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Idunahall-Brache wird Logistikzentrum

Seit Jahren verfallen die Ruinen des ehemaligen Dachziegelwerks an der Maaßenstraße. Nun ist ein geeigneter Investor gefunden worden. 22 Millionen Euro will eine Firma aus Bottrop hier investieren, und 200 Arbeitsplätze schaffen – ohne große Verkehrsbelastungen.

Demonstrative Einigkeit: In der Mitte Investor Frank Rottbeck, daneben die vorigen Eigentümer Marc Riegel (l.) und Stephan Stender (r.). Wirtschaftsförderer Gerd Abelt (1.v.l.) und Bürgermeister Mike Rexforth (1.v.r.) freuen sich über eine der größten Investitionen auf Schermbecker Gebiet. Foto: Borgwardt

Scherben und Staub bedecken den Boden der alten Schmiede auf der Idunahall-Brache. Wer genau hinsieht, dem fallen aber die nagelneuen Fenster in dem historischen Bauwerk auf. Und tatsächlich deutet sich hier schon der kommende Wandel an. „Wir haben einen Investor gefunden, der uns überzeugt hat“, erklärt der Schermbecker Bürgermeister Mike Rexforth.

Rottbeck ist „genau der richtige Investor“

Dieser Investor – und bereits auch schon neuer Eigentümer des Geländes – ist Frank Rottbeck. Der Unternehmer aus Bottrop hatte bereits einige Zeit nach einem neuen Standort für die Erweiterung seines Betriebes gesucht. Anfang des Jahres half dann der Zufall – und ein Landwirt aus der Gegend. „Den Tipp mit diesem Gelände habe ich von einem Bekannten bekommen“, erinnert sich Rottbeck. Mitte Februar hatte er dann mit der Gemeinde gesprochen – und man sei sich dann sehr schnell einig geworden. Auch die bisherigen Besitzer des Geländes sind voll des Lobes über den Bottroper. „Frank Rottmann ist genau der Investor, den wir gesucht haben“, freuen sich Stephan Stender und Marc Riegel. Bereits nach einer halben Stunde sei man beim „Du“ gewesen, so harmonisch hätten die Vorstellungen von Investor, Gemeinde und Besitzern zusammen gepasst.

Die ehemalige Dachziegelfabrik Idunahall schloss 2005 ihre Pforten. Seitdem verfällt das Gelände. Foto: Borgwardt

Idunahall-Brache hat eine schwierige Geschichte

Denn schließlich hat es eine Vorgeschichte, dass die Industriebrache nicht schon längst neu entwickelt worden ist. Schon 2005, gerade hatte das Ziegelwerk den Betrieb eingestellt, wurde über die Zukunft des Geländes spekuliert. Der erste Investor aus Holland übernahm 2007 das mittlerweile langsam verfallende Areal. Doch die versprochene Zukunft blieb aus, und das Idunahall-Grundstück wechselte wieder die Besitzer. Von nun an klopften immer wieder Firmen mit ihren Ideen an die Türen von Stephan Stender und Marc Riegel. Sogar Industriegiganten von Weltrang hätten angefragt, berichtet Stephan Stender. „Aber jeder von ihnen hätte seine Arbeiter mitgebracht. Arbeitsplätze vor Ort wären kaum entstanden.“

Jobs statt Verkehr – das war der Deal

Denn schließlich hatten die beiden Schermbecker einen Deal mit dem Bürgermeister: „Keine Garagenparks – und die Jobs müssen in Schermbeck geschaffen werden.“ Die Garagenparks waren hier kein willkürlich gewähltes Beispiel, denn Gelegenheit habe es genug gegeben. „Fast jede Woche kam eine Anfrage von jemandem, der hier Garagen bauen wollte“, erinnert sich Stender mit mildem Schauer. Und solche Parks ziehen nicht nur mitunter zwielichtige Mieter an, wie Mike Rexforth betont, sondern schaffen auch kaum Arbeitsplätze.

Dafür aber jede Menge Verkehr. „Da wären die Anwohner auf die Barrikaden gegangen“, erklärt der Bürgermeister. Ohnehin hatte es nach der Änderung des Bebauungsplans 2014 schon einen zweijährigen Rechtsstreit gegeben, bei der sich die Besitzer mit ihrem Plan durchsetzen mussten. Die Anwohner hätten sich nach dem Ende der Ziegelei an die relative Ruhe gewöhnt, und daher hätte es für verkehrsintensive Lösungen immer eine Menge Gegner gegeben. Davon sind sowohl die Gemeinde als auch die Besitzer überzeugt.

Aus diesem Grund lehnten Stender und Riegel auch alle Vorschläge ab, die sechs Hektar parzellenweise an Kleinbetriebe zu verkaufen. „Dazu hätte man das Gelände verkehrstechnisch ganz neu erschließen müssen“, betont Stephan Stender. Zudem hätte man das Verkehrsaufkommen bei so vielen kleinen Betrieben nicht mehr gut einhegen können.

Investor Frank Rottbeck erklärt die künftige Organisation des Logistikzentrums. Foto: Borgwardt

So funktioniert das Geschäftsmodell

So gingen die Jahre ins Land, und die Brache dämmerte weiter im Dornröschenschlaf dahin. „Ich bin den beiden wirklich dankbar, dass sie so lange durchgehalten haben und nicht schwach geworden sind“, lobte Mike Rexforth die beiden vorigen Besitzer. Denn mit Frank Rottbeck, so scheint es jedenfalls, muss man weder die Verkehrs- noch die Auswärtige-Arbeiter-Kröte schlucken.

Das liegt in der besonderen Art des Unternehmens, wie der hochgewachsene 50-Jährige erklärt. Zwar unterhält seine Firma an mittlerweile neun Standorten auch den ganz klassischen Speditionsbetrieb mit Flotten von Lkw. Hier in Schermbeck soll aber vor allem der wachsende Online-Markt bedient werden. „Dafür brauchen wir nur zwei oder drei Lkw die Stunde“, so Frank Rottbeck, „verkehrstechnisch ist das kaum der Rede wert.“ Das Konzept funktioniert so: Mit den Lastern werden große Seecontainer angeliefert. Diese sind gefüllt mit allem, was „man im Internet so bestellt“. Das könnten Küchengeräte oder Gartenwerkzeug sein, Kleidung oder Fitnessequipment. „In einen einzigen Container passen so 1500 bis 2000 Pakete, je nach Ladung.“

Die Mitarbeiter überprüfen die Sendungen nun auf Fehler oder Beschädigungen. Mal ziehen sie Schrauben nach, mal ersetzen sie kaputte Umverpackung, oder sortieren beschädigte Waren ganz aus. Erst dann werden die Bestellungen an die Endkunden ausgeliefert. „Das senkt die Rücksendequote ganz enorm“, erklärt Frank Rottbeck. Die Kunden würden so nur geprüfte Ware erhalten, was gleichermaßen gut für die Kunden, die Onlineshops und für den Hersteller sei. Bis zum Weiterversand werden die Pakete dann im Lager aufbewahrt, bis sie über die gängigen Paketdienstleister zum Verbraucher gelangen. 200 Mitarbeiter will Rottbeck für dieses Unternehmen aus Schermbeck und dem Umkreis einstellen.

Die alte Schmiede soll nach der Renovierung als neues Schulungszentrum dienen. Foto: Borgwardt

Nicht alle Gebäude werden abgerissen

Liebhaber historischer Gebäude können dabei auch aufatmen. Denn zu hundert Prozent wird das alte Ziegeleigelände sein Gesicht nicht verändern. „Rund 2000 Quadratmeter der alten Bebauung bleiben erhalten“, erklärt Frank Rottbeck. Dazu gehöre etwa die markante alte Schmiede, die zu einem Schulungsgebäude umgestaltet werden soll. Die meisten anderen, teilweise schon baufälligen Bauwerke aber müssen weichen. An ihre Stelle kommt ein modernes Gewerbezentrum nach neuesten energetischen Vorgaben. „Wir werden etwa großflächig Photovoltaik verbauen“, so Rottbeck. Auch das Wasser werde gesammelt und vor Ort aufbereitet. Rund 22 Millionen Euro will Rottbeck insgesamt für den Umbau investieren.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Werk schon 2023 in Betrieb gehen. Angesichts der aktuellen Lage auf dem Baustoffmarkt, so Rottbeck, sei das allerdings ein ambitionierter Plan. Spätestens 2024 dürfte sich die alte Idunahall-Brache „am Eingangstor Schermbecks“ (Rexforth) aber in den neuen „Gewerbepark Maaßenstraße“ verwandelt haben.

Windmühle Holtmann in Damm: Sanierung beginnt mit Abnahme der Haube

An der Windmühle Holtmann in Schermbeck-Damm beginnen die ersten Sicherungsarbeiten. Fachleute nehmen am Dienstag, 21. Juli 2026, die beschädigte Haube samt Flügelkreuz ab. Anschließend schützt ein Notdach das denkmalgeschützte Bauwerk vor der Witterung.

Schäden an Haube und Flügeln

Wind, Wetter und Blitzeinschläge haben der Mühle stark zugesetzt. Der Orkan Kyrill habe einen Flügel halbiert. Ein Blitzeinschlag habe einen weiteren Flügel beschädigt. Auch die Haube befinde sich in einem schlechten Zustand, teilt Eigentümerin Angelika Große Kock aus Dorsten mit.

Bei einem Sturm könnte die Dachkonstruktion samt Flügelkreuz abstürzen. Deshalb lässt die Eigentümerin die Mühle nun sichern. Sie hoffe dabei auf eine Förderung des Landes.

„Um die Mühle langsam wieder flott zu machen, werden noch weitere Anstrengungen nötig sein“, erklärt Große Kock.

Windmühle Schermbeck Damm
Foto: Helmut Scheffler/Archiv

Fachleute untersuchen die Mühlenhaube

Die Arbeiten beginnen am Dienstag. Gegen 17 Uhr soll die Haube am Boden liegen. Mitarbeiter des LVR-Amtes für Denkmalpflege wollen die Schäden dokumentieren und die Konstruktion untersuchen.

Zu diesem Zeitpunkt erwartet die Eigentümerin auch den Bundestagsabgeordneten Sascha van Beek und die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik. Gemeinsam mit den Beteiligten wollen sie über die Zukunft der Windmühle und die weiteren Schritte sprechen.

Notdach schützt das Bauwerk

Nach der Demontage erhält die Mühle zunächst ein Notdach. Es soll das Innere trocken halten und weitere Schäden verhindern.

Das LVR-Amt für Baudenkmalpflege im Rheinland und ein erfahrener Mühlenbauer begleiten die Arbeiten. Im nächsten Schritt soll die Haube originalgetreu restauriert werden. Anschließend soll sie wieder auf die Mühle kommen.

„Dieses landschaftsprägende Ensemble in seiner Einheit zu erhalten, ist das Ziel“, betont Große Kock. Neben der Windmühle gehören dazu das Wohnhaus, eine Tenne und eine Scheune.

Seit 1888 in Familienbesitz

Die Windmühle entstand in den Jahren 1863 und 1864. Wilhelm Holtmann aus Damm erwarb sie 1888 und führte den Mühlenbetrieb weiter. Seitdem befindet sich das Bauwerk im Besitz der Familie.

Im Jahr 1894 ergänzten die Betreiber die Mühle um ein Kesselhaus und eine Dampfmaschine. Nach dem Ersten Weltkrieg veränderte die Elektrifizierung den Betrieb. Die Familie verlagerte ihre wirtschaftliche Tätigkeit zunehmend auf die Landwirtschaft. So entwickelte sich aus der Mühle und dem Wohnhaus ein Hof mit Tenne und Scheune.

Auch die beiden Weltkriege hinterließen schwere Schäden. Seit 1984 steht die Windmühle in der Denkmalliste der Gemeinde Schermbeck. Sie prägt bis heute das Landschaftsbild im Ortsteil Damm.

