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Seniorenmesse in Schermbeck: Ein Treffpunkt für Information und Austausch

Am 14. September (Samstag) ist es wieder soweit: Die 3. Seniorenmesse in Schermbeck öffnet ihre Türen.

Von 10 bis 16 Uhr stehen im Begegnungszentrum und auf dem Vorplatz rund 30 Aussteller bereit, um interessierten Senioren und deren Angehörigen ein breites Spektrum an Unterstützungsangeboten vorzustellen.

Älterwerden müssen wir alle. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen, um auch weiterhin selbstbestimmt zu leben und sich fortzubewegen. Die Veranstaltung richtet sich an all jene, die sich über Hilfsmittel, Therapien und weitere Angebote informieren möchten.

Breites Angebotsspektrum für Senioren und Angehörige

Von Treppenliften über Naturheilkunde bis hin zu Physiotherapie – die Aussteller kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Auch Selbsthilfegruppen und Anbieter aus der Entspannungspädagogik sind vertreten. Dieter Rietz, Mitglied des Arbeitskreises des Seniorenbeirats Schermbeck, erklärt: „Wir sind als Seniorenbeirat nach der Wahl angetreten und haben uns überlegt, wo wir Schwerpunkte setzen. Uns war wichtig, die Angebote für Senioren – stationär, teilstationär und ambulant – zu etablieren, bekannt zu machen und den Senioren die Schwellenangst zu nehmen.“

Erfolgreiches Konzept lockt mehr Aussteller an

Die Seniorenmesse erfreut sich wachsender Beliebtheit und findet bereits zum dritten Mal statt. Das Interesse ist groß – in diesem Jahr haben sich deutlich mehr Aussteller angemeldet. „Das zeigt, wie gut das Konzept angenommen wird. Wichtig ist uns dabei, dass es sich um eine rein informative Veranstaltung handelt und keine Verkaufsmesse ist“, freut sich Rainer Endemann, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Seniorenkreis des Seniorenbeirats Schermbeck.

Schwerpunkt: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Ein besonders wichtiges Thema der Messe ist die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Diese Form der Betreuung sorgt für Pflege und psychologische Unterstützung in der letzten Lebensphase und ist rund um die Uhr verfügbar. „Diese Dienstleistung kann mit der Versorgung im Hospiz verglichen werden, jedoch handelt es sich hierbei um eine ambulante Betreuung“, so Dieter Rietz.

Alterssimulationsanzug als Highlight der Messe

Ein besonderes Highlight der diesjährigen Messe ist die Rückkehr des Alterssimulationsanzugs, der bereits bei der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren großen Anklang gefunden hatte. „Dieser Anzug ermöglicht es jüngeren Menschen, die körperlichen Beschwerden des Alters selbst zu erfahren, indem typische Alterserscheinungen wie Knieprobleme, Sehschwierigkeiten und Hüftbeschwerden simuliert werden“, erklärt Rietz. Dank der Unterstützung des katholischen Krankenhauses in Dorsten ist dieser Anzug erneut verfügbar und zieht viele Besucher an.

Zielgruppe: Senioren und ihre Angehörigen

Die Messe richtet sich vor allem an Senioren ab Mitte 60, aber auch deren Angehörige sind regelmäßig vor Ort. Viele Besucher kommen mit konkreten Fragen zu Pflegeproblemen, die sie oder ihre Angehörigen betreffen. In solchen Fällen bietet der Seniorenbeirat Beratung und vermittelt weiterführende Hilfsangebote.

Rainer Endemann betont die Bedeutung der Messe: „Wir möchten den Senioren die Schwellenangst nehmen und ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Die Angebote sollen sowohl stationär als auch teilstationär und ambulant zugänglich gemacht werden.“

Eine informative Veranstaltung, keine Verkaufsmesse

Der Seniorenrat legt großen Wert darauf, dass die Messe eine rein informative Veranstaltung bleibt. „Es ist uns wichtig, dass die Seniorenmesse keine Verkaufsmesse ist. Die Besucher sollen sich ungezwungen informieren und Angebote kennenlernen, die ihnen im Alltag helfen können“, so Rietz.

Mit einem vielfältigen Angebot und einer steigenden Anzahl an Ausstellern zeigt die Seniorenmesse in Schermbeck, wie wichtig und erfolgreich diese Form der Informationsvermittlung ist.

Arno Rüb im Gespräch: Abschied vom Adelheids Spargelhaus und ein Blick in die Zukunft

Interview mit Arno Rüb: Abschied vom Adelheids Spargelhaus und neue Wege mit dem Foodtruck

Im Interview spricht Arno Rüb, langjähriger Inhaber des Adelheids Spargelhauses, über seinen Abschied nach 15 erfolgreichen Jahren, die Gründe für seine Entscheidung und seine Pläne für die Zukunft. Er berichtet von seinen Erfahrungen und Herausforderungen in der Gastronomie, reflektiert über die Bedeutung von Qualität und Regionalität und gibt Einblicke in sein neues Projekt: einen Foodtruck, mit dem er weiterhin kulinarische Akzente in der Region setzen will.

Arno, nach wie vielen Jahren hörst du jetzt hier im Adelheid Spargelhaus auf?

Wir haben also im März 2009 angefangen und hören jetzt eigentlich im Jahr 2024 auf. Das sind 15 Jahre, aber insgesamt hatten wir 16 Mal Spargelzeit bei uns. Diese Zeit haben wir mit viel Liebe, Freude und Kraft gestaltet und auch sehr gerne gemacht. Das Spargelhaus ist ja durch den Spargel bekannt geworden, schon damals von Adelheid, und das hat uns immer sehr viel Freude gemacht.

Warum hörst du auf, und gibt es andere Alternativen?

Ich höre aus verschiedenen Gründen auf. Viele wissen es vielleicht schon: Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, weil ich einfach kürzer treten muss. Ein großes Problem, das viele Gastronomen betrifft, ist auch die Personalfrage. Es wird immer schwieriger, Personal zu finden.

Seit zwei Jahren arbeite ich fast nur noch mit Leihköchen, was sehr anstrengend geworden ist, weil man das Personal nicht immer so einsetzen kann, wie man es braucht. Wir sind eigentlich ständig unterbesetzt. Letztes Jahr habe ich mir einen Foodliner, also einen Foodtruck-Anhänger, gekauft. Mit diesem Foodliner werden wir demnächst auf verschiedenen Märkten in der Region stehen und auch das eine oder andere Fest besuchen, das schon fest für uns gebucht ist. Für nächstes Jahr sieht es also gut aus.

Du bist ja quasi ein Kind der Gastronomie. Hat dir das bis heute Spaß gemacht? Was hast du gelernt, und wie bist du überhaupt dazu gekommen, hier ins Adelheid Spargelhaus einzuziehen?

Ja, genau, ich bin ein Kind der Gastronomie. Meine Mutter ist 1969 nach Erle gezogen und hat mitten im Dorf den „Gasthof zur Femeiche“ geführt. Sie hat das viele Jahre mit Liebe und Freude gemacht und so bin ich aufgewachsen. Im Haus Hecheltjen in Schermbeck habe ich 1983 Koch gelernt. Danach war es irgendwie selbstverständlich, meiner Mutter zu helfen und weiterzumachen.

Gasthof Fem-Eiche Schneemann Erle
Foto: Petra Bosse/Archiv

Zwischendurch hatte ich verschiedene Stationen und 2009 ergab es sich, dass das Spargelhaus ein halbes Jahr leer stand. Wir konnten es übernehmen und da ich schon immer einen Bezug zur Familie Böckenhoff hatte, war es für mich eine große Freude, selbstständig ein Restaurant zu führen und mich frei entfalten zu können.

Was, glaubst du, hat die Qualität des Adelheid Spargelhauses ausgemacht in all den Jahren, seit du hier bist?

Qualität bedeutete für mich immer, Wert auf regionale und frische Lebensmittel zu legen. Wir haben unsere Zutaten hier aus der Umgebung bezogen – Spargel, Heidelbeeren, Erdbeeren, Gemüse – alles, was wir frisch bekommen konnten. Wir hatten Bio-Fleisch vom Hof Rülfing. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese frischen Produkte zu verarbeiten und den Gästen anzubieten.

Rueb-Adelheids-Spargelhaus-Raesfeld-Erle
Annika und Arno Rüb. Foto: Petra Bosse/Archiv

Du hast jetzt einen Food Truck. Wie geht es damit weiter, und was ist damit geplant?

Mit dem Foodtruck haben wir letztes Jahr angefangen, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt in Raesfeld. Das hat sehr viel Spaß gemacht, obwohl wir nicht wussten, was auf uns zukommt. Aber wir waren fast jeden Abend ausverkauft. Wir bieten dort nur eine Handvoll ausgewählter Gerichte an und haben gemerkt, dass es besser ist, sich zu spezialisieren, als ein breites Programm anzubieten. Das kommt bei den Gästen gut an und sie sind offen für Neues.

Wo wirst du mit deinem Food Truck unterwegs sein?

Ich werde schon hauptsächlich hier in der Region bleiben. Es gibt auch Anfragen aus der Nähe von Düsseldorf, da sind wir noch in Verhandlungen. Aber generell werden wir den einen oder anderen Feierabendmarkt besuchen und ansonsten hier in der Region bleiben.

Das Ambiente hier im Spargelhaus ist ja nicht nur von der Lage her etwas Besonderes, sondern du hast hier mit Unterstützung deiner Frau Annika viel geschaffen. Was habt ihr zum Beispiel ganz neu gemacht, seit ihr hier seid?

