Erfolgreiche Fortbildung zur neuen Trainerassistentin. JMC: Lea Sophie Kremp vom TC Grün-Weiß Schermbeck schließt Ausbildung ab
In der ersten Woche der Herbstferien fand in Schermbeck eine vom Deutschen Tanzsportverband (DTV) organisierte Schulung für angehende Trainerassistentinnen im Bereich Jazz und Modern/Contemporary statt.
Intensives Training und wertvolle Erfahrungen
Die Ausbildung umfasst insgesamt 40 Lerneinheiten, die sowohl fachliche als auch überfachliche Themen behandelten. Unter der Leitung des DTV-Referenten Sebastian Spahn lernen die Teilnehmerinnen Inhalte wie Sportverständnis, gesundheitsorientiertes Training und organisatorische Grundlagen kennen. Zusätzlich wurden technische Fähigkeiten, Trainingsaufbau und Musiklehre vermittelt.
Praktische Anwendung der erlernten Inhalte
Nach den Theorie- und Praxiseinheiten konnten die Teilnehmerinnen eigenständig Trainingseinheiten gestalten. In einer abschließenden Gesprächsrunde beweisen sie ihre neu erworbenen Kenntnisse. Als Anerkennung erhielten alle ein Zertifikat, das die Grundlage für den Erwerb der Trainerlizenz C bildet.
Lea Sophie Kremp als neue Trainerassistentin
Lea Sophie Kremp, Tänzerin des TC Grün-Weiß Schermbeck, war begeistert von der Ausbildung. Sie berichtete, dass sie sowohl fachlich als auch tänzerisch große Fortschritte gemacht habe. Besonders geschätzte sie den Austausch mit anderen Tänzerinnen aus verschiedenen Vereinen und die Möglichkeit, ihr eigenes Training zu optimieren.
„Die Ausbildung war sehr anstrengend, aber auch unglaublich lehrreich und spannend“, fassten die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen zusammen.
Technischer Defekt als Ursache des Lagerhallenbrands in Hünxe-Drevenack geklärt
Die Ursache des Brandes einer Lagerhalle auf dem Gelände eines Raiffeisenmarktes in Hünxe ist geklärt. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Feuer durch einen technischen Defekt ausgelöst.
Am 17. Oktober 2024 , gegen 01.00 Uhr , geriet die Halle am Hunsdorfer Weg in Brand. In der betroffenen Lagerhalle wurden vor allem Futtermittel und Düngemittel gelagert. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand, die Löscharbeiten der Feuerwehr dauerten bis in den späten Tag hinein. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt.
Die Kriminalpolizei beendete ihre Ermittlungen am 23. Oktober 2024 . Der durch die Marke entstandene Sachschaden wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt.
Der Schützenverein Damm lädt alle Mitglieder herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein.
Diese findet am Freitag, den 1. November 2024 , um 20 Uhr im Schützenhaus statt. Die Schützenbrüder werden gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen.
Tagesordnung:
Eröffnung und Begrüßung durch den Präsidenten
Protokollverlesung
Kassenbericht a) Schützenfest 2024 b) Wahl der Kassenprüfer
Sportbericht
Neuwahlen zum Vorstand a) Oberst b) Kassenwart c) Sportwart
Schützenfest 2025
Verschiedenes
Es wird erwartet, dass während der Versammlung wichtige Entscheidungen getroffen werden, insbesondere im Hinblick auf das kommende Schützenfest und die Neuwahlen zum Vorstand.
Die kfd Schermbeck lädt gemeinsam mit den LandFrauen zu einer Winterwanderung bis zum Hof Rittmann in Üfte ein.
Termin: Freitag, 29. November 2024 Startzeit: 17 Uhr Treffpunkt: Parkplatz der Gaststätte Triptrap Kosten: 10 € pro Person Anmeldung: Vom 15. bis 23. November in der Geschenkboutique Stender
Die Wanderstrecke beträgt etwa 3 km. Glühwein, Punsch und Würstchen werden entlang der Route bereitgestellt. Teilnehmende werden gebeten, Taschenlampen mitzubringen. Alle weiteren Getränke auf dem Hof Rittmann sind kostenpflichtig.
Für den Fall von starkem Unwetter oder für Personen, die nicht gut zu Fuß sind, besteht die Möglichkeit, sich um 19 Uhr direkt am Hof Rittmann zu treffen.
Der November gilt seit jeher als Monat der Trauer und des Gedenkens. Mit seinen grauen, nebligen Tagen und den kahlen Bäumen scheint er wie geschaffen für melancholische Stimmungen. Doch woher kommt diese düstere Assoziation? Die Verbindung zwischen November und Tod reicht weit in die Geschichte zurück. Schon die alten Kelten feierten Ende Oktober/Anfang November Samhain, ein Fest, bei dem die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten als besonders durchlässig galt. Mit der Christianisierung wurde daraus Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November, Tage des Totengedenkens.
So vergänglich wie das Jahr
Im Laufe der Jahrhunderte verstärkte sich die Verbindung des Novembers mit Trauer und Vergänglichkeit. Die Natur stirbt in diesem Monat sichtbar ab, Blätter fallen von den Bäumen und die Tage werden merklich kürzer. In der Landwirtschaft war zu dieser Zeit die Ernte eingebracht und eine Zeit der Ruhe begann. Auch viele historische Ereignisse verstärkten das düstere Image des Novembers, wie etwa das Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918, das zwar das Ende der Kämpfe markierte, aber auch an die Millionen Gefallenen erinnerte.
In der Moderne finden sich im November zahlreiche Gedenktage. Der Volkstrauertag, der zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird, erinnert an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Totensonntag, der letzte Sonntag des Kirchenjahres, ist ebenfalls dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet. In manchen Regionen gibt es zudem den „Nationalen Friedhofssonntag“. All diese Tage laden zur Besinnung und zum Gedenken an Verstorbene ein.
Kulturelle Traditionen und Bräuche
In vielen Kulturen weltweit finden sich im November Traditionen, die mit dem Gedenken an die Toten verbunden sind. In Mexiko wird beispielsweise vom 31. Oktober bis zum 2. November der „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) gefeiert. Entgegen der düsteren Stimmung in anderen Teilen der Welt ist dieses Fest farbenfroh und lebendig. Familien gedenken ihrer verstorbenen Angehörigen mit bunten Altären, Blumen und den Lieblingsspeisen der Verstorbenen. Diese Tradition zeigt, dass der November nicht überall ausschließlich mit Trauer verbunden ist, sondern auch als Zeit der Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten gesehen werden kann.