Die Beteiligten begleiten den Beginn der Arbeiten mit dem traditionellen Müllergruß: „Glück zu.“

Schafsmarkt Gahlen: Wolle, Musik und jede Menge Mäh

Beim Schafsmarkt Gahlen dreht sich am 8. und 9. August 2026 alles um Schafe, Schäferei und Brauchtum. Auf dem Festplatz Törkentreck erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm mit Rasseschafen, Musik, Feldgottesdienst, XXL-Kickerturnier und Schafsversteigerungen.

Das Jahr 2026 ist von den Vereinten Nationen zum Internationalen Hirtenjahr ausgerufen worden. Dazu passend richtet der Heimatverein Gahlen am Samstag, 8. August, und Sonntag, 9. August 2026, den Schafsmarkt Gahlen aus.

Die Veranstaltung soll die Bedeutung von Schäferinnen und Schäfern sowie von Schafen für die Kulturlandschaft, die Biodiversität und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in den Mittelpunkt rücken.

Veranstaltungsort ist der Festplatz Törkentreck am Widemweg in Schermbeck-Gahlen.

Schafsmarkt Gahlen 2023

Schafsmarkt Gahlen zeigt die Vielfalt der Schafhaltung

Schafe liefern Wolle, Milch und Fleisch. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege.

Beim Schafsmarkt Gahlen können sich die Gäste über diese vielseitigen Aufgaben informieren. Der Kreisschafzuchtverein Wesel unterstützt die Veranstaltung und präsentiert an beiden Tagen verschiedene Rasseschafe.

Außerdem werden Produkte und Aktionen rund um das Schaf angeboten. Fachkundige Ansprechpartner stehen für Fragen zur Verfügung.

Musik und XXL-Kickerturnier am Samstag

Der Schafsmarkt beginnt am Samstag, 8. August 2026, um 15 Uhr. Auf der Bühne treten die Gruppen „Mrs. Pope“, „This is“ und „Frame“ auf.

Ebenfalls ab etwa 15 Uhr steht das inzwischen traditionelle XXL-Kickerturnier auf dem Programm. Organisiert wird es vom Gemeindesportverband Schermbeck und dem TuS Gahlen.

Gespielt wird in Viererteams. Eine Mannschaft muss daher aus mindestens vier Personen bestehen. Anmeldungen sind bis zum 1. August 2026 per E-Mail an [email protected] möglich.

Für die ersten drei Plätze sind Preise vorgesehen. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

Feldgottesdienst eröffnet den Sonntag

Der zweite Veranstaltungstag beginnt um 10.45 Uhr mit einem Feldgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Gahlen.

Das weitere Programm startet gegen 12 Uhr mit einem Lippebräu-Frühschoppen. Für die musikalische Begleitung sorgen die Niederrheiner Gipfelstürmer.

Ein besonderer Programmpunkt ist der offizielle Hirtenstab, der im Internationalen Hirtenjahr überwiegend virtuell durch die Bundesrepublik reist. In Gahlen macht er persönlich Station.

Schafsmarkt in Gahlen 2026
Foto(Presse)

Schäfer zieht mit 200 Schafen durch Gahlen

Am Sonntag wird außerdem Schäfer Maik Dünnow erwartet. Er startet eine Woche zuvor mit einer rund 200 Tiere großen Schafherde in Wesel.

Am Tag des Schafsmarktes soll die Herde über die Kirchstraße am Veranstaltungsgelände vorbeiziehen. Die Besucherinnen und Besucher können den Zug der Schafe aus nächster Nähe erleben.

Darüber hinaus treten die Laienspielschar und die Göhlzen Danzer des Heimatvereins auf. Den musikalischen Abschluss gestaltet die Band „Westcoast“.

Während des gesamten Sonntags können Gäste bei einem Bullriding-Wettbewerb ihre Kraft und Geschicklichkeit testen. Zudem sind zwei Schafsversteigerungen geplant.

Banken unterstützen die Veranstaltung

Für den Heimatverein ist die Organisation einer Veranstaltung dieser Größenordnung mit einem finanziellen Risiko verbunden.

Der Verein dankt deshalb der Volksbank Schermbeck eG, die den Schafsmarkt-Samstag unterstützt, sowie der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe, die den Veranstaltungssonntag fördert.

Nach Angaben des Heimatvereins wäre der Schafsmarkt Gahlen ohne die Unterstützung der beiden örtlichen Banken nicht umsetzbar.

Für Speisen und Getränke ist an beiden Tagen gesorgt.

Parkmöglichkeiten am Schafsmarkt Gahlen

Eine größere Parkmöglichkeit befindet sich auf einer Wiese am Beginn der Heisterkampstraße. Von dort sind es etwa 400 Meter Fußweg bis zum Festplatz Törkentreck.

Veranstaltungsfakten

Ort: Festplatz Törkentreck, Widemweg, 46514 Schermbeck-Gahlen

Termin: Samstag, 8. August 2026, ab 15 Uhr, und Sonntag, 9. August 2026, ab 10.45 Uhr

Programm: Rasseschafe, Informationen rund um das Schaf, Musik, XXL-Kickerturnier, Feldgottesdienst, Brauchtumspflege, Schafsversteigerungen und Bullriding

Wasser marsch in Schloss Beck: Kinder erobern „Beckis Wasserzauber“

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Um Punkt 12 Uhr gab es für die Kinder kein Halten mehr. Kaum war der neue Wasserspielplatz „Beckis Wasserzauber“ im Freizeitpark Schloss Beck offiziell freigegeben, wurden Pumpen betätigt, Räder gedreht und Knöpfe gedrückt. Wasser schoss aus Düsen, floss durch Rinnen und wurde über Schleusen umgeleitet. Die jungen Besucher liefen lachend durch die Fontänen und plantschten ausgelassen in der neuen Anlage.

Gewinnspiel-Hinweis: In diesem Artikel steht außerdem, wie man 1 x 4 Eintrittskarten für Schloss Beck gewinnen kann. Die Teilnahme ist bis Sonntag, 19. Juli 2026, 20 Uhr, ausschließlich per E-Mail möglich.

Das warme und sonnige Wetter hätte für die Eröffnung kaum besser sein können. Auch der Zeitpunkt passte: Am Freitag steht der letzte Schultag vor den Sommerferien an. Rechtzeitig dazu ist die neue Hauptattraktion des Familienparks nun vollständig geöffnet.

Der interaktive Wasserspielplatz trägt den Namen „Beckis Wasserzauber im Reich der Frösche“. Für die Schwestern und Geschäftsführerinnen Karla Kuchenbäcker und Katharina Graveland-Kuchenbäcker war die Eröffnung ein emotionaler Moment. Hinter ihnen liegen mehrere Jahre voller Planungen, Rückschläge und Verzögerungen.

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Ein grüner Frosch ziert das neue Logo des Wasserspielplatzes. Foto: Borgwardt

Auch die 92-jährige Parkgründerin Renate Kuchenbäcker nahm an der Feier teil und erlebte mit, wie die jüngste Attraktion des Familienbetriebs von den Kindern in Besitz genommen wurde.

Schon lange fehlte ein großes Wasserelement

„Wir freuen uns sehr, dass heute so viele Menschen diesen Moment mit uns feiern“, sagte Karla Kuchenbäcker zu Beginn der Eröffnung. Die Idee für einen Wasserspielplatz habe es im Park bereits seit vielen Jahren gegeben.

„Die Sommer wurden zunehmend wärmer und wir haben immer deutlicher gemerkt: Es fehlt ein richtiges Wasserelement“, erklärte die Geschäftsführerin. Entstehen sollte ein Ort, an dem Kinder spielen, planschen und sich abkühlen können. Gleichzeitig sollten Eltern und Großeltern dort auch an heißen Tagen gerne länger verweilen.

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Das Wasser können die Kinder selbst pumpen. Foto: Borgwardt

Die ersten Planungen mit der Stadt und einem Landschaftsarchitekten seien zunächst gut angelaufen. Dann kam die Corona-Pandemie. In dieser Zeit habe sich der Park zunächst um zahlreiche andere Probleme kümmern müssen. Der Wasserspielplatz blieb vorerst eine Idee auf dem Papier.

Erst als Katharina Graveland-Kuchenbäcker ihre Arbeit im Familienbetrieb aufnahm, wurde das Vorhaben wieder vorangetrieben. „Die Planung wurde konkretisiert, Entscheidungen wurden getroffen und schließlich konnte der Bau beginnen“, berichtete Karla Kuchenbäcker. Die Freude sei groß gewesen. Doch der Weg bis zur Eröffnung sollte deutlich schwieriger werden als erwartet.

Wasseraufbereitung musste neu geplant werden

„Wenn wir damals gewusst hätten, was in den folgenden Jahren alles auf uns zukommt, hätten wir vermutlich noch einmal sehr tief durchgeatmet“, sagte Katharina Graveland-Kuchenbäcker.

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Das namensgebende Schloss Beck. Foto. Borgwardt

Eine der ersten Herausforderungen sei der Bau während der Wintermonate gewesen. Viele Arbeiten mussten unter schwierigen Wetterbedingungen ausgeführt werden. Nach der groben Fertigstellung äußerte das Gesundheitsamt zudem Bedenken hinsichtlich der zunächst vorgesehenen Wasseraufbereitung. „Diese Bedenken haben wir sehr ernst genommen“, betonte Graveland-Kuchenbäcker. „Uns war immer wichtig: Das Wasser muss hygienisch einwandfrei sein, die Anlage muss sicher sein und wir wollten keine Kompromisse eingehen.“

Die gesamte Wasseraufbereitung musste deshalb noch einmal neu gedacht und geplant werden. Damit war klar, dass eine zunächst für 2024 vorgesehene Eröffnung nicht mehr möglich sein würde.

Auch der Beton bereitete Probleme

Die Hoffnung auf eine Eröffnung im Jahr 2025 erfüllte sich ebenfalls nicht. Die Betonfläche sei in ihrem damaligen Zustand nicht vernünftig nutzbar gewesen. Hinzu kamen weitere Mängel an der Anlage und Verzögerungen bei der Fertigstellung der neuen Wasseraufbereitung.

Nachdem auch weitere Zeitpläne nicht eingehalten werden konnten, wurde die Betonfläche im Juni 2026 noch einmal vollständig erneuert. Für die Arbeiten waren nach Angaben der Betreiberinnen etwa zwei Wochen vorgesehen. Tatsächlich dauerten sie drei Wochen. Anschließend musste der Beton noch aushärten. „Das war gerade um die Zeit, als es hier richtig, richtig warm war“, erinnerte sich Katharina Graveland-Kuchenbäcker. „Wir mussten die Fäuste in den Taschen ballen, weil wir einfach nicht eröffnen konnten.“

Am 4. Juli konnte schließlich ein erstes Pre-Opening stattfinden. Die offizielle Eröffnung folgte nun kurz vor Beginn der Sommerferien.

So sieht die Anlage aus der Vogelperspektive aus.
So sieht die Anlage aus der Vogelperspektive aus. Foto: Heimatmedien / Bosse

Rund zwei Millionen Euro investiert

Hinter dem Wasserspielplatz, der Erweiterung des Parkgeländes und der dazugehörigen Infrastruktur steht eine Investition von rund zwei Millionen Euro. Für den Familienbetrieb waren die Verzögerungen deshalb nicht nur ärgerlich, sondern auch wirtschaftlich belastend. „Zwei Jahre lang hat diese Investition kein Geld eingebracht, obwohl sie dringend zur wirtschaftlichen Entwicklung des Parks hätte beitragen müssen“, sagte Graveland-Kuchenbäcker. „Für Schloss Beck war und ist das eine wirklich schwere Belastung.“

Umso größer seien die Freude und die Erleichterung, die Anlage nun endlich öffnen zu können. „Heute können wir sagen: Der Wasserspielplatz ist eröffnet. Wir wünschen allen Kindern viel Spaß beim Ausprobieren und den Eltern möglichst viele Wechselklamotten.“

Kinder lösen die Wasserspiele selbst aus

„Beckis Wasserzauber“ ist nicht als Anlage konzipiert, in der das Wasser einfach nur dauerhaft aus Düsen läuft. Die Kinder müssen selbst aktiv werden und die verschiedenen Effekte auslösen. „Welcher Knopf setzt welches Wasserspiel in Gang? Was passiert, wenn ich hier pumpe? Wie bewegt sich das Mühlenrad? Wie bekomme ich mein kleines Boot durch die Schleusen? Und welcher Frosch spuckt plötzlich Wasser?“, beschrieb Katharina Graveland-Kuchenbäcker die Möglichkeiten.

