In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden erneut zwei Schafe durch Kehlbisse in Dinslaken Oberlohberg getötet.

Zwei weitere Schafe des Hobby-Züchters Jan Dickmann wurden durch Kehlbisse verletzt. Von einem Schaf wurden 90 Prozent der Innereien gefressen. LANUV meldete sich für den Nachmittag an, um DNA-Proben zu entnehmen.

Wie Eckhard Vornbrock vom GahlenerForum mitteilt, fanden die Risse auf einer Wiese statt, die rund 70 Meter von der Wohnbebauung entfernt liegt. Gleiche Stelle, gleicher Ort: Hier wurde bereits vor zwei Jahren am 23. September 2018 ein Schaf von Kurt Opriel gerissen.

Schafsriss-Gloria-Schermbeck-in-Dinslaken
Foto:BürgerforumGahlen

Dazu Eckhard Vornbrock: „Wirklich interessant bei unseren Beobachtungen ist, dass bei all den über 40 protokollierten, als auch vom LANUV bestätigten Schaf- und Dammwildrissen, es nicht eine nachgewiesene Untergrabung gegeben hat“.

Für Vornbrock bedeute dies, dass der Wolf über alle vorhandenen Zäune, die teilweise eine Höhe von 1,60 Meter hatten, drüber weggesprungen sein muss. Sowohl rein, als auch raus.

Erlerntes aus der Wepenschule

„Da stellt sich mir die Frage, ob man überhaupt Schafe noch wolfssicher schützen kann?“. Als ebenso lächerlich bezeichnet Vornbrock die Tatsache, dass dann noch Wolfsberater mit Zollstock anrücken, um die exakte Zentimeterzahl der Zaunhöhe zu ermitteln.

Die Wölfin Gloria von Wesel habe in jüngster Vergangenheit schon des Öfteren ihre große Sprungkraft unter Beweis gestellt. Für Vornbrock stehe außer Zweifel, dass Gloria ihr Erlerntes aus der Welpenschule mit in den Kreis Wesel gebracht hat. Deshalb könne sich, so Vornbrock, auf Dauer auch kein Schäfer, egal wie hoch der Zaun auch ist, schützen.

Gloria von Wesel ist nicht alleine. LANUV bestätigte bereits im Mai den zweiten Wolf GW1587m. Dabei handelt es sich nachweislich um den Bruder von der Wölfin Gloria (GW954f). Beide stammen aus dem Rudel Schneverdingen in der Lüneburger Heide.

Für Eckhard Vornbrock stehe bereits jetzt schon fest: „Wolfssicherheit für seine Herde kann auf Dauern kein Schäfer mehr im Schermbecker Wolfsgebiet leisten“.

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