Am 22. Februar fand in Gahlen das traditionelle Wurstjagen statt. Bei frühlingshaften Temperaturen und gelegentlichen Regentropfen am späten Nachmittag zogen die Junggesellen durch die Gemeinde.
Möglicherweise hat sich der eine oder andere, an dessen Tür geklingelt wurde, in Erwartung einer U-30er Truppe verwundert die Augen gerieben, doch das Rätsel ist schnell geklärt. In diesem Jahr haben die Kartoffelschälerinnen und aktiven Junggesellen tatkräftige Unterstützung von zahlreichen Veteranen erhalten.
Als die Dating-App noch Klingel hieß
Bereits am Vorabend hatte man sich zum traditionellen Kartoffelschälen getroffen. Die dafür notwendigen Schälmesser waren Ende Januar von den CDU-Ratsmitgliedern Egon Stuhldreier und Andre Rademacher an die Vorstände der Junggesellenvereine Gahlen-Dorf und -Bruch übergeben worden. Der uralte Brauch des Wurstjagens stammt aus einer Zeit vor der digitalen Revolution. Was heute Dating-Apps übernehmen, war damals eine clevere soziale Innovation.
Brauch über mehr als 100 Jahre alt
Das Wurstjagen bot den Junggesellen – also unverheirateten Männern – eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit, mit dem weiblichen Teil der Dorfgemeinschaft in Kontakt zu treten. Die Kombination aus dem Kartoffelschälen der Frauen am Vorabend und dem Wurstjagen der Männer mit anschließendem gemeinsamen Wurstessen muss ziemlich gut funktioniert haben, ansonsten hätte sich der schöne Brauch kaum über mehr als 100 Jahre halten können. Nach dem Zug durch die Gemeinde, bei dem ein gelegentliches „Körnchen“ half, den Wetterunbilden zu trotzen, fanden sich alle Teilnehmer zum geselligen Abschluss im Saal Holtkamp ein, wo das gemeinsame Wurstessen den Tag abrundete.
Mit dem passenden Motto „Kolpinis erobern das Weltall“ begeisterte der traditionelle Kinderkarneval in der Kolping Begegnungsstätte in der Widau am 21. Februar sein junges Publikum.
Auch nach über 30 Jahren hat die beliebte Veranstaltung nichts von ihrer Anziehungskraft verloren – beide Vorstellungen waren mit insgesamt 170 verkauften Eintrittsbändchen sehr gut besucht.
Foto: Ralf Meier
Beeindruckende Schwarzlicht-Nummer
24 junge Akteure boten den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm. Die Kolpini-Band eröffnete mit einem mitreißenden Medley aus „Völlig losgelöst“, „Dorfkinder“ und „Astronaut“. Zwei Sketche sorgten für Lacher: Die „Klasse 7z“ mit Herrn Pausenbrot sowie ein „Keller-Sketch“ zeigten das schauspielerische Talent der jungen Karnevalisten. Besonders beeindruckend war die Schwarzlicht-Nummer, bei der Astronauten und Aliens zu „Völlig losgelöst“ tanzten.
Foto: Ralf Meier
Mütter-Nummer
Auch die Tanzgruppen begeisterten mit Choreografien zu „Shake it off“ von Taylor Swift und „Bauch Beine Po“ von Shirin David. Als besondere Überraschung gab es nach längerer Pause wieder eine Mütter-Nummer – einen Strumpfhosen-Tanz zu „Mambo Nr. 5“. Durch das Programm führte ein siebenköpfiges Moderatoren-Team. Tigerente und Frosch leiteten die Witzerunden und Mitmachspiele an. In der Pause fand die im Eintrittspreis von 8 Euro enthaltene Pizza reißenden Absatz.
Foto: Petra Bosse
Lange Planungsphase
Die Planungen für das närrische Spektakel begannen bereits Ende Februar 2024, direkt nach der letzten Veranstaltung. Das 15-köpfige Organisationsteam wertete das Feedback aus und sammelte erste Ideen für das neue Motto. Um sich auf die kommende Session einzustimmen, trafen sich die beteiligten Familien am 23. August 2024 zu einem gemütlichen Grillfest in der Kolping Begegnungsstätte. Nach den Herbstferien ging es dann in die konkrete Planungsphase.
Die Gruppeneinteilungen wurden festgelegt und die Proben starteten. In regelmäßigen Treffen stimmte sich das Organisationsteam über den Fortschritt ab. Anfang 2025 wurden die neuen Plakate in Schermbeck verteilt. Eine Neuerung gab es beim Einlass – statt klassischer Eintrittskarten setzte man erstmals auf Eintrittsbändchen fürs Handgelenk.
Den Abschluss der Karnevalssaison bildet am heutigen 22. Februar eine Disco für Schüler ab der 7. Klasse.
Die Ferienfreizeit des Evangelischen Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid in Gahlen Im Aap hat sich nach der schweren Flut Anfang 2024 eindrucksvoll zurückgekämpft. Trotz massiver Schäden wurde mit viel Engagement, Spenden und ehrenamtlicher Hilfe ein Neuanfang möglich.
Was einst in Wassermassen versank, ist inzwischen in vielen Bereichen wiederaufgebaut – dank Spenden, engagierter Helfer und kreativer Ideen. Bunte Farben, innovative Gestaltung, moderne Ausstattung mit WLAN – die Ferienfreizeit in Gahlen zwischen Kanal und Lippe bietet nach der verheerenden Überschwemmung ein neues, einladendes Gesicht. Was einst in Wassermassen versank, ist inzwischen in vielen Bereichen wiederaufgebaut – dank Spenden, engagierter Helfer und kreativer Ideen. Doch der Weg war steinig. Ein Blick zurück und nach vorn zeigt, wie aus der Katastrophe eine Chance wurde.
Doch der Weg war steinig. Ein Blick zurück und nach vorn zeigt, wie aus der Katastrophe eine Chance wurde.
Wassermassen drückten die Kellerfenster ein und überfluteten die Kellerräume. Foto: Petra Bosse
„Wir haben wirklich alles verloren“
Oliver Mischek vom Ev. Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, erinnert sich noch genau an die Flutkatastrophe: „Wir haben viel Zerstörung erlitten. Alle Kellerräume waren betroffen. Das Wasser stand bis unter die Decke.“ Das Wasser der Lippe ließ den kleinen Bach volllaufen und das Wasser drückte sich bis in die Kellerräume.
Er zeigt auf die Räume, in denen damals nur noch Schlauchboote eine Möglichkeit zur Fortbewegung boten. „Es hat sich in allen anderen Kellerräumen reingedrückt. Selbst Bereiche, die zunächst nicht überflutet schienen, waren betroffen.“
Bis hier stand das Wasser im Keller. Foto: Petra Bosse
Die ersten Wochen nach der Katastrophe waren von Unsicherheit geprägt. „Wir hatten Angst, dass die Berichterstattung Gäste abschreckt. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Jetzt sind die Buchungszahlen gut, und die Leute merken, dass hier vieles passiert. Die Zukunft sieht positiv aus.“
Es wurde viel zerstört durch das Unwetter, aber durch ehrenamtliches Engagement, viele Helfer und Spenden konnte viel geschaffen werden. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Mischek.