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Die ersten Gäste hatten viel Freude an dem neuen Wasserspielplatz. Foto: Borgwardt

Die jungen Besucher können ausprobieren, experimentieren und spielerisch entdecken, wie Wasser bewegt, gestaut, umgeleitet und genutzt wird. Gleichzeitig bietet der Platz viel Raum für Bewegung und Fantasie. „Genau dieser Mischung aus Experimentieren, Bewegung, Fantasie und Abkühlung verdankt der Platz seinen Namen“, erklärte die Geschäftsführerin.

Wie gut das Konzept funktioniert, zeigte sich unmittelbar nach der Freigabe. Innerhalb weniger Augenblicke waren die verschiedenen Spielstationen besetzt. Während einige Kinder Wasser durch die Rinnen leiteten, liefen andere direkt durch die Spritzfontänen.

Oberbürgermeister lobt unternehmerischen Mut

Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld bezeichnete Schloss Beck als eine der „Big Five“ der Bottroper Freizeitwirtschaft. Die Stadt verstehe sich bewusst als Standort für große Freizeitangebote. Diese schafften Arbeitsplätze und seien zugleich ein Gewinn für die Menschen in Bottrop und der gesamten Region.

Buschfeld dankte der Familie Kuchenbäcker dafür, dass sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an dem Projekt festgehalten und weiter in den Park investiert habe. „Vielen, vielen Dank für diesen unternehmerischen Mut“, sagte der Oberbürgermeister. Schloss Beck werde kontinuierlich weiterentwickelt und modernisiert. Attraktionen wie der neue Wasserspielplatz trügen dazu bei, den Park für die Zukunft aufzustellen.

Buschfeld verbindet nach eigenen Worten auch persönliche Erinnerungen mit dem Freizeitpark. „Ich bin hier groß geworden und war ganz oft zu Gast“, berichtete er. „Jedes Mal, wenn ich hier durchlaufe, erinnere ich mich an wirklich schöne Zeiten im Park.“

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Der Wasserspielplatz verfügt über verschiedene Spielmöglichkeiten und eine Holzbrücke. Foto: Borgwardt

Verband verleiht Ehrenpreis für Innovation

Eine besondere Anerkennung brachte Jürgen Gevers mit nach Bottrop. Der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen verlieh Schloss Beck den „Ehrenpreis Innovation“.

Mit der Auszeichnung würdigte der Verband die Innovationskraft, den unternehmerischen Mut und die Impulse des Familienbetriebs für die deutsche Freizeitwirtschaft. „Schloss Beck setzt heute einen weiteren Meilenstein in seiner Unternehmensgeschichte“, sagte Gevers. Ein Freizeitpark lasse sich über viele Jahrzehnte nur mit Kapital, Begeisterung, Willen und sehr viel Geduld führen. Schloss Beck verstehe es besonders gut, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden.

Schloss Beck Eröffnung Wasserspielplatz Beckis Wasserzauber
Jürgen Gevers vom Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. überreichte den Geschäftsführerinnen einen Innovationspreis. Foto: Borgwardt

Freizeitparks schafften zudem mehr als reine Unterhaltung. „Ihr produziert Kinderlachen, ihr produziert gemeinschaftliche Erlebnisse“, sagte Gevers. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kämen dort zusammen und verbrächten gemeinsam eine gute Zeit. Seine Schlussfolgerung: „Vielleicht würde unserer Gesellschaft allgemein auch ein bisschen mehr Schloss Beck im Alltag guttun.“

Während die Erwachsenen noch zur Preisverleihung zusammenstanden, hatten die Kinder „Beckis Wasserzauber“ längst übernommen. Sie ließen das Wasser laufen, probierten einen Effekt nach dem anderen aus und plantschten fröhlich durch die neue Anlage.

Mehr Info auf der offiziellen Homepage.


Gewinnspiel: Eintrittskarten für Schloss Beck gewinnen

Wir verlosen 1 x 4 Eintrittskarten für Schloss Beck. Wer mitmachen möchte, sendet bis Sonntag, 19. Juli 2026, 20 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff „Becki Schermbeck“ an [email protected].

Die E-Mail muss den Vor- und Nachnamen sowie eine Telefonnummer enthalten. Die Teilnahme ist ausschließlich per E-Mail möglich.

  • Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland.
  • Pro Person ist nur eine Teilnahme möglich. Mehrfachteilnahmen, auch über mehrere Portalversionen, werden nicht berücksichtigt.
  • Verlost wird 1 x 4 Eintrittskarten für Schloss Beck. Der Gewinn ist nicht übertragbar, kann nicht getauscht und nicht in bar ausgezahlt werden.
  • Der Gewinner wird nach Teilnahmeschluss per Zufall ermittelt und am Montag, 20. Juli 2026, ausschließlich von der Heimatmedien GmbH per E-Mail oder telefonisch benachrichtigt.
  • Der Gewinner muss sich innerhalb der in der Benachrichtigung genannten Frist zurückmelden. Andernfalls kann ein Ersatzgewinner gezogen werden.

Teilnahmebedingungen

Veranstalter des Gewinnspiels ist die Heimatmedien GmbH, Fürst-Leopold-Platz 1, 46284 Dorsten. Mit der Teilnahme erkennt der Teilnehmer diese Bedingungen an. Mitarbeiter der Heimatmedien GmbH und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Teilnahmen über falsche Identitäten, Dritte, automatisierte Verfahren oder sonstige Manipulationsversuche sind ausgeschlossen. Der Veranstalter kann Teilnehmer ausschließen, wenn sie gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen oder falsche Angaben machen.

Für die Durchführung des Gewinnspiels werden Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer verarbeitet. Die Daten werden ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels, zur Gewinnerermittlung und zur Benachrichtigung verwendet und nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht. Weitere Informationen stehen in unserer Datenschutzerklärung.

Der Veranstalter behält sich vor, das Gewinnspiel aus technischen oder rechtlichen Gründen anzupassen oder vorzeitig zu beenden, wenn eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet werden kann. Es gilt deutsches Recht. Der Rechtsweg ist im Hinblick auf die Gewinnerermittlung ausgeschlossen.

Blaugrüne Wandertouren in Schermbeck zum 100. Geburtstag des Lippeverbandes

Schermbeck wird am 12. September zum Ausgangspunkt für ein besonderes Wandererlebnis. Zum 100-jährigen Bestehen des Lippeverbandes führen vier blaugrüne Wandertouren durch den Raum Schermbeck und Dorsten. Mit Strecken zwischen sechs und 50 Kilometern ist für Familien, Einsteiger und erfahrene Wanderer etwas dabei.

Der Lippeverband feiert sein 100-jähriges Bestehen und lädt Bürgerinnen und Bürger aus Schermbeck und der gesamten Region zum Mitwandern ein. Am 12. September stehen vier unterschiedlich lange Routen zur Auswahl.

Die blaugrünen Wandertouren in Schermbeck verbinden Bewegung, Natur und besondere Orte entlang der Strecken. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 5. September erforderlich.

Vier blaugrüne Wandertouren in Schermbeck und Dorsten

Die kürzeste Strecke ist die sechs Kilometer lange Familienroute. Sie eignet sich besonders für Familien mit Kindern und alle, die gemütlich unterwegs sein möchten.

Die Einstiegsroute umfasst zwölf Kilometer. Sportlichere Teilnehmer können sich für die 28 Kilometer lange Sportroute entscheiden. Die größte Herausforderung bietet die Ausdauerroute mit einer Länge von 50 Kilometern.

Damit spricht die Aktion Wanderbegeisterte mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Konditionen an.

Highlights entlang der Strecken

Auf jeder Tour gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten zu entdecken. Der Lippeverband hat die Informationen zu den Höhepunkten entlang der Strecken aktuell ergänzt.

Ausführliche Streckenbeschreibungen und Karten stehen auf der Internetseite der Veranstaltung bereit. Dort finden Interessierte auch alle Angaben zur Anmeldung und zum Ablauf.

Anmeldung bis zum 5. September

Wer an einer der blaugrünen Wandertouren in Schermbeck und Dorsten teilnehmen möchte, muss sich bis zum 5. September anmelden.

Die Wanderaktion ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 100-jährigen Bestehen des Lippeverbandes und richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus der gesamten Region.

St. Ludgerus: Neuer Dienst mit viel Verantwortung: Tanja Schütte begleitet Trauernde

Tanja Schütte übernimmt eine besondere Aufgabe in der Seelsorgeeinheit. Am Sonntag, 19. Juli, wird sie in der 10-Uhr-Messe in der St.-Ludgerus-Kirche offiziell für ihren Dienst in der Begräbnispastoral vorgestellt.

Wenn Menschen einen Angehörigen verlieren, brauchen sie Begleitung, Orientierung und ein offenes Ohr. Genau hier beginnt die neue Aufgabe von Tanja Schütte. Sie wird künftig Trauernde begleiten und Beisetzungen mitgestalten.

Die Gemeinde stellt Tanja Schütte am Sonntag, 19. Juli, während der Messe um 10 Uhr in der St.-Ludgerus-Kirche vor. Dabei können die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher sie kennenlernen und ihr zu ihrer neuen Aufgabe gratulieren.

Tanja Schütte in der Begräbnispastoral ausgebildet

Bereits am Sonntag, 12. Juli, wurde Tanja Schütte in der Pfarrkirche St. Sixtus in Haltern am See für den Trauer- und Begräbnisdienst beauftragt.

Zuvor hatte sie gemeinsam mit elf weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Pfarreien eine mehrmonatige Ausbildung absolviert.

Diese qualifiziert sie dazu, Trauergespräche zu führen, Menschen in ihrer Trauer zu begleiten sowie Trauerfeiern und Beisetzungen zu gestalten.

Ein sensibler Dienst für Trauernde

Mit ihrer neuen Aufgabe übernimmt Tanja Schütte einen verantwortungsvollen und persönlichen Dienst. Gerade in schweren Lebenssituationen ist eine verlässliche Begleitung für viele Menschen wichtig.

Die Gemeinde freut sich über ihr Engagement und lädt zur Messe am Sonntag um 10 Uhr in die St.-Ludgerus-Kirche ein.

Brand auf dem Gelände der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven 

Ein Großbrand auf dem Gelände der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven sorgt am Mittwochabend für eine starke Rauchentwicklung. Wegen möglicher Geruchsbelästigungen und Rauchniederschläge hat die Leitstelle des Kreises Recklinghausen auch für Dorsten eine vorsorgliche Warnung herausgegeben. Das Feuer ist im Werk Scholven im Bereich des Bellendorfswegs ausgebrochen.

UPDATE: Gegen 19.30 Uhr hat die BP eine erste Pressemitteilung veröffentlicht: Das Feuer am bp Raffineriestandort in Scholven ist unter Kontrolle. Verletzte gebe es nicht. Nach aktuellem Kenntnisstand bestehe keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Dennoch könne es weiterhin zu Geruchsentwicklungen kommen.

Der Brand sei gegen 17 Uhr in einer Diesel Entschwefelungsanlage ausgebrochen. Die Ursache sei bislang ungeklärt. Die Werksfeuerwehr, die städtische Berufsfeuerwehr und die Polizei seien weiterhin vor Ort.

Großbrand in der Raffinerie BP Marl-Scholven
Foto: Marc Gruber

Leitung mit schwefelhaltigem Gas betroffen

Nach ersten Informationen aus dem Einsatzgeschehen soll eine Leitung betroffen sein, durch die schwefelhaltiges Gas geführt wird. Eine offizielle Bestätigung zu den genauen Anlagen und Stoffen, die von dem Brand betroffen sind, lag am frühen Abend zunächst nicht vor.

Im Einsatz sind die Werkfeuerwehr der Raffinerie, die Feuerwehr Gelsenkirchen, die Feuerwehr Marl sowie die Werkfeuerwehr des Chemieparks Marl.

