Das Jugendorchester der Blaskapelle Einklang aus Schermbeck hat einen erlebnisreichen Ausflug unternommen.
16 Jugendliche verbrachten das letzte Ferienwochenende gemeinsam auf der Lippe und erlebten eine abwechslungsreiche Tour mit Musik, Spaß und Gemeinschaft.
Kanutour mit Planwagenfahrt
Der Startpunkt war am Königskotten in Dorsten-Östrich. Von dort brachte ein Planwagen die Gruppe zu den Lippepiraten nach Dorsten. Dort stiegen die Jugendlichen in ihre Kanus um und paddelten gemeinsam die Lippe hinunter bis nach Schermbeck. Anschließend ging es mit dem Planwagen zurück zum Ausgangspunkt. Den Abschluss des Tages bildeten ein gemeinsames Grillen und gemütliches Musikhören – ein erlebnisreicher Ausklang der Ferien.
Foto: Einklang Schermbeck
Ausblick auf den „Tag der Musik“
Ein weiteres Highlight stehe bereits bevor: Am 21. September 2025 lädt die Musikschule Einklang wieder zum „Tag der Musik“ ein.
Das Event findet im katholischen Teilstandort der Grundschule Schermbeck, Schienebergstege 2, statt. Kinder und Familien haben an diesem Tag die Möglichkeit, verschiedene Instrumente kennenzulernen und selbst auszuprobieren.
Foto: Einklang Schermbeck
Auch das Jugendorchester der Blaskapelle Einklang wird an diesem Tag auftreten. Der Auftritt ist für 15:00 Uhr geplant und gibt den jungen Musikerinnen und Musikern die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren.
Der Förderverein freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die Lust haben, in die Welt der Musik einzutauchen und den musikalischen Nachwuchs der Blaskapelle Einklang zu unterstützen.
Am 7. September 2025 ging es beim Media Day des SV Schermbeck 2020 e.V. rund. Zwischen 09:30 und 11:30 Uhr stand die Jugendabteilung des Vereins im Fokus.
Pünktlich zum Start versammelten sich alle Teams in einheitlicher Spielkleidung auf dem Rasenplatz. Nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Dietrich und Daniel Averkamp, verbunden mit einem Dank an die Sponsoren JAKO und Vodafone, folgte das große Gruppenfoto im Mittelkreis. Anschließend wurden die Mannschaften und Spieler von zwei Fotografen und einer Drohne einzeln abgelichtet. Auch die offiziellen Aufnahmen für das DFBnet wurden erstellt.
Foto: Ralf Meier
Anpfiff zur neuen Spielzeit
Insgesamt nahmen 14 Jugendmannschaften teil, darunter auch die neu gegründete Damenmannschaft. Für die Ausstattung konnten mehrere Partner gewonnen werden. Die Schreinerei Grewing und Sonne.NRW sponserten jeweils ein Team, während die übrigen zwölf Mannschaften dank der Kooperation von Vodafone Schermbeck und JAKO gemeinsam mit Teamsport Philipp neue Trikots erhielten. Realisiert wurde dies u. a. über die Ende Mai ausgelaufene Umtauschaktion im Rahmen des Projekts „The Key“.
Foto: Ralf Meier
Während unten auf der Platzanlage die Fotos gemacht wurden, startete die B-Jugend im Spiel gegen Wattenscheid 09 in die neue Saison. Lautstark begleitet von den übrigen Teams, die das Match vom Spielfeldrand aus verfolgten. Ein rundum gelungener Tag, an dem die tolle Organisation für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Am Freitag feierte der TuS Gahlen 1912 e.V. die feierliche Einweihung seines neuen Soccer Courts.
Ein Projekt, das nicht nur dem Verein, sondern allen zugutekommt, die Spaß am Spiel mit dem runden Leder haben. Der Court steht nicht nur TuS-Mitgliedern, sondern allen Fußballbegeisterten offen, kostenlos!
Foto: Ralf Meier
Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus
Nach dem Empfang und einer kurzen Vorstellung der Projektgeschichte machten die Festredner deutlich, welche enorme Bedeutung ehrenamtliches Engagement und Zusammenhalt für das Gelingen hatten. Charlotte Quik, Mitglied des Landtags NRW, dankte allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie erinnerte daran, dass trotz steigender Kosten keine zusätzlichen Landesmittel über die ursprünglich eingeplanten 35.000 Euro hinaus bereitgestellt werden konnten. Ein Spiegel der angespannten Haushaltslage. Bürgermeister Mike Rexforth schloss sich den Dankesworten an: „Dieser Einsatz ist nicht nur ein Gewinn für den Verein, sondern für die ganze Gemeinschaft. Vielen Dank dafür im Namen der Gemeinde, aber auch in meinem Namen.“
Foto: Ralf Meier
Finanzierungslücke musste geschlossen werden
Auch TuS-Vorsitzender Gerhard-Konrad Rusch blickte auf die schwierige Finanzierungsphase zurück. Beitragserhöhungen seien von Beginn an kategorisch ausgeschlossen gewesen, weshalb die entstehende Finanzierungslücke zunächst große Sorgen bereitete. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er daran, dass Charlotte Quik sogar angeboten habe, Waffeln auf dem Vereinsgelände zu backen, um zusätzliche Gelder zu sammeln. Am Ende kam alles ganz anders. In kürzester Zeit fanden sich Sponsoren, die die Fördersumme verdoppelten. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Arbeitsstunden vieler Mitglieder war der Weg zum Bau damit frei.