Statt Kegelbahn soll hier eine Bogenschießanlage entstehen. Foto: Petra Bosse
Ein Neuanfang mit neuen Ideen
Doch die Flut brachte nicht nur Verluste, sondern auch Chancen. Katrin Fengels aus der Hausverwaltung erklärt: „Die Kellerräume, die von den Gästen genutzt werden – etwa der Spielekeller oder die Kegelbahn – konnten ganz neu gedacht werden.“ Der Spielekeller erhielt einen modernen Look, die Kegelbahn hingegen musste weichen. „Dafür kommt eine Bogenschießanlage. Die Planungen dafür laufen.“
Auch die generelle Nutzung des Hauses wurde überdacht. „Wir haben neue Maßnahmen getroffen, um auf zukünftige Fluten vorbereitet zu sein. In den gefährdeten Kellerräumen setzen wir auf mobile Ausstattung, die bei Hochwasser schnell entfernt werden kann. Keine festen Möbel, keine verspachtelten Wände. So können wir die Räume einfach trocknen lassen und weiternutzen.“
Unterstützung aus vielen Richtungen
Die finanziellen Herausforderungen nach der Flut waren enorm. „Der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid hat Gelder zur Verfügung gestellt“, berichtet Mischek. „Aber auch viele Spenden haben geholfen. Beispielsweise wurde die neue Heizung im Hausmeisterhaus durch Spenden finanziert, ebenso die Fenster.“
Mit jährlich rund 14.000 Übernachtungen ist das Freizeitheim ein wichtiger Ort für Gruppen aus der Region. Schermbecker, Dorstener, Gahlener – sie alle buchen hier. Schulklassen, Sportvereine, Kindergärten, Hochzeiten, Teambesprechungen und Tagungen. Es ist ein offenes Haus für alle. „Hier können die Kinder wirklich Kinder sein, ohne Angst zu haben, vor einem Auto zu laufen und die Freiheit genießen und entdecken“, so Mischek.
Modernes Zweit-Bett-Zimmer, ausgestattet mit WLAN und Smartphone-Ladestationen. Foto: Petra Bosse
Mehr als nur eine Jugendherberge
Die Ferienfreizeit ist gut gelegen, und Besucher können Ausflüge beispielsweise in den nahe gelegenen Movie-Park machen. Die Feldbahnfreunde sind in der Nachbarschaft, Kanu-Touren auf der Lippe oder Fahrten ins Atlantis nach Dorsten sind ebenfalls beliebte Unternehmungen.
Die Ferienfreizeit hat sich längst als Veranstaltungsort etabliert. „Ob Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstage – hier kann jeder feiern“, so Mischek. „Die Außenterrasse wird weiter ausgebaut, gemütliche Kaminräume laden ein. Wir wollen zeigen, dass wir mehr sind als eine Jugendherberge.“
Modernste Sound-Technik wurde in diesem Raum installiert. Beliebt auch für Band-Proben. Foto: Petra Bosse
Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle. „Energie ist teuer. Wir müssen unseren Verbrauch reduzieren“, erklärt Fengels. Die Heizung läuft noch auf Öl und Gas, doch weitere Maßnahmen sind geplant. „Das Hochwasser hat uns rund 100.000 Euro gekostet. Dennoch haben wir innerhalb von sechs Wochen die ersten Gruppen wieder empfangen können.“
Blick in die Zukunft
Das Freizeitheim ist in Farben unterteilt – blau, orange, rot – und nach Trakten organisiert. „Wir können Gruppen von 6 bis 76 Personen beherbergen, die Preise liegen zwischen 38,80 und 57,80 Euro pro Nacht mit Vollpension.“ Ein Jugendherbergsausweis ist nicht erforderlich.
Außengelände der Ferienfreizeit Gahlen Im Aap. Foto: Petra Bosse
Das Gelände umfasst zwei Hektar und grenzt an einen Bachlauf – der im Sommer ein idyllischer Spielplatz für Kinder ist, im Herbst aber zur Gefahr werden kann. „Wir haben nun Pumpen und Generatoren auf Vorrat, falls es wieder zu Hochwasser kommt.“
Auch der Spielplatz, der zu einem Abenteuerspielplatz umgestaltet werden soll, benötigt noch weitere Sanierung. „Die Fundamente wurden ausgespült, das Holz ist marode. Das wird teuer, aber wir hoffen auf weitere Unterstützung.“
Hier in der Kuhle und am Ende des Bachs soll noch einiges an Erneuerungen entstehen. Foto: Petra Bosse
Oliver Mischek und Katrin Fengels blicken zuversichtlich nach vorn: „Wir haben noch viel Potenzial und freuen uns über ehrenamtliche Helfer. Unser Ziel ist es, die nächsten 75 Jahre hier zu bestehen – und dafür bin ich guter Hoffnung!“
Obwohl der Wahlkampf für die anstehende Bundestagswahl auf Hochtouren läuft, stand bei einem Besuch des CDU-Bundestagskandidaten Kreis Wesel Sascha van Beek auf dem Horstkamps Hof in Schermbeck am Donnerstagvormittag die Praxis im Vordergrund: Landwirtschaft und Wolfsschutz bewegten die Gespräche mit der Familie Sümpelmann mehr als Wahlplakate und Slogans.
Bedeutung der Schafhaltung am Niederrhein
Bei dem Besuch auf dem Horstkamps Hof in Schermbeck rückte auch das Thema Wolf in den Fokus. Van Beek sprach mit Malin Sümpelmann sei auch über die Bedrohung durch Wölfe. Auf die Frage, warum die Familie Schafe halte, erklärte Malin Sümpelmann: „Wir haben hier einige Obstwiesen und betreiben eigentlich Rinderhaltung. Die Rinder würden jedoch die Obstbäume anbeißen. Deshalb haben wir uns vor ein paar Jahren entschieden, Schafe zu halten, die zwischen den Bäumen grasen.“
Foto: Petra Bosse
Die Schafe werden auf dem Hof durch geförderte Schutzzäune geschützt. Dennoch bleibe die Angst: „Letztes Jahr war der Wolf dreimal hier. Von fünf Lämmern hatte ich am Ende nur noch eins. Jetzt stehe ich vor der neuen Lamm-Saison. In diesem Jahr bekomme ich zehn Lämmer – ich bin gespannt. Hoffentlich überleben diesmal alle Lämmer“, hofft Malin.
Zukunft der Wahl und politische Programmatik
Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl hofft Sasch van Beek, dass die CDU dabei eine entscheidende Rolle spielen werde, insbesondere im Umweltministerium. Dort wolle er das Thema Wolfsschutz nach der Wahl prioritär platzieren. Bereits jetzt habe er sich in der Partei erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Problematik in zwei Programmen verankert sei. Künftig wolle er im Koalitionsvertrag darauf drängen, das Thema deutlich hervorzuheben. „Nach der Wahl wird eine der ersten E-Mails an die neue Umweltministerin oder den neuen Umweltminister sein, jetzt zu handeln. Insbesondere die Ausnahmen, die jetzt schon möglich sind, zu nutzen“, betont van Beek.
