Bier hatte die optimale Trinktemperatur, auch der Wettergott belohnte die vom Heimatverein Gahlen perfekt organisierte Veranstaltung mit angenehmen Temperaturen.
Foto: Ralf Meier
Braukunst und Bäckerhandwerk live
Bereits in den späten Vormittagsstunden herrschte auf dem Hof ein reges Treiben. Im Fokus stand natürlich die Braugruppe des Heimatvereins Gahlen, die einmal mehr unter der Leitung von Andreas Blank ihr Können unter Beweis stellte. Die Besucher aus der Region konnten live miterleben, wie aus frisch geernteten Zutaten das beliebte Lippebräu entsteht. In diesem Jahr standen besonders die Sorten „Hopfenblüte“ und „Bernstein Gold“ im Mittelpunkt, die zur Verkostung bereitstanden. Insgesamt wurden fast 300 Liter Lippebräu hergestellt.
Selbstgebräutes Bier. Lecker. Foto: Ralf Meier
Parallel zum Brauvorgang sorgte die Bäcker AG um Hans-Werner Blazejewicz für köstliches Brot. Unterstützt wurde der erfahrene Bäckermeister von Annette Endemann, Christian Winter, Ekkehard Kühne und Egon Unterberg. Schon bald verbreitete sich der verführerische Duft von frisch gebackenem Brot über den Hof. Die Nachfrage war so groß, dass bereits um 15 Uhr alle 60 knusprigen Roggenbrote einen Abnehmer gefunden hatten.
Kräftemessen beim Bierkrugstemmen
Zu den Höhepunkten des Tages gehörte wie in jedem Jahr das von der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe gesponserte Bierkrugstemmen. Obwohl die Rekorde des Vorjahres unerreicht blieben, lieferten sich die Teilnehmer spannende Wettkämpfe.
Bei den Männern setzte sich schließlich Matthias Steffe mit beachtlichen 7:09 Minuten durch, gefolgt von Alexander Höfer (6:05) und Karsten Krey (5:59).
In der Frauenkonkurrenz siegte die Raesfelderin Anneliese Bölker mit 5:20 Minuten vor Annette Hemmert (5:14) und Sandra Kleinespel (3:31).
Foto: Ralf Meier
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Gahlener Jagdhornbläser unter der Leitung von Alexander Höfer und die Niederrheiner Gipfelstürmer um Norbert Christophel. Sie trugen maßgeblich zur ausgelassenen Atmosphäre bei und begeisterten die Besucher mit ihrer Blasmusik.
Heimatverein packt packte beim Lippebräutag an
Der Erfolg des Lippebräutags 2024 wäre ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Helfer des Heimatvereins Gahlen nicht möglich gewesen. „Gahlens gute Geister“ um Hermann Heiligenpahl, Wolfgang Jörgens, Rainer Zeppen, Horst Henkel, Oliver Dominik, Stefan Krüger und Wilhelm Haverkamp sorgten für einen reibungslosen Aufbau. Das kulinarische Angebot wurde durch die “ Küchenfeen“ um Renate Hartwig und Ingrid Gülker sowie die „Naschkatzen“ bereichert.
Alexander Endemann, 1. Schriftführer des Vereins, konnte bereits am frühen Nachmittag ein positives Zwischenfazit ziehen. Die gelungene Mischung aus Braukunst, kulinarischen Leckereien, humorvollen Wettkämpfen und geselligem Beisammensein machte auch den Lippebräutag 2024 zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das mittlerweile traditionelle Ereignis zählt zu Recht zu den jährlichen Höhepunkten im Veranstaltungskalender.
Am Sonntag, den 6. Oktober 2024, lädt die St. Ludgerus Kirche in Schermbeck zum Erntedank-Gottesdienst ein.
Die Messe, die um 10:00 Uhr beginnt, wird von der Landjugend und den Landfrauen vorbereitet und gestaltet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Gottesdienst teilzunehmen.
Erntedank: Dankbarkeit und Reflexion
Das Wort „Ernte-Dank“ steckt voller Bedeutung – es lädt dazu ein, Gott für die Ernte des vergangenen Jahres zu danken. Es geht darum, den Blick bewusst auf das Gelungene im Leben und auf das zu richten, was uns geschenkt wurde. Gleichzeitig bietet der Gottesdienst die Gelegenheit, sich auch mit den Sorgen und Herausforderungen der heutigen Zeit auseinanderzusetzen. Themen wie der Klimawandel und die zunehmende Spaltung in der Gesellschaft sind präsent und regen zum Nachdenken an. Wie können wir in einer hitzigen Zeit respektvoll und konstruktiv miteinander umgehen?
Glaube und Hoffnung im Mittelpunkt
Der Erntedank-Gottesdienst bietet die Möglichkeit, gemeinsam Hoffnung und Zukunft im Glauben zu finden. Geliebt von einem Schöpfer, der die Welt nicht aufgibt, wollen die Teilnehmer*innen zusammen innehalten und danken. Seien Sie dabei, wenn die St. Ludgerus Kirche am 6. Oktober um 10:00 Uhr zum Erntedank einlädt – mitgestaltet von der Landjugend und den Landfrauen.
Erleben Sie am 13. Oktober 2024 einen besonderen musikalischen Abend im „Garten und Mehr“ bei Michael Rittmann (Lofkampweg 61, 46514 Schermbeck).