Foto: Ralf Meier
Sportliches Highlight beim TuS Gahlen
Auch bis zur Genehmigung des von Johannes Brilo eingereichten Bauantrags gab es einige Hindernisse zu überwinden. Doch im September 2024 konnte es endlich losgehen. Genau ein Jahr nach Beginn der Arbeiten wurde nun die offizielle Einweihung gefeiert. Als sportliches Highlight stellten Bürgermeister Rexforth und Charlotte Quik zum Abschluss ihre fußballerischen Qualitäten auf dem neuen Soccer Court unter Beweis. Der TuS Gahlen hat damit nicht nur eine weitere sportliche Attraktion geschaffen, sondern einmal mehr gezeigt, wie stark der Verein ist, wenn möglichst viele an einem Strang ziehen.
Gute Nachrichten für Pendler: Ab 2026 soll die Entfernungspauschale bereits ab dem ersten Kilometer von derzeit 30 auf 38 Cent steigen. Das Bundesfinanzministerium will damit Arbeitnehmer steuerlich entlasten – und der ADAC unterstützt diesen Schritt ausdrücklich.
ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand betonte: „Die Anhebung der Entfernungspauschale ab dem ersten Kilometer unterstützt der ADAC vollumfänglich. Es geht um notwendige Fahrten zur Arbeitsstätte, unabhängig davon, ob diese mit dem Pkw oder dem ÖPNV zurückgelegt werden. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden CO₂-Preise auf Kraftstoffe setzt die Koalition hier einen wichtigen Entlastungsschritt und trägt dazu bei, notwendige Mobilität für viele bezahlbar zu halten.“
Bedeutung für Pendler
Die Entfernungspauschale spiele eine zentrale Rolle für die bezahlbare Mobilität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sei verkehrsmittelunabhängig und besonders wichtig für Menschen mit längeren Arbeitswegen. Angesichts steigender Energiepreise und höherer Anschaffungskosten für Fahrzeuge seien Pendler besonders stark belastet. Der ADAC betont, dass eine Entlastung daher längst überfällig sei.
Die Höhe der Pauschale für die ersten 20 Kilometer ist seit 2004 unverändert geblieben. Mit der geplanten Anhebung ab 2026 würden Beschäftigte künftig vom ersten Kilometer an stärker profitieren.
Beispielrechnung
Bei einer durchschnittlichen Pendelstrecke von 17 Kilometern und 200 Arbeitstagen pro Jahr ergeben sich laut ADAC zusätzliche steuerlich absetzbare Werbungskosten von rund 272 Euro jährlich. Wer täglich weitere Strecken zurücklegt, kann noch deutlich mehr sparen.
Aktueller Stand
Derzeit können Pendler für die ersten 20 Kilometer 30 Cent pro einfachem Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ansetzen. Für längere Strecken gilt bis Ende 2026 bereits der höhere Satz von 38 Cent pro Kilometer. Mit der geplanten Neuregelung ab 2026 soll dieser erhöhte Satz künftig ab dem ersten Kilometer gelten.
Schermbeck: Tanzclub sucht Verstärkung für „Jazz Teens“ (10–14 Jahre)
Der Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck bietet dienstags ein Jazz- und Modern/Contemporary-Training für 10- bis 14-Jährige an. Die Einheit findet von 18 bis 19 Uhr in der Tanzakademie an der Bachstraße 3 statt, ein kostenloses Schnuppertraining ist möglich. Geleitet werde das Angebot von Trainerin Miriam Fritsch.
Angebot und Zielgruppe
Nach Vereinsangaben bietet der Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck jeden Dienstag von 18 bis 19 Uhr Jazz und Modern/Contemporary Dance für Teens im Alter von zehn bis vierzehn Jahren an. Trainingsort ist die Tanzakademie in der Bachstraße 3 in Schermbeck. Interessierte können unverbindlich an einem kostenlosen Schnuppertraining teilnehmen.
Foto: TC GW
Inhalte des Trainings
Die langjährige Tänzerin der „Dancing Rebels“ und erfolgreiche Trainerin der Jugendformation „Amianto“, Miriam Fritsch, vermittelt den „Jazz Teens“ die Grundlagen im JMC. Gemeinsam mit der Gruppe erarbeitet sie Drehungen, Sprünge, Bodenarbeit und kleinere Choreografien. Dabei legt sie den Fokus auf Musikalität und die Freude an vielseitigen Bewegungen.
Probetraining und Kontakt
Wer herausfinden möchte, ob JMC der passende Sport ist, kann dienstags zum Probetraining kommen. Leni, Jenna, Helena, Saadat, Esila, Matilda, Anne-Fleur und Miriam freuen sich auf neue Gesichter. Weitere Informationen und Anmeldungen zum kostenlosen Schnuppertraining gibt es unter der Telefonnummer 0175 5978776.
Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
„Am Ende meiner Amtszeit soll Schermbeck spürbar vorangekommen sein – nicht nur auf dem Papier, sondern im täglichen Leben der Menschen. Konkret will ich erreichen: Eine sanierte Mittelstraße als neues Herzstück unseres Ortes. Einen konsolidierten Haushalt, der wieder Spielräume schafft. Eine digitale Verwaltung, die Bürgern Zeit spart. Mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen. Weniger Sanierungsstau bei Straßen und öffentlichen Gebäuden.
Aber vor allem: Dass die Menschen wieder Vertrauen in ihre Gemeindepolitik haben. Dass Bürger wissen: Ihre Meinung zählt, sie werden gehört und ernst genommen. Dass Schermbeck als Ort wahrgenommen wird, wo Zusammenhalt gelebt wird – zwischen Jung und Alt, Alteingesessenen und Neubürgern. Erfolg messe ich nicht an großen Projekten allein, sondern daran: Fühlen sich die Menschen hier wohl? Sind sie stolz auf ihr Schermbeck? Dann habe ich meine Arbeit gut gemacht“.
Nächste Frage lautet: Wie gehen Sie damit um, wenn Ihre Ideen keine Zustimmung finden. Machen Sie weiter oder ändern Sie den Kurs?
Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
„Dass die Leute sagen: Hier hat sich wirklich was bewegt! Schule gebaut, Treffpunkte geschaffen, Beteiligung und Kultur gestärkt, Verwaltung zum Kollegen gemacht. Dass Schermbeck mehr geworden ist als ein schöner Ort – nämlich ein Ort, der lebt und sich weiterentwickelt“.
Nächste Frage lautet: Wie gehen Sie damit um, wenn Ihre Ideen keine Zustimmung finden. Machen Sie weiter oder ändern Sie den Kurs?
Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
„Die Umsetzung der fünf Punkte: Den Ortskern Gahlen um den Mühlenteich und den Parkplatz Törkentreck neu gestaltet haben, und die Stärkung des Zusammenhaltes unserer Vereine, des Ehrenamtes und der Ortsteile!
Den Erhalt der Demokratie in Schermbeck! Was mir auch besonders wichtig ist: weiterhin ein leistungsstarkes, hoch motiviertes Team im Rathaus und in der Politik an meiner Seite zu haben“.
Wie gehen Sie damit um, wenn Ihre Ideen keine Zustimmung finden. Machen Sie weiter oder ändern Sie den Kurs?
Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
„Ich möchte konkrete Fortschritte vorweisen können. Der Breitbandausbau soll weit vorangekommen und die Schulen modern ausgestattet sein. Rufbusse und Nahversorgungskonzepte sollen die Lebensqualität in den Außenbereichen verbessert haben. Neue generationsübergreifende Treffpunkte sollen den Zusammenhalt gestärkt haben.
Auch die Barrierefreiheit muss spürbar verbessert sein. Die lokale Wirtschaft soll neue Impulse erhalten, Arbeitsplätze geschaffen und der Tourismus gestärkt sein. Transparenz und Bürgerbeteiligung sollen selbstverständlich sein. Nachhaltigkeit und erste große Projekte im Bereich erneuerbare Energien sollen umgesetzt sein“.
Nächste Frage lautet: Wie gehen Sie damit um, wenn Ihre Ideen keine Zustimmung finden. Machen Sie weiter oder ändern Sie den Kurs?
VHS Wesel-Hamminkeln-Schermbeck und Seniorenbeirat starten KI-Veranstaltungsreihe – Wissen für alle Generationen
Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck und der Seniorenbeirat der Stadt Wesel haben eine gemeinsame Veranstaltungsreihe rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) gestartet. Ziel ist es, älteren Menschen den Zugang zu digitalen Technologien zu erleichtern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Auftaktveranstaltung im September
Die Reihe beginnt am Dienstag, 9. September, um 18 Uhr im Vortragssaal der VHS in Wesel. Unter dem Titel „Was ist Künstliche Intelligenz?“ erhalten die Teilnehmenden eine leicht verständliche Einführung in die Welt der KI. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Programm ChatGPT. Der Vortrag ist interaktiv gestaltet – die Besucherinnen und Besucher können die vorgestellten Funktionen direkt auf ihrem eigenen Smartphone ausprobieren.
Weitere Veranstaltungen im Überblick
Im Laufe des Jahres folgen weitere Termine zu spannenden KI-Themen:
30. September, 18 Uhr – KI in der Musik: Kreative Einsatzmöglichkeiten im künstlerischen Bereich
28. Oktober, 18 Uhr – KI in der Medizin: Wie Künstliche Intelligenz Diagnosen verbessern und Behandlungen verändern könnte
18. November, 17 Uhr – Bildgenerierung mit KI: Vorstellung verschiedener Tools und kreative Anwendungen
12. Dezember, 18 Uhr – Digitaler Nachlass: Was geschieht mit Online-Accounts, Zugangsdaten und Abos nach dem Tod?
Alle Veranstaltungen finden im Vortragssaal der vhs, Ritterstraße 14 in Wesel, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung wird jedoch empfohlen.