Informationen zu möglichen Verletzten lagen zunächst ebenfalls nicht vor. Auch die genaue Ursache des Feuers war noch unklar. Der WDR berichtete gegen 18 Uhr, dass noch keine gesicherten Angaben zu möglichen Gefahren für die Anwohner vorlägen.

Großbrand in der Raffinerie BP Marl-Scholven
Foto: Marc Gruber

Warnung für Menschen in Dorsten

Die Leitstelle des Kreises Recklinghausen veröffentlichte über KATWARN und NINA eine Warnung für Dorsten, Marl, Gladbeck und Herten. Demnach kommt es durch den Brand zu Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.

Menschen im betroffenen Gebiet sollen sich in geschlossene Räume begeben. Fenster und Türen sollten vorsorglich geschlossen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abgeschaltet werden. Zudem wird empfohlen, das Radio eingeschaltet zu lassen und auf weitere Warnmeldungen zu achten.

Besondere Schutzmaßnahmen seien derzeit nicht erforderlich. Die Leitstelle bittet außerdem darum, die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei nicht durch Nachfragen zu blockieren.

Der Einsatz dauert an. Der Artikel wird aktualisiert, sobald weitere gesicherte Informationen vorliegen.

Stand: 15. Juli 2026, 18.30 Uhr

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Warnung für Menschen in Dorsten

Die Leitstelle des Kreises Recklinghausen veröffentlichte über KATWARN und NINA eine Warnung für Dorsten, Marl, Gladbeck und Herten. Demnach kommt es durch den Brand zu Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden.

Menschen im betroffenen Gebiet sollen sich in geschlossene Räume begeben. Fenster und Türen sollten vorsorglich geschlossen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abgeschaltet werden. Zudem wird empfohlen, das Radio eingeschaltet zu lassen und auf weitere Warnmeldungen zu achten.

Großbrand in der Raffinerie BP Marl-Scholven
Foto: Marc Gruber

Besondere Schutzmaßnahmen seien derzeit nicht erforderlich. Die Leitstelle bittet außerdem darum, die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei nicht durch Nachfragen zu blockieren.

Der Einsatz dauert an. Der Artikel wird aktualisiert, sobald weitere gesicherte Informationen vorliegen.

Stand: 15. Juli 2026, 18.30 Uhr

Top-Schiedsrichter Deniz Aytekin begeistert beim Business-Coffee des SVS 2020

Deniz Aytekin leitete viele Jahre Spiele in der Fußball-Bundesliga sowie internationale Begegnungen und zählt zu den bekanntesten deutschen Schiedsrichtern. Beim Business-Coffee des SVS 2020 übertrug er seine Erfahrungen mit Entscheidungen, Kommunikation und Führung auf den beruflichen Alltag.

Der Business-Coffee des SVS 2020 mit Deniz Aytekin am Dienstagnachmittag war ein voller Erfolg. In der Volksbank-Arena sprach einer der bekanntesten deutschen Schiedsrichter der vergangenen Jahre vor ca. 90 begeisterten Geschäftsleuten und ein paar Ehrengästen, wie z.B. Michael Langer (Schalke04), darüber, wie sich unter Druck gute Entscheidungen treffen lassen, wie klare Kommunikation Akzeptanz schafft und wie Teams durch Wertschätzung erfolgreich geführt werden können.

Top-Schiedsrichter verbindet Profifußball mit wissenschaftlichen Erkenntnissen

Anstelle des gewohnten Business-Frühstücks hatte der Business-Club des SVS 2020 seine Gäste dieses Mal zu Kaffee und Kuchen in die klimatisierte INJOYsportsbar eingeladen. Das bewährte Veranstaltungsformat erhielt damit einen neuen Rahmen, ohne seinen eigentlichen Charakter zu verlieren. Ziel des Business-Clubs ist es, Unternehmer aus der Region miteinander ins Gespräch zu bringen und ihnen zugleich neue Impulse nicht nur für den beruflichen Alltag zu vermitteln.

Deniz Aytekin mit Paul Underberg Schermbeck.
Deniz Aytekin mit Paul Underberg und dem Trainer des SVS 2020 beim Business-Coffee in Schermbeck.. Foto: Ralf Meier

Paul Underberg begrüßt die Gäste

Paul Underberg, der Deniz Aytekin aufgrund seiner guten Kontakte für die Veranstaltung gewinnen konnte, begrüßte die Gäste und stellte den Referenten vor. Beide sind als erfolgreiche Unternehmer aus gemeinsamen Zeiten in der Fitnessbrache befreundet.

Entscheidungen beginnen lange vor dem Anpfiff

Deniz Aytekin, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, Unternehmer und gefragter Keynote-Speaker, wurde 2019, 2022, 2024 und erneut 2026 zum DFB-Schiedsrichter des Jahres gewählt. Wie kaum ein anderer steht er für klare Entscheidungen, moderne Führung und eine Kommunikation auf Augenhöhe.

In Schermbeck gewährte der 47-Jährige einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen des Profifußballs. Er schilderte, wie er sich auf die besondere Atmosphäre eines Bundesliga- oder Länderspiels vorbereitete und welche Bedeutung feste Abläufe und mentale Routinen dabeihatten.

„Der besondere Moment des Einlaufens hat mir immer sehr viel Energie gegeben“, berichtete er. Solche wiederkehrenden Momente könnten dabei helfen, den Fokus zu schärfen und sich mental auf die bevorstehende Aufgabe einzustellen.

Foto: Ralf Meier

Gute Entscheidungen unter hohem Druck

Auf dem Spielfeld müssen innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen getroffen werden, die von Spielern, Trainern sowie den Zuschauern im Stadion und vor den Fernsehgeräten unmittelbar bewertet werden. Aytekin machte deutlich, dass gute Entscheidungen unter Druck nicht dem Zufall überlassen werden dürfen. Sie entstehen durch Vorbereitung, Erfahrung und die Fähigkeit, auch unter hoher Belastung auf erlernte Handlungsmuster zurückzugreifen.

In diesem Zusammenhang erläuterte er auch das Phänomen der „Decision Fatigue“, also die zunehmende geistige Ermüdung durch eine Vielzahl aufeinanderfolgender Entscheidungen. Um selbst in solchen Situationen handlungsfähig zu bleiben, helfen automatisierte Entscheidungsabläufe und situationsabhängig angepasste Orientierungsmuster. Mit ihnen lassen sich komplexe Situationen schnell einordnen, ohne jedes einzelne Detail vollständig analysieren zu müssen.

„Wer alle Informationen wahrnehmen will, entscheidet nie“, brachte Aytekin diesen Gedanken auf den Punkt. Entscheidend sei es daher, relevante Signale von unwichtigen Einflüssen zu unterscheiden und zugleich offen für Veränderungen in der jeweiligen Situation zu bleiben.

Erfahrungen treffen auf Führungsforschung

Seine Erfahrungen aus dem Profifußball verknüpfte Aytekin immer wieder mit Erkenntnissen aus Psychologie und Führungsforschung. Gerade diese Verbindung aus persönlichen Erlebnissen, fundierten Ansätzen und anschaulichen Beispielen machte den Vortrag für das Publikum besonders greifbar.

Respekt entsteht nicht durch Lautstärke

Besonders deutlich wurden die Parallelen zwischen Fußballplatz und Führungsalltag beim Thema Kommunikation. Aytekin schilderte, warum Härte und Lautstärke allein nur selten zu echter Autorität führen. Wer eine Entscheidung lediglich verkünde, ohne sein Gegenüber wahrzunehmen, müsse mit Widerstand rechnen. Wer dagegen klar auftrete, nachvollziehbar kommuniziere und die Perspektive des anderen berücksichtige, erhöhe die Chance, dass auch eine unangenehme Entscheidung akzeptiert werde.

Empathie und Konsequenz seien dabei keine Gegensätze. Gute Führung bedeute vielmehr, eine klare Linie zu verfolgen und gleichzeitig respektvoll mit den Menschen umzugehen. Gerade in emotional aufgeladenen Situationen komme es auf Fingerspitzengefühl, Haltung und Glaubwürdigkeit an.

Psychologische Sicherheit stärkt Teams

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die psychologische Sicherheit innerhalb von Teams. Mitarbeiter müssten Probleme ansprechen, Fragen stellen und auf Fehler hinweisen können, ohne persönliche Nachteile oder eine Bloßstellung befürchten zu müssen. Nur in einem solchen Umfeld könnten Offenheit, Lernbereitschaft und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein entstehen.

Für die anwesenden Unternehmer, Selbstständigen und Führungskräfte fasste Aytekin diesen Zusammenhang bewusst zugespitzt zusammen: „Gute Stimmung in Teams bringt mehr Umsatz.“

Gemeint war damit keine oberflächliche Harmonie. Vielmehr ging es um ein Arbeitsumfeld, in dem Vertrauen, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung die Grundlage dafür schaffen, dass Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Leistungsfähigkeit entfalten können.

Literaturempfehlung für schwierige Entscheidungen

Auch eine Literaturempfehlung gab Aytekin, der selbst mehrere Bücher veröffentlicht hat, seinem Publikum mit auf den Weg. Er verwies auf den japanischen Samurai und Strategen Miyamoto Musashi. Dessen Werk „Das Buch der fünf Ringe“ beschäftigt sich mit Strategie, Wahrnehmung, Haltung und der Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen den Überblick zu bewahren.

Begeisterte Zuhörer beim Vortrag von Deniz Aytekin beim Business-Coffee des SVS 2020 in Schermbeck.
Begeisterte Zuhörer beim Vortrag von Deniz Aytekin beim Business-Coffee des SVS 2020 in Schermbeck. Foto: Ralf Meier

Erfahrungen aus dem Fußball für den Berufsalltag

Mit seinem Vortrag zeigte Deniz Aytekin, dass sich viele Erfahrungen aus dem Profifußball unmittelbar auf den beruflichen Alltag übertragen lassen. Gute Entscheidungen benötigen Vorbereitung, klare Kommunikation und den respektvollen Umgang mit den Menschen, die von ihnen betroffen sind.

Neuer Name für Schermbecks Grundschule: Kinder und Bürger sollen mitentscheiden

Der neue zentrale Grundschulstandort in Schermbeck soll einen eigenen Namen erhalten. Laut Vorlage der Gemeindeverwaltung sollen sich neben den Schulkindern Bürger an der Namensfindung beteiligen. Mit dem Verfahren befasst sich der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss am Dienstag, 16. Juni 2026.

Baustelle der neuen Grundschule in Schermbeck
Foto: Petra Bosse

Kinder stoßen die Namenssuche an

Den Anstoß für die Namensfindung gaben die Kinder beim Spatenstich für den Schulneubau am 11. Februar 2026. Die Kindersprecher überreichten Bürgermeister Mike Rexforth ein Holzschild mit der Aufschrift: „Neue Grundschule = neuer Name. Kinder entscheiden mit in Schermbeck.“

Damit verbanden sie die Bitte, einen neuen Namen für den gemeinsamen Schulstandort zu suchen und die Kinder an der Entscheidung zu beteiligen.

Die Gemeindeverwaltung wertet diesen Vorschlag laut Vorlage als Möglichkeit, Kinder aktiv in den Prozess einzubeziehen. Gleichzeitig könne die Beteiligung die Identifikation mit dem neuen Grundschulstandort stärken.

Bürger können eigene Namen vorschlagen

Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen nicht nur Schüler Ideen einreichen können. Auch alle Bürger sollen während eines noch festzulegenden Zeitraums Namensvorschläge abgeben dürfen.

Die Gemeinde plant dafür Teilnahmekarten, die im Rathaus ausliegen sollen. Zusätzlich soll eine digitale Teilnahme möglich sein. Eigene Vorschläge von Mitgliedern des späteren Auswahlgremiums müssten ebenfalls über dieses Verfahren eingereicht werden.

Aus allen Einsendungen soll anschließend eine Vorschlagsliste entstehen.