Foto: Petra Bosse
Bedeutung der Schafhaltung am Niederrhein
„Die Schafhaltung ist ja nicht nur fürs Auge, sondern ist auch erstmal ein Wirtschaftsfaktor, aber vor allen Dingen auch relevant. Zum einen, wie hier, für unsere Kulturlandschaft. Wir wollen ja auch eben Obstbäume/Streuobstwiesen haben, die mit zum Niederrhein gehören“. Diese seien wertvoll für die Artenvielfalt. „Gleichzeitig spielt auch der Hochwasserschutz eine entscheidende Rolle: Schafe auf dem Deich sind durch keine Maschine der Welt zu ersetzen – weder in ihrer Funktion bei der Verdichtung des Deiches noch beim Kurzhalten der Grasnarbe. Deshalb brauchen wir die Schafe am Niederrhein. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Kulturlandschaft und leisten einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz. Genau hier stellt der Wolf ein Problem dar.“
Umgang mit dem Wolf am Niederrhein
Mit Blick auf die Wolfssituation der letzten Jahre und die damalige Begrüßung des ersten Wolfes durch Landrat Ansgar Müller („Hurra, wir haben einen Wolf, den nennen wir jetzt mal Gloria von Wesel“), unterstrich van Beek, dass er persönlich kein Problem mit dem Wolf habe und der Wolf durchaus seine Berechtigung in Deutschland habe – da, wo Platz ist. „Ich denke, dass wir durchaus mit einem Wolf am Niederrhein leben können, aber eben nicht in der Masse. Und da muss man ja einfach mal feststellen: Allein die Tatsache, dass wir viele totgefahrene Wölfe haben, dass die Wölfe keine Scheu vor Menschen hier haben – das zeigt doch, dass da eine Nähe ist“. Der Wolf sei halt ein Wildtier, der „keinen Bock auf den Menschen hat. Wenn er Platz hat, bleibt er fern. Aber er hat natürlich auch Konkurrenz und kommt deshalb näher an die Menschen. Das funktioniert nicht. Deshalb: Wolf ja, aber gerne da, wo Platz ist für ein Wildtier in der Größe.“
Kritik an Fördergeldern und Bürokratie
Auf die Frage, ob sich bei den Fördergeldern und den Förderrichtlinien hinsichtlich der Höhe der Schutzzäune etwas ändern müsste, erklärte van Beek: „Wir können ja nicht den ganzen Niederrhein mit Zäunen zuballern. Es gibt auch andere Wildtiere, die wechseln wollen, die territorialen Ansprüche haben und ausweichen müssen. Auch von daher geht das nicht“. Und wo es gehe, müsse die Bürokratie funktionieren. „Ich denke, das klappt mittlerweile einigermaßen“. Viel schlimmer sei seiner Meinung nach, dass Weidetierhalter nach einem Riss einen enormen Aufwand betreiben müssen, um überhaupt die Entschädigung zu bekommen. „Das kann nicht sein. Ich denke, da müsste eine Umkehr stattfinden.“
Landwirtschaft als zentraler Bestandteil der Region
Neben dem Thema Wolf sei für Sascha van Beek auch die Landwirtschaft insgesamt von besonderem Interesse, da die traditionelle Landwirtschaft im Kreis Wesel von großer Bedeutung sei. Van Beek zeigte sich auch persönlich mit der Landwirtschaft verbunden. „Es ist bei uns zu Hause ein Thema am Küchentisch. Ich habe einen Landwirtstochter geheiratet. Mein Schwiegervater, mein Schwager und mein Neffe sind alle drei auf dem Hof unterwegs und führen den Milchviehbetrieb in Alpen-Veen weiter.“
Für die Region Niederrhein und dem Kreis Wesel, insbesondere für die Milchwirtschaft, sei die Landwirtschaft von großer Bedeutung, so van Beek. „Ohne eine starke Landwirtschaft ist die Ernährungssicherheit nicht zu gewährleisten“, betonte er.
Herausforderungen für die Landwirtschaft
Ohne eine starke Landwirtschaft sei die Ernährungssicherheit nicht zu gewährleisten. Das beginne bei den Energiepreisen und ende bei der Bürokratie. „Dazwischen gibt es zahlreiche weitere Themen wie Pflanzenschutz, Düngeverordnung und vieles mehr, wo wir eine praxisnahe Landwirtschaftspolitik brauchen, die vor allem auf die Praktiker hört.“
Verzögerte Rettung durch fehlerhafte Ortungin Schermbeck-Bricht auf der Dorstener Straße
Am heutigen Mittwochmorgen gegen 8:05 Uhr wurden die Löschzüge Schermbeck und Altschermbeck durch einen automatisch ausgelösten e-Call eines Fahrzeugs zur Dorstener Straße alarmiert. Ursprünglich war die Einsatzstelle auf der Bundesstraße 58 gemeldet, doch dort konnte kein Unfall festgestellt werden.
Foto: Feuerwehr Schermbeck
Wie sich später herausstellte, hatte das elektronische Ortungssystem laut Mitteilung der Feuerwehr eines beteiligten Elektrofahrzeugs den Unfallort nicht korrekt übermittelt. Dadurch suchten die alarmierten Einsatzkräfte aus Schermbeck und Dorsten zunächst an unterschiedlichen Stellen, was zu einer Verzögerung führte.
Schließlich wurde die korrekte Einsatzstelle an der Dorstener Straße ermittelt. Dort hatte sich ein Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen ereignet. Die Feuerwehr streute auslaufende Betriebsmittel ab und schaltete zwei Fahrzeuge spannungsfrei. Das Elektrofahrzeug wurde zusätzlich mit deaktiviertem Hochvolt-Antrieb gesichert.
Da zwei Fahrzeuge stark ineinander verkeilt waren, mussten sie mithilfe eines Spreizers getrennt werden, um die Bergung und den Abtransport zu ermöglichen. Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.
Unter dem Motto „Wej bünt wä doa“ steigt am Freitag, 28. Februar 2025, die Veranstaltung „Karneval am Isselstrand“ in Marienthal. Ab 19:11 Uhr erwartet die Gäste im Pfarrheim Marienthal, Klosterweg 10, ein unterhaltsames Bühnenprogramm.
Abwechslungsreiches Programm und Tanz
Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Marienthaler Pfarrgemeinde. Geboten werden:
Büttenreden
Sketche
Männerballett
Gesangseinlagen
Tanzaufführungen
Im Anschluss sorgt DJ Niclas für Musik und lädt zum Tanzen ein.
Eintritt und Kartenvorverkauf
Der Eintritt kostet 9 Euro. Karten sind im Vorverkauf bei Hermann Hörnemann unter der Telefonnummer 02856 / 2891 erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse, solange der Vorrat reicht.
WIR MACHEN MIT! 457 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Schermbeck nehmen an der Juniorwahl zur Bundestagswahl 2025 teil.
In achtzehn Wirtschaft/Politik-Klassen sowie fünf Kursen des Fachs Sozialwissenschaften setzen sie sich intensiv mit Demokratie und politischen Prozessen auseinander. Damit ist die Schule erneut Teil des bundesweiten Projekts des gemeinnützigen, überparteilichen Vereins Kumulus e.V. in Berlin. Mehr als 7.000 Schulen beteiligen sich an der Aktion.
Demokratie erleben
Unter der Anleitung ihrer Fachlehrerinnen und Fachlehrer lernen die Schülerinnen und Schüler, wie politische Entscheidungen entstehen. Im Unterricht simulieren sie die Bundestagswahl, die an der Schule am Mittwoch, 19. Februar 2025, stattfindet. „Wir machen mit!“, teilt Schulleiter Christoph Droste mit.
Zunächst beschäftigen sich die Klassen mit dem Verfahren der parlamentarischen Demokratie. Sie diskutieren die Bedeutung und Funktion von Wahlen und vergleichen die Wahlprogramme der Parteien. Auch aktuelle kommunalpolitische Themen der Gemeinde Schermbeck stehen auf dem Plan.