Udo Hotten bringt die großen Hits von Udo Jürgens live auf die Bühne. Das Konzert startet um 20 Uhr. Einlass ab 18:30 Uhr.
Begleitet von einem mehrköpfigen Backgroundchor präsentiert Udo Hotten als Sänger und Pianist die Welterfolge von Udo Jürgens. Am weißen Flügel interpretiert er das facettenreiche Repertoire des unvergesslichen Künstlers und sorgt für einen stimmungsvollen Abend voller bekannter Melodien und großartiger Momente.
Neue Veranstaltungsreihe für junge Kunden. Kick & Connect: Volksbank Schermbeck startet neues Event für junge Kunden
Die Volksbank Schermbeck setzt auf Innovation und Kundennähe, um jungen Menschen Bankdienstleistungen auf eine erfrischende Weise näherzubringen. Mit dem Event „Kick & Connect“ spricht die Bank gezielt junge Kunden an.
Event-Details und Highlights
Am 11. Oktober 2024 um 18 Uhr öffnet die Volksbank Schermbeck ihre Türen in der Hauptstelle an der Mittelstraße 54. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren sind eingeladen, einen abwechslungsreichen Abend zu erleben. Geboten werden Tischkicker-Turniere, erfrischende Mocktails, leckere Snacks, Musik und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Auch Freunde und Freundinnen sind herzlich willkommen.
Austausch im Zeichen des Miteinanders
Bei „Kick & Connect“ geht es um Austausch und Begegnung. Die Teilnehmer können ihre Ideen und Wünsche einbringen, Fragen stellen und hinter die Kulissen der Bankwelt blicken. So entsteht ein ungezwungener Rahmen, um die Volksbank und ihre Dienstleistungen besser kennenzulernen.
Anmeldung und Kontakt für Kick 6 Connect
Interessierte sollten sich bis zum 09. Oktober 2024 anmelden, entweder über die Website www.vb-schermbeck.de/veranstaltung oder per E-Mail an [email protected]. Die Volksbank Schermbeck freut sich darauf, einen spannenden Abend mit den Gästen zu verbringen.
Über die Volksbank Schermbeck
Die Volksbank Schermbeck eG ist eine mittelgroße Genossenschaftsbank in der Region zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und Niederrhein. Mit 85 Mitarbeitern betreut sie an drei Standorten über 17.000 Kunden. Die Bank bietet moderne Finanzdienstleistungen, insbesondere im Bereich Firmenkredite und Vermögensverwaltung, und betreut über 1,4 Milliarden Euro an Kundenkrediten und Geldanlagen.
Neuer Trainer Engin Yavuzaslan schlägt beim SV Schermbeck ein
Erst vor wenigen Wochen übernahm Engin Yavuzaslan die Rolle des Cheftrainers beim SV Schermbeck 2020, und schon nach drei Spielen ist seine Handschrift zu erkennen. Bereits in der zurückliegenden Saison hat sich der 43-jährige „Dorstener Junge“ einen Namen als wahrer „Feuerwehrmann“ auf der Trainerbank gemacht.
Mit Spielfreude zum Erfolg
Seine Fähigkeiten, ein Team aus der Krise zu führen, bewies Engin Yavuzaslan eindrucksvoll in der vergangenen Saison bei der SG Wattenscheid 09. Als er im September 2023 das Ruder übernahm, stand Wattenscheid mit nur vier Punkten am Tabellenende. Unter seiner Führung gelang es dem Team, neues Selbstvertrauen zu tanken und sich Schritt für Schritt aus der Abstiegszone zu kämpfen. Zwei Spieltage vor Saisonende konnte der Klassenerhalt gefeiert werden.
Vielversprechender Start
Nun knüpft Engin Yavuzaslan beim SV Schermbeck an diese Erfolge an. Der Start verlief vielversprechend, wie der jüngste Auswärtssieg beim Tabellennachbarn in der Oberliga Westfalen, Victoria Clarholz, eindrucksvoll unterstreicht. „Die Mannschaft ist besser, als es der Tabellenplatz erscheinen lässt“, zeigt sich der neue Coach überzeugt.
Sein Erfolgsrezept? Er setzt auf die vorhandenen Stärken des Teams und konzentriert sich darauf, die Spielfreude wieder in den Vordergrund zu rücken. Statt großer Umwälzungen bevorzugt er es, an kleinen Stellschrauben zu drehen. Dabei legt er besonderen Wert auf die mentale Einstellung seiner Spieler. Sein Motto: „Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!“
Nächstes Speil
Die positive Entwicklung will die Mannschaft am kommenden Sonntag fortsetzen. Um 15:00 Uhr empfängt der SV Schermbeck in der Volksbank Arena die SG Finnentrop/Bamenohl zum Heimspiel – eine weitere Gelegenheit für Yavuzaslan und sein Team, zu beweisen, dass mit den Schermbeckern zu rechnen ist und der aktuell 16. Tabellenrang nicht das Ziel ist.
Die Schermbecker Landhelden laden ein – Freuen Sie sich auf ein besonderes Mitsingkonzert mit Torsten Eichler, bei dem „Kölsche Lieder“ die Bühne zum Beben bringen.