Sieben Stimmen im Namensgremium

Die Verwaltung schlägt ein freiwilliges Namensgremium mit insgesamt sieben Stimmen vor. Vier Stimmen sollen auf die im Rat vertretenen Fraktionen entfallen. Hinzu kommen jeweils eine Stimme für das Kinderparlament, das Lehrerkollegium sowie den Bürgermeister beziehungsweise die Verwaltung.

Die beteiligten Gruppen sollen selbst festlegen, wer ihr Stimmrecht im Gremium ausübt. Die Verwaltung übernimmt die organisatorische Koordination.

Jede Gruppe bestimmt zehn Favoriten

Alle Mitglieder des Namensgremiums sollen zunächst eine Übersicht mit sämtlichen eingereichten Vorschlägen erhalten. Jede stimmberechtigte Gruppe wählt daraus zehn Favoriten aus.

Der favorisierte Name erhält zehn Punkte, der Vorschlag auf dem zweiten Platz neun Punkte. Die weitere Bewertung erfolgt absteigend bis zu einem Punkt für den zehnten Platz.

Bei der Sitzung des Namensgremiums werden die einzelnen Ranglisten zusammengeführt. Erscheint ein Name auf mehreren Listen, werden die Punkte addiert.

Fünf Namen kommen in die engere Auswahl

Nach der ersten Auswertung darf jede der sieben Stimmen einem Vorschlag einen zusätzlichen Punkt geben. Dadurch sollen knappe Ergebnisse, einzelne Ausschläge oder Gleichstände ausgeglichen werden können.

Die fünf Namen mit den meisten Punkten bilden anschließend die endgültige Vorschlagsliste. Über den Namen des neuen zentralen Grundschulstandortes entscheidet danach der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss.

Letzte Hilfe Kurs Schermbeck vermittelt Wissen über Sterbebegleitung

Die Hospiz-Initiative Wesel lädt zu einem Letzte Hilfe Kurs in Schermbeck ein. Interessierte erfahren, wie sie schwerkranke und sterbende Menschen begleiten und unterstützen können. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Samstag, 5. September 2026, statt.

Der Letzte Hilfe Kurs Schermbeck richtet sich an alle Menschen, die sich mit den Themen Sterben, Tod und Abschied beschäftigen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Ziel des Kurses ist es, Berührungsängste abzubauen und grundlegendes Wissen für die Begleitung am Lebensende zu vermitteln.

Letzte Hilfe Kurs Schermbeck umfasst vier Einheiten

In vier Unterrichtseinheiten erfahren die Teilnehmenden, wie sie schwerkranke und sterbende Angehörige unterstützen können.

Zu den Themen gehören Vorsorge, Palliativversorgung, die Linderung von Leiden sowie Abschied und Trauer. Der Kurs soll Orientierung geben und dazu beitragen, Sterben und Tod wieder stärker in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Kostenfreie Teilnahme im Gemeindezentrum

Der Letzte Hilfe Kurs Schermbeck findet am Samstag, 5. September 2026, von 10 bis 14 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde an der Kempkesstege 2 in Schermbeck.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldungen sind bis Freitag vor Kursbeginn um 13 Uhr möglich. Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0281 44299054 anmelden.

Feuerwehr Schermbeck rückt zu drei weiteren Einsätzen aus

Die Feuerwehr Schermbeck ist in den vergangenen Tagen mehrfach alarmiert worden. Neben dem Müllbrand am Montag rückten die Einsatzkräfte zu einer Tragehilfe, einer Person in einer Wohnung und einem Sturmschaden aus.

Feuerwehr Schermbeck unterstützt Rettungsdienst

Am Sonntag wurden die Löschzüge Schermbeck und Gahlen laut Feuerwehr um 11.40 Uhr zur Paßstraße alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Tragehilfe“.

Der Rettungsdienst benötigte Unterstützung beim Transport einer Person. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen die angeforderte Tragehilfe. Der Einsatz war um 12.09 Uhr beendet.

Zugang zu Wohnung über Balkontür

Am Montag wurde der Löschzug Schermbeck um 22.26 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Person in Wohnung“ zur Mittelstraße gerufen.

Vor Ort verschafften sich die Einsatzkräfte laut Feuerwehr gewaltfrei Zugang zur Wohnung. Dazu nutzten sie eine Balkontür. Anschließend übergaben sie die Einsatzstelle an die Polizei und den Rettungsdienst.

Der Einsatz endete um 22.58 Uhr.

Baum versperrt den Brüner Weg

Nahezu zeitgleich wurde der Löschzug Altschermbeck am Montag um 22.37 Uhr zum Brüner Weg alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Sturmschaden“.

Ein umgestürzter Baum lag quer auf der Fahrbahn und versperrte die Straße. Die Einsatzkräfte zerkleinerten den Baum mit zwei Motorkettensägen und entfernten die Teile von der Fahrbahn.

Um 23.20 Uhr konnte die Feuerwehr Schermbeck den Einsatz beenden.

Sascha van Beek begrüßt neues Sportfördergesetz

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Der Deutsche Bundestag hat erstmals ein Sportfördergesetz des Bundes verabschiedet. Der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek spricht von einem Meilenstein für den deutschen Spitzensport.

Der Deutsche Bundestag hat am vergangenen Freitag das erste Sportfördergesetz des Bundes beschlossen. Damit erhält die Spitzensportförderung erstmals eine eigene gesetzliche Grundlage.

„Die Verabschiedung des ersten Sportfördergesetzes des Bundes ist ein echter Meilenstein für den deutschen Spitzensport. Erstmals erhält die Spitzensportförderung eine eigene gesetzliche Grundlage. Damit schaffen wir verlässliche, transparente und zukunftsfähige Strukturen und richten die Förderung stärker an sportfachlicher Expertise, Leistungspotenzialen und internationalen Erfolgschancen aus“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek.

Sportfördergesetz des Bundes schafft neue Agentur

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die neue Spitzensport-Agentur mit Sitz in Leipzig. Sie soll künftig wesentliche Bereiche der Spitzensportförderung bündeln.

Die Agentur soll die Förderung und die sportfachliche Steuerung in zentralen Bereichen unabhängig organisieren. Verantwortlichkeiten sollen dadurch klarer, Entscheidungswege effizienter und der Einsatz der Bundesmittel nachvollziehbarer werden.

Athletinnen und Athleten erhalten mehr Einfluss

Im parlamentarischen Verfahren sei es besonders wichtig gewesen, die Perspektive der Sportlerinnen und Sportler stärker einzubeziehen.

Künftig soll deshalb ein Mitglied der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes im Stiftungsrat der Spitzensport-Agentur vertreten sein. Die Athletinnen und Athleten sollen damit unmittelbar an Entscheidungen beteiligt werden.

Schutz vor Gewalt wird Fördervoraussetzung

Das Sportfördergesetz des Bundes nimmt auch den Schutz der Athletinnen und Athleten in den Blick. Sportlicher Erfolg dürfe nicht auf Kosten ihrer körperlichen oder psychischen Unversehrtheit gehen.

Das Vorgehen gegen physische, psychische und sexualisierte Gewalt wird deshalb erstmals ausdrücklich als Voraussetzung für eine staatliche Förderung festgeschrieben. Auch das Zentrum für Safe Sport soll in den neuen gesetzlichen Rahmen einbezogen werden.

Damit sollen Leistungsorientierung, Verantwortung, Integrität und wirksame Schutzstrukturen miteinander verbunden werden.

Van Beek sieht Grundlage für sportlichen Erfolg

„Mit dem Sportfördergesetz stellen wir wichtige Weichen für ein erfolgreiches Sportdeutschland. Zugleich stärkt die Reform unsere Ambitionen, Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen. Eine erfolgreiche Bewerbung benötigt moderne und leistungsfähige Strukturen im deutschen Spitzensport“, betont van Beek.

Deutschland sei ein sportbegeistertes Land. Der Anspruch müsse sein, auch sportlich dauerhaft wieder zur Weltspitze zu gehören.

„Mit diesem Gesetz schaffen wir dafür ein starkes Fundament“, erklärt der Bundestagsabgeordnete.

Kinder- und Jugendarbeit im Jugendhaus Damm erneut Thema im Ausschuss

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Die Anträge der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit im Jugendhaus Damm werden erneut beraten. Der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss soll einen früheren Beschluss aufheben und über eine jährliche Förderung von 15.000 Euro entscheiden.

Die Anträge der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack beschäftigen erneut den Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss der Gemeinde Schermbeck. In seiner Sitzung am 16. Juni 2026 soll das Gremium über die weitere Förderung des Jugendhauses Damm entscheiden.

Jährliche Förderung von 15.000 Euro beantragt

Die Evangelische Kirchengemeinde Drevenack hatte mit Schreiben vom 19. November 2025 eine jährliche Förderung in Höhe von 15.000 Euro beantragt. Das Geld soll für die offene Kinder- und Jugendarbeit im Jugendhaus Damm verwendet werden.

Kurz vor der Ausschusssitzung am 19. Februar 2026 stellte auch die Fraktion „die FRAKTION“ einen Antrag zur Förderung. Dieser sah ebenfalls eine jährliche Zahlung von 15.000 Euro vor, allerdings zeitlich befristet.

Während der Sitzung legte die CDU-Fraktion einen Kompromissvorschlag vor. Diesem stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Bürgermeister beanstandet Beschluss

Nach Angaben der Verwaltung war der damalige Beschluss rechtswidrig. Der Bürgermeister habe ihn deshalb beanstandet. Der Antrag der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack sei der weiterreichende Antrag gewesen, da er keine zeitliche Befristung enthalten habe. Über diesen Antrag hätte zuerst abgestimmt werden müssen.

Der Ausschuss soll den Beschluss vom 19. Februar 2026 daher aufheben und anschließend neu entscheiden. In der Vorlage wird als Datum des Beanstandungsschreibens der 12. März 2025 genannt.

Förderung soll dauerhaft gewährt werden

Nach dem Beschlussvorschlag soll die Evangelische Kirchengemeinde Drevenack künftig jährlich 15.000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit im Jugendhaus Damm erhalten.

Die erforderlichen Mittel sollen in den kommenden Haushalten der Gemeinde eingeplant werden. Eine zeitliche Befristung ist in diesem Vorschlag nicht vorgesehen.

Sollte der Antrag keine Mehrheit finden, könnte der Ausschuss erneut über den früheren Kompromissvorschlag abstimmen.

Dieser sieht eine Förderung von jährlich 15.000 Euro für die Jahre 2026 bis 2029 vor. Spätestens im zweiten Halbjahr 2028 sollen die Angebotsstruktur, die finanzielle Situation und mögliche künftige Trägermodelle gemeinsam überprüft werden.

Der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss berät die Vorlage am 16. Juni 2026 abschließend.

Neues Königspaar im Mittelpunkt: Ralf Schlebusch nimmt bei der Parade Abschied

Neuer König, neue Königin und zugleich ein angekündigter Abschied: Bei der Parade am Montag standen Nico Höller und Corinna Graf erstmals als Königspaar im Mittelpunkt. Oberst Ralf Schlebusch nutzte den besonderen Moment, um seinen Rücktritt zum Ende des Schützenjahres bekanntzugeben.

Nico Höller und Corinna Graf bei der Parade am Montag in Altschermbeck
Foto: Petra Bosse

Nico Höller holt den Vogel von der Stange

Um 15.20 Uhr fiel am Montag die Entscheidung an der Vogelstange. Nico Höller holte den letzten Rest des Vogels herunter und sicherte sich damit die Königswürde. Gemeinsam mit Königin Corinna Graf wird er die traditionsreiche Gilde durch das kommende Schützenjahr führen.

Zum Thron gehören die Ehrenpaare Christopher Graf und Sandra Werner sowie Frederike Höller und Michael Werner.

Viel Zeit zum Durchatmen blieb dem neuen Königspaar nicht. Nach der Inthronisierung ging es direkt zur Parade. Dort standen Nico Höller und Corinna Graf im Mittelpunkt und nahmen ihr erstes Bad in der Menge. Die Besucher begrüßten das Paar mit Applaus, Zurufen und zahlreichen Glückwünschen.