Lebenslanges Lernen fördern
Andreas Brinkmann, Leiter der vhs, betonte die Bedeutung der neuen Veranstaltungsreihe: „Die Kooperation mit dem Seniorenbeirat ist für uns ein wichtiger Schritt, um das Konzept des lebenslangen Lernens mit Leben zu füllen. Gerade Technologien wie Künstliche Intelligenz verändern unseren Alltag rasant. Deshalb möchten wir unseren Teilnehmenden, unabhängig vom Alter, ermöglichen, sich sicher und kompetent in dieser neuen Welt zu bewegen.“
Teilhabe im digitalen Zeitalter
Auch der Seniorenbeirat der Stadt Wesel sieht in der Reihe einen wichtigen Beitrag für gesellschaftliche Teilhabe. Rainer Rabsahl, erster stellvertretender Vorsitzender, erklärte: „Neue Technologien prägen unseren Alltag – auch im Alter. Wir möchten dafür sorgen, dass ältere Menschen nicht abgehängt werden, sondern aktiv in digitalen Entwicklungen teilhaben können.“
Seit dem 1. April 2011 verwöhnt Marcello seine Gäste in der Schlosstraße in Schermbeck mit hausgemachtem Eis aus eigener Herstellung.
Das Eiscafé Crema Gelato hat sich längst über die Ortsgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Sogar aus Essen reisen Stammkunden an, um sich eine Portion der beliebten Spezialitäten zu sichern. Manche rufen vorher an, um nach ihrer Lieblingssorte zu fragen, denn rund 60 verschiedene Sorten wechseln sich über die Saison hinweg ab.
Lavendeleis war der Überraschungshit der Saison
Nur einige Klassiker bleiben fest im Programm, dazu gehören u. a. Spaghettieis, Cookies, Schokolade, Stracciatella und Vanille, zumal letztere die Basis für viele weitere Kreationen ist. Alles andere rotiert nach Lust, Laune und den kreativen Einfällen aus dem hauseigenen Eislabor. Dort experimentieren Marcello, Tochter Jana Paulin, Sohn Marco und Ehefrau Gerda regelmäßig mit neuen Zutaten und Ideen. So fanden in den vergangenen Jahren außergewöhnliche Sorten wie Popcorn, Donut oder sogar Schoko-Chili ihren Weg in die Vitrine.
Foto: Ralf Meier
Volltreffer war in diesem Jahr das Flan-Eis
Ein echter Volltreffer war in diesem Jahr das Flan-Eis. Inspiriert durch einen längeren Spanienaufenthalt von Marcellos Tochter Jana Paulin, bringt es den dort als Nachtisch beliebten Karamellpudding in gefrorener Form nach Schermbeck. Hier kam die gefrorene Variante so gut an, dass sie innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Ebenso erfolgreich entstand das Lavendel-Eis. Beim Rüster Lavendelfest probierte Marcello spontan einen Saft der Veranstalter Rainer und Simone Hülsmann aus und zauberte eine Sorte, die umgehend zum Überraschungshit wurde.
Die Zutaten sind das A und O
Trotz der aufwendigen Herstellung bleibt der Preis moderat. Eine Kugel kostet 1,70 Euro. Einzige Ausnahme ist das hochwertige Pistazieneis für 2,50 Euro, doch wer die teuren Rohstoffe kennt, weiß den Unterschied zu schätzen. Marcello legt größten Wert auf beste Zutaten ohne Fertigmischungen oder künstliche Zusätze. „Neben dem Equipment und hohen Hygienestandards sind die Zutaten das A und O bei der Eisherstellung. Natürlich könnten wir auch Fertigmischungen verwenden, aber das widerspricht der Vorstellung, die ich vom perfekten Eis habe.
Laktosefreie Eis-Sorten
Allein für vier Liter Erdbeereis verwende ich 2,5 bis 3 Kilo Erdbeeren“, erklärt der Eismann, der 1988 seine Ausbildung absolvierte, stolz. Dass hier die Qualität im Vordergrund steht, schmeckt man sofort, ob bei den fruchtigen, veganen und laktosefreien Sorten oder bei den cremigen Sahneeiskreationen. Sogar die Erdbeersoße fürs Spaghettieis kommt selbstverständlich aus eigener Herstellung.
Crema-Gelato-Eiswagen kann für private Feiern gebucht werden. Foto: Ralf Meier
Kindergeburtstage im Eiskeller
Neben dem Eisverkauf und den frischen Waffeln im Café gibt es zahlreiche weitere Angebote. Kindergeburtstage führen die kleinen Gäste in den Eiskeller, wo sie selbst Eis herstellen dürfen. Für Hochzeiten, Firmenfeiern oder Kommunionen lässt sich der Crema-Gelato-Eiswagen buchen. Genuss auf Rädern, der garantiert für leuchtende Augen sorgt.