Torsten Eichler überzeugt bei seinen Mitsingkonzerten mit Witz, Charme, 100 % Live-Performance und einer einzigartigen Stimme. Die Veranstaltungen bieten eine tolle Stimmung, hohen Mitmachfaktor und eine einmalige Atmosphäre. Nutzen Sie die Gelegenheit, um auch Ihre Feier mit einem Mitsingkonzert zu einem unvergesslichen Event zu machen.
Veranstaltungstermin
Wann: 16. November 2024 um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) Wo: Ehemalige reformierte Kirche, Burgstraße 5 in 46514 Schermbeck
Ticketverkauf
Tickets sind im Vorverkauf in den Schermbecker Banken (Volksbank und NiSpa), im Rathaus, im WE Event Kiosk Wesel oder online unter www.Schermbecker-Landhelden.de für 18,00 € erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse nach Verfügbarkeit für 21,00 €.
Die Emscher-Lippe-Region verzeichnete im September 2024 außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen. Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband haben die Niederschlagsdaten ausgewertet.
Hohe Regenmengen an Emscher und Lippe
Im Emscher-Gebiet wurden durchschnittlich 77,5 mm Niederschlag gemessen. Im Vergleich zu einem 130-jährigen Mittel von nur 66 mm. Auch im Lippe-Gebiet fielen überdurchschnittliche Niederschläge mit einer mittleren Summe von 80,2 mm an, wobei der langjährige Durchschnitt hier bei 64 mm liegt. Zur Einordnung: Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser pro Quadratmeter, somit fallen im Emscher-Gebiet 77,5 Liter pro Quadratmeter Regen.
Große Unterschiede zwischen den Stationen
Die Niederschlagsmengen variierten im Emscher- und Lippe-Gebiet stark. Im Emscher-Gebiet wurde die höchste Monatssumme am Pumpwerk Bottrop-Eigen mit 107,8 mm gemessen, während das Pumpwerk Duisburg-Schmidthorst mit 62,5 mm die geringste Menge aufzeichnete. Im Lippe-Gebiet reichen die Monatssummen von 49,6 mm an der Kläranlage Hamm-Mattenbecke bis zu 127,6 mm am Wasserwerk in Voerde.
Spitzenwerte am 2. September
Der 2. September erwies sich in beiden Gebieten als besonders niederschlagsreich. Im Emscher-Gebiet wurden an der Station Duisburg-Stockum (Pumpwerk Alte Emscher) 33,8 mm Regen gemessen. Im Einzugsbereich des Lippeverbands fiel fast doppelt so viel Niederschlag: An der Station Voerde-Wasserwerk fielen 65,3 mm an einem Tag, davon 62,8 mm innerhalb von nur 45 Minuten. Dieser außergewöhnliche Wert entsprach statistisch betrachtet einer Wiederkehrzeit von „größer als 100 Jahren“.
Mehrere Starkregenereignisse im September
Im Verlauf des Monats registrierten die Emschergenossenschaft und der Lippeverband insgesamt fünf Tage Starkregenereignisse (definiert als Ereignisse mit einer Wiederkehrzeit von mindestens einem Jahr). Vier dieser Ereignisse traten in der ersten Septemberwoche auf (2.9., 3.9., 4.9. und 6.9.), während der fünfte Starkregentag auf den 23. September fiel.
Längere Trockenphase in der Monatsmitte
In der Mitte des Monats, vom 14. bis zum 22. September, verzeichneten die Wasserwirtschaftsverbände eine neuntägige Trockenphase, in der kaum oder gar kein Niederschlag fiel. Dies unterbrach die Serie der zuvor erfassten Niederschlagsereignisse und führte zu einer vorübergehenden Beruhigung der Wetterlage.
Aktion „Bewegung gegen Krebs“. Am Sonntagnachmittag setzte der TSV beim Familienfest zum 100-jährigen Bestehen der Raesfelder Burgmusikanten ein besonderes Zeichen.
Der Tag stand nicht nur im Zeichen der Vereinsgeschichte, sondern auch im Zeichen der Gesundheit und Prävention. Unter dem Motto „Bewegung gegen Krebs“ engagierten sich die Mitglieder des Vereins Inga Thoma und Marion in einer sportlichen Aktion, die auf die Bedeutung der Bewegung für die Krebsvorsorge aufmerksam machen sollte.
Inga Thoma (li.) und Marion-Brömmel engagierten sich gemeinsam bei der Aktion „sei das Plus“ am Sonntag. Foto: Privat
Ein besonderer Fokus im Pinktober
Die Aktion „Bewegung gegen Krebs“ ist eine ganzjährige Initiative, betonten die Vereinsmitglieder. Passend zum Oktober, der auch als „Pinktober“ bekannt sei und in dem weltweit auf das Thema Brustkrebs gemacht wurde, beschloss der TSV jedoch, diese Aktion bewusst in den Mittelpunkt des Familienfests zu stellen. Der „Pinktober“ soll das Bewusstsein für Brustkrebs stärken und betroffene Personen sowie deren Angehörige unterstützen.
Foto: Privat
Pinktober – Sport und Gesundheit vereint
Beim Familienfest, das im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten stand, sei es dem TSV gelungen, Spaß und Bewusstsein für ein wichtiges Gesundheitsthema miteinander zu verbinden. Die Vereinsmitglieder zeigen eindrucksvoll, wie sich Sport und Bewegung als Präventionsmaßnahme gegen Krebs in den Alltag integrieren ließen.