In Teilen Deutschlands und Österreichs gibt es den Brauch des „Seelenlichts“. In der Nacht vom 1. auf den 2. November werden Kerzen in die Fenster gestellt, um den Seelen der Verstorbenen den Weg zu weisen. Diese Tradition verbindet das Gedenken an die Toten mit einem Lichtblick in der dunklen Jahreszeit.
Historisches Erbe
Doch der November ist auch mit zahlreichen historischen Ereignissen verknüpft, die oft mit Umbrüchen einhergingen. Neben dem bereits erwähnten Ende des Ersten Weltkriegs fällt in den November auch der Mauerfall am 9. November 1989. Dieses Ereignis markierte zwar das Ende der deutschen Teilung, erinnert aber auch an die Opfer des Kalten Krieges und der innerdeutschen Grenze.
Ein weiteres bedeutendes, wenn auch tragisches Ereignis war die Reichspogromnacht am 9. November 1938, bei der in Deutschland jüdische Geschäfte und Synagogen zerstört wurden. Dieses Datum steht für den Beginn der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch die Nationalsozialisten und ist bis heute ein wichtiger Tag des Gedenkens.
Am Dienstag, den 5. November 2024, um 15:00 Uhr findet wieder das Treffen zum gemütlichen Klöncafé in der Bücherei an der Erler Straße statt.
Monika und Anne sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Bereits ab 14:30 Uhr erfolgt die Heftausgabe, sodass noch genügend Zeit zum Ankommen und Plaudern bleibt.
Die Gemeinde Schermbeck informiert darüber, dass der Inhalt der Biotonne zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft in der modernen Bioabfall-Behandlungsanlage mit Vergärungsstufe im Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof in Kamp-Lintfort gebracht wird.
Die gegorenen Bioabfälle können nicht in der Biogasanlage verwertet werden. Deshalb wird den Bürgerinnen und Bürgern empfohlen, ihre Biotonne bei jeder 14-tägigen Abfuhr unabhängig davon, ob sie voll oder leer ist, zur Abholung bereitzustellen.
In der ersten Woche der Herbstferien fand traditionell das Trainingscamp der Handballabteilung des SV Schermbeck 1912 statt – in diesem Jahr bereits zum 24. Mal.
Fünf Tage lang stehen für 62 Kinder und Jugendliche der Handballsport im Mittelpunkt. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt und täglich von 9 bis 17 Uhr von vier externen, hochqualifizierten und renommierten Trainern der Handball-Akademie, darunter Klaus Feldmann, trainiert. Unterstützung erhielten die Headcoaches von vier Betreuern des SV Schermbeck.
Für die Verpflegung der Sportlerinnen und Sportler wurde ebenfalls gesorgt: Zwischen den Trainingseinheiten gab es frisches Obst und Gemüse, gesponsert von Rewe Conrad, und das Mittagessen fand bei Overkämping statt. Dank der Unterstützung der Nispa erhielten alle Teilnehmer einen einheitlichen Zug
„Alle Trainer und Organisatoren waren mit den Erfolgen und dem großartigen Zusammenhalt der Teilnehmer während dieser Woche mehr als zufrieden, und wir freuen uns bereits auf das Jubiläumscamp in der ersten Woche der Herbstferien 2025“, sagte Fabian Enste, Mitorganisator des Trainingscamps. Ein besonderer Dank galt allen Organisatoren, Helfern und Sponsoren des Camps.
Wenn im Herbst die letzten Blätter von den Bäumen fallen, rücken die Friedhöfe in den Fokus. In diesen Wochen gewinnt traditionell die Grabpflege an Bedeutung, und damit auch die Kunst der Steinmetze. Gepflegte Grabstätten mit ihren Steinen, Einfassungen und regelmäßig erneuerten Blumendekorationen zeigen, die Wertschätzung, die Verstorbenen auch über den Tod hinaus entgegengebracht wird. Die Arbeit der Steinmetze spielt dabei eine wichtige Rolle – sie schaffen Gedenkmale, die die Erinnerung an Verstorbene wachhalten.
Collage: Heimatmedien GmbH
Zur Geltung kommt diese wichtige Arbeit gerade in der aktuellen Jahreszeit. Wenn die Tage kürzer werden, wird es auf den Friedhöfen geschäftig. Das gilt bei den Katholiken vor allem für die Allerseelenwoche, mit dem Totengedenktag am 2. November und Allerheiligen am Tag zuvor, bei dem an die unbekannten Heiligen erinnert wird. In dieser Zeit besuchen Menschen die Gräber ihrer Angehörigen, um sie herzurichten, Kerzen anzuzünden und der Verstorbenen zu gedenken. Die von Steinmetzen gestalteten Grabmale bilden dafür eine wichtige Grundlage.
Steinmetze haben besondere Beziehung zu dieser Jahreszeit
Für Marc Benning, Steinmetz und Steinbildhauer aus Bocholt und Dorsten, hat der November eine ganz besondere Bedeutung: „Mit dem Monat November beginnt die dunkle Jahreszeit. Durch zahlreiche kirchliche Feiertage, die an das erinnern, was wir verloren haben, wird dieses noch unterstrichen. Doch soll dieser Trauermonat vor allem die Zeit der dankbaren Erinnerung und Wertschätzung sein. Diese Zeit der Erinnerung lässt uns zur Ruhe kommen und dankbar gedenken – an vergangene Tage und Menschen, von denen wir uns verabschieden mussten. Wir unterstützen Sie gerne bei der Gestaltung des Grabes, sei es durch ein Denkmal, eine Einfassung oder Abdeckplatte sowie Laterne und Vase aus Bronze, Aluminium und Edelstahl.“
Foto: Alexander Lust
Friedhofskultur hat sich gewandelt
Auch Sascha und Vivian Eiker von Grabmale – Naturstein Willi Bärtel sehen den November als besonderen Monat: „Ab Ende September/ Anfang Oktober merken wir, als Steinmetzbetrieb, ein höheres Kundenaufkommen. Zwar nicht mehr so stark, wie noch ca. vor 15 Jahren, aber man merkt, dass es auf Allerheiligen zugeht. Die Friedhofskultur hat sich aber die letzten Jahre auch einfach sehr verändert. Viele Kunden wünschen sich für den 01.11. eine Instandsetzung der Inschrift, oder auch eine Reinigung des vorhandenen Grabmals. Aber auch Grableuchten aus den verschiedensten Materialien, wie z.B. Naturstein oder auch Edelstahl, werden zu Allerheiligen gerne bei uns in Auftrag gegeben.