Als wir 2009 angefangen haben, haben wir ein Restaurant übernommen, das schon ziemlich fertig war, aber es gab noch viel zu tun. Vor allem im Außenbereich mit dem Biergarten haben wir viel investiert. Wir haben den Gästen immer wieder neue Ideen geboten und versucht, uns weiterzuentwickeln, um den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden.

Was war dein größtes Highlight, das du hier in all den Jahren gefeiert oder initiiert hast?

Ein besonders schönes Ereignis war ein Betriebsfest einer großen Firma mit 400 Personen. Hier haben wir ein Schützenfest organisiert, mit Vogelschießen, Paradeplatz, Bierwagen und einem riesigen Smoker. Das ging den ganzen Tag bis in den Abend mit Musik und DJ. Das war ein ganz tolles Fest und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Arno Rüb immer mit neuen und guten Ideen. Foto: Petra Bosse/Archiv

Gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge, und was wünschst du dir für einen möglichen Nachfolger des Adelheid Spargelhauses?

Ja, natürlich gibt es beides. Wir haben es immer gerne gemacht, es war für Annika und mich wie ein Kind. Es fällt uns schwer, das aufzugeben, denn wir haben viel Herzblut reingesteckt und viele Stammgäste gewonnen.

Im Moment haben wir leider noch keinen neuen Pächter. Es gab zwar einige Bewerber, aber die Gastronomie ist derzeit sehr schwierig. Man muss ein überzeugendes Konzept haben, um die Gäste weiterhin zu begeistern und eine gute Küche weiterzuführen.

Noch eine persönliche Frage: Kannst du persönlich noch Spargel sehen und essen?

Ja, ich persönlich kann noch Spargel sehen und essen. Es ist immer auf dreieinhalb Monate im Jahr begrenzt. Aber die Spargelzeit ist eigentlich immer die schönste Zeit. Da haben wir am meisten zu tun. Es macht allen Spaß und Freude, immer wieder mit neuen Kreationen ein vernünftiges Gericht auf den Tisch zu bringen. Und auch die Gäste haben sich immer sehr auf die Spargelzeit gefreut. Das war natürlich auch immer unsere Hauptsaison, diese dreieinhalb Monate. Da war schon viel los.

Spargelsaison Adelheids Spargelhaus in Raesfeld-Erle
Spargelgerichte – Klassisch, oder neue Varianten, wie geschmorte Bäckchen vom bunten Bentheimer Schwein mit frischem Spargel, gab es im Adelheids-Spargelhaus. Foto: Petra Bosse/Archiv

Was ist dein Tipp, Spargel in welcher Version zu zubereiten?

Spargel ist immer sehr interessant. Man kann sehr viel damit machen. Wir haben festgestellt, dass die Klassiker immer gehen, aber auch neue Kreationen. Die Gäste sind offen für auch mal was anderes, was neues, was man so noch nicht kennt. Wir haben Spargel mit Ziegenkäse gemacht, mit geschmorten Backen, klassisch mit Schinken, wie es sich gehört. Aber wenn wir mal ein besonderes Gericht hatten, wo wir eine Wochenendempfehlung gemacht haben, dann fanden die Gäste das immer toll. Also ich glaube, dieser Spargelhype wird bleiben, wenn man es weiterhin vernünftig macht. Also dann wünschen wir dir alle viel Glück und ich denke, der eine oder andere, der dich kennt, wird dich irgendwo auf den Märkten sehen.

Vielen Dank fürs Interview.

Petra Bosse

Unwetter sorgte auch in Schermbeck für Einsätze

Am Dienstagabend rückten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei im gesamten Kreis Wesel aufgrund eines Unwetters aus. Auch die Feuerwehr Schermbeck war betroffen.

Ab etwa 18:45 Uhr wurden alle Löschzüge der Feuerwehr Schermbeck wegen der Unwetterlage alarmiert. Im gesamten Gemeindegebiet kam es zu verschiedenen Einsätzen, die die Einsatzkräfte nach Priorität abarbeiteten.

Unwetter-Schermbeck-August-2024
Foto: Feuerwehr Schermbeck

Sturmschäden im Gemeindegebiet

Zahlreiche Bäume stürzten auf Fahrbahnen und Wege. Diese Hindernisse beseitigten die Einsatzkräfte mit Kettensägen.

Abschluss der Einsätze

Gegen 22:00 Uhr beendeten die Einsatzkräfte alle Einsätze, und die Unwetterlage für die Feuerwehr Schermbeck wurde aufgehoben.

Kreis Wesel – Witterungsbedingte Einsätze nach Gewitter

Witterungsbedingt kam es im Kreis Wesel am Dienstag (13. August), zwischen 18.45 Uhr und 21.15 Uhr zu rund 30 Einsätzen unter Einbindung der Polizei.

Überwiegend kam es zu 21 Gefahrenstellen aufgrund umgestürzter Bäume und Zäune.

Am Auesee in Wesel kam es zu Verkehrsstörungen, da alle Badegäste gleichzeitig den See und den Parkplatz verlassen wollten. Durch kurzfristiges Entfernen von Pollern konnte die Verkehrssituation aufgelöst werden.

Auf der Uedemer Straße in Marienbaum wurde ein Scheunendach komplett abgedeckt und in die nebenstehenden Bäume geweht.

In Moers wurde ein Baum auf die Gleise der Bahn gedrückt, die Notfallleitstelle der Bahn und die Feuerwehr beseitigten diesen.

Am Bahnübergang Grenzstraße (Voerde) kam es zu einem Blitzeinschlag in die Oberleitung. Daraufhin entstand ein Brand und Kabel lösten sich. Die Notfallleitstelle der Bahn kümmerte sich darum.

Die Fahrbahn der Gartenstraße in Friedrichsfeld war temporär überflutet.

Auf der Schmidtstraße in Wesel und am Markt in Flüren fielen Gegenstände (Dachpfannen / Äste) auf geparkte Autos.

An der Annastraße in Asberg schlug der Blitz in eine Grundschule ein. Hierdurch löste der Einbruchalarm aus. Es entstand nach ersten Erkenntnissen kein nennenswerter Schaden.

In einem Kieswerk in Winterswick wurde durch die Witterung ebenfalls ein Fehlalarm ausgelöst.

Eine Bombenentschärfung in Rheinberg musste wegen des durchziehenden Gewitters kurzzeitig unterbrochen werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde bei dem Unwetter niemand verletzt.

Kruse & Blanke Konzert auf der Kultur-Deele Rittmann in Üfte

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Die Kultur-Deele auf Rittmanns‘ Hof in Schermbeck-Üfte bietet am 13. September (Freitag) ein besonderes Konzerterlebnis.

Michael Rittmann möchte mit diesem Event noch mehr Gäste für seine Location begeistern. An diesem Abend treten Kruse & Blanke auf, zwei Musiker, die nicht nur in der Region bekannt sind, sondern seit über 30 Jahren deutschlandweit unterwegs sind.

Umfangreiche Songliste

Michael Kruse, der Gitarre spielt und singt, hat einst das Goldene Mikrofon gewonnen. Sein Partner Detlef Blanke, Bassist und ebenfalls Sänger, betreibt ein eigenes Musikstudio. Beide sind Musiker für ihre interaktive und publikumsnahe Kunst bekannt. Ihre umfangreiche Songliste reicht von Klassikern wie den Beatles, Simon & Garfunkel und Eric Clapton bis hin zu modernen Künstlern wie Elton John, Oasis und Robbie Williams.

„Unsere Konzerte verlaufen nicht einfach nach einer Songlist, wir sind immer in Interaktion mit dem Publikum.“ So beschreibt Michael Kruse die sehr kommunikative und publikumsnahe Atmosphäre auf
den Konzerten. „Ruhig sitzen zu bleiben wird da schwerfallen, denn irgendwann kommt
das ganz persönliche Lieblingslied.“

Tickets für das Konzert

Tickets für das Konzert gibt es für 15 Euro im Vorverkauf bei Garten & Mehr auf der Kultur-Deele Rittmann, Lofkampweg 61 in Schermbeck-Üfte. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Getränke und kleine Snacks stehen bereit.

Lehrkräfte-Klage erfolgreich: Verwaltungsgericht stoppt Abordnungen an Grundschulen

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Das Verwaltungsgericht Münster hat am 6. August 2024 den Eilanträgen von Lehrkräften aus Münster und Umgebung stattgegeben und ihre Abordnung an Grundschulen in Gelsenkirchen und Münster vorerst gestoppt.

Die Richter entschieden, dass die aufschiebende Wirkung der Klagen angeordnet wird.

Kritik am Auswahlverfahren der Schulen

In der vergangenen Woche hat das Verwaltungsgericht in zwei Fällen Lehrerabordnungen ins Ruhrgebiet gestoppt. Die Richter bemängelten insbesondere die Auswahlverfahren an den betroffenen Schulen. Durch diese Entscheidung können die betroffenen Lehrkräfte nach den Sommerferien weiterhin an ihren Stammschulen unterrichten.

Hintergrund: Abordnungen aus dienstlichen Gründen

Ein Dutzend Eilanträge von Lehrkräften aus Münster und Umgebung ging den Beschlüssen voraus. Die Bezirksregierung hatte die Abordnungen mit der Notwendigkeit begründet, Versorgungslücken an Grundschulen in Städten wie Gelsenkirchen, Bottrop und Recklinghausen zu schließen. Lehrkräfte von überbesetzten Gymnasien sollten für die Dauer der Abordnung einspringen.

Ziel: Faire Bildungschancen für alle

Laut Schulministerium NRW sei es eine der wichtigsten Aufgaben, in ganz Nordrhein-Westfalen für faire Bildungschancen zu sorgen. Dazu müssten in Zeiten des Lehrkräftemangels vorhandene Ressourcen gezielt eingesetzt werden. Das Instrument der zeitlich begrenzten Abordnung werde seit Jahren von den Bezirksregierungen genutzt, um Schulen mit besonders großem Personalbedarf zu unterstützen. Diese Maßnahme wurde insbesondere seit dem Handlungskonzept Unterrichtsversorgung 2022 verstärkt angewendet.