Engagement für eine gute Sache
Die Mitglieder des TSV betonen, dass die Aktion „Bewegung gegen Krebs“ nicht nur während des „Pinktobers“, sondern das ganze Jahr über im Fokus stehe. Es geht darum, kontinuierlich auf die gesundheitlichen Vorteile von Bewegung hinzuweisen und die Menschen zu motivieren, aktiv zu bleiben.
Am frühen Abend des 25. September fand im INJOY Dorsten eine ganz besondere Veranstaltung statt. Auf Einladung von Paul Underberg, dem Gründer der internationalen INJOY-Kette, hielt Dr. med. Daniel Bücheler einen fesselnden Vortrag über moderne Gelenkersatzverfahren bzw über mögliche Vermeidungen.
Dr. Bücheler, Facharzt für Orthopädie, Rehabilitative Medizin und Chefarzt an der Rehaklinik am Berger See in Gelsenkirchen, gilt als einer der renommiertesten Gelenk-Experten Deutschlands und war zuvor auch Unfallchirurg.
Von der Geschichte zur Gegenwart des Gelenkersatzes
Dr. Bücheler nahm die zahlreich erschienenen Zuhörer dabei mit auf eine Reise durch die Geschichte der Gelenkersatzchirurgie. Beginnend mit Themistocles Gluck, der 1890 die erste Kniegelenkendoprothese aus Elfenbein implantierte, zeichnete er den Weg bis zu den hochmodernen Verfahren und Modellen der Gegenwart nach. Dabei betonte er, dass dieser Weg besonders in den Anfangsjahrzehnten von vielen Rückschlägen geprägt war.
Besonders interessant war sein Hinweis, warum der Gelenkersatz in Deutschland heute eine wahre Erfolgsgeschichte ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo Prothesen oft schon nach 10 bis 12 Jahren ausgetauscht werden müssen, halten sie in Deutschland deutlich länger. Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt dabei in den umfangreichen rehabilitativen Maßnahmen hierzulande, deren Wurzeln bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen, als die deutschen Rentenversicherungsträger der Tuberkulose den Kampf ansagten.
INJOY-Inhaber Paul Underberg führte durch das Programm. Foto: Christopher Meier-Wilkening
Rehabilitation und Muskeltraining als Erfolgsfaktoren
Das heutige System stellt sicher, dass Patienten nach einer Gelenkoperation möglichst schnell in die Anschlussbehandlung, die Reha, übergehen. Diese umfasst neben Mobilisationsmaßnahmen und Ergotherapie auch zahlreiche physikalische Anwendungen. Besonders betonte Dr. Bücheler die Wichtigkeit des gezielten Muskeltrainings, das den besten Schutz für eine lange Haltbarkeit der neuen Gelenke darstellt.
Eindrucksvoll untermauert wurde Dr. Büchelers Vortrag durch die 76-jährige Inge im Publikum. Trotz zweier künstlicher Hüftgelenke trainiert sie regelmäßig im INJOY und beeindruckt mit ihrer Leistung – sie schafft Planks für unglaubliche 9 Minuten – selbst deutlich jüngere Mitglieder passen da.
Der Abend, den Paul Underberg, selbst Träger einer Hüftgelenksprothese, den Dorstenern ermöglichte, war ein voller Erfolg. Die zahlreichen Besucher, darunter auch Nicht-Mitglieder des Studios, erhielten wertvolle Einblicke in die Bedeutung einer gut trainierten Muskulatur. Viele entschieden sich spontan zu einer Mitgliederschafft im INJOY, welche ja sehr kundenorientiert auch monatlich gekündigt werden kann. Ein toller Abend, den Paul Underberg den Dorstenern und auch Schermbeckern ermöglichte, der gerne wiederholt werden darf.
Die Rheinbrücke Wesel auf der B58 wird ab Montag, 14. Oktober, für den Verkehr eingeschränkt.
Die beiden innenliegenden Fahrspuren werden gesperrt, da Seildämpfer an bestimmten Schrägseilen installiert werden sollen, um Seilschwingungen bei Starkwinden zu verhindern. Die Arbeiten, die von der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein beauftragt wurden, sollen voraussichtlich zwei Monate dauern.
Verkehrsführung während der Arbeiten
Während der Bauarbeiten werden die innenliegenden Fahrspuren auf der Brücke zwischen dem Pylon und dem rechtsrheinischen Widerlager gesperrt. Von dieser abgesperrten Fläche aus werden die Seilhülsen im unteren Bereich aller 30 Schrägseile – bestehend aus fünf langen Seilgruppen mit jeweils sechs Seilen auf der Stromseite – demontiert. Anschließend werden sie durch spezielle Konstruktionen mit viskosen Seildämpfern ersetzt, um eine dauerhafte Stabilisierung zu gewährleisten.
Hintergrund der Maßnahme
Im Frühjahr 2023 führten starke Windböen zu erheblichen Seilschwingungen an der Rheinbrücke Wesel. Spezialgutachten bestätigten die Notwendigkeit des Einbaus von Seildämpfern, um die Brücke zukünftig vor solchen Schwingungen zu schützen. Zwischenzeitlich wurden die Schrägseile händisch mit elastischen Seilen untereinander verspannt, um weitere Schwingungen zu verhindern. Trotz der Schwingungen im Jahr 2023 haben die Schrägseile keinen Schaden genommen.