Im Allgemeinen geht es den meisten Kunden also darum, dass die Grabstätte ordentlich und schön aussieht. Neue Grabmale werden dagegen meist weit im Voraus bei uns in Auftrag gegeben, da die Lieferzeiten mittlerweile teilweise doch recht lang sind und bis zu 14 Wochen betragen können. Zumindest für Steine, die nicht direkt aus unserer Ausstellung stammen. Grundsätzlich kann man aber gerne während unserer Öffnungszeiten, oder nach Terminvereinbarung, zu uns kommen, um Wünsche und Ideen zu besprechen. Wir machen fast alles möglich.“
Nicht nur als Experten für Grabgestaltung haben Steinmetze eine besondere Beziehung zum November. Der Monat bietet auch vielen anderen Menschen Raum für Erinnerung, Dankbarkeit und die Wertschätzung des Lebens. In einer Zeit, die oft von Hektik geprägt ist, lädt er uns ein, innezuhalten und uns auf das Wesentliche zu besinnen. Er erinnert uns daran, dass der Tod Teil des Lebens ist und dass die Erinnerung an geliebte Menschen ein wertvolles Gut ist, das es zu pflegen gilt.
Laut Mitteilung der Polizei haben Unbekannte in Schermbeck-Gahlen einen Zigarettenautomaten an der Kreuzung Kirchstraße/Steinbergweg in Gahlen aufgebrochen.
Ein Anwohner wurde am Freitagabend gegen 22:45 Uhr durch einen lauten Knall auf das Geschehen aufmerksam, konnte das Geräusch jedoch zunächst nicht zuordnen. Erst am Samstag bemerkte er den beschädigten Automaten. Ob die Täter Geld oder Zigaretten entwendet haben, sei laut Polizei noch unklar.
Einsatzkräfte vor Ort- Foto: Feuerwehr Gahlen
Sprengkörper
Die Ermittlungen laufen, und es wird vermutet, dass die Täter den Automaten mit einem Sprengkörper geöffnet haben.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich bei der Polizeiwache Ost in Dinslaken unter der Telefonnummer 02064 / 622-0 zu melden.
Die Wölfe rücken näher: Raesfeld im Visier – Fast täglich grüßt der Wolfam Randes Dämmerwaldsin der Förderkulisse Westmünsterland
In der beschaulichen Gemeinde Raesfeld häufen sich die Berichte von Wolfsrissen. Allein in diesem Jahr wurden bis heute zehn Angriffe mit insgesamt rund 30 Toten Schafen gemeldet. Anfangs war es ein männlicher Wolf aus dem benachbarten Territorium Schermbeck, doch inzwischen geht der Großteil der Risse auf das Konto der Wölfin Glorias mit dem Kennzeichen GW954f. Es scheint, als hätte sie ihr Jagdrevier nach Raesfeld verlegt. Die Gemeinde Raesfeld gehört mit zur Förderkulisse Westmünsterland.
Unheimliche Nähe zur Bevölkerung
Die Tatsache, dass die Wölfe mittlerweile immer mehr nordöstlich durch die umliegenden Wälder, Wiesen und Felder streifen, bleibt den Bewohnern nicht verborgen. Auch Wolfgang Bone, der mit seiner Frau Claudia am Rande des Dämmerwaldes in der Nähe von Raesfeld lebt, hat die Raubtiere längst bemerkt. „Vor drei Tagen habe ich den Wolf direkt neben meinem Gartenhaus auf meiner Wildkamera festgehalten“, berichtet Bone. Die Nähe des Tieres beunruhigt ihn, insbesondere in den frühen Morgen- und Abendstunden, wenn er das Haus verlässt. „Früher haben wir von den Wölfen gehört, aber jetzt ist er wirklich da“, fügt er hinzu.
Umherstreifender Wolf direkt neben den Alpakas von Bone. Aufgenommen mit einer Nachtbildkamera letzte Woche. Foto: Privat
Die Nachbarn von Bone teilen ähnliche Erfahrungen: „Fast täglich bekommen wir Fotos und Videos von anderen Anwohnern, die zeigen, dass der Wolf immer näher ans Haus kommt.“ Bei uns war er bis auf zehn Meter an der Gartenhütte.“
Der Wolf folgt der Beute
Ein weiteres Phänomen, das Bone beobachtet hat, ist die Bewegung des Wildes. Die Rehe und Hirsche, die einst durch den Dämmerwald streiften, haben sich offenbar in Richtung Schloss Raesfeld verlagert. „Früher gingen die Tiere über die Marienthaler Straße und kehrten zurück in den Wald. Jetzt bleiben sie hier“, erklärt Bone. Er vermutet, dass die Tiere den Wolf wahrnehmen und ihm ausweichen. Diese Verlagerung führt jedoch dazu, dass der Wolf seiner Beute folgt – und das bringt ihn immer näher an die Weidetiere und damit auch an die Schafherden in Raesfeld.
Gut geschützt stehen die Alpakas im Außenbereich von Schermbeck. Foto: Petra Bosse
Schutzmaßnahmen auf eigene Kosten
Wolfgang Bone hat seine Tiere gut geschützt: „Mein Freigehege, welches nicht im Naturschutz- sondern im Außenbereich liegt, ist mit einem Zaun von 1,75 Meter Höhe und drei stromführenden Litzen gesichert – genau so, wie es der NABU und das LANUV vorschreiben“, erklärt er. Der Zaun ist mit bis zu 16.000 Volt belastet, was am oberen Ende des erlaubten Spannungsbereichs liegt. Doch die Kosten für den Zaun musste er aus eigener Tasche tragen, denn staatliche Fördermittel wurden ihm verwehrt. Der Grund: Alpakas, wie die von Bone gehaltenen, gehören nicht zum natürlichen Beuteschema des Wolfes. „Aber wie soll der Wolf das wissen? Es steht ja kein Schild da, dass er hier nur Schafe reißen darf“, bemerkte Bone sarkastisch.
Kleine touristische Attraktion mit einem Stück der Berliner Mauer, den Alpakas und einer Schutzhütte. Foto: Petra Bosse
Touristenattraktion in Gefahr?