Gericht bestätigt Abordnungen im Grundsatz

Das Verwaltungsgericht Münster bestätigte grundsätzlich, dass Abordnungen aus dienstlichen Gründen zulässig seien, um die Unterrichtsversorgung zu sichern. Lehrkräfte bleiben dabei ihrer Stammschule zugeordnet, verrichten jedoch vorübergehend ihren Dienst an einer anderen Schule mit Bedarf.

Entscheidung als Einzelfallprüfung

Landesweit waren Anfang April 2024 knapp 9.300 Lehrkräfte von ihrer Stammschule abgeordnet. Die Entscheidung, ob eine Lehrkraft abgeordnet wird, wird stets als Einzelfallprüfung durch die Schulaufsicht und unter Beteiligung der Personalvertretungen getroffen. Lehrkräfte haben die Möglichkeit, diese Entscheidungen gerichtlich überprüfen zu lassen.

Abordnungen bleiben unverzichtbar

Das Schulministerium betont, dass Abordnungen auch in Zukunft notwendig bleiben, um faire Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Die Bezirksregierungen werden weiterhin klare Kriterien für Abordnungsentscheidungen anwenden, um sicherzustellen, dass diese Maßnahmen gerecht und wirksam sind. Die betroffenen Schulen begrüßen die Unterstützung durch abgeordnete Lehrkräfte und sind für deren Einsatz vor Ort dankbar.

Hitzewarnung für den Kreis Wesel am 13. August

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den 13. August eine Hitzewarnung für den Kreis Wesel und die umliegende Region herausgegeben. Laut DWD wird sich die starke Wärmebelastung vom Montag auch am Dienstag fortsetzen. Besonders betroffen sind ältere und pflegebedürftige Menschen, da die Hitze für sie eine erhebliche gesundheitliche Gefahr darstellt.

Neben der allgemein hohen Temperatur am Tag besteht laut Hitzewarnung eine zusätzliche Belastung durch die verringerten nächtlichen Abkühlung, insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten. Dies kann dazu führen, dass sich Wohnungen und Häuser stark aufheizen und die Temperaturen auch in den Nachtstunden nicht genügend abkühlen, was den Schlaf und die Erholung beeinträchtigen kann.

Wichtige Hinweise zum Schutz vor der Hitze

Um sich vor den gesundheitlichen Risiken der Hitze zu schützen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

  1. Hydration: Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Tees. Vermeiden Sie alkoholische und koffeinhaltige Getränke, da diese den Körper zusätzlich belasten können.
  2. Kühlung: Halten Sie Ihre Wohnräume kühl, indem Sie tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten und erst in den späten Abendstunden lüften. Nutzen Sie Ventilatoren oder Klimageräte, wenn verfügbar.
  3. Sonnenschutz: Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, besonders in den Mittagsstunden. Tragen Sie leichte, helle Kleidung und bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Hut oder einer Kappe.
  4. Körperliche Aktivitäten: Reduzieren Sie körperliche Anstrengungen auf ein Minimum, insbesondere während der heißesten Stunden des Tages. Wenn möglich, verlegen Sie sportliche Aktivitäten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
  5. Besondere Vorsicht bei Risikogruppen: Achten Sie besonders auf ältere und pflegebedürftige Menschen in Ihrem Umfeld. Sorgen Sie dafür, dass sie ausreichend trinken und sich in kühlen Räumen aufhalten. Bieten Sie Hilfe an, wenn nötig, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
  6. Notfallvorsorge: Informieren Sie sich über die Symptome eines Hitzeschlags und Hitzekollapses. Im Notfall sollte sofort ein Arzt oder der Rettungsdienst kontaktiert werden.

Der DWD rät, die Hitzewarnung nicht zu unterschätzen und sich frühzeitig auf die hohen Temperaturen vorzubereiten. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Risikogruppen, die durch die Hitze besonders gefährdet sind.

Schermbeck: Verkehrskontrolle führt zur vorläufigen Festnahme

Am Montagabend gegen 20 Uhr kontrollierten Polizisten auf der Mittelstraße in Schermbeck einen 34-jährigen Autofahrer aus Schermbeck.

Während der Kontrolle ergab sich der Verdacht, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stehen könnte. Ein vor Ort durchgeführter Drogenvortest bestätigte diesen Verdacht.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten verschiedene Betäubungsmittel, darunter auch „harte Drogen“. Zudem entdeckten sie vier Mobiltelefone, Drogenutensilien, die auf einen Handel mit Betäubungsmitteln hinweisen, sowie Bargeld in szenetypischer Stückelung.

Der 34-Jährige wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache Ost gebracht, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm.

Schermbecker Motorradfahrer in Raesfeld schwer verletzt

Am späten Samstagnachmittag ereignete sich auf der Heidener Straße in Raesfeld ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein 42-jähriger Motorradfahrer aus Schermbeck schwer verletzt wurde.

Wie bereits berichtet, fuhr ein 36-jähriger Autofahrer aus Raesfeld ortsauswärts auf der Heidener Straße und bog gegen 16:55 Uhr an der Kreuzung Heidener Straße/Roringshook/Schulten Matt nach links in den Wirtschaftsweg Schulten Matt ab. Dabei kollidierte er mit dem entgegenkommenden Motorradfahrer aus Schermbeck.

Rettungsmaßnahmen

Der schwer verletzte Motorradfahrer wurde sofort von Rettungskräften versorgt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Duisburg gebracht.

Unfallfolgen

Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt und mussten von einer Abschleppfirma geborgen werden. Die Unfallstelle blieb für die Dauer der Unfallaufnahme für mehrere Stunden komplett gesperrt.

Leserbrief – Kritik an Rechtsgutachten: Menschenrechte werden nicht ausreichend berücksichtigt

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In seiner Erwiderung bezieht sich der Verfasser Lars E. Broch auf einen anonymen Leserbrief, der ein vom Verein in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kritisierte.

In der vergangenen Woche veröffentlichte unser Verein ein von uns in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, worüber Schermbeck-online berichtete.

Als Reaktion auf dieses Gutachten wurde auf der gleichen Plattform kurz darauf ein anonymer Leserbrief veröffentlicht, der kritisierte, dass dieses Gutachten nicht auf die psychische Belastung Rissbetroffener eingehen würde.

Bei der Beauftragung des Gutachtens gab es eine klare Fragestellung, welche lautete: Gibt es eine rechtliche Vorgabe, die Haus- und Weidetierhaltern vorschreibt, wolfabweisende Zäune zu errichten – insbesondere in der Tierschutznutztierverordnung und / oder im Tierschutzgesetz.

Diese Frage wurde beantwortet.

Wir gestatten uns daher den Vergleich, das hier Äpfel mit Birnen vermischt werden und dass es de facto übrigens momentan unmöglich ist, ein derartiges Gutachten zu erstellen.

Es gibt nämlich keine Studien oder sonstigen validen Daten hierzu, auf dessen Basis dieses Gutachten geschrieben werden könnte.

So wurden zwar bereits im Oktober 2023 Teilnehmer an einer solchen Studie gesucht – beispielsweise hier: https://www.facebook.com, oder siehe unten.

nur liegt hier bislang offenbar kein Ergebnis vor. Ob Mangels Beteiligung oder aus anderen Gründen, entzieht sich unserer Kenntnis.

Welche Intention dahinter steckt, diesen Brei aus Äpfeln und Birnen herzustellen übrigens auch.

Lars E. Broch 1. Vorsitzender, Weidezone Deutschland e.V.

Deutschland, Wolfsland, 31.10.2023 – Im Land mit der mutmaßlich höchsten Wolfsdichte der Welt hat es schon viele Schockmomente gegeben. Offiziell gab es im vergangenen Jahr 4.366 gerissene Weidetiere – plus Dunkelziffer sowie all die Vorfälle, die als „nicht wolfsverursacht“ eingestuft wurden. Aber das ist ein anderes Thema.

Heute geht es um das, was zurückbleibt. Das, was Wölfe bei den Haus- und Weidetierhaltern hinterlassen, deren Herden teilweise um ein Viertel reduziert werden, die tagelang angebissene Kadaver einsammeln müssen, die die Nächte auf den Weiden verbringen oder im zweistündigen Rhythmus um ihre Flächen patrouillieren – immer in der Hoffnung, dass nichts geschehen ist und nichts geschehen wird.

Aber es geht auch darum, wie sich die Menschen fühlen, die mitten im Wolfsgebiet leben, mit ihren Haustieren, Weidetieren, Kindern.

Es geht kurz gesagt um die psychischen Folgen.

Um diese zu verdeutlichen, werden aktuell Betroffene gesucht, die bereit sind, ihre Befindlichkeiten wie Belastungsstörungen, Depressionen, Alltagsschwierigkeiten – gerne auch anonym – zu schildern.

Wichtig ist auch, was sich nach einem Wolfsübergriff auf die eigenen Haus- und Weidetiere entwickelt hat und wie man sich jetzt nach dem Erlebten fühlt.

Diese Schilderungen sollen zu einer Studie zusammengefasst werden, mit dem Ziel, die Situation mit fachlich fundierter Kompetenz zu beleuchten und gleichzeitig ein Beratungs- und medizinisches Behandlungsangebot für die Betroffenen aufzubauen. Die Einhaltung des Datenschutzes (Arztgeheimnis) und Anonymität werden zugesichert!