Foto: Gesamtschule Schermbeck
Selbstständig organisierte Wahl
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen die Organisation der Wahl eigenverantwortlich. Sie entschieden sich mehrheitlich für die Simulation einer klassischen Papierwahl. Wahlverzeichnisse und Wahlbenachrichtigungen werden vorbereitet, ein Wahlvorstand gebildet und ein Team aus Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bestimmt.
„Die Jugendlichen gestalten den gesamten Wahlprozess selbst. Das stärkt ihr Verständnis für demokratische Abläufe und weckt ihr politisches Interesse“, erklärt Christoph Droste.
Der Verein Kumulus e.V. stellt die Ausstattung zur Verfügung: Wahlkabinen, Wahlurne, Plakate sowie originale Wahlunterlagen des lokalen Wahlkreises sorgen für ein realistisches Wahlerlebnis.
Interesse an Politik geweckt
Obwohl die Vorbereitungszeit in diesem Jahr knapp bemessen ist, zeigt sich bereits, dass die Schülerinnen und Schüler großes Interesse entwickeln. Die intensive Auseinandersetzung mit politischen Themen regt viele zur weiteren Beschäftigung mit Politik an. Auch die begleitenden Lehrkräfte bewerten das Projekt positiv.
„Die praktische Heranführung an demokratische Prozesse gibt den Jugendlichen wertvolle Einblicke und motiviert sie, sich mit Politik auseinanderzusetzen“, betont Christoph Droste.
Blick auf das echte Wahlergebnis
Mit Spannung erwarten die Jugendlichen den Ausgang der echten Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar 2025. Sie sind neugierig, wie ihre eigene Abstimmung im Vergleich zum tatsächlichen Wahlergebnis ausfällt und welche Unterschiede sich im Vergleich zu den Ergebnissen der anderen Schulen zeigen.
Mit einem starken zweiten Platz ist der Formationsgemeinschaft „T.D.R.“ des Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck und der TSA des SSV Rhade ein erfolgreicher Auftakt in die neue Saison der Regionalliga West im Jazz und Modern/Contemporary (JMC) gelungen. Beim Eröffnungsturnier am Sonntag in Ibbenbüren zeigte die Gruppe ihre Choreografie „Convoy“ von Sebastian Spahn technisch sauber und ausdrucksstark.
Großer Zuschauerandrang in Ibbenbüren
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer strömten in die Kreissporthalle Ibbenbüren, um die neuen Choreografien der Saison zu erleben. Turnierleiter Sven Lorig stellte die neun Formationen vor, bevor das Turnier begann.
Bereits in der Vorrunde überzeugte „T.D.R.“ mit einer souveränen Darbietung und qualifizierte sich für das große Finale. Dort traten sieben Teams an. Die Wertung 2-2-1-1-3 brachte der Formationsgemeinschaft am Ende den zweiten Platz ein. Den Sieg sicherte sich die Formation „Dance Relation“ des ausrichtenden Vereins TSG move & dance Ibbenbüren, die die Wertung 1-1-6-2-1 erhielt.
Trainerteam zeigt sich zufrieden
Trainerin und choreografische Assistentin Vivien Bicker zeigte sich erfreut über den gelungenen Saisonstart. Zusammen mit Co-Trainerin Angela Faltin Vaz lobte sie die Leistung der Tänzerinnen, die trotz vieler krankheitsbedingter Ausfälle und verkürzter Vorbereitungszeit überzeugten. „Trotz der widrigen Umstände riefen die Tänzerinnen die Choreografie im richtigen Moment souverän ab. In den kommenden sechs Wochen bis zum nächsten Turnier wollen wir weiter an Kondition und Sicherheit arbeiten“, erklärte Bicker. Das Team zeigt sich hochmotiviert.
Spannung in der Liga
Die diesjährige Saison verspricht spannend zu werden. Nach insgesamt fünf Turnieren entscheidet sich, welche Formation in die 2. Bundesliga aufsteigt. Das nächste Regionalliga-Turnier findet am 30. März in Brühl statt. Dort will „T.D.R.“ erneut eine vordere Platzierung erreichen und den zweiten Rang verteidigen.
Als Teil des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel setzt sich die Cari-Tasse in Schermbeck aktiv für die Stärkung der lokalen Gemeinschaft ein.
Mit einem vielfältigen Programm für das erste Halbjahr 2025 bietet die Cari-Tasse informative und gesellige Veranstaltungen, die der sozialen Integration und Unterstützung der Bevölkerung dienen.
Halbjahres-Programm 2025
Die Veranstaltungen der Cari-Tasse decken verschiedene Themenbereiche ab und richten sich an alle Interessierten. Hier ein Überblick über die geplanten Termine:
20. Januar 2025: Polizei klärt auf – Betrugsfälle und wie man sich schützen kann.
20. Februar 2025: Rechtliche Betreuungen – wer beantwortet mir meine Fragen? sowie erneut Polizei klärt auf – Betrugsfälle und wie man sich schützen kann und Trauer- und Palliativberatung – an wen kann ich mich wenden?
3. März 2025: Rosenmontagscafé – Alaaf und Kamelle in der Cari-Tasse.
14. April 2025: Generationscafé – Osternachmittag mit der Kita St. Paulus.
26. Mai 2025: Rechtliche Betreuungen – wer beantwortet mir meine Fragen?
26. Juni 2025: Kulturcafé – Lieder und Gedichte zum Sommer.
Begegnung und Beratung
Neben den thematischen Veranstaltungen legt die Cari-Tasse großen Wert auf Begegnung und persönlichen Austausch. Besonders beliebt sind die Café-Nachmittage, die generationenübergreifende Begegnungen fördern und den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken. Die Beratungsangebote bieten darüber hinaus wertvolle Hilfestellungen bei rechtlichen Fragen oder in schwierigen Lebenslagen.
Regelmäßige Öffnungszeiten
Die Cari-Tasse heißt Besucherinnen und Besucher an zwei Tagen in der Woche herzlich willkommen: Montags und donnerstags von 14:30 bis 17:00 Uhr.
UPDATE 19.2.2025: Der 85- jährige Fahrzeugführer des Pkw erlag in den frühen Morgenstunden des Dienstags seinen schweren Verletzungen. Die Ermittlungen bezüglich eines möglichen Verschuldens Dritter dauern an.
Moers-Repelen – An einem unbeschrankten Bahnübergang auf der Frietstraße ist es am Sonntag, 16. Februar 2025, gegen 10:37 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen.
Ein 85-jähriger Mann aus Rheinberg blieb mit seinem PKW auf dem Bahnübergang stehen, als ein Zug, der in Richtung Xanten unterwegs war, das Fahrzeug mittig erfasste.
Fahrer schwer verletzt
Der Senior wurde durch den Aufprall laut Mitteilung der Polizei in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Rettungskräfte flogen ihn mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Duisburg. Es besteht Lebensgefahr. Der Lokführer und die 22 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt. Einsatzkräfte betreuten sie vor Ort.
Strecke gesperrt
Die Bahnstrecke war für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Die Polizei dokumentierte den Unfall mit Unterstützung eines spezialisierten Verkehrsunfallaufnahmeteams.
Seit zwei Jahren organisiert ein ehrenamtliches Team um Michael Knoll das Verwöhn-Ma(h)l der Schermbecker Kirchengemeinden. Monatlich werden im Evangelischen Gemeindehaus rund 80 Gäste mit einem frisch zubereiteten Drei-Gänge-Menü bewirtet.