Neben der Sorge um seine Tiere hat Bone auch eine touristische Attraktion auf seinem kleinen Anwesen geschaffen. Besucher kommen, um seine Alpakas zu sehen und ein Stück der Berliner Mauer zu besichtigen, das am Eingang seines Hauses steht. Doch die zunehmende Wolfspräsenz wirft Schatten auf das beschauliche Leben am Rande des Dämmerwaldes. „Wenn die Regierung nicht bald handelt, werden die letzten freilaufenden Schafe aus der Landschaft verschwinden und immer mehr Weidetierhalter werden aufgeben“, warnt Bone.
Hier entstand das Foto mit der Nachtbildkamera. Foto: Petra Bosse
Fazit: Die Wölfe kommen – Handeln ist gefragt
Die zunehmende Wolfspräsenz in der Gemeinde Raesfeld bringt die Region an einen Wendepunkt. Was einst als seltenes Naturphänomen galt, entwickelte sich nun zu einer echten Herausforderung für Weidetierhalter und für die örtliche Bevölkerung. Mit jedem weiteren Wolfsriss wächst die Unsicherheit und die Forderungen nach Maßnahmen werden lauter. Besonders Hobbylandwirte wie Wolfgang Bone sehen sich im Stich gelassen, da staatliche Förderungen oft an bürokratischen Hürden scheitern.
Weiteres Foto zeigt verschwommen die Umrisses des Wolfes, der direkt im Garten neben dem Gartenhaus steht. Foto: Privat
Die Regierung muss nun einen Weg finden, um sowohl den Naturschutz als auch die berechtigten Interessen der Weidetierhalter unter einen Hut zu bringen. Ohne schnelle und effektive Maßnahmen droht eine weitere Eskalation – und die letzten freilaufenden Schafe könnten tatsächlich bald aus der malerischen Landschaft des westlichen Münsterlandes verschwunden sein.
Neugierig scheinen die Kerle ja zu sein. Foto: Petra Bosse
Wolfsrisse in Raesfeld: Die Fakten
Die Liste der Wolfsrisse in Raesfeld wird länger. Seit Anfang des Jahres 2024 wurden mehrere Vorfälle dem Landesamt für Umwelt und Naturschutz (LANUV) gemeldet:
26. Januar: 6 tote Schafe, Wolf GW3616m und und HW02, Individualisierung nicht möglich
12. Februar: 3 tote Schafe, 1 Schaf verschwunden. HW01 und HW02, Individualisierung nicht möglich
15. Oktober: mindestens 2 tote Schafe, in Bearbeitung
Die Situation in Raesfeld ist ernst. Für die Weidetierhalter steht viel auf dem Spiel, und die Frage bleibt: Wie wird die Regierung auf die wachsende Bedrohung durch die Wölfe reagieren?
Die Formationen des Tanzclubs Grün-Weiß Schermbeck bereiten sich intensiv auf die kommende Saison im Bereich Jazz und Modern/Contemporary vor.
Am ersten Oktoberwochenende fand ein dreitägiger internationaler Tanzworkshop in Schermbeck statt, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bot, ihre Fähigkeiten unter professioneller Anleitung weiterzuentwickeln.
Sebastian Spahn, der Organisator des Workshops, lud ein hochkarätiges, internationales Team von Dozentinnen und Dozenten ein. Sie boten den Tänzerinnen und Tänzern aller Altersgruppen und Niveaus in verschiedenen Workshops hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Das große Interesse galt vor allem den Kursen, die von renommierten Lehrenden wie Lina Maidhof, Kenan Dinkelmann, Raffaela Weber, Julien vu van Dong, Priska Gloanec sowie dem mehrfachen Weltmeister Christian Weiß aus Dinslaken und Sebastian Spahn selbst geleitet wurden.
Teilnehmende Formationen profitieren vom intensiven Training
Die Schermbecker Formationen „Statement“, „Avalanche“ und die neue Kinderliga-Formation „Calidez“ sowie die Formationsgemeinschaft „T.D.R.“ des Tanzclubs Grün-Weiß Schermbeck und der TSA des SSV Rhade profitierten ebenso wie Formationen aus Ibbenbüren und Wolfenbüttel von dem intensiven Tanztraining. „Das Training hat mega viel Spaß gemacht. Wir haben viel gelernt und konnten wertvolle Inhalte für unser weiteres Training mitnehmen“, berichteten die begeisterten Tänzerinnen.
Unterstützung durch lokale Sponsoren
Besonders freuten sich die Formationen über die großzügige finanzielle Unterstützung der Volksbank Schermbeck. Zusätzlich unterstützte der Biohof Deiters die Veranstaltung mit einer großzügigen Obstspende, die bei den Teilnehmern für viel Energie und Motivation sorgte.
Der Marienthaler Martinsmarkt feiert in diesem Jahr sein stolzes 25-jähriges Jubiläum und lädt Besucher dazu ein, am Samstag, den 2. November 2024, von 11 bis 20 Uhr sowie am Sonntag, den 3. November 2024, von 11 bis 18 Uhr auf den malerischen Kirch- und Dorfplatz zu kommen.
Diese charmante Veranstaltung ist längst ein Highlight der Region und verspricht ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Dazu lädt die Marienthaler Kaufmannschaft ein.
Ein Fest für die Sinne: Kunsthandwerk und mehr in Marienthal
Wer durch die liebevoll dekorierten Stände schlendert, wird sofort von der Vielfalt des traditionellen Kunsthandwerks begeistert sein. Hier erwarten die Besucher beeindruckende Keramikarbeiten, filigranes Filzen, sowie das alte Handwerk des Spinnens und Strickens. Doch das ist erst der Anfang – denn neben den handgefertigten Schätzen bietet der Martinsmarkt ein abwechslungsreiches Programm, das Kultur und Tradition auf wunderbare Weise verbindet.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Am Samstag führt der Junge Chor Brünen in der Klosterkirche auf, gefolgt von der Folk-Band „Two of us”. In der Jurte können Kinder und Erwachsene Stockbrot am Lagerfeuer genießen, begleitet von Herbst- und Martinsliedern.
Foto: Archiv/Petra Bosse
Musikalische Highlights und Mitmach-Aktionen für Jung und Alt
Am Samstag sorgt der Junge Chor Brünen in der stimmungsvollen Klosterkirche für Gänsehautmomente, bevor die Folk-Band „Two of Us“ die Zuhörer mit ihren Melodien verzaubert. Aber nicht nur Musikliebhaber kommen auf ihre Kosten – in der gemütlichen Jurte, die auf dem Dorfplatz steht, kannst du am knisternden Lagerfeuer Stockbrot backen und dabei die Klänge traditioneller Herbst- und Martinslieder lauschen.