Die Studie wird von Karen Hendrix, Psychiaterin und Fachärztin für Psychotherapie an einer Klinik in Bayern, angestrengt. Karen arbeitet bereits jetzt ausschließlich mit Landwirtinnen und Landwirten – wer sich darüber informieren möchte klicke hier:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Feierlicher Auftakt – Feldmesse zum Trachtenschützenfest in Üfte 2024

Das Trachtenschützenfest in Üfte-Overbeck verbindet alle fünf Jahre Jung und Alt in einer festlichen Feier der Tradition und Gemeinschaft. In diesem Jahr erwarten die Besucher vom 7. bis 9. September ein buntes Programm mit traditionellen Tänzen, farbenfrohen Aufführungen und fröhlichen Partynächten.

Königspaar und Thron Trachtenschützengilde Üfter 2019
Foto: Petra Bosse

Der Zusammenhalt zwischen Jung und Alt sei das Schönste am Trachtenschützenfest in Üfte-Overbeck, sagen die aktiven Mitglieder der Trachtenschützengilde. Dieses besondere Fest bringt alle fünf Jahre die Menschen zusammen, um Traditionen zu feiern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Feldmesse-Uefte-Hof-Möllmann-Trachtenschützenfest-2024
Foto: Petra Bosse

Vorfreude auf das Fest

Auch in diesem Jahr blicken die Bewohner von Schermbeck, Raesfeld und weit darüber hinaus mit großer Vorfreude auf das traditionsreiche Fest in der kleinen Bauernschaft Üfte-Overbeck, das zwischen Schermbeck und Erle liegt. Die traditionellen Tänze in westfälischer Bauerntracht und die farbenfrohen Aufführungen sind nur ein Teil des bunten Programms, das am 7., 8. und 9. September gefeiert wird.

Vorfeier und Feldmesse Trachtenschützenfest Üfte 2024

Ein Fest im Herzen der Tradition

Der Auftakt des Festes fand am Samstag an der Scheune von Möllmann statt. Dort wurde die Messe zur Vorfeier von Pastor Xavier Muppala und den Üfter Jagdhornbläsern musikalisch begleitet. Natürlich war Pastor Muppala, wie es sich für eine so traditionsreiche Veranstaltung gehört, stilecht in westfälischer Bauerntracht und mit Holzklumpen an den Füßen gekleidet. In seiner Predigt hob er die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt hervor: „In einer Zeit, in der unser Leben oft von Nachrichten über Krieg, Durcheinander und Unsicherheit geprägt ist, brauchen wir Orte der Geborgenheit und des Miteinanders mehr denn je. Hier, in dieser Gemeinschaft, finden wir Halt und Orientierung. Gemeinsam erleben wir, was es heißt, sich getragen zu fühlen – nicht nur von Gott, sondern auch von den Menschen, die uns umgeben.“

Vorfeier und Feldmesse Trachtenschützenfest Üfte 2024

Eine lange Partynacht

Nach der Messe ging es in der festlich geschmückten Scheune weiter. Die Gäste wurden mit einem reichlich gefüllten Buffet empfangen, bevor eine lange und fetzige Partynacht begann, die sicher in Erinnerung bleiben wird.

Trachtenschützenfest

Die weiteren Highlights des Festes

Für alle, die sich auf das Fest vorbereiten möchten, hier die wichtigsten Termine auf einen Blick:

Festfolge

Samstag, 7. September
20 Uhr: Eröffnungsfeier und Tanz im Festzelt mit der Tanzband „HERZSCHLAG“

Sonntag, 8. September
15 Uhr: Aufmarsch auf der Festwiese
Begrüßung durch den 1. Reckenmeister
Ehrungen, Festumzug, Parade, Trachtentänze
Kaffee und Kuchen im Festzelt
20 Uhr: Großer Klumpenball mit der Tanzband „BORDERLINE“

Montag, 9. September
9 Uhr: Gottesdienst, Kranzniederlegung am Ehrenmal, Festzug zum Marienheim
11.30 Uhr: Antreten an der Vogelstange
16 Uhr: Aufmarsch auf der Festwiese
Ehrungen des neuen Königspaares, Umzug, Trachtentänze
20 Uhr: Großer Königsball im Festzelt mit der Tanzband „BlindDate“

Freuen Sie sich auf ein Fest voller Tradition, Gemeinschaft und fröhlicher Stunden!

Predigt bei der Feldmesse von Pastor Xavier Muppala
Foto: Petra Bosse

Auszug aus der Predigt von Pastor Xavier Muppala (St. Ludgerus Schermbeck)

Liebe Gemeinde,

wir sind heute hier zusammengekommen, um unter freiem Himmel Gottes Nähe zu spüren und Gemeinschaft zu erleben. Dieser Ort, fernab von Hektik und Alltag, schenkt uns die Möglichkeit, uns auf das Wesentliche zu besinnen: die Begegnung mit Gott und miteinander.

Die Bedeutung von Gemeinschaft

In einer Zeit, in der unser Leben oft von Nachrichten über Krieg, Durcheinander und Unsicherheit geprägt ist, brauchen wir Orte der Geborgenheit und des Miteinanders mehr denn je. Hier, in dieser Gemeinschaft, finden wir Halt und Orientierung. Gemeinsam erleben wir, was es heißt, sich getragen zu fühlen – nicht nur von Gott, sondern auch von den Menschen, die uns umgeben. In der Begegnung mit anderen Menschen finden wir Trost, Freude und Unterstützung. Diese Gemeinschaft ist ein Geschenk, das wir pflegen und schätzen sollten.

Feiern als Ausdruck unseres Glaubens

Feste und Feiern haben in unserem Glauben eine tief verwurzelte Bedeutung. Sie sind Momente, in denen wir nicht nur mit dem Verstand, sondern mit allen Sinnen erleben, was Glaube bedeutet. Rituale, Musik, das Singen von Liedern und das Tanzen – all das sind Ausdrucksformen unserer Spiritualität, die uns tief in unserer Seele berühren. Wenn wir feiern, geben wir unseren Emotionen Raum, lassen Freude und Dankbarkeit spürbar werden. Solche Feste sind keine bloßen Traditionen; sie sind Heilung für unsere Seele. Sie erinnern uns daran, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten voller Schönheit und Hoffnung ist.

Spontanität und Freude im Glauben

Ein besonderer Aspekt dieser Feierlichkeit ist die Spontanität, die uns in die Lage versetzt, uns frei und ungezwungen auszudrücken. Im Alltag sind wir oft gefangen in den Erwartungen und Zwängen, die an uns gestellt werden. Doch hier, bei diesem Gottesdienst im Freien, dürfen wir so sein, wie wir sind. Wir dürfen fröhlich und ausgelassen sein, dürfen singen und tanzen, dürfen lachen und uns freuen – all das in dem Wissen, dass Gott uns so annimmt, wie wir sind.

Die heilende Kraft des Glaubens

Die Rituale, die Musik und die gemeinschaftlichen Erlebnisse, die wir hier teilen, haben eine heilende Kraft. Sie stärken uns, sie geben uns Mut, sie helfen uns, unsere Sorgen und Ängste loszulassen und uns auf das Gute im Leben zu konzentrieren. In diesen Momenten fühlen wir uns verbunden – mit Gott und miteinander. Diese Verbundenheit ist es, die unsere Seele heilt und uns Kraft für den Alltag schenkt.

Schlussgedanken

Lassen Sie uns also feiern, liebe Gemeinde. Feiern wir die Begegnung mit Gott und die Begegnung miteinander. Lassen wir uns von der Freude und der Gemeinschaft tragen, und nehmen wir diese Kraft mit zurück in unser Leben. Möge dieser Gottesdienst uns alle stärken und uns erinnern, dass wir nie allein sind, sondern immer Teil einer größeren Gemeinschaft, in der Gottes Liebe uns verbindet und führt.

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Leserbrief: Menschenrechte im Gutachten nicht ausreichend berücksichtigt

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Das Gutachten ist grundsätzlich zu begrüßen, allerdings fehlt ein wesentlicher Aspekt: Die Menschenrechte, wie sie im Grundgesetz verankert sind, werden nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Diskussion um den Schutz von Weidetieren und den Einfluss von Wolfsübergriffen auf die betroffenen Menschen hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dabei stehen nicht nur die physischen, sondern auch die psychischen Auswirkungen im Fokus. Insbesondere der Schutz der seelischen Unversehrtheit, wie er im Grundgesetz verankert ist, wird in dieser Debatte oft vernachlässigt.

Das Gutachten ist zu begrüßen

Mir persönlich fehlt jedoch der schwerwiegende Aspekt, dass grundsätzlich Menschenrechte gemäß Grundgesetz außer Acht gelassen werden. Der Artikel 2 des Grundgesetzes, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, beinhaltet auch das Recht auf seelische Unversehrtheit.

Begründung

Durch die Erfahrungen und daraus resultierenden seelischen Schäden nach Wolfsübergriffen ist die seelische Unversehrtheit nicht mehr gegeben. Betroffene leiden oft unter PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen), Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Depressionen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit.

Vernachlässigung der Weidetierhalter

Menschen, hier den Weidetierhaltern, wird dies von Naturschutzverbänden, von der Gesellschaft und schlimmer noch von der Politik wie selbstverständlich zugemutet. Dies ist grob fahrlässig und übergriffig. Dies wird auch noch rechtlich zu klären sein!

Fehlender Konsens und fehlender präventiver Schutz

Als ehemalige Weidetierhalterin recherchiere ich nun seit acht Jahren zur Wolfsthematik und musste feststellen, dass niemals Entscheidungen der Naturschutzverbände im Konsens mit Weidetierhaltern stattfinden und auch niemals präventiv zum Schutz von Menschen und Weidetieren, sondern immer nur der Schutz von Wölfen (und Bären, Goldschakalen) höher bewertet wird als Menschenrechte. Im Übrigen wird auch das Recht auf freie Lebensgestaltung, auch mit Weidetieren, missachtet.