Leidenschaft für Eiscreme
Und während die jüngere Generation gerne Neues ausprobiert, bleiben ältere Kunden lieber den Klassikern treu, von Malaga über Amarena bis Vanille. Doch egal, ob traditionell oder experimentell, wer einmal bei Crema Gelato probiert hat, versteht schnell, warum Marcello und sein Team mit ihrer Leidenschaft für Eiscreme in Schermbeck eine Institution geworden sind.
Die männliche B-Jugend des SV Schermbeck 1912 nutzte das letzte August-Wochenende für ein intensives Trainingslager in der Sportschule Kaiserau.
Mit vier Halleneinheiten und zwei Athletikeinheiten holten sich die 14 Spieler unter professionellen Bedingungen den letzten Feinschliff für die bevorstehende Saison.
Fokus auf Angriff und Abwehr
In den ersten beiden Halleneinheiten lag der Schwerpunkt auf dem Angriffsspiel. Das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft und das Tempospiel standen dabei im Vordergrund. In den folgenden Einheiten trainierten die Spieler gezielt verschiedene Abwehrformationen, um für die Saison taktisch besser aufgestellt zu sein.
Teamgeist im Vordergrund
Neben dem sportlichen Training spielte auch der Teamgedanke eine wichtige Rolle. Ein gemeinsamer Kegel- und Spieleabend sorgte für Abwechslung und stärkte das Miteinander. „Die Jungs waren in sämtlichen Einheiten hochkonzentriert bei der Sache. So konnten wir unsere gesteckten Ziele sehr gut umsetzen“, erklärte Trainer Fabian Enste.
Er betonte zudem die positive Entwicklung innerhalb der Mannschaft: „Durch die drei intensiven Tage sind wir als Team weiter zusammengewachsen, sowohl sportlich als auch menschlich. Wir freuen uns jetzt auf die Saison, die am 20. September 2025 um 18.20 Uhr mit einem Heimspiel startet.“
„Ich brenne für Schermbeck“ – Bürgermeister Mike Rexforth über Motivation, Verantwortung und seine dritte Kandidatur.
Kein Job für Arbeitsunlustige: Mike Rexforth ist seit 2014 Bürgermeister von Schermbeck und steht nun zum dritten Mal zur Wahl. Seit seinem Amtsantritt hat er zahlreiche Entwicklungen begleitet, von Investitionen in Schulen und Freizeitangebote bis hin zu Projekten, die das Zusammenleben im Ort stärken.
Doch das Amt bringt nicht nur Gestaltungsspielraum, sondern auch eine enorme Verantwortung und intensive öffentliche Debatten mit sich, die bis ins Privatleben reichen. Im Gespräch verrät er, was ihn antreibt, welche Herausforderungen der Job mit sich bringt und warum Schermbeck für ihn mehr als nur ein Arbeitsplatz ist.
Foto: Ralf Meier
Was motiviert Sie zu einer dritten Kandidatur?“
„Herr Rexforth, Sie gehen nun in Ihre dritte Kandidatur. Was motiviert Sie persönlich, trotz der oft harten öffentlichen Debatten und der enormen Verantwortung erneut für das Bürgermeisteramt anzutreten?“
Mike Rexforth: „Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Schermbeck mit ihren Vereinen und Organisationen. Wir haben in den letzten Jahren trotz aller Herausforderungen und Krisen zusammen viel bewirkt im Ort, zukunftsweisende Entscheidungen getroffen und Projekte umgesetzt. Schauen wir mal auf den flächendeckenden Breitbandausbau, auf die großen Investitionen in unsere Sport- und Freizeiteinrichtungen, die breite Förderung des Ehrenamtes, die nachhaltige Investition in die Digitalisierung unserer Schulen und Feuerwehr, die Neuschaffung von Arbeitsplätzen und die Neuausweisung von Baugebieten. Das honorieren viele Menschen!