Bürgersprechstunde der CDU-Schermbeck mit Mike Rexforth 3.0: In Damm standen die Belange des Außenbereichs im Fokus
Die CDU Schermbeck lädt seit mehreren Jahren regelmäßig zu Bürgersprechstunden und Diskussionen an Infoständen mit Bürgermeister Mike Rexforth ein. Dieses Format führt die Christdemokraten erfolgreich fort: Nachdem Rexforth bereits Gast des Ortsverbandes Gahlen war und sich im Herzen Schermbecks bei Overkämping den Bürgerfragen stellte, fand die dritte Sprechstunde im Gasthof „Zum Fuchsbau“ in Damm statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Ortsverband Damm-Dämmerwald-Weselerwald unter der Leitung von Friederike Venohr.
Foto: Presse
Themenschwerpunkte: Außenbereich, Glasfaserausbau und Verkehr
Viele Interessierte nutzen die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und ihre Anliegen zu teilen. Über zwei Stunden lang wurden Fragen zu verschiedensten Themen diskutiert, vor allem rund um den Außenbereich. Dabei standen der Zustand und die Sanierung der Wirtschaftswege, der nicht abgeschlossene Glasfaserausbau und die damit einhergehenden Empfangsprobleme im Fokus. Auch Themen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Land- und Nebenstraßen sowie die Präsenz des „Wolfs“ wurden angesprochen. Mike Rexforth betonte, er werde dieses Anliegen „mitnehmen“ und – wo mögliche – Lösungsansätze prüfen.
Weitere Themen: Erholungsort, Grundschulneubau und Hochwasserschutz
Neben den spezifischen Belangen des Außenbereichs kamen auch Fragen zur zukünftigen Entwicklung Schermbecks auf den Tisch. Der „Erholungsort Schermbeck“, der geplante Neubau einer Grundschule, die Mittelstraße, die Integration von Flüchtlingen, mögliche Hitzeschutzpläne sowie der Hochwasseraktionsplan wurden besprochen.
Finanzielle Perspektive: Keine Erhöhung der Grundsteuer B geplant
Während der Sprechstunde deutete Rexforth an, dass die Gemeinde – sofern keine äußeren Einflüsse dies beeinträchtigen – in den nächsten drei Jahren auf eine Erhöhung der Grundsteuer B verzichten konnte. Diese positive Perspektive basiert auf der erfreulichen Finanzentwicklung im Haushaltsjahr 2023.
„sprechstundedrei“: (vl) Hildegard Franke, Ulrich Stiemer, Mike Rexforth und Friederike Venohr im Gasthof „Zum Fuchsbau“.. Foto: Presse CDU Schermbeck
Erfolgreicher Austausch: Sachlich und konstruktiv
Friederike Venohr, Vorsitzende des Ortsverbandes Damm-Dämmerwald-Weselerwald, zeigte sich zufrieden: „Es war ein sehr erfolgreicher Abend mit einem konstruktiven Austausch hier im Außenbereich.“ Wir haben viele konkrete Anliegen aufgenommen und werden diese gemeinsam angehen.“ Sie betonte außerdem den Beitrag der Ortsteile Damm, Dämmerwald und Weselerwald zu den Bürgergesprächen: „Ein starker Beitrag.“
Vom 3. bis 5. Oktober öffnet der artpark Hoher Berg seine Türen für einen besonderen Färberworkshop. Jeden Tag um 14 Uhr können Besucher an einem Färberkurs teilnehmen. Es geht darum dabei, mit natürlichen Materialien wie Pflanzen und Reststoffen Farben herzustellen. Die Veranstaltung zielt darauf ab, eine uralte Kulturtechnik wiederzubeleben und gleichzeitig ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken im Alltag zu schaffen.
Der Färberworkshop ist nicht nur eine Gelegenheit, das handwerkliche Färben kennenzulernen, sondern auch ein Statment zu aktuellen Umweltthemen. In Zusammenarbeit mit der nordirischen Initiative BRINK! möchte der artpark Hoher Berg aufzeigen, wie künstlerische Prozesse mit Nachhaltigkeit verknüpft werden können.
Viele Möglichkeiten zum ausprobieren. Foto:artpark
Das Projekt „Colour Stories: Sharing Journeys of a Dyer’s Garden“ in Belfast diente dabei als Vorbild. Dort wurden Färberpflanzen wie Rote Beete, japanisches Indigo und Färberwaid gepflanzt, um Farbe aus Pflanzen zu gewinnen. Diese Praxis zeigt, wie durch kleine, kreative Schritte große Auswirkungen auf das Umweltbewusstsein erzielt werden können.
Eine tolle Art Beete anzulegen. Foto:artpark
Färberworkshop: Farben aus Reststoffen herstellen
Hella Sinnhuber, die den Workshop im artpark leitet, betont, wie einfach es ist, Farben selbst herzustellen – sei es aus Rotkohlblättern, Kaffeesatz oder Blüten. „Mit einem Mörser und einem alten Stoffrest kann jeder zu Hause natürliche Farben gewinnen und damit eigene Kunstwerke schaffen“, erklärt sie. Dieser einfache Zugang zur Färberkunst soll die Teilnehmer inspirieren, auch im Alltag bewusster mit Ressourcen umzugehen und nachhaltiger zu handeln.