Gaslighting durch Naturschützer

Im Gegenteil, die ständige Bagatellisierung der Verluste von Weidetieren, trotz gefordertem, überbordendem Herdenschutz, das Herunterspielen des Leids, der Sorgen, Nöte und Ängste und das Suggerieren falscher Wahrnehmung, wie es meist von Naturschützern geschieht, ist als Gaslighting anzusehen. Dies bedeutet seelische Gewalt, wofür sogar das Gesundheitsamt-Bayern Hilfsangebote für betroffene Opfer anbietet.

Seelische Gewalt durch Naturschutzverbände

Der Umstand, dass die Attacken der Naturschützer als seelische Gewalt anzusehen sind – Gaslighting –, sollte auch mal Erwähnung finden! Meiner Meinung nach sollte dies, wie Mobbing, unter Strafe gestellt werden!

Die Belastung der Weidetierhalter

Die bayerische Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Karen Hendrix, selbst auch Landwirtin, behandelte über Jahre in einer psychiatrischen Fachklinik eine Abteilung mit nur Landwirten, von denen einige bestätigten, dass „der Wolf ihnen den Rest gegeben hat“. Mittlerweile arbeitet Frau Hendrix in eigener Praxis und behandelt nur Landwirte, zum Glück erfolgreich, wenn auch mühsam. Übrigens bietet sie auch Notfallbehandlung in ganz Deutschland an, via Telemedizin (online), was von Krankenkassen oder der SVLFG übernommen wird.

Verdacht auf wirtschaftliche Interessen der Naturschutzverbände

Nach aller Recherche drängt sich mir der Verdacht auf, dass es den Naturschutzverbänden nicht um die Raubtiere (Wölfe, Bären) geht, sondern um deren Geschäftsmodell mit den Tieren und um Macht! Sie verdienen Millionen Euro jährlich, alleine durch Fördergelder aus der EU – zum Schutz der Wölfe, wofür die Bedingung eine noch zu niedrige Wolfsanzahl ist. Deshalb besteht kein Interesse an korrektem Monitoring, weil bei ausreichender Anzahl kein Geld mehr fließt und es keine Nachweispflicht über die Verwendung gibt. Weiterhin profitieren sie von Agrarsubventionen für ihre Flächen (Bestreben nach mehr Flächenübernahmen), Spenden, Wolfspatenschaften, Vorträgen etc. Dieses Geschäftsmodell wollen sie sich nicht kaputt machen lassen und täuschen und belügen die Bevölkerung seit Jahren darüber, unter dem Vorwand Naturschutz!

Die starke Lobby der Naturschutzverbände

Sie haben über Jahrzehnte eine starke, sehr mächtige Lobby, auch in der EU, aufgebaut, gegen die kaum anzukommen ist, solange der hohe Schutzstatus in den FFH-Richtlinien bestehen bleibt. Deswegen wehren sie sich mit aller Kraft gegen die Absenkung!

Eine Theorie nach Jahren der Recherche

So ist meine und übrigens auch die Theorie anderer mit dem Thema befassten Spezialisten nach vielen Jahren Recherche.

Die Vernachlässigung der Weidetierhalter

Jeder vernünftige Mensch mit klarem, empathischen Menschenverstand hätte längst Abhilfe für die Weidetiere und ihre Halter geschaffen, um das große Leid zu beenden und dafür gesorgt, dass auch die übrige Bevölkerung nicht in Gefahr gerät! Es gibt Beispiele genug aus der Vergangenheit über die Gefährlichkeit von Wölfen! Professor Jean-Marc Moriceau von der Universität Caen/Provence recherchierte über viele Jahre und fand in Archiven französischer Kirchenbücher über einen Zeitraum von 500 Jahren mehr als 10.000 dokumentierte, durch Wölfe getötete Menschen. Beisetzungen und Geburten wurden dort schon immer in Kirchenbüchern festgehalten. Leider gibt es seine Bücher nur auf Französisch.

Einseitiger Schutz von Wölfen durch Naturschützer

Aber für Naturschützer gibt es nur ihr „heiliges, goldenes Kalb“, aus genannten Gründen. Die übrige Tierwelt ist ihnen nicht schützenswert, was die verblendete Ideologie erkennen lässt! Es stinkt vielmehr zum Himmel, viele Menschen wissen das und unternehmen nichts gegen die starke Lobby der „Spendensammel-Vereine“. Es macht wütend, hilflos und fassungslos!

Aufgeben ist keine Option

Dennoch ist Aufgeben keine Option! Ich werde mit meinen Mitstreitern weiter für die Rechte von Weidetieren und ihrer Halter kämpfen!

*Hinweis: Name ist der Redaktion bekannt.

Dieser Leserbrief spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und nicht notwendigerweise die Ansichten, Positionen oder Meinungen der Heimatmedien GmbH oder ihrer Redaktion. Der Verfasser ist allein verantwortlich für den Inhalt und die Aussagen in diesem Leserbrief.

Rechtsgutachten: Weidetierhalter wehren sich gegen wachsende Wolfsprobleme

Wolfabweisende Zäune: Herausforderung für Tierhalter

Die Zahl der Wölfe in Deutschland nimmt stetig zu, was zu steigenden Schäden durch Angriffe auf Haus- und Weidetiere führt.

Am 7. August 2024 wurde im Wolfsgebiet Schermbeck, Nordrhein-Westfalen, erneut deutlich, dass „wolfabweisende“ Zäune in der Praxis kaum umsetzbar sind. Diese Zäune bieten keinen zuverlässigen Schutz für Schafe, Rinder oder Pferde. Dennoch müssen Weidetierhalter diese hohen Anforderungen erfüllen, obwohl die Zäune die Wölfe nicht wirksam davon abhalten, Haus- und Weidetiere zu reißen.

Kritik von Naturschützern und rechtliche Klärung

Nach Wolfsangriffen fordern selbsternannte „Naturschützer“ immer wieder, dass Weidetierhalter, die ihre Tiere nicht mit „wolfabweisenden“ Zäunen schützen, angezeigt werden. Der Verein Weidezone Deutschland e. V. möchte den betroffenen Tierhaltern eine Stimme geben und ihre Interessen vertreten. Aus diesem Grund beauftragte der Verein den Fachanwalt für Agrarrecht Christian Teppe mit der Erstellung eines Rechtsgutachtens. Teppe sollte klären, ob eine gesetzliche Verpflichtung zum Errichten solcher Zäune besteht.

Rechtsgutachten: Wölfe als Problem identifiziert

In seinem Gutachten kommt Rechtsanwalt Teppe zu dem Schluss, dass keine Strafbarkeit der Weidetierhalter vorliegt. Vielmehr sieht er die Wölfe selbst als Problem sowohl in den Wäldern als auch auf den Weiden. Teppe warnt zudem, dass die Anforderungen an wolfabweisende Zäune weitere Gefahren für den Naturschutz bergen. Er fordert ein Umdenken in der Gesellschaft, insbesondere in den Behörden und der Politik, und spricht sich für die Aufnahme des Wolfes in das Jagdgesetz aus.

Fazit: Anforderungen an Tierhalter unverhältnismäßig

Lars Eric Broch, Vorsitzender des Vereins Weidezone Deutschland e.V., fasst zusammen: „Die Anforderungen an die Weidetierhalter sind nicht mehr verhältnismäßig, eine
strafrechtliche Verfolgung völlig fehlgeleitet.“

Rechtsgutachten zur Weidetierhaltung und Wolfsproblematik in DeutschlandDas Wichtigste zusammengefasst:

In einem aktuellen Rechtsgutachten von Christian Teppe, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Agrarrecht, werden die rechtlichen und praktischen Herausforderungen der Weidetierhaltung im Kontext der zunehmenden Wolfsbestände in Deutschland umfassend analysiert. Das Gutachten beleuchtet die Folgen der steigenden Wolfszahlen, die Problematik der wolfssicheren Zäune, und die daraus resultierenden rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten für die Weidetierhalter. Es zeigt zudem auf, wie diese Entwicklungen die Artenvielfalt beeinträchtigen und welche verfassungsrechtlichen Abwägungen notwendig sind. Schließlich werden notwendige Reformen und Maßnahmen vorgeschlagen, um die Situation für Weidetierhalter zu verbessern.

1. Zunahme der Wolfszahlen und die Folgen für Weidetierhalter

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Wölfe in Deutschland stetig gestiegen. Diese Entwicklung wird vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) als ein bedeutender Erfolg für den Naturschutz gefeiert. Jedoch ignoriert NABU oft die negativen Auswirkungen dieser Zunahme auf die Weidetierhalter, deren Tiere zunehmend Opfer von Wolfsangriffen werden. Die damit verbundenen Herausforderungen und Gefahren für den Artenschutz werden häufig außer Acht gelassen.

Die steigenden Wolfszahlen haben dazu geführt, dass Weidetiere wie Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde vermehrt Opfer von Wolfsrissen werden. Dies stellt nicht nur eine Bedrohung für das Einkommen der Weidetierhalter dar, sondern auch für das traditionelle Kulturgut der Weidetierhaltung in Deutschland.

2. Wolfssichere Zäune: Theorie und Praxis

Wolfssichere Zäune gelten als eine der Hauptmaßnahmen, um Weidetiere vor Angriffen zu schützen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Zäune kaum umsetzbar und in der Regel nicht effektiv sind. Trotz dieser Schwierigkeiten werden Weidetierhalter nach einem Wolfsriss oft kritisiert und strafrechtlich verfolgt, wenn sie angeblich nicht ausreichende Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Dies führt zu einer enormen Belastung für die Tierhalter, die sich zunehmend rechtlichen und gesellschaftlichen Vorwürfen ausgesetzt sehen.

