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Caritasverband Wesel hat Hotel Elmer in Marienthal gekauft

Veröffentlicht am

Foto: Petra Bosse (Archiv)

Der Caritasverband Wesel hat das ehemalige Vier-Sterne-Hotel Elmer in Marienthal erworben und will es komplett sanieren, teilweise aber auch neu bauen.

Das Haus stand seit 2017 leer und verfiel zunehmend, nachdem es 2014 den Besitzer gewechselt hatte und Misswirtschaft betrieben wurde. Die Caritas Wesel plant nun, das Hotel mit einem neuen Konzept zu bewirtschaften und den angrenzenden geistigen Ort, das Karmeliter Kloster, zu erhalten, gekauft.

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In diesem Teil des Gebäudes soll ein Klosterladen, die Titus Klause und einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen entstehen. Foto: Petra Bosse

Klosterladen und Titus Stube

Michael van Meerbeck, Direktor der Caritas Wesel, bestätigt, dass das Konzept schlüssig sei und dass die Caritas schon lange mit dem Objekt geliebäugelt habe. Der Klosterladen und die Titus Klause sollen in dem Teil des Gebäudes entstehen, wo früher das Restaurant war. Hier sollen Gäste nach einem Gebet in der Klosterkirche einkehren und geistige Bücher, Kerzen und andere Sachen, die mit dem Kloster in Verbindung stehen, erwerben können. In der Titus Klause gibt es einfache und ehrliche Kost wie Eintopf oder Erbsensuppe sowie hochgeistige Getränke, Bier und Kaltgetränke. „Wir möchten diesen geistigen Ort erhalten und uns in diesem Raum des des Klosters aufhalten“, fügt van Meerbeck hinzu.

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Das Karmeliter Klosters aus dem Jahre 1256. Foto: Petra Bosse

Einfache bezahlbare Unterkünfte

Die Caritas Wesel plant außerdem, zehn einfache Zimmer mit einem Bett, Stuhl, Tisch und Ablage zum Übernachten zu errichten. Diese sollen keine luxuriösen Unterkünfte sein, sondern eine einfache und bezahlbare Übernachtungsmöglichkeit bieten, um zur Ruhe zu kommen oder das Gespräch mit einem Geistlichen zu suchen, so van Meerbeck.

Die Planung dazu wird von einer Integrationsfirma des Caritasverbandes Wesel umgesetzt. Beschäftigt werden sollen hier auch Menschen mit Handicap. Die Bewerbungen für diejenigen, die in der Gastronomie arbeiten möchten, laufen bereits.

Interessierte können sich beim Caritasverband in Voerde, Laurentius Platz 1, Telefon 0281-1636700 melden.

Außengruppe für Kinderheim Wesel

Der linke Bereich des Gebäudes ab Haupteingang soll abgerissen werden, um Platz für einen Neubau für eine Außenwohngruppe des Kinderheims der Caritas Wesel zu schaffen. Das Haus bietet Platz für sieben bis zehn Kinder. Außerdem ist soll hier ein Seniorenheim mit 60 Plätzen entstehen.

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Dieser Teil des ehemaligen Hotels wird abgerissen. Geplant sind hier Wohnräume für eine Außengruppe des Kinderheims Wesel. Foto: Petra Bosse

Unterkünfte für Flüchtlinge könnten bereitgestellt werden

Während der Umbauphase möchte die Caritas das Haus, wenn es benötigt werden sollte, so van Meerbeck, für Flüchtlinge zur Verfügung stellen.

„Wir rechnen für den Neu- und Umbau rund zwei Jahre, wo das Haus nicht genutzt werden kann“, so van Meerbeck. „Wir, die Stadt und der Caritasverband sind sich einig, dass aktuell dringend Wohnraum für Flüchtlinge benötigt wird. Deshalb haben wir die Räume alle dementsprechend so hergestellt, um das Haus während dieser Zeit nutzen zu können, falls Räumlichkeiten für Flüchtlinge benötigt werden“, ergänzt van Meerbeck. Zurzeit jedoch, so van Meerbeck, habe die Stadt noch Kapazitäten in Mehrhoog. Die weiteren Entwicklungen müssen abgewartet werden.

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Der Biergarten unter der Führung von Karl-Heinz Elmer war legendär. Foto: Petra Bosse (Archiv)

Rückblick

Das vier Sterne „Romantik Hotel“ in Marienthal mit 60 Betten und in unmittelbarer Nähe des alten Klosters aus dem Jahre 1256, war unter der Leitung von Karl-Heinz Elmer lange Zeit die Top Adresse in Marienthal.

Erleichterung auch beim ehemaligen Besitzer Karl-Heinz Elmer. „Seit das Haus auf der Internetplattform ´Lost Places` gelistet war, wurde dort ständig eingebrochen. Türen wurden aufgebrochen, Vasen und Interieur, wie ein großer Kronleuchter, wurden im großen Stil entwendet und die Wände mit Graffiti verschmiert“. Zuletzt sei das Gebäude und die Räume in einem katastrophalen Zustand gewesen“, fügt Elmer hinzu.

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