Den Willen und Mut Schermbeck weiter attraktiv für Jung und Alt zu halten mit Projekten wie dem Neubau der Grundschule und der Umgestaltung der Mittelstraße, der Entwicklung Schermbecks zum Luftkurort zeigt, hier sind mehrheitlich Menschen am Werk, die verstanden haben, welch Potenzial in Schermbeck steckt. Sie stehen hinter mir und begleiten mich. Das ist der Motor, der mich immer weiter antreibt und zuletzt natürlich die enorme Unterstützung meiner Familie und die meines Teams hier im Rathaus!“
„Welche Rahmenbedingungen bestimmen Ihre Arbeit?“
„Auch als Bürgermeister ist man bei seinen Entscheidungen an vorgegebene Rahmenbedingungen gebunden. Welche sind die wichtigsten auf kommunaler Ebene?“
Mike Rexforth: „Recht und Gesetz! Und die politischen Herausforderungen unserer Zeit!“
„Was gibt Ihnen die nötige Kraft?“
„Das Amt bringt viele lange Tage, Sitzungen und immer wieder mal auch Konflikte mit sich. Was gibt Ihnen die nötige Kraft, diesen Weg seit über einem Jahrzehnt mit so viel Ausdauer zu gehen?“
Mike Rexforth: „Die Liebe zum Beruf, zum Ort, zu den Menschen, die hier leben und sich mit ihrem Engagement für Schermbeck einsetzen, mein Team und der nicht endende Rückhalt meiner Familie, ohne die ich niemals diesen Beruf in der Qualität hätte ausüben können! Und am Ende auch die großen Erfolge, die wir gemeinsam in 11 Jahren gefeiert haben.“
„Was bedeutet für Sie ‚Zuhause‘?“
„Wer Sie in Gesprächen erlebt, spürt, dass da jemand ist mit ganz konkreten Vorstellungen zur Zukunft der Gemeinde. Gibt es einen Moment oder einen Ort in Schermbeck, der für Sie ganz persönlich sinnbildlich für ‚Zuhause‘ steht?“
Mike Rexforth: „Zuhause ist da, wo die Familie ist! Eine ganz einfache, klare Antwort! Wenn man den Begriff Zuhause aber dienstlich verwenden möchte, muss ich sagen: Schermbeck, mit all seinen Ortsteilen und Menschen dort, ist wie ein zweites Zuhause. Mir sind diese Menschen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, in den letzten 11 Jahren so ans Herz gewachsen, wie ich es mir vorher nicht hätte vorstellen können. Das liegt an der Wertschätzung und Herzlichkeit, wie man mir begegnet!“
„Wie schaffen Sie Raum für Privatleben?“
„Bürgermeister zu sein ist kein Job, den man am Abend an der Garderobe abgibt. Wie gelingt es Ihnen, dennoch Raum für Familie, Freundschaften oder einfach mal die eigenen Interessen freizuhalten?“
Mike Rexforth: „Zugegeben schlecht! Wir reden hier von einem Arbeitspensum von 60 bis 70 Stunden die Woche, nahezu kein freies Wochenende und natürlich auch in der Freizeit auf der Bank vor meiner Haustür immer der BÜRGERMEISTER! Das macht mich vielleicht besonders, aber für mein Umfeld ist das eher eine große Herausforderung und Verzicht, gerade für meine Frau, meine Kinder und mein Enkelkind! Wenn meine Frau nicht mein/unser Privatleben organisieren würde und mir bzw. uns Freiräume in den Kalender einbauen würde, dann würde ich privat noch weniger stattfinden.“
„Was bedeutet Schermbeck für Sie?“
„Wenn man sich so stark mit einer Gemeinde identifiziert, geht das über ein gewöhnliches Berufsverständnis hinaus. Was bedeutet Schermbeck für Sie auf einer persönlichen, vielleicht sogar emotionalen Ebene?“
Mike Rexforth: „Schermbeck ist der Ort, der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Er ist mein Anker, hier lebt meine Familie, meine engsten Freunde, er gibt mir Halt und Sicherheit. Ich habe so viele schöne Erinnerungen über 55 Jahre sammeln dürfen, meine Zeit im Kindergarten, der Grundschule, meine Fußballerzeit beim SV Schermbeck, als Trainer und Jugendleiter dort, meine enge Verbundenheit zu Kilian und den anderen Schützenvereinen im Ort.
Ich könnte so vieles noch weiter aufzählen. Für mich ist Bürgermeister sein zwar ein Beruf, aber vielmehr eine Berufung, Schermbeck auch für nachfolgende Generationen ‚heimatfähig‘ zu erhalten! Dafür stehe ich jeden Tag auf!“
Wir reden hier von einem Arbeitspensum von 60 bis 70 Stunden die Woche, nahezu kein freies Wochenende
Bürgermeister Mike Rexforth
Bürgermeister als Verwaltungschef
Mit der Kommunalreform 1999 änderte sich in Nordrhein-Westfalen die Rolle der Bürgermeister grundlegend. Seitdem werden sie direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt und sind gleichzeitig Chef der Verwaltung. Zuvor war das Amt geteilt: Der Bürgermeister hatte vor allem repräsentative Aufgaben, während der Gemeinde- oder Stadtdirektor als Beamter die Verwaltung leitete.
Am Sonntag, 14. September 2025, entscheiden insgesamt 11.541 Wahlberechtigte in Schermbeck über die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates sowie die Wahl des Bürgermeisters.
Die Gemeindeverwaltung lädt alle Interessierten ein, die Ergebnisse am Wahlabend live mitzuerleben.
Öffentliche Wahlergebnispräsentation im Rathaus
Ab 18 Uhr bietet die Gemeinde eine öffentliche Präsentation der Wahlergebnisse im Begegnungszentrum des Rathauses Schermbeck, Weseler Straße 2, Erdgeschoss, Raum 131, an. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 23 Uhr geplant. Die aktuellen Zahlen werden dort live auf einer Großleinwand übertragen.
Wahlen im Fokus
Neben der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl stehen auch die Kreistagswahl, die Landratswahl sowie die Wahl der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhrim Mittelpunkt der Veranstaltung.
Ergebnisse auch online verfügbar
Wer die Präsentation nicht vor Ort besuchen kann, hat die Möglichkeit, die Wahlergebnisse am Wahlabend online über die Webseite der Gemeinde Schermbeck unter www.schermbeck.de abzurufen.