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Ausstellung von Bernd Caspar Dietrich
Zusätzlich zum Färberworkshop bietet dazu der artpark eine sehenswerte Ausstellung neuer Bilder des Künstlers Bernd Caspar Dietrich. Seine Werke, die oft von der Natur inspiriert sind, passen perfekt zu dem Thema der Veranstaltung und bieten den Besucher zusätzliche Inspiration, wie Kunst und Umweltbewusstsein ineinandergreifen können.
Viel Handwerk steckt in der Kunst. Foto:artpark
Internationale Zusammenarbeit für Kunst und Nachhaltigkeit
Das Projekt im artpark ist Teil einer größeren Kooperation mit BRINK! und dem Cultural Bridge-Programm, das den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Großbritannien fördert. Die Workshops in Belfast, bei denen die Pflanzen in alten Badewannen gezogen wurden, sowie die begleitenden Diskussionsrunden über Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit fanden großen Anklang. Diese Zusammenarbeit soll weitergeführt werden: Für das Jahr 2025 ist bereits ein gemeinsames Kunstprojekt während der Sommersonnenwende im artpark geplant.
Alte Badewannen dienen als Hochbeete. Foto:artpark
Neben den praktischen Färberworkshop standen in Belfast auch tiefgehende Dialoge im Mittelpunkt, bei denen renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Umwelt und Menschenrechtspolitik diskutierten. Diese Verknüpfung von Kunst, Umweltschutz und sozialen Fragen spiegelt auch die Ziele des artparks wider. „Die Kunst kann uns helfen, neue Perspektiven auf den Umgang mit unserer Umwelt zu finden“, sagt Sinnhuber. Der artpark Hoher Berg bietet eine Plattform, um genau diese Themen weiter zu vertiefen.
Der Andrang war groß in Belfast. Foto:artpark
Kunst als Brücke zwischen Mensch und Umwelt
Der Färberworkshop im artpark Hoher Berg ist nicht nur eine kreative Freizeitaktivität, sondern ein Beitrag zu einem größeren Diskurs über Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie BRINK! wird gezeigt, wie Kunst als Brücke zwischen Mensch und Natur dienen kann – und wie durch einfache, handwerkliche Techniken ein Bewusstsein für den Schutz unserer Ressourcen entstehen kann.
Kultureller Austausch zwischen Morrison und Nowoczin. Foto: artpark
Unterwegs mit dem „Dorf-Sheriff“ – Charlotte Quik begleitet den Schermbecker Bezirksbeamten Markus Rademacher
Mitte Mai wurde Polizeihauptkommissar Markus Rademacher als neuer Bezirksbeamter der Polizei in Schermbeck vorgestellt. Die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik hatte nun die Gelegenheit, eine Schicht mit dem „Dorf-Sheriff“ zu verbringen.
Foto: Elmar Venohr (Wahlkreisbüro Charlotte Quik MdL)
Einblicke in die Arbeit eines Bezirksbeamten
Zu Beginn fand ein Austausch über die Aufgaben des Bezirksbeamten statt. „Eine möglichst große Bürgernähe ist Voraussetzung für eine effektive Polizeiarbeit. Die Hauptaufgabe besteht darin, den Kontakt zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie der Polizei wahr zu machen und zu pflegen. „Wir sind oft der erste Ansprechpartner für die Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie Institutionen vor Ort“, erklärt der 56-jährige Rademacher, gebürtiger Schermbecker, der mit seiner Familie im Nachbarkreis Borken wohnt. Beim Gespräch im Büro im ehemaligen Rathaus war auch Martin Riffer, Bezirksbeamter aus Hünxe, anwesend.
v. l.: Martin Riffer, Bezirksbeamter aus Hünxe, Charlotte Quik MdL und Markus Rademacher in Schermbeck auf Streife. Foto: Elmar Venohr (Wahlkreisbüro Charlotte Quik MdL)
Erste Streife: Prüfung eines Jungjägers
Nach dem Austausch ging es im Streifenwagen zum ersten Termin: Ein junger Jäger, der seinen Jagdschein bestanden hat, wird auf seine Eignung zum Waffenführen überprüft. „Der persönliche Eindruck vor Ort ist wichtig“, betont Rademacher. Schnell stellt sich heraus, dass keine Bedenken bestehen.
Ermittlungsarbeit im Ortskern
Die nächste Station war eine „Aufenthaltsermittlung“ im Schermbecker Ortskern. Ein Mitbürger sollte im Rahmen einer Ermittlung aussagen, war aber bislang nicht auf die Ladungen eingegangen. Gemeinsam mit Charlotte Quik trifft Rademacher den Vermieter – und plötzlich taucht auch die „gesuchte“ Person auf. Nachdem Rademacher ihm auf Englisch die Situation erklärt, beruhigt sich der Mann und ist bereit, die Aussage zu machen.