Herdenschutzhunde

Das Halten von Herdenschutzhunden erfordert eine spezielle Ausbildung und fundierte Fachkenntnisse. Trotz ihres Einsatzes zeigen jedoch vermehrte Vorfälle, dass Weidetiere weiterhin gerissen werden können. Im Landkreis Aurich wurde beispielsweise ein Pony trotz des Einsatzes von drei Herdenschutzhunden getötet. Daher bietet auch diese Form des Herdenschutzes keine absolute Sicherheit für Weidetiere.

3. Rechtsunsicherheit und wirtschaftliche Belastungen

Die Unsicherheit bezüglich der gesetzlichen Anforderungen an den Schutz vor Wölfen führt dazu, dass viele Weidetierhalter aus Angst vor Strafverfolgung keine Entschädigungen für Wolfsrisse mehr beantragen. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Weidetierhalter ihre Tätigkeit in den Nebenerwerb verlagern oder ganz aufgeben. Die komplexen rechtlichen Fragen, insbesondere zur Haftung bei Schäden, stellen ein existenzbedrohendes Problem dar. Dies führt zu einer erheblichen wirtschaftlichen Belastung und bedroht das Fortbestehen der traditionellen Weidetierhaltung.

Ausgleichszahlungen und Entschädigungen

Das Ausbleiben von Meldungen erschwert zudem die statistische Erfassung der Wolfspopulation. Auch ein Anstieg der „Selbstjustiz“ durch verbotene Jagd auf den Wolf ist nicht auszuschließen. Eine strafrechtliche Verfolgung von Weidetierhaltern, nachdem sie einen Schaden erlitten haben, erscheint daher widersinnig, zumal kein Straftatbestand verwirklicht wurde.

4. Kritische Auseinandersetzung mit gesetzlichen Vorgaben

Das Gutachten zeigt, dass es erhebliche rechtliche Unsicherheiten hinsichtlich der Verpflichtung zur Errichtung wolfssicherer Zäune gibt. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) verlangt zwar, dass Weidetiere vor Beutegreifern geschützt werden, doch die Umsetzung dieser Vorgaben ist oft weder praktisch noch verhältnismäßig. Zudem stellt sich die Frage, inwieweit Hobbyhalter und Nebenerwerbslandwirte unter die strengen Anforderungen der Verordnung fallen. Eine strafrechtliche Verfolgung der Weidetierhalter bei Wolfsrissen erscheint in diesem Kontext oft unverhältnismäßig und rechtlich fragwürdig.

Strafbarkeit der Weidetierhalter

Wenn Weidetierhalter einen Wolfsriss in ihrem Bestand melden, um Ausgleichszahlungen und Entschädigungen für den entstandenen Schaden zu erhalten, werden sie zunehmend wegen einer vermeintlich unzureichenden Umzäunung angezeigt und sehen sich Bußgeldern sowie strafrechtlichen Konsequenzen ausgesetzt. Dieser Anstieg der Strafanzeigen führt dazu, dass Wolfsrisse seltener gemeldet und Entschädigungen kaum noch beantragt werden, was die Weidetierhalter zusätzlich finanziell belastet. Anstatt einen Anreiz zu schaffen, stärkere und höhere Zäune zu errichten, wird dieser durch die Aussicht auf Strafanzeigen und die nahezu unmögliche Umsetzung eines wolfssicheren Zauns untergraben. Das Ausbleiben von Meldungen erschwert zudem die statistische Erfassung der Wolfspopulation und könnte zu einem Anstieg der illegalen Jagd auf Wölfe führen. Eine strafrechtliche Verfolgung von Weidetierhaltern, nachdem sie einen Schaden erlitten haben, erscheint daher widersinnig, zumal kein Straftatbestand verwirklicht wird.

5. Einschränkung der Artenvielfalt durch Schutzmaßnahmen

Die Anforderungen an wolfssichere Zäune führen zu einer erheblichen Einschränkung der Artenvielfalt. Hohe Zäune zum Schutz vor Wölfen schließen nicht nur Wölfe aus, sondern auch andere Wildtiere, was zu einer Verarmung der Biodiversität führt. Diese massive Einzäunung beeinträchtigt den Lebensraum von Wildtieren wie Feldhasen, Füchsen und bodenbrütenden Vögeln und stellt somit einen erheblichen Eingriff in den Landschaftsschutz dar. In Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten wird die Weidehaltung durch diese Anforderungen nahezu unmöglich, was langfristig die Artenvielfalt gefährdet.

Darüber hinaus bedroht die immer schwierigere Situation der Weidetierhaltung auch den Erhalt seltener Haus- und Nutztierrassen. Die zunehmenden Auflagen und die schlechte wirtschaftliche Situation führen dazu, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich um den Erhalt bedrohter Nutztierrassen zu bemühen. Dies könnte das Aussterben von Arten wie dem Rotbunten Husumer Schwein oder den Rauwolligen Pommerschen Landschafen weiter vorantreiben.

6. Verfassungsrechtliche Aspekte und Abwägungen

Der Schutz der Weidetiere wird häufig mit dem verfassungsrechtlichen Schutz aus Artikel 20a des Grundgesetzes (GG) begründet. Dabei weist Artikel 20a GG jedoch auch Grenzen auf, da der Tierschutz und der Naturschutz in bestimmten Situationen in Konflikt geraten können. Die Abwägung zwischen dem Schutz traditioneller Kulturgüter, wie der Weidetierhaltung, und dem jungen Grundrecht des Umwelt- und Tierschutzes muss sorgfältig erfolgen. Die Freiheit, sich in seiner Freizeitgestaltung mit möglichst wenigen Einschränkungen zu entfalten, wiegt in vielen Fällen schwerer als die Schutzansprüche des Wolfes.

7. Konkrete Gefahren durch den Wolf

Die Frage, ob ein Leben mit dem Wolf in den deutschen Wäldern möglich und vereinbar ist, stellt sich zunehmend. Untersuchungen, wie die des Senckenberg-Forschungsinstituts, zeigen, dass der Wolf sich hauptsächlich von Wildtieren wie Rehen und Wildschweinen ernährt. Schafe und andere Nutztiere machen nur einen sehr geringen Teil seiner Nahrung aus. Trotzdem werden Weidetierhalter durch die hohen Anforderungen an den Schutz ihrer Tiere unverhältnismäßig belastet. Die Verpflichtung zur umfassenden Umzäunung richtet mehr Schaden an, als dass sie nützt, und gefährdet den Natur- und Landschaftsschutz erheblich.

8. Europäische Richtlinien und deren Auswirkungen

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) regelt den Umgang mit wildlebenden Tierarten in Europa und stellt verschiedene Tatbestände zur Abweichung von der Regel dar. Diese Richtlinie verdeutlicht, dass der Gedanke des Artenschutzes nicht zielführend ist, wenn er die Weidetierhaltung unverhältnismäßig belastet. Der Wolf genießt denselben Schutzstatus wie der Kormoran oder der Biber, doch in diesen Fällen gibt es keine vergleichbaren öffentlichen Konflikte. Die Weidetierhalter werden zu Unrecht in den Fokus gestellt und müssen sogar Strafverfolgung fürchten, obwohl der Wolf geschützt ist und in der Regel keine Bedrohung für Nutztiere darstellt.

9. Fazit

In Deutschland gibt es etwa 1,6 Millionen Schafe und mindestens 1.500 Wölfe. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, dass die mediale und politische Arbeit gegen die Weidetierhalter zum Schutz des Wolfes nicht gerechtfertigt ist. Der Wolf ist ein natürlich wildlebendes Tier, dessen Bestand im Gleichgewicht zu den natürlichen Beutetieren bleiben sollte. Die aktuellen Maßnahmen zum Schutz vor Wölfen belasten die Weidetierhalter unverhältnismäßig und sind rechtlich fragwürdig.

Es bedarf dringend einer Vereinfachung der Verfahren zur Beantragung von Schadenszahlungen bei Wolfsrissen, um die Akzeptanz für Wölfe in der Bevölkerung zu fördern. Zudem muss das Stellen von Strafanzeigen gegen Weidetierhalter bei einem Riss ein Ende haben, da dies keine zielführende Maßnahme darstellt. Der Fokus sollte vielmehr auf einer funktionierenden Kohabitation zwischen Mensch und Wolf liegen, wobei die traditionellen Weidetierhalter nicht weiter unnötig belastet werden dürfen.

Zusammenfassung:

  • Steigende Wolfszahlen: Erhöhen die Belastung für Weidetierhalter und gefährden die Weidetierhaltung.
  • Unpraktikable Zäune: Wolfssichere Zäune sind schwer umsetzbar und bieten keinen ausreichenden Schutz.
  • Wirtschaftliche und rechtliche Unsicherheiten: Weidetierhalter sehen sich mit existenziellen Problemen konfrontiert.
  • Einschränkung der Artenvielfalt: Hohe Zäune beeinträchtigen den Lebensraum vieler Wildtiere.
  • Verfassungsrechtliche Abwägungen: Der Schutz der Weidetierhaltung muss gegenüber dem Umweltschutz abgewogen werden.
  • Ungerechtfertigte Strafverfolgung: Strafanzeigen gegen Weidetierhalter sind unverhältnismäßig und sollten beendet werden.
  • Notwendige Reformen: Vereinfachte Schadenszahlungen und der Verzicht auf Strafanzeigen würden die Akzeptanz für Wölfe fördern.

Kabeldiebstahl in Dingden: Zeugen gesucht

In Dingden haben Unbekannte etwa 1000 Meter Kabel von einer Kiesbaggerei am Rissenweg gestohlen.