Ein besonderes Highlight ist zweifellos die Stelzenläuferin „Mystische Efeuelfe“. Zwischen 13.30 und 17.30 Uhr schwebt sie mit anmutigen Bewegungen über den Platz und zieht die Blicke der Besucher auf sich – ein Spektakel, das man nicht verpassen sollte! Zum Abschluss des Tages lädt der Marienthaler Nachtwächter um 18 Uhr zu einem Rundgang ein, der den Samstag mit historischen Anekdoten und mystischen Geschichten perfekt abrundet.
Ein bunter Sonntag voller Überraschungen
Auch der Sonntag steht dem Samstag in nichts nach und verspricht ein buntes Programm für Groß und Klein. Die Jagdhornbläser erfüllen den Kirchplatz mit kraftvollen Klängen und die Holzschuh-Tanzgruppe Üfte-Overbeck bringt mit ihren traditionellen Tänzen Schwung in die Veranstaltung. Zudem lockt an beiden Tagen eine Verlosung – das Glücksrad dreht sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag und hält tolle Preise bereit.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Kulinarische Genüsse im Herzen Marienthals
Natürlich darf auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Die Marienthaler Restaurants verwöhnen ihre Gäste mit Köstlichkeiten wie dem traditionellen Martinsgans-Essen und dem einzigartigen Original Klostereierpunsch. Ein wahres Fest für die Geschmacksnerven, das die herbstliche Atmosphäre des Marktes perfekt ergänzt.
Foto: Archiv/Petra Bosse
Eintrittsgebühr für den Martinsmarkt
Die Eintrittsgebühr beträgt 5 Euro pro Person. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre ist der Eintritt frei. Das Parken auf den ausgewiesenen Parkplätzen ist kostenlos!
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, um 00:59 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Hünxe zu einem Großbrand in Hünxe-Drevenack am Hunsdorfer Weg alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Marke 4 – Gewerbebrand“. Wie die Feuerwehr mitteilte, haben die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt einen deutlichen Feuerschein bemerkt. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die betroffene Halle bereits in Vollbrand.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde unter anderem das Tanklöschfahrzeug des Löschzuges Gahlen angefordert. Unser Tanklöschfahrzeug und weitere aus den Kreisen Wesel und Recklinghausen betrieben im Pendelverkehr unter anderem einen Wasserwerfer.
Umfangreicher Einsatz von überörtlichen Kräften
Um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, wurden zahlreiche überörtliche Einsatzkräfte hinzugezogen. Neben der Feuerwehr waren auch verschiedene Hilfsorganisationen sowie Ordnungsbehörden vor Ort, die die Einsatzleitung unterstützten und den Brandverlauf überwachten.
Foto: Feuerwehr Hünxe
Warnung der Bevölkerung wegen stärkerer Rauchentwicklung
Die massive Rauchentwicklung machte eine Warnung der Bevölkerung erforderlich. Diese wurde von der Feuerwehr Hünxe veranlasst, um die Bewohner vor möglichen Gefahren zu schützen. Der Energieversorger schaltet außerdem die über dem Gelände verlaufende Hochspannungsleitung ab, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.
Marke unter Kontrolle, Warnung bleibt bestehen
Gegen 12:35 Uhr konnte die Feuerwehr mitteilen, dass der Brand unter Kontrolle sei. Die Warnung der Bevölkerung blieb jedoch aufgrund der anhaltenden Geruchsbelästigung weiterhin bestehen. Die Rauchentwicklung hatte sich deutlich reduziert, und alle durchgeführten Messungen in der Nacht ergaben keine gefährlichen Werte. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.
CDU und MIT zu Besuch bei den Schermbecker Dachziegelwerken Nelskamp: Tradition und Moderne als Erfolgsrezept
Die CDU Schermbeck und die MIT, die Mittelstands- und Wirtschaftsunion, besuchten den traditionsreichen Betrieb Nelskamp in Schermbeck. Heiner Nelskamp, Jens Warmers (Leiter Disposition) und Schulungsleiter Frank Engelmann begrüßten die Delegation und stellten die Firma sowie die Produktionsabläufe vor.
Nelskamp: Ein führender Hersteller in Deutschland
Mit über 500 Mitarbeitern an sechs Standorten zählt Nelskamp zu den führenden Herstellern von Dacheindeckungsmaterial in Deutschland. Die Unternehmensphilosophie basiert auf einem hohen Qualitätsanspruch, modernster Technik und enger Zusammenarbeit mit Handwerk und Handel. „Als traditionsreiches, konzernunabhängiges Familienunternehmen können wir dank kurzer Entscheidungswege flexibel auf aktuelle Marktanforderungen reagieren“, erklärt Frank Engelmann.
Foto: CDU Schermbeck
Vielfalt im Sortiment: Von Dachziegeln bis Solartechnik
Das Kernsortiment von Nelskamp umfasst Dachsteine, Dachziegel und das dazugehörige Zubehör. In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein Angebot um hocheffiziente Solartechnik erweitert, um den Kunden alles aus einer Hand zu bieten.
Standorte und regionale Stärke
Nelskamp ist in ganz Deutschland präsent. Die Zentrale befindet sich in Schermbeck, während die Produktion an mehreren Standorten sicherstellt, dass es keine Lieferengpässe gibt und die Transportwege kurz bleiben. Neben Schermbeck zählen Hünxe-Gartrop, Groß Ammensleben (Sachsen-Anhalt), Wandlitz (Brandenburg), Unsleben (Bayern) und Dieburg (Hessen) zu den Produktionsstätten. Zusätzlich unterstützen über 50 Fachberater Bauprofis vor Ort, um das optimale Dach zu planen und zu verlegen.
Wertschätzung für regionale Qualität und den Mittelstand
„Die Gemeinde Schermbeck steht weit über ihre Grenzen hinaus für Dachziegel von besonderer Qualität“, betont Marc Lindemann, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Schermbeck. „Herzlichen Dank an die Firma Nelskamp für die interessanten Einblicke.“
Christian Schröder, Vorsitzender der Schermbecker Mittelstands- und Wirtschaftsunion, ergänzt: „Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. In Deutschland brauchen wir dringend Bürokratieabbau, Entlastungen und vor allem Sicherheit, damit Traditionsbetriebe wie Nelskamp, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen, auch in Zukunft erfolgreich arbeiten können. Wir als CDU und MIT in Schermbeck werden uns weiterhin für einen starken Mittelstand einsetzen und der Firma Nelskamp als Ansprechpartner zur Seite stehen.“
Seniorenbeirat Schermbeck bietet Vortragsveranstaltung zur Pflegeberatung an
Wie gut ist die Versorgung älterer Menschen in Schermbeck? Welche Herausforderungen bringt der demografische Wandel mit sich? Und wie geht es mit der kommunalen Daseinsvorsorge weiter? Der Seniorenbeirat Schermbeck möchte den Bürgern Antworten auf diese Fragen geben und lädt zu einer weiteren Vortragsveranstaltung ein.