Streifengang in der Ortsmitte. Foto: Elmar Venohr (Wahlkreisbüro Charlotte Quik MdL)
Schnelles Eingreifen an an der Gesamtschule
Während der Fahrt erreicht die Beamten einen Anruf der Leitstelle: An der Schermbecker Gesamtschule gibt es Schwierigkeiten mit Jugendlichen von außerhalb. Schnell sorgt Rademacher vor Ort gemeinsam mit Lehrkräften und der Schulleitung für Ruhe. Das Problem ist rasch gelöst.
Bürgernähe auf dem Marktplatz
Am Schermbecker Marktplatz übergibt eine ältere Dame Rademacher ein Schreiben, das verdächtig nach Betrug aussieht. Er kümmerte sich sofort um die Angelegenheit. Eine weitere Bürgerin berichtet von einem möglichen Kreditkartenbetrug, den sie mittlerweile geklärt hat. „Alles in Ordnung?“, fragt Rademacher, und sie bestätigt dankend
Abschluss der Schicht und Dank der Landtagsabgeordneten
Nach einem Rundgang durch die Mittelstraße steht eine längere Streifenfahrt durch Schermbeck an. „Insgesamt ist es in Schermbeck sehr ruhig“, berichtet Rademacher. Abschließend bedankte sich Charlotte Quik für die Begleitung: „Unsere Polizistinnen und Polizisten stehen Tag und Nacht für Recht, Ordnung und Sicherheit ein. Der Besuch bei Markus Rademacher hat mir gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar diese Arbeit vor Ort ist“
Die Gewinner des Preisgerichtes „freiraumplanerischer Wettbewerb Mittelstraße“ stehen fest. Die Neugestaltung der Mittelstraße nimmt Fahrt auf – Drei innovative Entwürfe wurden von einer Jury aus insgesamt zwölf Einsendungen aus ganz Deutschland ausgewählt. Der Fokus liegt auf einem klimafreundlichen Konzept, das die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt nachhaltig steigern soll.
Heute, am Freitag wurden der Presse im Rathaus die Gewinner des Wettbewerbs zur Neugestaltung der Mittelstraße präsentiert. Aus insgesamt zwölf eingereichten Entwürfen aus ganz Deutschland wählte das Preisgericht drei Favoriten aus, die besonders hervorstachen.
Die Gewinner des Wettbewerbs
Den ersten Platz belegte das Büro Greenbox Landschaftsarchitekten aus Köln. Der zweite Platz geht an die Firma Axel Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten aus Bochum, und der dritte Platz an Lucas Hövelmann von Ottil.La – Landschaftsarchitekten aus Bonn.
Fokus auf Aufenthaltsqualität
Bürgermeister Mike Rexforth fasste seine Motivation für den Wettbewerb zusammen: „Mein Ziel als Bürgermeister ist es, das Thema Mittelstraße in Schermbeck für die kommenden Jahrzehnte nachhaltig zu lösen.“ Rexforth betonte, dass der langjährige Prozess von der Idee bis zur Planung nun kurz vor dem Abschluss stehe. „Jetzt liegt es an der Politik und dem weiteren Gespräch mit dem Planungsbüro, wie die endgültige Planung aussehen wird und wie es weitergeht.“
Ziel des Wettbewerbs sei auch gewesen, die Mittelstraße als Raum für Menschen zu gestalten. „Die Mittelstraße soll so gestaltet sein, wo Autofahrer das Gefühl haben, am falschen Ort zu sein, und daher eine alternative Route wählen.“
Dabei hob er hervor, dass das Verkehrskonzept Mittelstraße in dieser Planung aktuellen noch nicht abschließend geklärt sei und daher keinen Einfluss auf die Pläne zur Umgestaltung der Mittelstraße hatte.
Im Zentrum der Entwürfe stand, erklärt der Duisburger Landschaftsarchitekten und Mitglied des Preisgerichts Christian Jürgensmann, die Aufenthaltsqualität für Fußgänger. „Der Fußgänger ist letztendlich auch ein Verkehrsteilnehmer, und wir haben im Laufe des Verfahrens herausgearbeitet, dass ihm Vorrang eingeräumt werden sollte – insbesondere durch Dienstleistungen und Cafés“, so Jürgensmann. Die Planungen zielten darauf ab, Grünflächen und Rückzugsorte im Straßenraum zu schaffen, um eine klimagerechte Innenstadt zu fördern.
Die Bedeutung der Wettbewerbsbeteiligung
Die hohe Qualität der zwölf Entwürfe, von denen einige bereits in einem fortgeschrittenen Stadion waren, zeugen laut Jürgenmanns großem Engagement der Landschaftsarchitekten. Die Teilnehmer hatten auf eigenes Risiko und ohne Honorar gearbeitet, was eine erhebliche Vorleistung von rund 15.000 bis 20.000 Euro pro Entwurf bedeutete. Dadurch hielten sich die Kosten laut Wettbewerbsbetreuer Christian Jürgensmann in Grenzen. Dieser Einsatz verdeutliche das hohe Engagement der Landschaftsarchitekten, obwohl es angesichts der hohen Auslastung in Deutschland nicht mehr selbstverständlich sei, dass viele Arbeiten für Wettbewerbe eingere
Reduzierter Ansatz in der Gestaltung
Viele der ursprünglich eingereichten Entwürfe wiesen jedoch noch eine dominante Verkehrsführung auf. Diese seien somit aus der Diskussion genommen, da sie den aktuellen Status quo kaum verändert hätten. Arbeiten, die auf eine Reduzierung des Verkehrs und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie Begrünung und klimaregulierende Maßnahmen setzten, seien so schnell in den den Vordergrund gerückt.