Großer Einsatz für das Gemeinschaftserlebnis
Seit rund zwei Jahren sorgt das ehrenamtliche Team um Michael Knoll mit großem Engagement für ein ganz besonderes kulinarisches Angebot, das monatliche Verwöhn-Ma(h)l der Schermbecker Kirchengemeinden im Evangelischen Gemeindehaus an der Kempkesstege. Auch am Vormittag des 15. Februar herrschte dortiges Geschäft Treiben, als die letzten Vorbereitungen für das Essen getroffen wurden. In der Küche wurde konzentriert gearbeitet, denn es galt, rund drei Gänge mit jeweils 80 Portionen frisch zuzubereiten.
Es ist angerichtet. Foto: Ralf Meier
Eingespieltes Team
Dass dabei viel Aufwand hinter den Kulissen steckt, wurde schnell deutlich. Allein für das Hauptgericht mussten 10 Kilogramm Kartoffeln geschält werden. Doch Routine und ein eingespieltes Team machen es möglich. „Bei diesen Größenordnungen kann man nicht mehr nach Gefühl würzen“, erklärt Michael Knoll. „Da muss man sich an die vorgegebenen Mengen halten.“
Beliebtes Menü und liebevolle Dekoration
Der Aufwand lohnt sich jedoch, denn das Menü – diesmal eine Wirsingcremesuppe mit Lachsstreifen als Vorspeise, Wirsinggemüse als Hauptgang und eine Quarkspeise mit Schokodressing zum Dessert – kam bestens an. Doch es geht nicht nur um gutes Essen, sondern auch um die soziale Komponente. Die jedes Mal mit viel Liebe zum Detail dekorierten Tische tragen entscheidend zum Wohlfühlambiente bei. Passend zum Valentinstag erstrahlte die Dekoration Mitte Februar in Rot.
Angebot für pflegende Angehörige
Ein besonderes Angebot ist der reservierte Tisch für pflegende Angehörige, die hier mit ihren Liebsten einen entspannten Nachmittag außerhalb des Alltags verbringen können. „An allen Tischen werden angeregte Unterhaltungen geführt“, freut sich Silke Knoll über das Gemeinschaftsgefühl, das beim Verwöhn-Ma(h)l herrscht.
Unterstützung und Spenden sichern Zukunft
Die Unterstützung für das Projekt ist groß. Dank einer Spende der SL NaturEnergie Stiftung konnte ein gebrauchter professioneller Kombidämpfer für 4.000 Euro angeschafft werden – eine wertvolle Hilfe bei der Zubereitung der großen Mengen. Auch der CDU-Neujahrsempfang trug mit über 1.000 Euro an Spenden dazu bei, dass das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt werden kann. Damit das auch zukünftig gewährleistet bleibt, ist Unterstützung in jeder Form, sei es durch Spenden oder tatkräftige Hilfe, stets willkommen.
Zum dritten Mal fand auf dem Brüner Bauernmarkt die Sammlung von Kerzen- und Wachsresten statt – und zum dritten Mal sei die Aktion ein voller Erfolg gewesen.
700 Kilogramm Wachs für die Ukraine
Am 1. Februar 2025 endete die diesjährige Sammelaktion von Kerzen- und Wachsresten, die im Dezember und Januar durchgeführt wurde. Die Spenden seien für Menschen in der Ukraine bestimmt, wo sogenannte „Büchsenlichter“ als alternative Heiz- und Lichtquelle dienten. Insgesamt seien 700 Kilogramm Wachs zusammengekommen.
130 Kilogramm Kronkorken für SOS-Kinderdörfer
Parallel dazu wurden im Rahmen der Initiative „BlechWech“ 130 Kilogramm Kronkorken gesammelt. Der Erlös aus dem Materialverkauf kommt den SOS-Kinderdörfern zugute und soll speziell eine Mutter-Kind-Klinik in Somalia unterstützen.
30 Kilogramm Korken für den Kranichschutz
Darüber hinaus haben die Initiatoren 30 Kilogramm Korken zusammengetragen. Der Gegenwert werde dem regionalen Naturschutzbund NABU zur Verfügung gestellt, der damit Schutzprojekte für Kraniche in Deutschland und Spanien unterstütze.
Plastikdeckel gegen Kinderlähmung
Zusätzlich wurden Plastikdrehverschlüsse für das Projekt „End Polio Now“ gesammelt. Diese Initiative hat das Ziel, die Kinderlähmung weltweit auszurotten.
Dank an alle Beteiligten
Die Organisatoren bedankten sich bei allen, die zur erfolgreichen Sammlung beigetragen haben. Die gesammelten Materialien werden im Laufe des Februars an die jeweiligen Organisationen übergeben.
Für weitere Informationen oder zur Abholung von Spenden stehen die Verantwortlichen weiterhin unter der E-Mail-Adresse [email protected]zur Verfügung.
Schermbeck Bürgermeister Mike Rexforth kündigt erneute Kandidatur an. Was bringt die Zukunft für Schermbeck? Bürgermeister Mike Rexforth gibt die Richtung vor und möchte weiter kämpfen weiter für Schwimmbad, die Schulen, schnelles Internet und bezahlbaren Wohnraum. Das sind seine Pläne!
Beim CDU-Neujahrsempfang in Schermbeck hat Bürgermeister Mike Rexforth seine erneute Kandidatur bekanntgegeben (wir berichteten). Der Abend sei, so Rexforth, der perfekte Moment, um zurückzublicken, aber vor allem nach vorne zu schauen. „Wer meine Rede vom letzten Jahr kennt, der weiß, dass 0815 nicht mein Stil ist“. So zeigte er seine Vorstellungen für Schermbeck in einem Videofilm.
Foto: Video Gemeinde Schermbeck
Mit dem klaren Statement „Ich bin noch nicht fertig!“ stellte er seine Entschlossenheit unter Beweis, die Gemeinde auch in den kommenden Jahren aktiv weiterzuentwickeln.
Positive Bilanz nach elf Jahren im Amt
Rexforth nutzte die Gelegenheit, auf seine bisherige Amtszeit zurückzublicken. „Es liegen nun fast elf Jahre zurück, als mir die große Mehrheit der Schermbeckerinnen und Schermbecker die Geschicke der Gemeinde anvertraut haben. Sechs Jahre später, bei seiner Wiederwahl, waren es sogar 60,6 Prozent. „Bei zwei Gegenkandidaten im ersten Wahlgang war das kein schlechtes Ergebnis. Dafür möchte ich mich nochmal bedanken. Bei so einer großen Konkurrenz ist das keine Selbstverständlichkeit.“
Fotos: Ausschnitte aus dem dem Video der Gemeinde Schermbeck
Erfolgreiche Projekte prägen die Amtszeit
Rexforth hob die Projekte hervor, die während seiner bisherigen Amtszeit umgesetzt wurden.
„Was haben wir gemeinsam geschafft, und wie stellen wir uns die Zukunft unserer Gemeinde vor? Wenn ich auf die letzten elf Jahre zurückblicke, dann sehe ich eine Gemeinde, die sich weiterentwickelt hat – nicht immer ohne Diskussionen, nicht immer ohne Widerstände, aber immer mit dem Ziel, Schermbeck voranzubringen. Wir haben zusammen viel bewegt“:
Das Leerschwimmbecken, das heute unseren Kindern das Schwimmenlernen ermöglicht.
Die Modernisierung unserer Schulen, die bessere Bedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler geschaffen hat.
Entschlammung des Mühlenteichs – (Gahlen soll folgen)
Die Entwicklung des alten Rathauses zum soziokulturellen Zentrum, das Menschen zusammenbringt und das Leben im Ortskern bereichert.