Am 21. Oktober 2024 um 15:00 Uhr im Begegnungszentrum des Rathauses wird es unter dem Titel „Pflegebedürftig?“ Was nun?“ um die Möglichkeiten und Hilfsangebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige zu gehen.
Pflegebedürftig? Was nun? Was erwartet die Schermbecker?
Gemeinsam mit der Kommunalen Pflegeberatung des Kreises Wesel organisierte der Seniorenbeirat Schermbeck diese Veranstaltung. Hier können sich interessierte Bürger umfassend über die Pflegeberatung und deren Unterstützungsangebote informieren. Als Referentin ist Juanita Rennack, die für Schermbeck zuständige Fachkraft, eingeladen. Sie wird das unabhängige und kostenlose Beratungsangebot vorstellen, das seit 2023 in allen Rathäusern des Kreises Wesel bereitgestellt wird.
Pflegeberatung: Unabhängig, kostenlos und vertraulich
Die Pflegeberatung bietet eine wichtige Anlaufstelle für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Dabei steht sie nicht nur Personen zur Verfügung, die bereits Pflege benötigen, sondern unterstützt auch präventiv, bevor eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Dies schafft Sicherheit und Orientierung, wenn es um Entscheidungen rund um Pflege, Wohnen oder auch Demenz geht. Besonders wertvoll ist die enge Zusammenarbeit der Pflegeberatung mit anderen Beratungsstellen, wie etwa bei Migration oder speziellen Wohnformen für Senioren.
Raum für Fragen und persönliche Beratungstermine
Neben den informativen Vorträgen wird es auch ausreichend Zeit für individuelle Fragen geben. Die Besucher haben außerdem die Möglichkeit, direkt vor Ort Beratungstermine zu vereinbaren. Die Veranstaltung verspricht wertvolle Informationen für alle, die sich gleichzeitig mit dem Thema Pflege auseinandersetzen oder bereits Unterstützung benötigen.
Info zu: Demografischer Wandel in Deutschland
Bevölkerungsprognosen
Bis 2030 wird die Bevölkerungszahl Deutschlands voraussichtlich stabil bleiben oder leicht sinken, abhängig von der Entwicklung der Geburtenrate und der Migration.
Ab 2040 wird ein deutlicher Rückgang der Bevölkerung erwartet, es sei denn, es gibt weiterhin hohe Zuwanderung.
Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich bis 2050 deutlich erhöhen, was den Druck auf das Sozialsystem und das Gesundheitswesen weiter verstärken könnte.
Altersstruktur und Erwerbsbevölkerung
Die erwerbsfähige Bevölkerung (zwischen 20 und 65 Jahren) schrumpft. Es wird erwartet, dass diese Gruppe bis 2035 um bis zu 7 Millionen Menschen abnimmt, was zu einem Fachkräftemangel führen könnte.
Im Jahr 2022 lag das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen bei etwa 34 Rentnern pro 100 Erwerbstätigen. Dieses Verhältnis wird sich weiter verschieben, was die Finanzierung des Rentensystems vor stellt. Quelle: Statistischen Bundesamt (Destatis)
Die Gemeinde Schermbeck plant, das Förderprogramm „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ ab dem Jahr 2025 für zugewanderten Schülern anzubieten.
Dieses landesweite Programm wurde vom Ministerium für Schule und Bildung NRW ins Leben gerufen, um neu zugewanderten Schülern eine intensive Sprachförderung während der Ferien zu ermöglichen. Ziel sei es, die Deutschkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu verbessern und ihre Alltagskompetenzen zu stärken.
In der nächsten Sitzung des Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschusses am 30. Oktober 2024 soll die Bereitstellung des Eigenanteils von maximal 1.500 Euro für das Programm beschlossen werden.
Förderung und Eigenanteil der Gemeinde
Die Gesamtkosten des Programms belaufen sich auf maximal 6.000 Euro, wobei Kursmaterialien, Verpflegung und die Vergütung der Sprachlernbegleiter enthalten seien. Um das Programm durchführen zu können, muss die Gemeinde Schermbeck einen Eigenanteil von 20 % der Gesamtsumme, also maximal 1.500 Euro, beisteuern. Diese Mittel sollen ab dem Haushaltsjahr 2025 bereitgestellt werden.
Ablauf und Organisation des Trainings
Das FerienIntensivTraining soll erstmals in den Sommerferien 2025 an der Gesamtschule in Schermbeck durchgeführt werden. Geplant seien zehn aufeinanderfolgende Werktage, an denen das Training täglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr stattfindet. Bis zu 25 Schüler können an dem Kurs teilnehmen, wobei die Verpflegung in Form eines gemeinsamen Frühstücks und Mittagessens an jedem Tag des Trainings angeboten wird. Hierzu sei bereits mit der DaZ („Deutsch als Zweitsprache“) -Lehrerin an der Gesamtschule, Susanne Spyrou, Kontakt aufgenommen worden, die das Förderprogramm sehr befürworte.
Warum ist das Programm so wichtig?
Das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ bietet eine wertvolle Ergänzung zur regulären schulischen Sprachförderung. Gerade für neu zugewanderte Schüler innen ist es von großer Bedeutung, ihre Sprachkenntnisse so schnell wie möglich zu verbessern, um im Alltag und im Schulleben besser zurechtzukommen. Das Programm bietet daher eine ideale Gelegenheit, da es sich intensiv und gezielt um die individuellen Bedürfnisse der Schüler im Inneren kümmert.
Was ist das FerienIntensivTraining – FIT auf Deutsch?
Das „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ ist ein Programm, das während der Schulferien stattfindet und darauf abzielt, neu zugewanderten Schülern innen eine gezielte Sprachförderung anzubieten. Dabei wird die Sprachentwicklung der Teilnehmer innen durch eine Kombination aus implizitem und explizitem Lernen gefördert. Die Maßnahme trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihre Handlungskompetenzen in alltäglichen Kommunikationssituationen verbessern und ihre Deutschkenntnisse effektiv steigern können.