Nico Höller und Corinna Graf bei der Parade am Montag in Altschermbeck
Foto: Petra Bosse

Oberst freut sich mit seinem langjährigen Weggefährten

Auch Oberst Ralf Schlebusch freute sich über den neuen König. Mit Nico Höller verbinde ihn eine lange gemeinsame Zeit innerhalb der Gilde.

„Ich freue mich natürlich besonders, weil wir viele Jahre gemeinsam auf dem Pferd geritten sind. Deswegen bin ich maximal erregt, dass Nico heute die Königswürde erreicht hat“, sagte Schlebusch. Seine Formulierung sorgte bei den Schützen für hörbare Heiterkeit.

Doch anschließend wurde der Ton des Obersts ernster. Während der Parade kündigte Schlebusch an, sein Amt nach dem laufenden Schützenjahr abzugeben.

Oberst Ralf Schlebusch gibt Rücktritt bekannt
Foto: Petra Bosse

Ralf Schlebusch kündigt seinen Rücktritt an

„Alles hat ein Ende. Ihr habt ja gesehen, der Major ist nicht mehr der Major aus dem vergangenen Jahr. Jannik ist neu an meiner Seite. Wir haben auch den einen oder anderen Offizier in den Ruhestand oder in den Vorstand geschickt, natürlich auf eigenen Wunsch“, erklärte Schlebusch.

Auch seine eigene Zeit als Oberst werde in diesem Jahr zu Ende gehen. Im nächsten Jahr werde er an anderer Stelle beim Schützenfest dabei sein.

Offiziere der Kiliangilde Altschermbeck

„Ich möchte mich bei allen bedanken. Bei euch Kameraden, bei den Altschermbeckern, beim Vorstand, bei den Offizieren und bei euch Schützen. Ihr habt dazu beigetragen, dass wir das hier jedes Jahr rocken können.“

Einen besonderen Dank richtete Schlebusch an seine Offiziere. Dazu zählten sowohl die aktuellen Weggefährten als auch diejenigen, die ihn in den vergangenen Jahren begleitet hätten.

„Wir haben zusammen viel auf die Beine gestellt und viel geschafft“, sagte der Oberst mit einer etwas angeschlagen.

Das Königspaar der Fähnchenschützen - Tim Große-Ruiken und Christina Prost
Das Königspaar der Fähnchenschützen 2025/26: Tim Große-Ruiken und Christina Prost. Foto Petra Bosse

„Im Herzen bleibe ich ein Altschermbecker“

Zum Abschluss richtete Schlebusch einen Wunsch an die Schützen: „Haltet die Fahnen hoch. Wir sehen uns im nächsten Jahr an der Theke oder beim Umzug, wie auch immer. Im Herzen bleibe ich ein Altschermbecker. Dankeschön.“

Ganz verschwinden wird der Oberst demnach nicht. Im kommenden Jahr dürfte er die Parade allerdings aus einer anderen Perspektive verfolgen. Vielleicht ohne Pferd, aber mit freier Sicht auf die Theke.

Am Sonntag noch gemeinsam bei der Parade auf dem Pferd: Oberst Ralf Schlebusch, der seinen Rücktritt angekündigt hat, und Major Nico Höller, der einen Tag später Schützenkönig wurde.
Am Sonntag bei der Parade auf dem Pferd: Oberst Ralf Schlebusch, der seinen Rücktritt angekündigt hat, und Major Yannik Heuwing, Foto: Petra Bosse

Info

Ralf Schlebusch amtiert als Oberst im Vorstand der Kilian-Schützengilde Altschermbeck. Im Juli 2022 holte er den Vogel von der Stange und regierte bis 2023 als Schützenkönig. Seitdem gehört er auch dem „Legendenclub Altschermbeck“ an.

Kilian Altschermbeck 2026: Nico Höller ist neuer Schützenkönig

Die Kilian-Schützengilde Altschermbeck hat ein neues Königspaar: Nico Höller holte am Montag um 15.20 Uhr den letzten Rest des Vogels von der Stange. Gemeinsam mit Königin Corinna Graf wird er die traditionsreiche Gilde durch das kommende Schützenjahr führen. Die Ehrenpaare sind Christopher Graf und Sandra Werner, sowie Frederike Höller und Michael Werner.

Insgesamt waren 512 Schüsse nötig, bevor die Entscheidung im Eichenwäldchen bei Große-Ruiken fiel. Zunächst wurden 335 Schüsse mit leichtem Kaliber abgegeben. Nach dem Wechsel auf das schwere Kaliber folgten weitere 177 Schüsse. In der entscheidenden Phase setzte sich Höller gegen Marian Lippach und Max Bienbeck durch.

Nico Höller ist neuer König in Altschermbeck
Große Freude bei Nico Höller als der Vogel fiel. Foto: Petra Bosse

Als die letzten Teile des Vogels fielen, kannte der Jubel unter den schattigen Eichen keine Grenzen mehr. Freunde, Schützen und Zuschauer eilten zu Nico Höller, um dem neuen König zu gratulieren. Wenig später stand auch fest, wer an seiner Seite den Altschermbecker Thron besteigen wird: Höller erwählte Corinna Graf zu seiner Königin.

Königin Altschermbeck,Scjützenfest, 2026, ist Corina Graf
Die neue Königin von Altschermbeck Corinna Graf. Foto: Ute Heidermann-Rösler

Details in Kürze

  • Neuer König: Nico Höller
  • Königin: Corinna Graf
  • Entscheidung: 15.20 Uhr
  • Schüsse mit leichtem Kaliber: 335
  • Schüsse mit schwerem Kaliber: 177
  • Schüsse insgesamt: 512
  • Weitere Anwärter: Marian Lippert und Max Bienbeck
  • Scheidendes Königspaar: Ralf Grömping und Michaela Deuster

Insignien und Vogelteile

  • Krone: Noel Kölking
  • Reichsapfel: Stefan Schulte
  • Zepter: Marco Ribbekamp
  • Schnabel: Marvin Heiming
  • Linker Flügel: Simon Bremer
  • Rechter Flügel: Simon Triptrap
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Drei Anwärter kämpfen um die Königswürde

Nachdem die Insignien und beide Flügel gefallen waren, richteten sich alle Blicke auf den verbliebenen Rumpf. Mit Nico Höller, Marian Lippert und Max Bienbeck traten drei Anwärter an, die sich bis zum Schluss einen spannenden Wettkampf lieferten.

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Schuss um Schuss wurde der Holzvogel stärker beschädigt. Immer wieder lösten sich kleinere Teile, doch der entscheidende Rest hielt sich hartnäckig in seiner Halterung. Jeder Treffer wurde von den Zuschauern aufmerksam verfolgt und kommentiert.

Gute Laune im Eichenwäldchen mit den Erler Schützen. Foto: Petra Bosse

Am Ende hatte Nico Höller die ruhigste Hand und das nötige Quäntchen Glück. Mit seinem Treffer um 15.20 Uhr beendete er das Vogelschießen und löste großen Jubel im Eichenwäldchen aus.

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Ralf Grömping eröffnet das Vogelschießen

Der erste Schuss auf den Vogel fiel um 11.07 Uhr. Abgegeben wurde er traditionell vom scheidenden König Ralf Grömping, der damit den Wettkampf um seine Nachfolge eröffnete.

Gemeinsam mit Königin Michaela Deuster hatte Grömping die Kilian-Schützengilde Altschermbeck durch das zurückliegende Königsjahr geführt. Mit dem Vogelschießen endete die Regentschaft des bisherigen Königspaares.

Nach dem Eröffnungsschuss ging es schnell um die ersten Insignien. Noel Köling sicherte sich die Krone. Der Reichsapfel fiel nach einem Treffer von Stefan Schulte, während Marco Ribbekamp das Zepter abschoss.

Marvin Heiming traf den Schnabel. Den linken Flügel holte Simon Bremer von der Stange, der rechte Flügel ging an Simon Triptrap. Danach begann der lange und zunehmend spannende Kampf um den Rumpf des Vogels.

Altschermbeck Vogelschießen Schützenkönig 2026
Simon Triptrap holte sich den rechten Flügel zur Erinnerung. Foto: Petra Bosse

Schattenplätze im Eichenwäldchen begehrt

Das Wetter stellte die Schützen und Besucher erneut vor eine Herausforderung. Bei hohen sommerlichen Temperaturen waren die Plätze unter den Bäumen besonders begehrt. Im Schatten des Eichenwäldchens ließ es sich jedoch gut aushalten.

Viele Gäste verfolgten das Schießen von dort aus und stärkten sich zwischendurch mit kühlen Getränken und Speisen. Rund um die Vogelstange entwickelte sich die typische Mischung aus Spannung, Geselligkeit und guter Laune.

Vogelstange Schermbeck - Schützenfest in Altschermbeck 2026
Foto: Petra Bosse
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Präsident Gregor Zens zeigte sich während des Vogelschießens erleichtert über den bisherigen Verlauf des Festwochenendes.

„Alles ist reibungslos verlaufen, Gott sei Dank. Wir machen uns natürlich immer ein bisschen Sorgen. Es war schon sehr heiß, deshalb haben wir bei der Parade etwas Gas gegeben. Ich glaube und hoffe, dass alles gut gelaufen ist. So, wie ich es bisher gehört habe, war alles perfekt“, sagte Zens.

Präsident Gregor Zens. Foto: Petra Bosse

Wer neuer König werden könnte, vermochte der Präsident zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorherzusagen. „Wenn ich das wüsste. Ich weiß es nicht, keine Ahnung, wirklich. Die Spannung bleibt bis zum letzten Moment.“

Damit sollte Zens recht behalten. Erst nach insgesamt 512 Schüssen sorgte Nico Höller für die Entscheidung.

Vogelstange Altschermbeck-Kilian Altschermbeck
Spannung an der Vogelstange. Foto: Petra Bosse
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Foto: Petra Bosse

Schermbecker Schwestergilde besucht das Vogelschießen

Kurz nach 13 Uhr traf auch die Schwestergilde aus Schermbeck bei Große-Ruiken ein. Nachdem die Schermbecker ihre eigene Regentschaft bereits am Samstag ausgeschossen hatten, statteten sie nun den Altschermbecker Schützen ihren traditionellen Besuch ab.

Ebenfalls gut vertreten waren die Fähnchenschützen. Für sie steht bereits in zwei Wochen das eigene Fest auf dem Programm. Bis dahin konnten sie im Eichenwäldchen schon einmal Schützenfeststimmung genießen und den Wettkampf an der Vogelstange verfolgen.

Die Fähnchenschützen haben bald ihre eigene große Veranstaltung vor der Brust. Foto: Petra Bosse

Für einen heiteren Moment sorgten Mitglieder des Vorstandes der Erler Schützen. Auch sie wagten sich zu Beginn an das Gewehr und durften jeweils einen Schuss auf den Altschermbecker Vogel abgeben. Die freundschaftliche Einlage wurde von den Zuschauern entsprechend humorvoll begleitet.

Zauberer unterhält die Kinder

Während die Erwachsenen das Geschehen an der Vogelstange verfolgten, wurde auch den jüngsten Besuchern einiges geboten. Ein Zauberer sorgte mit seinen Kunststücken für Unterhaltung und bezog die Kinder immer wieder in sein Programm ein.

Altschermbeck Vogelschießen Schützenkönig 2026
Gute Unterhaltung für den Schützennachwuchs. Foto: Petra Bosse

Damit wurde das Vogelschießen auch für Familien zu einem abwechslungsreichen Erlebnis. Während die Schützen um Insignien und Königswürde kämpften, standen für die Kinder Spiel, Spaß und Magie im Mittelpunkt.

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Foto: Petra Bosse

Nico Höller und Corinna Graf besteigen den Thron

Mit dem entscheidenden Treffer begann für Nico Höller und Corinna Graf ein besonderer Tag. Das neue Königspaar tritt die Nachfolge von Ralf Grömping und Michaela Deuster an und wird die Kilian-Schützengilde Altschermbeck im kommenden Jahr repräsentieren.

Nach dem Vogelschießen verlagerte sich das Geschehen zurück zum Festzelt an der Freudenbergstraße. Dort steht die feierliche Krönung des neuen Königspaares auf dem Programm. Anschließend ziehen die Schützen erneut durch Altschermbeck, bevor das Fest am Abend mit dem großen Krönungsball fortgesetzt wird.