Die Dorferneuerungen in Gahlen und Bricht, die gezeigt haben, dass wir unsere Außenbereiche nicht vergessen, sondern gezielt stärken.
Und nicht zuletzt der Einsatz für unsere Feuerwehr, die Modernisierung der Gerätehäuser, die Anschaffung neuer Fahrzeuge – weil Sicherheit in Schermbeck an erster Stelle steht.
Das alles sei nur möglich gewesen weil, „wir als Verwaltung, Rat, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger an einem Strang gezogen haben. Und genau dieser Zusammenhalt ist es, der Schermbeck ausmacht“ betonte Rexforth.
Blick nach vorn: Herausforderungen und Ziele
Der Bürgermeister lenkte den Blick aber auch auf die Zukunft. Die nächsten fünf Jahre seien entscheidend für die Weiterentwicklung der Gemeinde. „Wir wollen nicht nur Bewährtes erhalten, sondern auch mutig neue Wege gehen“, erklärte er. Dabei setzt Rexforth auf folgende Schlüsselbereiche:
Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen – für junge Familien, aber auch für ältere Menschen, die in Schermbeck bleiben möchten.
Wir setzen auf Klimaschutz und erneuerbare Energien – aber so, dass es für alle tragbar bleibt und niemand überfordert wird.
Wir stärken die Vereinslandschaft, das Ehrenamt und die Jugendarbeit – denn das ist der Herzschlag unserer Gemeinde.
Wir müssen die Infrastruktur weiter verbessern, Straßen sanieren, die Digitalisierung vorantreiben und schnelles Internet für alle schaffen.
Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen – für junge Familien, aber auch für ältere Menschen, die in Schermbeck bleiben möchten.
Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in Kooperation mit Dorsten. „Tobias, das ist unser gemeinsames Projekt, und ich bin froh, dass wir da Seite an Seite stehen“, wandte er sich an seinen Amtskollegen Stockhoff.
Entscheidung zur dritten Amtszeit
Die Frage nach seiner politischen Zukunft habe ihn intensiv beschäftigt, so Rexforth. „Elf Jahre im Amt – das ist eine lange Zeit. Ja, sie hat mich verändert. Ich habe graue Haare bekommen, meine Brille ist fester Bestandteil geworden. Aber ich habe gelernt: Bürgermeister zu sein, ist für mich nicht nur ein Beruf – es ist eine Berufung.“
Deshalb stehe seine Entscheidung fest: „Ich trete erneut an. Ich möchte Schermbeck auch in den nächsten fünf Jahren weiter mit Ihnen gemeinsam gestalten. Ich möchte unsere Gemeinde fit für die Zukunft machen – mit Ihnen, für Sie.“
Versprechen an die Bürger
Zum Abschluss richtete Rexforth ein persönliches Versprechen an die Anwesenden: „Wenn Sie mir erneut Ihr Vertrauen schenken, werde ich weiterhin mit vollem Einsatz für diese Gemeinde arbeiten. Mit Herz, Verstand und Augenmaß – für Schermbeck, für uns alle.“
Mit 116 Kartons voller frischer Berliner sammelte der Rotary Club Lippe-Issel auch in diesem Jahr Geld für soziale Projekte.
Die Aktion ist längste Tradition – und sorgt neben einer stattlichen Spendensumme auch für zufriedene Gesichter bei Kunden, Mitarbeitern und Bedürftigen.
Teig, Backofen, Spende – so funktioniert die Aktion
Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Bastian Bors, rotarisches Mitglied und Bäcker, backt mit seinem Team 2784 Berliner – oder wie man in Berlin sagt: Pfannkuchen. Die frischen Backwaren verpacken die Rotarier in Kartons zu je 24 Stück. Diese verkaufen sie für 40 Euro pro Karton an Clubmitglieder, Unternehmen, Verwandte und Freunde.
24 Berliner passen in einen Karton. Foto: Meinolf Nöthe
Leckereien sorgen für Freude und Spenden
Die Abnehmer verteilen die süßen Grüße in ihren Betrieben oder im privaten Umfeld – ob im Büro, in der Werkstatt oder beim Kegelabend. Begeisterte Gesichter sind garantiert, berichten die Rotarier.
2320 Euro für soziale Projekte
Mit der Aktion erwirtschaftete der Rotary Club Lippe-Issel in diesem Jahr 2320 Euro. Die Spendensumme fließt in verschiedene soziale Projekte der Region. Club-Präsident Udo Bovenkerk zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns jedes Jahr, dass uns Bastian Bors mit seinem Team unterstützt und wir so immer wieder eine schöne Summe für den guten Zweck zusammenbekommen.“
Tafeln erhalten 264 Berliner
Neben dem Verkauf spendeten die Rotarier auch Berliner an die Tafeln in der Region. Allein die Weseler Tafel erhielt 264 Stück. Horst Maiß, Vorsitzender des Tafel-Vereins, bedankte sich für die Spende, die den Kunden eine willkommene Abwechslung bot.
Aufruf zur Teilnahme im nächsten Jahr
An der Aktion können nicht nur Clubmitglieder teilnehmen, betont Bovenkerk. Besonders Unternehmen empfiehlt: „Probieren Sie es im nächsten Jahr einfach aus.“ Ihre Mitarbeiter werden sich freuen – und Sie sagen mal auf eine süße Art Danke.“
Am Samstagabend hat eine brennende Kunststoffbank an der Weseler Straße in Schermbeck die Feuerwehr auf den Plan gerufen.
Gegen 22:15 Uhr rückte der Löschzug Schermbeck mit dem Einsatzstichwort „Brand B1“ zur Einsatzstelle aus.
Feuerwehr löscht Brand unter Atemschutz
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine in Flammen stehende Kunststoffbank fest. Um das Feuer zügig zu bekämpfen, setzten die Feuerwehrleute ein C-Rohr ein. Der Löschangriff erfolgte unter Atemschutz. Nach kurzer Zeit hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle und gelöscht.
Polizei übernimmt Ermittlungen
Im Anschluss übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Die Brandursache ist bislang noch unklar.
Für die Feuerwehr war der Einsatz gegen 23:20 Uhr beendet.
Beim Neujahrsempfang 2025 der CDU Schermbeck macht Mike Rexforth seine dritte Kandidatur offiziell.
Volles Haus beim traditionellen Neujahrsempfang der CDU Schermbeck am 13. Februar 2025 im Begegnungszentrum des Rathauses. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer begrüßte die rund 160 Gäste mit einer launigen Ansprache und führte souverän durch den Abend. „Sie sind mir zwar alle gleich lieb und wichtig, aber erlauben Sie mir einige Gäste besonders hervorzuheben“, schmunzelte Stiemer.
v.l.: Ulrich Stiemer, Sascha van Beek, Mike Rexforth, Ina Scharrenbach, Ingo Brohl, Charlotte Quik und Tobias Stockhoff. Foto: Petra Bosse
Ehrengäste beim Neujahrsempfang
Er begrüßte namentlich die Ehrengäste, darunter die NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik, Landrat Ingo Brohl, den Dorstener Bürgermeister Tobias Stockhoff und den Bundestagskandidaten Sascha van Beek.
Nils-Christopher Weiland. Foto: Petra Bosse
Der Auftakt für einen gelungenen Abend, bei dem mit Nils-Christopher Weiland ein echter Vollblutmusiker für die musikalische Untermalung sorgte. Für die Bewirtung sorgte das Team der Gaststätte Overkämping.