Briefwahlbeteiligung steigt
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung haben bis Mittwoch, 3. September, bereits 3.561 Personen die Briefwahl für die Kommunalwahl beantragt. Das entspricht 30,85 Prozent der insgesamt 11.541 Wahlberechtigten in Schermbeck.
Das kleinste öffentliche Strommuseum der Welt in Schermbeck-Damm öffnet ab Sonntag, 7. September 2025, wieder seine Türen. Besucherinnen und Besucher können sich auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Stroms freuen. Neben dem regulären Öffnungstag gibt es im September mehrere Sondertermine und das Jubiläumsfest des Turmvereins Damm e.V.
Regelmäßige Öffnungszeiten bis Oktober
Bis einschließlich Oktober ist das Strommuseum am Elsenberg an jedem ersten Sonntag im Monat von 11:30 bis 16:00 Uhr geöffnet. Unter fachkundiger Führung erhalten Gäste interessante Einblicke in die Entwicklung der Elektrizität.
Das Museum eignet sich auch gut als Ziel für Radfahrer, da das ehemalige Trafohäuschen in der Nähe beliebter Fahrradrouten und gastronomischer Angebote liegt.
Neben dem regulären Öffnungstag am 7. September gibt es drei besondere Veranstaltungen:
Sonntag, 14. September 2025 – Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Donnerstag, 28. September 2025 – Leader-Museumstag
Samstag, 20. September 2025 – Jubiläumsturmfest „15 + 1“ und Sommerfest ab 15:00 Uhr am Jugendhaus in Schermbeck-Damm. Programm für die ganze Familie. Für Kuchen, Eis, Pommeswagen & Getränke ist gesorgt.
Weitere Informationen
Der Turmverein Damm e.V. informiert über aktuelle Termine und Veranstaltungen auf seiner Website: www.turmverein-damm.de. Der Eintritt ins Museum ist kostenlos, der Verein freut sich jedoch über kleine Spenden.
Kaum Regen im August: Emscher-Lippe-Region bleibt weiter zu trocken. Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband (EGLV) haben ihre Niederschlagsbilanz für August 2025 veröffentlicht.
Demnach war der Monat deutlich trockener als üblich und setzt die Serie an regenarmen Monaten seit Mai fort. Besonders eine dreiwöchige Trockenphase prägte das Wetter, bevor am letzten Tag des Monats ein Drittel der gesamten Niederschlagsmenge fiel.
Deutlich weniger Niederschlag als üblich
Im Emscher-Gebiet wurden im August durchschnittlich 43,8 Millimeter Regen gemessen – rund 34 Millimeter weniger als im langjährigen Mittel von 78 Millimetern. Damit liegt der August 2025 auf Rang 17 der trockensten Augustmonate seit Beginn der Aufzeichnungen 1931.
Noch trockener war es im Lippe-Gebiet: Hier erreichte das Gebietsmittel lediglich 37,2 Millimeter (langjähriges Mittel: 76 Millimeter) – das entspricht Rang 13 der trockensten Augustmonate.
Trockenphase von drei Wochen
Ausschlaggebend für die geringen Niederschlagsmengen war eine fast drei Wochen andauernde niederschlagsfreie Phase ab dem 6. August. Die Spanne reichte dabei von nur 20,2 Millimetern an der Station Kläranlage Kamen-Körnebach bis hin zu 63,5 Millimetern am Stauraumkanal Bochum-Darpestraße.
Die meisten Niederschläge fielen am 31. August. Allein an diesem Tag wurde an einigen Stationen mehr als ein Drittel des gesamten Monatsniederschlags registriert. Den Spitzenwert gab es an der Station Kläranlage Dinslaken-Eppinghofen mit 38,5 Millimetern.
Vier Starkregenereignisse registriert
An insgesamt vier Tagen verzeichneten die Wasserwirtschaftsverbände Starkregen. Der höchste Wert lag bei der Starkregenindex-Stufe 2 mit einer Jährlichkeit von drei bis fünf Jahren – extreme Ereignisse blieben also aus.
Temperaturen über dem Durchschnitt
Neben der Trockenheit lag auch die Temperatur über dem Durchschnitt. Das Monatsmittel erreichte 19,2 Grad Celsius und lag damit fast ein Grad über dem langjährigen Mittel von 18,3 Grad Celsius.
Sommerbilanz: Einer der trockensten seit 1931
Der gesamte meteorologische Sommer (Juni bis August) war ebenfalls deutlich zu trocken.
Emscher-Gebiet: 158 Millimeter Regen (Mittel: 235 mm) → Rang 14 der trockensten Sommer
Lippe-Gebiet: 142 Millimeter Regen (Mittel: 228 mm) → Rang 10 der trockensten Sommer
Damit setzt sich die Reihe unterdurchschnittlicher Niederschlagsmengen in der Region fort.
Wer in den vergangenen Wochen zwischen Schermbeck und Raesfeld unterwegs war, hat sie vielleicht bemerkt: Mit Stift, Papier und viel Geduld saß Emily Flade (19) am Straßenrand. Im Auftrag vom Kreis Wesel führte die Schermbeckerin insgesamt sechs Zähltermine durch. Doch was ist der Sinn des Ganzen in Zeiten von KI und Verkehrssatelliten?