Prost auf den neuen König Nico Höller und Königin
Prost auf den neuen König Nico und Königin Corinna. Foto: Petra Bosse
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König Nico Höller nach dem erfolgreichen Königsschießen in Altschermbeck
Foto: Ute Heidermann-Rösler

Spontane Entscheidung mit einem besonderen Hintergedanken

Lange vorbereitet war der Griff nach der Königswürde nach Angaben von Nico Höller nicht. „Eigentlich war das eine spontane Aktion“, berichtete der neue König kurz nach seinem entscheidenden Treffer. Rund drei bis vier Wochen vor dem Schützenfest habe er sich mit Corinna Graf getroffen und sie gefragt, ob sie im Fall eines Erfolges seine Königin werden wolle. „Und das machen wir. Wir machen uns ein geiles Jahr“, freute sich Höller.

Nico Höller ist neuer König
Die Eltern von Nico: Ina und Hermann Höller hier mit Wenzel Schwering. Foto: Petra Bosse

Bei der Entscheidung spielte auch eine besondere Familiengeschichte eine Rolle: Höllers Mutter feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Thronjubiläum und wird damit Silberkönigin. „Ein kleiner Hintergedanke war schon dabei“, räumte der neue König ein. Er freue sich darauf, im kommenden Jahr gemeinsam mit seiner Mutter in der Kutsche zu sitzen. Auch Corinna Graf blickt gespannt auf die bevorstehende Regentschaft: „Ich freue mich auf ein herrliches Jahr und bin sehr gespannt, was uns erwartet.“

Königspaar und Thron Altschermbeck: Nico Höller und Corinna Graf
Foto: Petra Bosse

Bürgermeister Rexforth staunt über Nicos gut gehütetes Geheimnis

Bürgermeister Andreas Rexforth freute sich ebenfalls über das neue Königspaar. Besonders erstaunt zeigte er sich darüber, dass Nico sein Vorhaben so gut für sich behalten hatte. Noch am Vortag habe er mit ihm gesprochen, ohne auch nur zu ahnen, dass Nico am nächsten Tag alles daransetzen würde, König zu werden.

Bürgermeister Mike Rexforth gratuliert dem neuen Königspaar in Altschermbeck
Foto: Petra Bosse

„Mega, dass ihr den Mut hattet und jetzt gemeinsam in das Jubiläumsjahr einzieht. Nico, ich wundere mich wirklich, dass du gestern bei unserem Gespräch kein Wort verraten hast. Das Geheimnis hast du bestens gehütet. Ich wünsche euch alles Gute und ein tolles Jahr der Regentschaft. Ihr habt einen Mega-Thron zusammengestellt. Auf ein großartiges Schützenjahr 2026/2027! Herzlichen Glückwunsch, Frau Königin.“

Vogelschießen Schütznfest Altchermbeck

Mülltonnenlager an der Gesamtschule Schermbeck steht in Flammen

Ein Brand auf dem Gelände der Gesamtschule Schermbeck hat in der Nacht zu Montag einen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 1.25 Uhr wurden die Löschzüge Schermbeck und Altschermbeck unter dem Stichwort „Brand 3 – Müllbrand“ zur Schloßstraße alarmiert.

Lagerplatz stand in Vollbrand

Als die ersten Einsatzkräfte an der Schule eintrafen, stand der Lagerplatz für die Mülltonnen bereits vollständig in Flammen. Die Feuerwehr musste sich durch dichten Rauch sowie zwischen zahlreichen verbrannten Tonnen und weiteren Gegenständen hindurch arbeiten.

Die Feuerwehrleute gingen unter Atemschutz gegen den Brand vor. Zur Bekämpfung der Flammen und zum Ablöschen der Glutnester wurden zwei C-Rohre eingesetzt. Anschließend mussten die Einsatzkräfte den Brandschutt auseinanderziehen und den betroffenen Bereich sorgfältig kontrollieren.

Brand an der Gesamtschule Schermbeck
Die Brandstätte bot nach dem Ablöschen ein Bild der Verwüstung. Foto: Feuerwehr Schermbeck

Einsatz dauerte rund zwei Stunden

Nach Abschluss der Lösch- und Aufräumarbeiten übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Gegen 3.30 Uhr konnten die Löschzüge ihren Einsatz beenden.

Wie das Feuer auf dem Schulgelände entstanden ist, war zunächst nicht bekannt. Die weiteren Ermittlungen liegen bei der Polizei.

Kilianer Schermbeck setzen am Ehrenmal ein Zeichen für Frieden und Verantwortung

Bei bestem Hochsommerwetter hat die Kilian-Schützengilde Schermbeck am Sonntagvormittag der Opfer von Krieg, Gewalt und Unfreiheit gedacht. Zahlreiche Schützen, Majestäten, Gäste und Schermbecker Bürger versammelten sich am Ehrenmal zur traditionellen Kranzniederlegung. Die Städtische Kapelle Ahaus verlieh der Zeremonie mit ihrer musikalischen Begleitung einen würdigen Rahmen.

Ehrungen und Kranznierlegung Ehrenmal Schermbeck
Foto: Ralf Meier

Ehrungen und Kranzniederlegung am Ehrenmal

Der Vormittag hatte bereits um 9.30 Uhr mit dem gemeinsamen Kirchgang zum Hochamt begonnen. Anschließend trat die Gilde an der Schermbecker Mitte an und zog geschlossen zum Ehrenmal. Dort bildeten die Ansprache von Präsident Markus Hinricksen, die Ehrungen verdienter Mitglieder und die anschließende Kranzniederlegung den feierlichen Teil des Festsonntags.

Markus Hinricksen erinnerte in seiner Ansprache an die Gefallenen und Vermissten der vergangenen Kriege sowie an ihre Familien und an alle Menschen, die unter Krieg, Gewalt und Unfreiheit leiden mussten. Ihr Schicksal mahne dazu, Frieden niemals als selbstverständlich anzusehen.

Ehrungen und Kranznierlegung Ehrenmal Schermbeck
Foto: Ralf Meier

Hinter jeder Meldung und jeder Zahl steht ein Mensch

Dabei richtete der Präsident den Blick nicht allein auf die Vergangenheit. Er verwies darauf, dass weltweit weiterhin mehr als 60 bewaffnete Konflikte ausgetragen würden und auch Europa wieder unmittelbar mit Krieg konfrontiert sei. Hinter jeder Meldung und jeder Zahl stehe ein Mensch – ein Vater, eine Mutter, ein Kind oder ein Freund. Diese persönlichen Schicksale dürften nicht aus dem Bewusstsein verschwinden.

Sein Dank galt zugleich den Soldatinnen und Soldaten, die im In- und Ausland Verantwortung übernehmen, um Frieden zu sichern, Freiheit zu schützen und Menschen in Not zu helfen. Frieden, Freiheit und Demokratie seien keine Selbstverständlichkeiten, betonte er. Sie seien von früheren Generationen unter großen Opfern errungen worden und müssten von jeder neuen Generation bewahrt und verteidigt werden.

Mit den Worten der Nationalhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand“ beschrieb Markus Hinricksen die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Einigkeit stehe für Zusammenhalt, Recht für Gerechtigkeit und Freiheit immer auch für Verantwortung gegenüber dem Land, den Mitmenschen und der Demokratie.

Geschichte der Schützengilden

Dabei schlug er auch die Brücke zur Geschichte der Schützengilden. Diese seien einst gegründet worden, um Städte und Dörfer zu schützen. Heute stünden sie für Gemeinschaft, Zusammenhalt, Tradition und Verantwortung. Gerade diese Werte machten eine demokratische Gesellschaft stark. Die Niederlegung des Kranzes sei daher nicht nur ein Zeichen des Gedenkens, sondern ebenso ein Bekenntnis zu Menschlichkeit, Frieden und Demokratie.

Ehrungen und Kranznierlegung Ehrenmal Schermbeck
Foto: Ralf Meier

Langjähriges Engagement und der Nachwuchs im Mittelpunkt

Im Anschluss an die Rede rückten zunächst die Ehrungen verdienter Mitglieder und der Schützennachwuchs in den Mittelpunkt. Mehrere Kilianer, die sich über viele Jahre und Jahrzehnte für die Gilde eingesetzt haben, wurden für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet.

Für 25 Jahre im Offizierskorps wurde Christian Hötting geehrt. Seine Laufbahn begann in den Jahren 2002 und 2003 als Fahnenjunker. Seit 2004 ist er Leutnant der Gilde. Im Jahr 2018 errang er zudem die Königswürde am Mühlenteich.

Ehrungen und Kranznierlegung Ehrenmal Schermbeck
Die Geehrten der Kiliangilde Schermbeck 2026 Foto: Ralf Meier

Besondere Auszeichnung

Eine besondere Auszeichnung erhielten Heinz Verwaayen, Norbert Berg, Johannes Besten, Bodo Horstkamp und Wolfgang Lensing. Nachdem die Gilde eine Ehrenordnung beschlossen hatte, waren die fünf Schützen bei der Hauptversammlung vorgeschlagen und einstimmig zu neuen Ehrenschützen gewählt worden.

Heinz Verwaayen war bereits von 1963 bis 1967 als Fähnrich und anschließend als Majorsadjutant aktiv. Im Jahr 1970 wurde er König, von 1977 bis 1988 gehörte er dem Vorstand an. Norbert Berg war zunächst Fahnenjunker und später Leutnant. 1983 regierte er die Gilde als König, 2023 wurde er bereits als verdienter Schütze ausgezeichnet.

Johannes Besten trug von 1976 bis 1984 die Standarte und übernahm 2002, im Jahr des 400-jährigen Bestehens der Gilde, die Königswürde. Bodo Horstkamp war von 1994 bis 2002 Oberleutnant, wurde 2016 König und arbeitete von 2020 bis 2023 im Vorstand mit.

Wolfgang Lensing prägte über viele Jahre das Offizierskorps. Nach Stationen als Fähnrich und Major stand er von 2005 bis 2016 als Oberst an der Spitze des Bataillons. Auch danach sprang er mehrfach als Reserveoberst ein und gehörte bis 2025 dem Vorstand an.

Ehrungen und Kranznierlegung Ehrenmal Schermbeck
Der Kinderthron. Foto: Ralf Meier

Vorstellung des neuen Kinderthrons

Für ein besonderes Bild sorgte die Vorstellung des neuen Kinderthrons. Kinderkönig Jan Nikolaus Tombers und Kinderkönigin Annalie Simons präsentierten sich gemeinsam mit ihrem Hofstaat aus Lilli Gall, Robin Specken, Niklas Redeker und Mayra Rexforth. Das junge Königspaar hatte die Regentschaft beim Kinderschützenfest im Juni übernommen und gehört damit fest zum Schützenjahr der Kilianer.

Zum Abschluss folgte die Kranzniederlegung. In einem stillen und würdevollen Moment gedachten die Kilianer gemeinsam mit den anwesenden Gästen der Opfer von Krieg, Gewalt und Unfreiheit.

Heimat-Preis Kreis Wesel: Auch Schermbecker können Vorschläge einreichen

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Auch Vereine, Institutionen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Schermbeck können sich am Heimat-Preis Kreis Wesel beteiligen. Gesucht werden Projekte, die Heimat, Brauchtum, Kultur, Tradition oder den inklusiven Gedanken stärken. Vorschläge sind bis zum 6. September 2026 möglich.

Der Kreis Wesel verleiht erneut den Heimat-Preis Kreis Wesel. Mit der Auszeichnung würdigt der Kreistag besonderes lokales Engagement sowie vorbildliche und nachahmenswerte Projekte rund um das Thema Heimat.

Der Preis ist Teil des Landesprogramms „Wir fördern, was Menschen verbindet“. Das Programm soll Menschen für die Besonderheiten ihrer Heimat begeistern und die gelebte Vielfalt in Nordrhein-Westfalen stärker sichtbar machen.