Foto: Petra Bosse
Richtungsweisende Reden
In ihrer Rede betonte Ministerin Ina Scharrenbach die Bedeutung des Wahljahres 2025: „Wem wollen Sie die Republik anvertrauen? Wem wollen Sie den Kreis Wesel anvertrauen? Wem wollen Sie Ihr Schermbeck anvertrauen?“ Sie kündigte neben der bereits eingeleiteten „Vergaberevolution“ auch eine „Bauvorschriftenrevolution“ an und verglich das Jahr 2025 mit einem noch unbeschriebenen Buch: „Wir bekommen ein neues Buch vorgelegt mit vielen weißen Seiten, 365, um es genau zu sagen.“
Ministerin Ina Scharrenbach Neujahrsempfang der CDU Schermbeck. Foto: Petra Bosse
Bedeutung der Heimat und des Ehrenamts
Darüber hinaus betonte sie: dass jede Gemeinde für ihre Bewohnerinnen und Bewohner Heimat sei. Besonders dort, wo Menschen sich mit ihrer Gemeinde identifizierten, engagierten sie sich ehrenamtlich und prägten ein positives Bild nach außen. Dies sei für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von großer Bedeutung. „Jede Gemeinde ist Heimat. Und jede Gemeinde hat als etwas Besonderes, was sie besonders macht“.
Sascha van Beek. Foto: Petra Bosse
Besorgnis über wachsenden Populismus
Bundestagskandidat van Beek nutzte seine Rede für eine Analyse der aktuellen Lage: „Wir haben 400.000 Arbeitslose mehr als vor drei Jahren. Unsere Wirtschaft stagniert im dritten Jahr. Wir haben 100 Milliarden pro Jahr, die an Investitionen abfließen.“ Besonders besorgt zeigte er sich über den wachsenden Populismus und positionierte sich klar gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD. „Wir sind alle ein Volk, wir gestalten alle unsere schöne Heimat mit und ich denke, da sollten wir aufpassen, dass wir uns von diesem Populismus nicht auseinandertreiben lassen“.
Dank an das Verwaltungsteam
In seinem mit Spannung erwarteten Bericht „Aktuelles aus der Gemeinde“ dankte Schlussredner Mike Rexforth zunächst seinem Verwaltungsteam und seinem an diesem Abend anwesenden Führungsteam, seinem Stellvertreter Gerd Abelt und allen an diesem Abend anwesenden Kolleginnen und Kollegen, besonders seiner Frau , seinen fünf Kindern und Enkelkind, die alle anwesend waren, für die fortwährende Rückendeckung.
Sofa fiel aus – geplantes Highlight musste kurzfristig geändert werden
Ein sorgfältig geplantes Highlight des Abends musste allerdings kurzfristig geändert werden. Eigentlich wollte Bürgermeister Mike Rexforth seine erneute Kandidatur in einem lockeren Sofagespräch mit seinem Dorstener Amtskollegen Tobias Stockhoff ankündigen. „Leider hat eine rasende Reporterin nicht abwarten können und eine kleine Nachricht in die Welt gesendet“, kommentierte Rexforth die vorzeitige Veröffentlichung seiner Kandidatur. Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass das Geheimnis nicht auf Schermbeck Online-gelüftet wurde.
Auch in Zukunft möchte er Schermbeck weiter gestalten. Foto: Petra Bosse
Ich bin noch nicht fertig!
Statt des Sofas präsentierte Mike Rexforth einen brandneuen Film über seine elfjährige Amtszeit, der selbst für langjährige Wegbegleiter eine Premiere darstellte. Und dieses professionell gestaltete Video nutzte Mike Rexforth, um am Ende zu bekennen: „Ich bin noch nicht fertig!“ Auch in Zukunft möchte er Schermbeck weiter gestalten. Ich verspreche Ihnen: Wenn Sie mir erneut Ihr Vertrauen schenken, werde ich weiterhin mit vollem Einsatz für diese Gemeinde arbeiten. Mit Herz, Verstand und Augenmaß – für Schermbeck, für uns alle.
Foto: Ralf Meier
Jahrzehnte in der CDU
Für ihre langjährige CDU-Mitgliedschaft wurden vor der Rede des Bürgermeisters zwölf Parteimitglieder geehrt, allen voran Christel Jäger für 60 Jahre Treue. 50-jährige Parteizugehörigkeit feierten Katharina Birkenfeld, Heinrich Hemmert, Walter Heyne, Günter Karasz, Ferdinand Rammrath, Antonius Rittmann, Friedhelm Schwenzfeier, Heinrich Temmler und Heinrich Wilsing. Für 25 Jahre wurden Gert Schulte Bunert und Marcell Oppenberg geehrt.
Neujahrsempfang der CDU Schermbeck 2025: Fotos: Petra Bosse u. Ralf Meier
Fortschritt im Eiltempo: CDU Schermbeck und Bundestagskandidat Sascha van Beek informieren sich über die rasante Entwicklung des Logistikzentrums auf der ehemaligen Idunahall-Industriebrache
Beeindruckende Entwicklung auf der Baustelle
„Das ist ja eine rasante Entwicklung und ein Fortschritt im Eiltempo“, zeigte sich CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer beeindruckt. Die CDU Schermbeck informierte sich vor Ort auf der ehemaligen Idunahall-Industriebrache über den Sachstand des Bauvorhabens. Die Firma Rottbeck mit Hauptsitz in Bottrop werde dort bereits im Sommer ein zukunftsweisendes Logistikzentrum eröffnen.
Foto: Elmar Venohr, CDU Schermbeck
Goldbeck als Generalunternehmer
Generalunternehmer für die Entwicklung in Schermbeck ist das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck. Nach dem Kauf im April 2022 sei aus der ehemaligen Idunahall-Industriebrache ein modernes Logistikzentrum entstanden, mit zunächst 80 Arbeitsplätzen. Später sollen am Standort Schermbeck einmal 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden. Das Verkehrsaufkommen rund um das ehemalige Dachziegelwerk an der Maassenstraße/Alte Poststraße werde gering sein. In Schermbeck sei geplant, in erster Linie den wachsenden Online-Markt zu bedienen.
Foto: Elmar Venohr, CDU Schermbeck
Bedeutung für die Region
Der CDU-Bundestagskandidat Sascha van Beek betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es ein wichtiges und gutes Zeichen, dass Firmen hier am Standort Schermbeck investieren, die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Gardemann erwähnte die wichtige Aufgabe der Kommune: „Es ist entscheidend, dass die Gemeinde die Voraussetzungen für solche Ansiedlungen schafft. Bietet man Unternehmen nicht die Möglichkeiten, siedeln sie sich schlichtweg hier nicht an. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Bürgermeister Mike Rexforth und die Wirtschaftsförderer mit ihren Teams für die geleistete Arbeit.“
Projektfortschritt aus Sicht der Firma Rottbeck
Gastgeber Frank Rottbeck, der nach einer Präsentation die Delegation über das Gelände führte, berichtete von dem „spannenden“ Projekt in Schermbeck: „Wir freuen uns sehr auf die Inbetriebnahme des Standorts, die wir mit Hochdruck vorantreiben.“
Foto: Elmar Venohr, CDU Schermbeck
Nachhaltiges Baukonzept
Als Generalunternehmer verantwortet Goldbeck mit der Niederlassung Bochum die Baustelle. Beim Bau des neuen Logistikzentrums liege der Fokus auf Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit. Mehr als 12.000 Kubikmeter CO2-reduzierter Beton, eine systematisierte und ressourcenschonende Bauweise sowie die Vorbereitung für PV-Anlagen sollen eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Infrastruktur schaffen. Niederlassungsleiter Niels Weißenberg erklärte: „Wir danken der Firma Rottbeck für ihr Vertrauen und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Unsere systematisierte Bauweise ermöglicht es, den Bedarf an einer zukunftsweisenden Logistikhalle in Rekordzeit umzusetzen und dabei höchste Ansprüche an Bauqualität und Nachhaltigkeit zu erfüllen.“
CDU begleitet das Projekt weiterhin
Die CDU Schermbeck werde auch weiterhin dieses Projekt begleiten. Gemeindeverbandsvorsitzender Ulrich Stiemer sagte abschließend: „Das Logistikzentrum ist ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Schermbeck.“
Bestens gelaunt feierte Kurt Berger aus Schermbeck am 14. Februar 2025 seinen 90. Geburtstag im Restaurant Kartoffel-Ackerdemie.