Das 29. Historische Hansefest in Wesel bietet ein Wochenende voller mittelalterlicher Attraktionen, traditioneller Umzüge und regionaler Besonderheiten.
Mit seiner einzigartigen Atmosphäre und einem vielfältigen Programm ist es ein Highlight im Veranstaltungskalender der Region. Die Besucher können sich auf spannende Veranstaltungen wie die offizielle Eröffnung, den historischen Umzug und den beliebten Verkaufsoffenen Sonntag freuen.
Offizielle Eröffnung des Hansefestes
Freitag, 25. Oktober 2024, um 14:30 Uhr, Leyens-Platz bis Berliner Tor
Das Hansefest wird am Freitag, den 25. Oktober 2024, feierlich durch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp eröffnet. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der Hanse-Gilde Wesel e. V. und WeselMarketing zieht die Bürgermeisterin um 14:30 Uhr vom Leyens-Platz zum Berliner Tor. Ab 15:00 Uhr erwartet die Besucher ein mittelalterliches Programm mit Musik und Gaukeley, das den Startschuss für das Fest bildet.
Empfang des Heimatvereins Büderich
Samstag, 26. Oktober 2024, um 9:30 Uhr, Berliner Tor
Am Samstagmorgen wird der traditionelle Empfang des Heimatvereins Büderich gefeiert. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und die Hanse-Gilde Wesel e. V. empfängt den Verein mit einem festlich geschmückten Kappeswagen und musikalischer Begleitung durch einen Drehorgelspieler. Diese Tradition ist ein wichtiger Bestandteil des Hansefestes und verbindet die historische Bedeutung der Hanse mit der lokalen Kultur.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Historischer Umzug
Samstag, 26. Oktober 2024, um 18:30 Uhr, Berliner Tor
Ein absolutes Highlight des Festes ist der Historische Umzug, der am Samstagabend stattfindet. Händler, Gaukler, Fackelträger sowie Gäste aus verschiedenen Hansestädten werden ab 18:30 Uhr durch die Fußgängerzone bis zum Großen Markt ziehen. Der Umzug vermittelt die lebendige Geschichte der Hanse und begeistert mit authentischen Kostümen und einer beeindruckenden Atmosphäre.
Verkaufsoffener Sonntag und Hansemeile
Sonntag, 27. Oktober 2024, von 13:00 bis 18:00 Uhr
Am Sonntag haben Besucher die Gelegenheit, die Geschäfte der Weseler Innenstadt während des Verkaufsoffenen Sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr zu besuchen. Parallel dazu lockt die Hansestadt mit einer Vielzahl von Ständen, die mittelalterliche Waren und Handwerkskunst präsentieren. Auch der Historische Bauernmarkt ist ein fester Bestandteil des Festes und bietet von Freitag bis Sonntag regionale Spezialitäten und traditionelle Produkte.
Öffnungszeiten der Hansemeile und des Historischen Bauernmarktes:
Freitag, 25. Oktober 2024: 14:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, 26. Oktober 2024: 10:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag, 27. Oktober 2024: 11:00 bis 18:00 Uhr
Das Hansefest in Wesel bietet somit ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie und entführt die Besucher in die faszinierende Welt des Mittelalters.
Markus Sümpelmann, der bereits von einem Wolfsangriff auf den Horstkamp’s Hof in Schermbeck betroffen war, als ein Wolf über einen vom Land geförderten Zaun sprang, hat nun neue Beweise in Form von Videomaterial vorgelegt.
Die Aufnahmen zeigen eindrucksvoll, dass der Wolf nicht wie vermutet nur untergräbt, sondern den hohen Zaun problemlos überspringt.
Silke und Markus Sümpelmann an der Stelle, wo der Wölf/Wölfin mit Anlauf den vom Land NRW geförderten Zaun übersprang. Der Sprung konnte mit einer Nachbildkamera eingefangen werden. Foto: Petra Bosse
„Unser Zaun ist 1,45 Meter hoch, obwohl nur 1,25 Meter nötig wären, um förderfähig zu sein. Wir haben ihn höher gebaut und mit einem Untergrabeschutz sowie einer stromführenden Litze versehen“, erklärt Sümpelmann. Doch trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen konnte der Wolf den Zaun mühelos überwinden. „Das Video zeigt ganz deutlich, dass der Wolf den Zaun in Augenschein nimmt, seine Höhe einschätzt und ihn dann ohne Mühe überspringt“, so Sümpelmann weiter. „Ich schätze, der Sprung war sogar auf einer Höhe von 1,80 Metern“.
Wolf schafft sich Startbahn
Das Video zeigt noch eine weitere Besonderheit: Der Wolf bereitete sich systematisch auf den Sprung vor. „Man sieht, wie der Wolf eine Spur von etwa drei Metern Länge zieht. Er kratzt mehrmals über den Acker, aber nicht tief. Es sieht so aus, als baue er sich eine Start- und Landebahn“, erläutert Sümpelmann. Diese Beobachtung ist neu und wirft neue Fragen zum Verhalten des Wolfes auf.
Die Kratzspuren vom Absprung sind noch deutlich erkennbar. Foto: Petra Bosse
Umsichtige Vorgehensweise des Wolfes
Bevor der Wolf den Sprung wagte, beobachtete er das Gelände gründlich. „Er kam von der Waldkante, ging zum Zaun und die Schafe wichen sofort zurück, als er etwa 20 Meter entfernt war. Dann umrundete der Wolf unser Wohnhaus zweimal, vermutlich um die beste Stelle zu finden, von der er die Schafe erreichen konnte“, beschreibt Sümpelmann die Szene.
Die Wölfin kurz vor dem Sprung. Aufgenommen mit der Wärmebildkamera der Firma CS Sicherheit + Service GmbH
Das Video zeigt den Wolf schließlich beim Sprung über den Zaun – eine Stelle, die er bereits im Sommer überwunden hatte. Auch die Größe des Wolfes ist auf den Aufnahmen beeindruckend: „Es ist ein großer, schmächtiger Wolf. Nicht dick, aber sehr groß“, berichtet Sümpelmann, der die Videodaten in HD-Qualität und mit Wärmebildaufnahmen der Firma CS Sicherheit + Service GMBH aus Hamminkeln dokumentiert hat.
Foto: Petra Bosse
Die neuen Aufnahmen werfen ein weiteres Licht auf die wachsende Bedrohung durch Wölfe in der Region und zeigen, dass selbst hohe, gesicherte Zäune nicht immer ausreichen, um die Tiere fernzuhalten.