Diese Kriterien gelten für den Heimat-Preis Kreis Wesel

Vereine und Institutionen haben die Chance, den Heimat-Preis Kreis Wesel zu gewinnen, wenn sie mindestens zwei von vier Kriterien erfüllen. Dazu zählen Verdienste um die Heimat, die Pflege und Förderung von Bräuchen, der Erhalt von Kultur und Tradition sowie der inklusive Gedanke.

Die vorgeschlagene Organisation muss im Kreis Wesel aktiv sein und überwiegend mit Ehrenamtlichen arbeiten.

10.000 Euro stehen zur Verfügung

Für die Verleihung des Heimat-Preises Kreis Wesel stellt das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 10.000 Euro Fördermittel zur Verfügung. Die Förderung läuft bis zum Jahr 2027.

Mit dem Preis sollen Menschen und Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für ihre Heimat und das gesellschaftliche Miteinander einsetzen.

Auch Vorschläge aus Schermbeck sind möglich

Vorschläge können alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Wesel einreichen. Dazu gehören auch Bürgerinnen und Bürger aus Schermbeck.

Ebenfalls vorschlagsberechtigt sind Vereine und Institutionen mit Sitz im Kreis Wesel. Auch der Kreistag selbst kann Bewerberinnen und Bewerber benennen.

Vorschläge bis zum 6. September einreichen

Einsendeschluss ist Sonntag, 6. September 2026, um 24 Uhr.

Die Vorschläge müssen über das Portal „Beteiligung.NRW“ eingereicht werden. Dafür steht dort ein Formblatt zur Verfügung.

Das Formular und weitere Informationen sind unter https://beteiligung.nrw.de/k/1028201 sowie auf der Internetseite des Kreises Wesel unter https://www.kreis-wesel.de zu finden.

Wer keine Möglichkeit zur Online-Bewerbung hat, kann sich an die Fachstelle Europa und nachhaltige Kreisentwicklung wenden.

Die Kontaktaufnahme ist per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0281 207 3016 beziehungsweise 0281 207 2016 möglich.

Schermbeck regelt Ganztagsanspruch an Grundschulen mit Kreis Wesel

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Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen gilt ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise. Die Gemeinde Schermbeck soll dazu eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Kreis Wesel abschließen. Die Organisation der Angebote soll weiterhin vor Ort bleiben.

Der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss soll dem Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Schermbeck und dem Kreis Wesel zustimmen. Das geht aus der Sitzungsvorlage 00066/2026 hervor.

Die Vereinbarung soll die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen regeln. Neben Schermbeck sind Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Neukirchen-Vluyn, Sonsbeck und Xanten beteiligt. Diese Kommunen verfügen über kein eigenes Jugendamt.

Rechtsanspruch startet 2026

Der Rechtsanspruch wird ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise eingeführt. Zunächst gilt er für Kinder der ersten Klassen. In den folgenden Jahren wird er auf alle Grundschuljahrgänge ausgeweitet.

Grundsätzlich liegt die Verantwortung bei den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe. Für Schermbeck ist das der Kreis Wesel.

Bisher organisiert die Gemeinde als Schulträger auch die Offenen Ganztagsschulen. Diese Aufgabenverteilung soll bestehen bleiben.

Ganztagsangebote bleiben in kommunaler Verantwortung

In den vergangenen Monaten hätten sich der Kreis und die kreisangehörigen Kommunen intensiv abgestimmt, heißt es in der Vorlage. Dabei sei auch geprüft worden, ob der Kreis die Aufgaben künftig vollständig übernehmen solle.

Die beteiligten Kommunen hätten sich jedoch dafür ausgesprochen, die Organisation des Offenen Ganztags weiterhin selbst zu übernehmen.

Die Verwaltung verweist auf bewährte Strukturen, die seit Einführung des Offenen Ganztags im Jahr 2005 entstanden seien. In Schermbeck bestehe eine langjährige Zusammenarbeit mit der Caritas und der Diakonie.

Auch die räumlichen, organisatorischen und örtlichen Bedingungen unterschieden sich von Kommune zu Kommune. Deshalb hätten sich unterschiedliche Modelle entwickelt.

Gemeinde organisiert Betreuung vor Ort

Die Gemeinde Schermbeck soll weiterhin für die praktische Umsetzung zuständig sein. Dazu gehören die Planung und Organisation der Angebote, die Zusammenarbeit mit den Trägern sowie die Bereitstellung der notwendigen Räume.

Auch die Verwaltungsaufgaben und die Erhebung der Elternbeiträge sollen bei der Gemeinde bleiben. Grundlage dafür sind die örtlichen Satzungen.

Schermbeck soll seine Angebote weiterhin an den örtlichen Bedarf anpassen können.

Kreis Wesel bleibt rechtlich verantwortlich

Der Kreis Wesel bleibt Träger der öffentlichen Jugendhilfe und trägt damit die rechtliche Gesamtverantwortung.

Er soll die Kommunen unter anderem bei der Jugendhilfeplanung, der Qualitätsentwicklung und beim Kinderschutz unterstützen. Auch die Bedarfsplanung soll gemeinsam erfolgen.

Mögliche Rechtsstreitigkeiten führt der Kreis in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen.

Kommunen tragen ihre Kosten selbst

Die Finanzierung erfolgt weiterhin durch Landesmittel, kommunale Eigenanteile und Elternbeiträge.

Jede Kommune trägt die Kosten, die in ihrem Zuständigkeitsbereich entstehen. Eine Abrechnung über die Kreisjugendamtsumlage ist nicht vorgesehen.

Damit sollen die Kommunen selbst über Umfang und Ausgestaltung ihrer Ganztagsangebote entscheiden können.

Der Bildungs-, Ordnungs- und Sozialausschuss berät die öffentliche Beschlussvorlage am 16. Juni 2026.

Kilian Schermbeck: Fotos vom Krönungsball 2026

Kilian Schermbeck 2026 feierte am Sonntagabend den Krönungsball im Festzelt am Mühlenteich. Die Fotostrecke von Emily Flade zeigt das neue Königspaar, den Thron und die Stimmung im Zelt.

Nach dem Königsschießen am Samstag standen Thomas Heiermann und Veronica Seibel beim Schützenfest der Kilian-Schützengilde Schermbeck im Mittelpunkt. Der Krönungsball führte Schützen, Hofstaat und Gäste am Abend noch einmal im Festzelt zusammen.

Die Bilder halten Gratulationen, Tanzrunden und viele Begegnungen des Abends fest.

Krönungsball der Kilian-Schützengilde Schermbeck in Bildern

Altschermbecker Kilianer verbinden Gedenken mit einem Bekenntnis zur Gemeinschaft

Mit einer feierlichen Kranzniederlegung am Ehrenmal haben die Altschermbecker Kilianer am Sonntagvormittag der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht. Zahlreiche Schützen, Thronmitglieder, Jubilare und Gäste nahmen an der Zeremonie teil, die traditionell einen der besinnlichen Höhepunkte des Kilian-Schützenfestes bildet.

Kranzniederlegung Ehrenmal Altschermbeck
Foto: Ralf Meier

Schützenhochamt eröffnet den Festsonntag

Der Festtag hatte um 9.30 Uhr mit dem Schützenhochamt in der St.-Ludgerus-Kirche begonnen. Die Blaskapelle „Einklang Schermbeck“ verlieh der Messe einen festlichen musikalischen Rahmen. Präsident Gregor Zens dankte Pastor Xavier Muppala für die Gestaltung des Gottesdienstes und seine Predigt.

Zugleich begrüßte er die Abordnung der benachbarten Kilian-Schützengilde Schermbeck, deren Teilnahme an der Altschermbecker Schützenmesse inzwischen zu einem festen Bestandteil des gegenseitigen Besuchs geworden ist.

Totengedenkan am Ehrenmal Schützenfest Altschermbeck
Foto: Ralf Meier

Gedenken am Ehrenmal eröffnet die Zeremonie

Nach dem Hochamt versammelten sich die Teilnehmer am Ehrenmal. Neben der Blaskapelle Einklang begleitete auch der Kirchenchor „Cäcilia“ die Gedenkfeier musikalisch. Im Mittelpunkt standen das Erinnern an die Opfer der Weltkriege und die Mahnung, die Lehren aus der Vergangenheit nicht zu vergessen.

Unter den Teilnehmern befanden sich das amtierende Königspaar Ralf Grömping und Michi Deuster mit Thron sowie das Silberkönigspaar Berthold und Ingrid Bienbeck. Besonders begrüßte Gregor Zens auch die diamantene Königin Christa Ridder.

An den verstorbenen diamantenen König Heinz Underberg Vennhoff erinnerte der Präsident mit persönlichen Worten. Er sei an diesem Tag in Gedanken bei der Gemeinschaft.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Ralf Meier

Gregor Zens richtet den Blick auf Altschermbeck

In seiner Ansprache stellte Gregor Zens heraus, dass Krieg, Terror und Gewalt in den vergangenen Jahren häufig im Mittelpunkt der Reden am Ehrenmal gestanden hätten. Auch gegenwärtig gebe es zahlreiche internationale und innenpolitische Themen, über die gesprochen werden könne.

In diesem Jahr richtete der Präsident den Blick jedoch bewusst auf Altschermbeck und auf die Frage, weshalb das Schützenfest für den Ort und seine Bewohner eine so große Bedeutung besitze.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Petra Bosse

Das Fest sei weit mehr als die Freude am Feiern. Es gebe Altschermbeck ein Gesicht, stifte Identität und vermittle vielen Menschen ein Gefühl von Heimat. Hier entstünden Erinnerungen, Generationen kämen zusammen und gemeinsame Erlebnisse stärkten die Verbundenheit mit dem Ort.

Tradition und Engagement tragen das Schützenfest

Auch die Tradition spiele eine zentrale Rolle. Dabei gehe es nicht lediglich um alte Gewohnheiten, sondern um Werte und Bräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben würden. Mit Blick auf das bevorstehende 150-jährige Bestehen der Schützengilde im kommenden Jahr werde besonders deutlich, wie lange diese Verbindung bereits bestehe.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Pera Bosse

Gregor Zens würdigte zudem das Engagement der zahlreichen Helfer, Offiziere und Vorstandsmitglieder. Ein Schützenfest entstehe nicht von allein, sondern durch Menschen, die Zeit, Ideen und Kraft einbrächten, vielfach im Hintergrund und häufig mit großer Selbstverständlichkeit.

Sein Dank galt ebenso König Ralf, Königin Michi sowie den Ehrendamen und Ehrenherren, die das vergangene Regentschaftsjahr zu einem besonderen Festjahr gemacht hätten.

Gemeinschaft verbindet die Generationen

Das wichtigste Element des Schützenfestes bleibe jedoch die Gemeinschaft. Hier begegneten sich Jung und Alt, Familien, Freunde und Nachbarn. Man feiere miteinander, stehe füreinander ein und erlebe Momente, die über die Festtage hinaus verbänden.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Petra Bosse

Identität gebe Wurzeln, Tradition schlage eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, Engagement mache das Fest möglich und Gemeinschaft verleihe ihm seinen besonderen Charakter, betonte der Präsident.

Schwarz-Rot-Gold als Zeichen für Freiheit und Demokratie

Einen weiteren Akzent setzte Gregor Zens mit einem deutlichen Bekenntnis zur Deutschlandflagge. Schwarz-Rot-Gold stehe historisch für nationale Einheit, Freiheit, Bürgerrechte und Demokratie.

Das bewusste Hissen der Flagge am Ehrenmal verstand er daher als Zeichen für die freiheitlichen Werte, für die die demokratische Gesellschaft einstehe.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Ralf Meier

Kranzniederlegung erinnert an die Opfer der Weltkriege

Mit dem Blick auf die Namen der Gefallenen und Vermissten auf den Gedenktafeln kehrte die Ansprache schließlich zum eigentlichen Anlass der Zeremonie zurück. Die Tafeln seien Zeugnisse einer grausamen Zeit und erinnerten daran, wie wichtig Frieden und Freiheit seien.

Nach der Kranzniederlegung und der Parade am Ehrenmal setzte sich der Festsonntag beim Frühschoppen im Festzelt fort.

Ehrenmal Altschermbeck Totengedenken Sonntag 2026
Foto: Ralf Meier

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