Die Tat ereignete sich zwischen dem 7. August, 17 Uhr, und dem 8. August, 18 Uhr. Nach Angaben der Polizei müssen die Diebe die Kabel vermutlich mit einem Fahrzeug, wie einem Auto oder Kleintransporter, abtransportiert haben.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die derzeit andauern. Die Polizei bittet Zeugen, die in diesem Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizeiwache Nord in Wesel unter der Telefonnummer 0281-107-0 zu melden.

Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck lädt zur Vorfeier ein

Die Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck bereitet sich auf das nächste Trachtenschützenfest vor. Vorab lädt die Gilde am Samstag, den 10. August, zur traditionellen Vorfeier auf dem Hof Möllmann (Lofkampweg 20) ein.

Die Vorfeier beginnt um 18 Uhr mit einer Abendmesse, die musikalisch von den Uefter Jagdhornbläsern begleitet wird. Im Anschluss wird ein Gericht mit Wildgulasch angeboten, bevor die Pils’n Buam mit zünftiger Blasmusik den Abend gestalten. Musik und Tanz runden die Veranstaltung ab.

Das eigentliche Trachtenschützenfest findet nur alle fünf Jahre statt. In diesem Jahr wird es am 7., 8. und 9. September im Festzelt am Schulweg gefeiert.

Zerfällt nun das Kartenhaus von Naturschutzverbänden wie NABU oder LANUV?

Leserbrief von Gisbert Fuest aus Dorsten zum Thema Wolf: Traumblase zerplatzt

Durch den aktuellen Wolfsriss in Schermbeck, der sicher als solcher bestätigt wird, zerfällt nun das Kartenhaus von NABU (Naturschutzbund) und LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz).

Öffentliche Diffamierungen

Einigkeit herrscht in den Aussagen: Ein 90 cm hoher Zaun wäre ausreichend, dann plötzlich 120 cm. Der Wolf springt nicht, er greift nur nachts Weidetiere an. Pferde und Rinder würden nicht ins Beuteschema des Wolfs passen… Diese und ähnliche Aussagen wurden schon vor Jahren von Weidetierhaltern sachlich angezweifelt und immer wieder leidlich erfahren.

Die Folge waren öffentliche Diffamierungen der Gegenseite, wie zum Beispiel „Problemschäfer“ des NABU-Kreisverbandvorsitzenden Wesel, der gerne und häufig auf seine wissenschaftliche Expertise verweist. Leider halten sich die ansässigen Wölfe nicht an diese wissenschaftlichen Aussagen. Beispielsweise wurden mehrfach nach aktueller Empfehlung neu gegründete Zäune (öffentlich gefördert) überwunden, wie auch aktuell.

Traumblase geplatzt?

Nun platzt auch die Traumblase des LANUV, wobei man die Neutralität dieser Behörde durchaus in Frage stellen darf. Beispielsweise werden nachweislich Speichelproben nicht eingeschickt, Nahbegegnungen zwischen Wolf und Mensch nicht aufgenommen oder Protokolle von Rissgutachten großzügig interpretiert. Wenn dann sogar die vordere Hälfte eines Tieres nicht beim Veterinäramt in Krefeld zur Untersuchung ankommt, dann gebe ich der Politik die Empfehlung, hier genauer hinzuschauen. Denn Politik sollte auf Grundlage sachlicher Fakten Entscheidungen für die Gesellschaft fällen.

Dieser Leserbrief spiegelt die persönliche Meinung des Verfassers wider und nicht notwendigerweise die Ansichten, Positionen oder Meinungen der Heimatmedien GmbH oder ihrer Redaktion. Der Verfasser ist allein verantwortlich für den Inhalt und die Aussagen in diesem Leserbrief.

Zum Ferienende hinein ins „Frei-Bad“ Schermbeck

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Auf ins kühle Nass: Die CDU Schermbeck und die Junge Union laden zum Ferienende ins „Frei-Bad“ ein

Am Donnerstag, den 15. August, laden die CDU Schermbeck und die Junge Union alle Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 14 Jahren von 15.00 bis 17.00 Uhr ins Sole-Hallenbad Schermbeck ein. „Jedes Kind und jeder Jugendliche erhält freien Eintritt sowie eine Portion Pommes und ein Getränk gratis“, erklären der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Ulrich Stiemer und Sebastian Püthe, Vorsitzender der Jungen Union Schermbeck.

Kartenverteilung am Aktionstag

Die Verantwortlichen verteilen die Karten für den freien Eintritt am Aktionstag zwischen 14.30 Uhr und 17.00 Uhr vor dem Hallenbad. „Eine Mitgliedschaft im Wassersportverein Schermbeck ist nicht erforderlich“, betont Ulrich Stiemer.

Traditionelle Hallenbadaktion

Seit Jahren führen die CDU Schermbeck und die Junge Union Schermbeck gemeinsam mit dem Wassersportverein Schermbeck die „Hallenbadaktion“ am letzten Donnerstag der Sommerferien mit großem Erfolg durch. Der kostenlose „Sprung ins kühle Nass“, verbunden mit einem kleinen Imbiss, stößt immer wieder auf eine sehr große Resonanz.

Kommentar: Wölfe überspringen Zäune – Fehlende Lösungen für Weidetierhalter

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Die Diskussion um den Schutz von Weidetieren gegenüber Wölfen ist in Deutschland aktueller denn je. Trotz der vorgeschriebenen Mindesthöhe von 1,25 Meter und der Verwendung von Stromlitzen gelingt es Wölfen, diese Zäune zu überwinden. Dies wirft Fragen auf, wie Landwirte und Weidetierhalter ihre Tiere wirksam schützen können.

Schutzmaßnahmen und ihre Grenzen

Die Errichtung von Zäunen nach den Förderrichtlinien, die oft mit hohen Kosten verbunden sind, scheint nicht immer die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein Beispiel zeigt, dass ein Zaun, der rund 30.000 Euro gekostet hat, den Wolf nicht abhalten konnte. Dies lässt Zweifel an der Effektivität dieser Maßnahmen aufkommen und verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Landwirte stehen.

Schafe und der natürliche Kreislauf

Schafe sind nicht nur Beiwerk ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Kreislaufs. Sie haben eine Daseinsberechtigung und tragen zur Landschaftspflege bei. Landwirte und Weidetierhalter investieren nicht nur aus kommerziellen Gründen, sondern auch aus Tierliebe und Leidenschaft für ihre Arbeit.

Die Rolle des Wolfschutzes

Wölfe sind in der EU als schützenswerte Tiere eingestuft, was ihren Schutz rechtfertigt. Allerdings müssen auch Lösungen gefunden werden, um das Zusammenleben von Wölfen und Weidetieren zu ermöglichen. Die Population wächst kontinuierlich, während freilaufende Schafherden und Muttertiere mit Lämmern in den letzten Jahren immer seltener auf Weiden zu sehen sind.

Stadt und Land: Unterschiedliche Perspektiven

Interessanterweise sind es oft Wolfsbefürworter aus den Städten, die in den sozialen Medien mit ihren Kommentaren unter Beweis stellen, dass der Wolf für sie noch in die Märchenwelt gehört. Diese romantisierte Vorstellung kollidiert häufig mit der Realität der Landwirte, die täglich mit den Herausforderungen des Wolfschutzes konfrontiert sind.

Scharfe Worte und fehlende Lösungen

Viele Wolfsbefürworter haben bisher keine konstruktiven Vorschläge gemacht, außer mit sarkastischen Bemerkungen wie „der Wolf kann nicht im Aldi einkaufen“ oder „bringt eure Schafe in den Stall“. Diese Aussagen werfen die Frage auf, ob dies wirklich zum Tierschutz oder zur Tierliebe gehört. Stattdessen werden die tatsächlichen Probleme der Weidetierhalter oft ignoriert oder heruntergespielt.

Unveränderte Kommentare und verschärfte Lage

Bemerkenswert ist, dass sich die Kommentare der Wolfsfreunde im Laufe der Jahre kaum geändert haben. Während bei vielen Landwirten mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat, um ihre Tiere besser zu schützen, verschärfen die teils abstrusen Kommentare der sogenannten Wolfskenner sogar noch die Lage. Diese starre Haltung trägt wenig zur Lösung der bestehenden Probleme bei und zeigt eine deutliche Realitätsferne gegenüber den Herausforderungen, denen sich die Landwirte täglich stellen müssen.

Forderungen nach neuen Schutzkonzepten

Es ist legitim, sich für den Schutz der Wölfe einzusetzen, doch müssen praktikable Vorschläge erarbeitet werden, wie Weidetiere vor Wolfsangriffen geschützt werden können. Die Frage, wer die Kosten für den Schutz trägt, bleibt offen. Es ist notwendig, innovative und nachhaltige Lösungen zu finden, die sowohl den Schutz der Wölfe als auch das Überleben der Weidetiere sicherstellen.

Petra Bosse

Wolf überspringt Zaun nach Förderrichtlinien und nimmt seine Beute mit

Erneuter Wolfsangriff in Schermbeck-Bricht – Schafe waren so geschützt, wie es der Gesetzgeber vorschreibt. Hobbyzüchterin Malin Sümpelmann ist traurig, da sie das verschwundene Schaf selber großgezogen hat.

Erneut hat der Wolf oder die Wölfin im Bereich von Schermbeck auf einem Bauernhof zugeschlagen. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass auf dem Hof am Dämmerwald im Wolfsgebiet ein Angriff stattfand. Erst am 20. April riss der Wolf dort drei Lämmer.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schlug der Wolf erneut zu und holte sich ein Lamm der Rasse Quesan, das er ausgeweidet hatte, bevor er sich mit seiner Beute wieder ins Maisfeld verzog.