Charakter der Mittelstraße soll bewahrt bleiben
Bei der Bewertung sei besonders darauf geachtet worden, dass die vorgeschlagenen Gestaltungselemente – wie Baumlinien oder Begrünung – maßstabsgerecht für die Mittelstraße waren. Überdimensionierte oder raumgreifende Lösungen wurden ausgeschlossen, um den Charakter der Straße zu bewahren und nutzungsoffene Räume zu schaffen.
Standortleiter David Theidel von GREENBOX und Mike Rexforth (r.) Foto: Petra Bosse
Das Konzept von Greenbox
Der Siegerentwurf von GREENBOX, präsentiert durch Standortleiter David Theidel von GREENBOX, basiert auf der Idee eines „Klimabands“. Theidel erläuterte das Konzept zur Neugestaltung der Mittelstraße: Im Mittelpunkt steht ein „Klimaband“, das als grüne Linie entlang der Straße verläuft.
Die Bepflanzung in Regenrückhaltebereichen soll nicht nur zur Begrünung beitragen, sondern auch eine wichtige Rolle für das Mikroklima und die Wasserretention spielen, indem Regenwasser gespeichert wird. Durch diese langgestreckte, grüne Gestaltung entstehen natürliche Akzente, die die Straße beleben.
Raumsequenzierung und reduzierte Gestaltung
Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, soll die Mittelstraße in verschiedene Abschnitte unterteilt werden. Diese Raumsequenzierung, etwa durch Platzöffnungen wie an der Georgskirche, schaffe Abwechslung und mache den Verlauf der Straße gut sichtbar. „Der Entwurf setzt bewusst auf klare Linien und eine reduzierte Gestaltung, um die Straße nicht zu überfrachten“, so Theidel. Statt vieler kleiner Details habe man sich auf wenige, gut durchdachte Elemente konzentriert. Dadurch entstehe eine funktionale und verständliche Struktur, die vom Preisgericht positiv bewertet wurde.
Beleuchtung als gestalterisches Element
Das Beleuchtungskonzept sieht eine Abkehr von traditionellen Mastleuchten vor. Stattdessen werden abgehängte Leuchten von Fassade zu Fassade gespannt, was für eine großzügige, hindernisfreie Ausleuchtung sorgt. Dies öffnet den Straßenraum und unterstützt die Raumbildung für Fußgänger. In den Platzöffnungen mit Aufenthaltscharakter kommen klassische Mastleuchten zum Einsatz, um diese Bereiche stärker zu betonen.
Verkehrsführung: Einheitlicher Straßenraum
Die Verkehrsführung sei bewusst dezent gehalten: Autofahrern wird möglichst wenig Orientierung geboten, wodurch die Straße nicht wie eine typische Fahrspur wirkt. Ziel sei es, den Verkehrsraum als einen „Teppich“ mit rotem Klinker zu gestalten, der die gesamte Mittelstraße einheitlich von der St.-Ludgerus-Kirche bis zum Rathaus verbindet. Dadurch werde die Straße für alle Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer – gleichermaßen nutzbar sein, ohne dass eine Gruppe dominiert. Dieser Ansatz fördere eine langsame und vorsichtige Fahrweise und rückt Fußgänger und Radfahrer in den Fokus.
Offene, großzügige Räume
Durch diese Materialwahl und die bewusste Gestaltung entstehen offene, großzügige Räume, die für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen zugänglich sind. Der Ansatz sorgt dafür, dass die Mittelstraße nicht nur ein Verkehrsraum, sondern ein lebendiger Aufenthaltsort wird.
Die Beteiligten, darunter Vertreter der letzten drei Preisträger sowie Mitglieder des Vergabegremiums und der Politik, betonten den mutigen Schritt der kleinen Gemeinde Schermbeck, diesen Wettbewerb auszurichten. Die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten zeige, dass ein Bewusstsein für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Mittelstraße vorhanden sei.
Fachkundige Begleitung und Zusammensetzung des Preisgerichts
Begleitet wurde die Ausarbeitung der Planung von den Sachverständigen Ramon Huld, Fachbereich IV. und Thomas Nübel (Stabsstelle 5) der Gemeinde Schermbeck. Bei der Auslobung durch das Preisgericht anwesend waren neben Bürgermeister Rexforth auch Günter Gätzschmann, Vertreter der Fraktion für Ratsverjüng, Arbeit und Kommunales, Huber Große-Ruiken, Vertreter der CDU Fraktion sowie Dr. Stefan Steinkühler, Vertreter der Grünen Fraktion. Sie begleiteten auch im Vorfeld die Planung.
Das Fachgericht bestand aus Prof. Dirk Junker Landschaftsarchitekt bdls und Stadtplaner Osnabrück, Ulrike Platz, Landschaftsarchitektin aus Bonn, Hans-Rainer Runde, Stadt- und Verkehrsplaner Düsseldorf, Doron Stern, Landschaftsarchitekt bdla und Stadtplaner Köln sowie Prof. Burghard Wegener, Landschaftsarchitekt bdla Köln.