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Wolfsnachwuchs von Gloria riss innerhalb von einem Monat 69 Schafe

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Foto: Wolfsichtung Kirchhellen 2022.

Männlicher Nachwuchs von Wölfin Gloria mit der Kennung GW2596m hat innerhalb von einem Monat 69 Schafe gerissen. Blutspurt führt von Coesfeld bis in den Kreis Aurich

Wolfschützer können aufatmen. Mutter Gloria hat ihrem Sohn für seinen Erhalt alle möglich guten Gene weitergegeben, damit der junge Wolf auf seiner Wanderschaft nicht verhungern muss.

Wie gut die Gene vom Elternpaar Gloria und GW1587m sind, hat der junge Wolf nun auf seiner Wanderschaft Richtung Norden bewiesen. Er hinterließ eine lange Blutspur, die seinem Status „Raubtier“ gerecht wird.

Das es sich bei dem Wolf um den Nachwuchs von Gloria handelt, ist von offizieller Seite eindeutig bestätigt worden. Und tatsächlich liegen auch beim niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz einige Daten vor, die den Schermbecker Rüden nachweislich mit Schafsrissen in Verbindung bringen.

So hat GW2596m sich kurz vor Weihnachten noch im Nordwesten Niedersachsens aufgehalten und dort am 22. Dezember 21 Schafe in Krümmhorn (Kreis Aurich) gerissen. Die Blutspurt geht weiter, denn weitere zwei Schafe fielen dem Wolf an Heiligabend im Schirumer Leegmoor, sowie weitere fünf in Blaukirchen (beide Kreis Aurich) zum Opfer.

41 tote Schafe innerhalb von sechs Tage

Vom Norden aus ging es wieder zurück in südlicher Richtung, in den Landkreis Cloppenburg. Dort richtete der gebürtige Schermbecker Wolf ein weiteres großes großes Blutbad an, wo er in Löningen – am 5. Januar 2023 gleich 16 Schafe sowie am 11. Januar 25 Schafe gerissen hat. Und dass es sich hier um den Jährling (Geburtsjahr 2021) aus dem nordrhein-westfälischen Wolfsrudel im Territorium Schermbeck handelt, wurden an den getöteten Schafen zwei Tage zuvor in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) und Dülmen eindeutig vom LANUV belegt.

Wiederholt in Norddeutschland nachgewiesen

Das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen teilt im Zusammenhang mit dem aktuellen Nachweis aus Dülmen mit, dass GW2596m mittlerweile wiederholt in Norddeutschland nachgewiesen werden konnte: Am 22. und 24. Dezember 2022 im Landkreis Aurich in Niedersachsen nahe der Emsmündung in die Nordsee, am 29. Dezember 2022 bei Bremen und am 05. Januar 2023 im Landkreis Cloppenburg ebenfalls in Niedersachsen.

Wolfsrüde auf der Suche nach eigenen Territorium und Geschlechtspartnerin

Aufgrund der zeitlichen Abfolge der genannten Nachweisorte ist davon auszugehen, dass der Wolfsrüde auf der Suche nach einem eigenen Territorium und einer Geschlechtspartnerin den Kreis Coesfeld und Nordrhein-Westfalen verlassen hat.

Seit Wiederausbreitung des Wolfes in Deutschland kommt es immer wieder zu wolfsverursachten Nutztierschäden. Für nachweislich von einem Wolf verursachte Schäden an Nutztieren gewährt das Land Nordrhein-Westfalen gemäß Förderrichtlinien Wolf landesweit Billigkeitsleistungen als freiwillige Zahlung zur Minderung der mit Wolfsübergriffen verbundenen wirtschaftlichen Belastungen.

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