Es sieht so aus, als baue er sich eine Start- und Landebahn
In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es in Raesfeld zu einem weiteren Wolfsriss, der die Weidetierhalter der Region erneut in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei Schafe wurden aus einer Herde von 15 Schafen sofort getötet, weitere Schafe schwer verletzt. Die Zahl der Wolfsangriffe in der Förderkulisse Westmünsterland steigt damit weiter auf sieben Angriffe an.
Der Schäfer Christian Ostendorf ist erschüttert: „Der Wolf hat keine Angst mehr vor Menschen“, betont er. Der Angriff fand unmittelbar an seinem Wohnhaus statt, wo Schafe direkt unter dem Schlafzimmerfenster seiner Eltern gerissen wurden. Dies war bereits der siebte Vorfall in der Gemeinde Raesfeld innerhalb weniger Wochen.
Direkt am Haus und wo auch die Kinder spielen, jagte der Wolf die Schafe über die Weide und rund ums Haus. Foto: Petra Bosse
Wolfsriss am Regenrückhaltebecken: Eine zunehmende Bedrohung
Der jüngste Wolfsriss ereignete sich nahe des Regenrückhaltebeckens in Raesfeld, direkt im Naturschutzgebiet. Es war nicht der erste Vorfall, wie Ostendorf berichtet: „Es gab bereits einen Riss am 23. Januar bei mir in unmittelbarer Nähe, aber nun kam der Wolf bis an unser Haus.“ Diese Weide habe Ostendorf bereits aufgegeben. „Sie wird nur noch für Heu mach genutzt. Und in dem Gebiet brauche ich auch gar nicht mehr mit Schafen aufschlagen, weil halt der Wolf hier direkt ansässig ist. Der läuft da halt stetig rum“.
In Ruhe gefressen
Die Schaf-Weide war mit einem Zaun nach Förderrichtlinien mit einer Höhe von 1,20 und mit stromführender Litze eingezäunt. Durch den Wolfsangriff gerieten die Schafe in Panik und trampelten den Schutzzaun nieder. Dadurch konnte sich der Wolf sich ungehindert über die gesamte Weide bewegen. „Er ist über die Weide, am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei, und dann ums Haus herum auf die andere Wiese gelaufen“, schildert Ostendorf die dramatische Szene. Dort riss der Wolf ein weiteres Schaf und fraß es. „Quasi hat er sich genüsslich niedergelassen und in aller Ruhe gefressen“, fügte Ostendorf hinzu. Die Nähe zum Wohnhaus erschüttert die Familie zutiefst.
Foto: Petra Bosse
Wölfe verlieren ihre Scheu vor Menschen
Besonders alarmierend sei, dass die Wölfe inzwischen alle Scheu vor Menschen verloren haben. „Der Wolf hat sich dort zum Fressen niedergelassen, wo es überall nach Menschen riecht, wo Kinder auf der Wiese spielen“, erklärt Ostendorf weiter. Die Tiere kommen in aller Ruhe, selbst nachts oder in den frühen Morgenstunden, um Schafe zu reißen, und das direkt unter den Fenstern der Bewohner.
In dieser Nacht versetzten die Wölfe die gesamte Schafherde in Panik. Die Tiere rannten über die Weide, um das Haus herum und auf eine weitere Wiese, wo weitere Schafe schwer verletzt wurden. Eines der Tiere wurde gefressen.
Ein trauriger Anblick für das kleine Mädchen, die die toten und verletzten Schafen mit der Hand großgezogen hat. Foto: Petra Bosse
Tragische Folgen für die Schafe
Die verletzten Schafe zeigen deutliche Spuren des Wolfsangriffs. Der sogenannte Kehlbiss wurde bei mehreren Tieren festgestellt, was bedeutet, dass die Verletzungen so schwerwiegend sind, dass die Schafe eingeschläfert werden müssen. „Die Schafe werden wahrscheinlich nicht zu retten sein“, bedauerte Ostendorf. Der Tierarzt wurde sofort informiert, doch für einige Tiere kommt jede Hilfe zu spät.
Handaufzucht von der Tochter
Besonders schmerzhaft für die Familie ist der Verlust der von Hand aufgezogenen Schafe. „Das waren oft Drillinge, die meine Tochter mit der Flasche großgezogen hat. „Sie sind zutraulich und vertraut mit dem Hof, deshalb sind sie uns so ans Herz gewachsen“, erklärt Ostendorf.
Fehlende Scheu vor Menschen als größtes Problem
Ostendorf sieht in der fehlenden Scheu des Wolfes das größte Problem. „Ich habe einige Videos gesehen, in denen der Schäfer direkt bei seiner Herde war, und der Wolf trotzdem hineingegangen ist“, sagt er. Diese Angstlosigkeit der Wölfe müsse gestoppt werden, fordert der Schäfer. „Wenn der Wolf wieder lernt, das Territorium des Menschen zu meiden, hätten wir viele Probleme nicht.“
Strengere Regularien zur Entnahme von Wölfen
Ostendorf verlangt daher strengere Regularien zur Entnahme von Wölfen, die sich ungehindert in besiedelten Gebieten bewegen. „Der Wolf wird dadurch nicht aussterben. Es gibt genügend Regionen, in denen er heimisch geworden ist, ohne dass es zu solchen Problemen kommt. Dort wird er sogar akzeptiert.“
Bedrohung für Weidetierhaltung und Landschaftspflege
Durch die zunehmenden Wolfsrisse werden viele kleine Hobbyhalter und größere Schäfereien gezwungen, aufzugeben. Dies hat nicht nur wirtschaftliche Auswirkungen, sondern betrifft auch die Landschaftspflege. „Flächen, die normalerweise von Schafen gepflegt werden, bleiben ungenutzt“, warnt Ostendorf. Er nennt als Beispiel die Deiche, die traditionell von seinen Schafen beweidet werden, oder Flächen wie die ehemalige Mülldeponie in Hoxfeld. „Diese Fläche muss jedes Jahr mit Schafen verdichtet werden. Maschinell ist das gar nicht möglich.“
Die wachsende Wolfspopulation in Ballungsgebieten wie Nordrhein-Westfalen stellt somit nicht nur eine Bedrohung für die Weidetierhaltung dar, sondern gefährdet auch den Erhalt wichtiger Kulturlandschaften und die Arbeit, die Schafe bei der Pflege dieser Flächen leisten.
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