Der Jubilar, dem man sein Alter kein bisschen ansieht, wurde von seiner Familie, Verwandten und Wegbegleitern geehrt.
Jubilar mit seinen Kindern. Foto: Ralf Meier
Präsent von der Gemeinde
Zu den Gratulanten gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck, Ulrich Stiemer, der dem 90-Jährigen einen Präsentkorb mit regionalen Spezialitäten überreichte. Die Stimmung in der Kartoffel-Ackerdemie war schon am späten Vormittag großartig. Neben jeder Menge kulinarischer Genüsse wartete auch das eine oder andere Gläschen Sekt auf die Feiernden.
Foto: Ralf Meier
Familie hält den Jubilar jung
Bemerkenswert ist der bis auf den heutigen Tag aktive Lebensstil des Jubilars, der ihm seine vitale Ausstrahlung verleiht. Dazu trägt auch der enge Familienzusammenhalt bei. Seine vier Kinder und zwei Enkelkinder halten regelmäßigen Kontakt, täglich schaut mindestens eines von ihnen bei ihm vorbei. Gemeinsames Kochen, Restaurantbesuche – besonders die italienische Küche hat es der Familie angetan – und sogar Urlaubsreisen stehen auf dem Programm.
Beim traditionellen Neujahrsempfang 2025 der CDU Schermbeck am 13. Februar stand neben hochkarätigen Gastrednern und zahlreichen Ehrungen auch in diesem Jahr wieder die gute Sache im Fokus.
Rund 160 Gäste waren der Einladung des Gemeindeverbandes gefolgt und trugen mit ihren Spenden zu der beachtlichen Summe von 1.010 Euro bei, die dem „Verwöhn-Ma(h)l“ der Schermbecker Kirchengemeinden übergeben werden konnte. Im Vergleich: 2024 wurden für den relativ neuen Verein “ Superhelden-Team Schermbeck“ 831,93 € gespendet.
Gesellig genießen beim Verwöhn – Ma(h)l
Michael Knoll, der mit seinem Team des Männerkochclubs die kulinarische Seele des Projekts ist, nahm die Spende von Ulrich Stiemer, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Schermbeck, dankbar entgegen. Das „Verwöhn-Ma(h)l“, das seit mehr als zwei Jahren besteht, hat sich zu einer wichtigen Einrichtung in Schermbeck entwickelt. Das ökumenische Projekt der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde bietet mehr als nur eine warme Mahlzeit.
Der Männerkochclub bereitet alles zu
An festlich gedeckten Tischen für jeweils acht Personen werden die Gäste mit einem dreigängigen Menü verwöhnt. Der Männerkochclub, der bereits seit über 20 Jahren aktiv ist, bereitet mit großem Engagement Vorspeisen, Suppen oder Eintopfgerichte sowie Desserts zu. Die aufwendigen Vorbereitungen beginnen bereits am Vortag der Veranstaltung, und Michael Knoll wies noch einmal darauf hin, dass keiner der Beteiligten Profi-Koch ist.
Am festlich gedeckten Tisch sitzen: Silke Knoll, Irmgard Wachtmeister, Maria Jöhren und Michael Knoll. Stehend: Sabine Porsche, Daniel Wiegmann, Patrick Alflena, Horst Schmitter und Desirée Kaiser. Foto: Ralf Meier/Archiv
Das „Verwöhn-Ma(h)l“ findet jeden zweiten Samstag im Monat im evangelischen Gemeindehaus an der Kempkesstege statt. Es richtet sich an Menschen, die gerne in Gesellschaft essen möchten. Neben den servierten Leckereien steht das gesellige Beisammensein im Mittelpunkt. Bereits am Tag nach der Spendenübergabe liefen die Vorbereitungen für das nächste „Verwöhn-Ma(h)l“ am 15. Februar 2025 schon auf Hochtouren.
Termine 2025 Anmeldung
Wer auch einmal am Verwöhn-Ma(h)l teilnehmen möchte, hier die Termine. Eine vorherige Anmeldung ist übrigens zwingend erforderlich.
Am 6. Februar 2025 bekamen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 der Gesamtschule Schermbeck wertvolle Einblicke in verschiedene Berufswege.
15 ehemalige Absolventinnen und Absolventen kehrten an ihre alte Schule zurück und berichteten im Rahmen der Orientierungswoche zur Studien- und Berufswahl von ihren persönlichen Erfahrungen.
Christian Angenendt Abi 2000. Fachinformatiker und Anwendungsentwicklung. Foto: Rita Kersting
Lebendig und realitätsnah
In ungezwungener Atmosphäre erzählten die Ehemaligen von ihrem individuellen Übergang von der Schulzeit ins Berufsleben. Ob Studium, Ausbildung oder alternative Wege – die Geschichten waren so vielfältig wie die Lebenswege, die sie inzwischen eingeschlagen haben.
Zu den Gästen gehörten unter anderem Jana Loick, Nils Tümmers, Andre Kosiewski, Christian Angenendt, Anita Hussmann, Lina Knufmann, Thorben Thiele, Marie Nowakowski, Leonie Klümper, Tom Marquas, Mathis Thomas, Pia Schwalenberg, Stina Fiele, Nele Ebbing und Laura Richartz.
Lina Knufmann. Abi 2017. Studium Soziale Arbeit. Foto: Rita Kersting
Authentische Einblicke und wertvolle Tipps
Der direkte Austausch mit den Ehemaligen erwies sich für die Schülerinnen und Schüler der Q1 als besonders wertvoll. Sie erhielten nicht nur authentische Einblicke in die Entscheidungsprozesse und Herausforderungen der Berufswahl, sondern auch praxisnahe Tipps aus erster Hand. Gerade die persönlichen Erzählungen über Erfolge, Umwege oder unerwartete Herausforderungen machten die Gespräche lebendig und greifbar.
Laura Richartz – Abi 2019. Duales Studium Polizei. Foto: Rita Kersting
Ehrlicher Dialog ohne Tabus
Durch die offenen Gesprächsrunden entstand ein ehrlicher Dialog, bei dem keine Frage unbeantwortet blieb. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler schilderten, welche Faktoren ihre Entscheidungen beeinflusst haben und wie sie mit Unsicherheiten oder unerwarteten Wendungen umgegangen sind.
Tom Marquars – Abi 2023. Studium International Relations. Foto: Rita Kersting
Für die Q1-Schülerinnen und Schüler, die aktuell vor ähnlichen Weichenstellungen stehen, war diese Begegnung eine wertvolle Orientierungshilfe.