Eigentlich sollte dieser Zaun mit Untergrabungsschutz wolfsicher sein. Kosten: über 30.000 Euro, davon 10.000 Euro Fördergeld. Foto: Petra Bosse

Ungewöhnlicher Vorfall

Das Ungewöhnliche dabei ist, dass der Wolf einen rund 1,50 Meter hohen Zaun, bestehend aus einem 1,20 Meter hohen Zaun plus Stromlitze und Untergrabungsschutz, überwunden hat. Der Zaun, der den Richtlinien und Vorgaben entsprach, um die Weidetiere vor Wolfsangriffen zu schützen, wurde gerade erst neu gebaut. Kratzspuren am Zaun, der unmittelbar an einem Maifeld steht, waren an diesem Vormittag noch deutlich sichtbar. Wie mittlerweile bekannt ist, scheint die Sprungkraft der Wölfin Gloria, wenn es diese war, im Wolfsgebiet Schermbeck nicht nachgelassen zu haben.

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Verletzt und verängstigt: Lamm Prinz Harry. Foto: Petra Bosse

Sicherung der Spuren

Zum Glück schaffte es noch vor Einsetzen des großen Regens ein Mitarbeiter vom LANUV, die Spuren und die DNA zu sichern. Darüber hinaus begab er sich ins Maisfeld, um eventuell noch Teile des toten Lämmchens „Jack“ zu finden. Für Malin sei dies ein trauriger Tag, da sie alle Lämmer selbst großgezogen habe. Das verletzte Tier Harry, das sich verschreckt verkrochen hatte, kam sogar durch ein Kaiserschnitt zur Welt. Tiere, die der Besitzerin ans Herz gewachsen sind und „dahinter auch eine emotionale Bindung besteht“.

Wolfstypische Bisswunde beim Lamm
Wolfstypische Bisswunde beim Lamm Foto: Sümpelmann

Mehrere Verluste durch Wolfsangriffe

Die Schafherde gehört der 20-jährigen Hobbyzüchterin Malin Sümpelmann. Die verbliebenen Herde besteht nun nur noch aus zwölf weiteren Zwergschafen. Sie berichtet bereits von mehreren Verlusten in der Herde auf dem Hof durch Wolfsangriffe. Von fünf Lämmern seien drei tot, eines schwer verletzt und nur eines noch gesund. Dies stelle nicht nur ein großes Problem für die Schafzucht dar, sondern habe auch Auswirkungen auf die Milchviehhaltung, da die Kühe zunehmend verängstigt seien, fügt der Vater hinzu.

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Malin Sümpelmann findet nur den Pansen des Lammes. Foto: Petra Bosse

Verluste durch Wolfsangriffe

Der wirtschaftliche Schaden sei für Markus Sümpelmann zwar verkraftbar, jedoch sei der emotionale und langfristige Schaden für die Schafzucht erheblich, betont Sümpelmann.

Auswirkungen auf die Milchviehhaltung

Neben der Schafzucht sei auch die Milchviehhaltung betroffen. Die Kühe, die normalerweise Tag und Nacht Auslauf haben, seien nachts zunehmend verängstigt. Diese Verhaltensänderungen könnten auf die Präsenz von Wölfen zurückgeführt werden, die die Tiere in Unruhe versetzen, meint Sümpelmann.

Forderungen und Ausblick

Sümpelmann unterstreicht: „Ich habe nichts gegen Wölfe und ich schätze die Natur. Jedoch muss dringend eine Lösung gefunden werden, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Nutztiere zu gewährleisten.“ Die Problematik werde sich voraussichtlich auch auf andere Bereiche der Viehhaltung ausweiten, wie Beispiele aus Niedersachsen zeigen würden.

Um im Einklang mit den Schafen und der Natur zu leben, wurde die Schafweide mit dem vorgeschriebenen Zaun direkt am Haus auf der Streuobstwiese mit rund 70 Bäumen angelegt. Nun fragt sich Markus Sümpelmann, was noch alles passieren müsse und „Wie können wir Landwirte und Schafhalter uns überhaupt noch vor Wolfsangriffen schützen?“ Den Zaun noch höher zu bauen sei nicht möglich, da dafür eine Baugenehmigung erforderlich sei, so Sümpelmann.

Markus Sümpelmann
Wenn ein nach den Richtlinien geförderter Schutzzaun gegen Wolfsangriffe nicht ausreicht, wie können wir uns dann noch schützen? fragt Markus Sümpelmann. Foto: Petra Bosse

Dennoch ist sich Sümpelmann sicher. Es werden nicht die letzte Risse in der Region sein. Darauf weisen auch die von ihm gesichteten Wolfspuren in der Nähe seines Hofes hin. Gesichtet habe er auch noch einen Wolf, der enorm groß war und handtellergroße Trittspuren.

Anstieg der Schafsverluste durch Wolfsangriffe

Am 19. Juli wurden in Lichtenhagen drei Schafe getötet. Am 20. Juli folgten in Uefte vier Schafe, drei weitere am 26. Juli ebenfalls in Uefte. Am 30. Juli wurden drei Schafe in Hamminkeln an der Grenze zum Dämmerwald gerissen. Nun kam es zu einem weiteren Überfall in Bricht. Damit steigt die Zahl der gerissenen Schafe seit 2018 auf insgesamt 157.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Informationen zu Terminen von TrauerHalt e. V. von August bis Oktober 2024

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TrauerHalt e.V. ist ein Verein, der sich dem Ziel verschrieben hat, eine Anlaufstelle für Trauernde im Raum Borken und Umgebung zu sein.

Der Verein bietet qualifizierte Begleitung in Einzelgesprächen und Gruppen an. Der Verein TrauerHalt e. V. ist Träger der Selbsthilfegruppen SternenEltern Borken und SternenKinder Dorsten und hat seinen Sitz in 46348 Raesfeld-Erle. Die gemütlichen Räume bieten Möglichkeiten für kreative Aktivitäten. Sie bieten Trauernden einen sicheren Ort, um Trost und Unterstützung zu finden.

Nächster Gruppenabend der SternenEltern

Am 14. August 2024 von 19:30 bis 21:00 Uhr findet der nächste Gruppenabend der SternenEltern statt. Dieses Mal ist der Treffpunkt nicht in der FaBi Borken, sondern im Vereinsraum in Raesfeld-Erle. Nähere Infos und Anmeldung unter 0171 832 5956.

Schreibwerkstatt für Trauernde

Die Schreibwerkstatt bietet Trauernden die Möglichkeit, sich kreativ mit ihrer Trauer und den Erinnerungen an geliebte Verstorbene auseinanderzusetzen. Ob Elfchen, Gedichte, Spruchkarten oder Geschichten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch Handlettering und Kalligrafie können ausprobiert werden.

  • Termin: Donnerstag, 22. August 2024, 15:00 – 18:00 Uhr
  • Kosten: 15,00 € pro Teilnehmer
  • Team: Sabine Kremer, Judith Kolschen

Entspannungsabend für Trauernde

An diesem Abend sind alle Trauernde eingeladen, sich bewusst Zeit für Entspannung zu nehmen. Unter Anleitung der Entspannungspädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie Marita Brüggemann können sie zur Ruhe kommen und sich auf eine kleine „Traumreise“ begeben.

  • Termin: 3. September 2024, 19:00 – 20:30 Uhr
  • Ort: Vereinsräume, 1. OG, Osterholten 3, 46348 Raesfeld-Erle
  • Kosten: 8,00 € pro Teilnehmer
  • Hinweis: Bitte Decke, dicke Socken und ggf. eine Matte mitbringen.
  • Anmeldung erforderlich

Treffen für Trauernde nach Suizid

Angeboten wird auch auch ein regelmäßiges offene Treffen für Hinterbliebene nach Suizid. Das nächste Treffen findet am 5. September 2024 um 19:30 Uhr statt.

  • Ort: Osterholten 3, 46348 Raesfeld (obere Etage)
  • Team: Judith Kolschen, Sabine Kreuzberg

Vortrag mit Gesprächsmöglichkeit: „Wieviel Tod kann ich meinem Kind zumuten?“

Dieser Vortragsabend richtet sich an Eltern und andere Erwachsene, die sich fragen, wie man mit Kindern in Bezug auf Tod und Trauer umgehen kann.

  • Termin: Dienstag, 17. September 2024, 19:30 – ca. 21:00 Uhr
  • Ort: Osterholten 3, 46348 Raesfeld-Erle
  • Kosten: Der Abend ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Vorankündigung: Ausstellung „Abschied (an)nehmen“

Vom 1. bis 10. Oktober 2024 stellen die Künstlerin Gisela Rott und die Autorin Magdalena Starke Text und Bilder aus, die Impulse für die Auseinandersetzung mit den Themen Abschied und Trauer bieten. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 1. Oktober um 16:00 Uhr im Vereinsraum statt.

Am 10. Oktober von 14:00 – 17:00 Uhr bieten die Ausstellungsmacherinnen einen Workshop an, in dem sich Interessierte kreativ mit dem Thema Abschied auseinandersetzen können.

Wanderungen für Menschen in Trauer

Trauernde sind zu einer gemeinsamen Wanderung eingeladen, die von Monika Hellmann und Bärbel Brüggemann begleitet wird. Die Wanderung dauert ca. 3-4 Stunden und ist etwa 4-5 km lang.

  • Termin: 12. Oktober, ab 14:00 Uhr
  • Kosten: 8,00 € pro Teilnehmer
  • Treffpunkt: Parkplatz „Forellenhof“ Borken Gemen, Zum Homborn 13
  • Hinweis: Bitte wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und Proviant mitbringen.

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