„Solche Verkehrszählungen sind ein wichtiges Instrument, um aktuelle Daten zum Verkehrsaufkommen zu gewinnen“, erklärt Emily. Nur mit diesen Zahlen lasse sich einschätzen, wie stark bestimmte Strecken genutzt werden. „So kann man erkennen, ob die vorhandene Infrastruktur ausreicht oder ob langfristig Maßnahmen wie Straßensanierungen, Radwegausbau oder Verkehrsberuhigungen erforderlich sind.“
Wie kommt man an diesen Job?
Auf die Idee, diesen Job zu machen, kam Emily durch ihre Schwester, die in der Kreisverwaltung arbeitet. Als kleiner Nebenverdienst passte die Aufgabe gut. Allerdings hatte sich die 19-Jährige den Ablauf etwas moderner vorgestellt. „Es ist doch oldschooler, als ich dachte“, gibt Emily zu. „Trotzdem macht es Spaß.“
Ihre Aufgabe: Verkehrszählung zwischen Raesfeld und Schermbeck. Akribisch erfasst Emily die Anzahl an Autos, Fahrrädern und Motorrädern. Sie schaut von ihrem Block hoch, als sich wieder ein Pkw auf der Landstraße nähert. Der Wagen rauscht vorbei – wieder ein Häkchen auf dem Block. Dabei gibt es verschiedene Kategorien. Je nachdem ob ein Trecker vorbeituckert, der Bus fährt oder eine Gruppe Fahrräder an Emily vorbeikommt, landet das Häkchen in einer anderen Box.
Verkehrszählung bleibt nicht unbemerkt
Ihre Verkehrszählung bleibt dabei nicht immer unbemerkt. Emily Flade erinnert sich an eine Begegnung während ihrer Zählung: „Ein Mann auf dem Fahrrad hielt kurz an und meinte, er finde es richtig gut, dass hier gezählt wird. Vehement forderte er ein Tempolimit. Mit den erlaubten Tempo 100 auf der Strecke würden die Radfahrer nämlich viel zu wenig beachtet. Er wünschte sich deshalb auch einen sicheren Radweg.“
Auch auf ruhigen Strecken braucht es Verkehrszählungen. Foto: Emily Flade
Solche und andere Begegnungen haben Emily Flade nachdenklich gemacht. „Gerade auf den Verbindungen zwischen Raesfeld, Schermbeck und Dorsten ist es wichtig, die Entwicklung genau im Blick zu behalten, da hier unterschiedliche Verkehrsteilnehmer unterwegs sind“, sagt sie. Nach einigen Monaten mit dem Nebenjob ist Emily überzeugt: „Für die Sicherheit und eine vorausschauende Planung finde ich eine Verkehrszählung deshalb unverzichtbar.“
Welche politischen Entscheidungen oder Entwicklungen der vergangenen Jahre möchten Sie fortführen – und wo sehen Sie bewusst Änderungsbedarf?
„Nicht alles war schlecht in den vergangenen Jahren – aber vieles kann besser werden. Eine ehrliche Bilanz ist nötig. Was gut läuft und bleibt: Der Grundschul-Neubau war richtig, auch wenn er zu spät kam.
Die Zusammenarbeit mit Vereinen und sozialen Trägern funktioniert. Unsere Feuerwehr ist gut aufgestellt. Die Schermbecker Tafel leistet wichtige Arbeit. Diese Erfolge baue ich aus“.
Nächste Frage lautet: Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
Welche politischen Entscheidungen oder Entwicklungen der vergangenen Jahre möchten Sie fortführen – und wo sehen Sie bewusst Änderungsbedarf?
„1. Die Weiterentwicklung der Gemeinde zu einer sozial gerechten, liebens- und lebenswerten, familienfreundlichen Gemeinde 2. Schermbeck zum Luftkurort zu entwickeln 3. Die neue Grundschule zu bauen. 4. Die Mittelstraße zu sanieren und attraktiv mit mehr Aufenthaltsqualität zu gestalten 5. Den Ortskern Gahlen um den Mühlenteich und den Parkplatz Törkentreck neu gestaltet haben
Korrekturbedarf sehe ich eher weniger, da mein Handeln der letzten 11 Jahre und meine Planungen der nächsten 5 Jahre auf einem Gesamtkonzept beruhen“.
Nächste Frage lautet: Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?
Welche politischen Entscheidungen oder Entwicklungen der vergangenen Jahre möchten Sie fortführen – und wo sehen Sie bewusst Änderungsbedarf?
„Ich will fortführen: Einsatz für Bildung, Integration, Beteiligung, Digitalisierung. Ändern: Tempo, Mut zu Innovation, Verwaltung wieder als Dienstleister denken, nicht als Bedenkenträger. Und: Mehr Mut und weniger Haben wir schon immer so gemacht.“
Nächste Frage lautet: Was möchten Sie am Ende Ihrer Amtszeit erreicht haben?