92 i-Dötze besuchen ab Donnerstag die Schermbecker Grundschule

Für 49 Jungen und 43 Mädchen beginnt am Donnerstag an den beiden Standorten der Schermbecker Verbundschule die lange schulische Laufbahn.

43 i-Dötze starten am Hauptstandort an der Weseler Straße (ehemalige Gemeinschaftsgrundschule), 49 am Teilstandort in der Schienebergstege (ehemalige Maximilian-Kolbe-Schule). Wie die Rektorin Jessica Steigerwald (Foto) schilderte, erwartet die i-Dötze an beiden Standorten ein Empfang, dessen Ablauf coronabedingt von den Vorgaben des Schulministeriums bestimmt wird.

Jessica Steigerwald
Jessica Steigerwald leitet die Schermbecker Grundschule, deren beide Standorte seit dem 1. August 2019 eine Verbundschule bilden. Foto: Helmut Scheffler

Besonders freuen sich die Lehrkräfte und die größeren Schüler darauf, die Schulneulinge am Donnerstag begrüßen zu dürfen. Am Hauptstandort beginnt um 9 Uhr auf dem Bolzplatz im hintersten Teil des Schulhofes ein ökumenischer Wortgottesdienst, der vom Pfarrer Dieter Hofmann und von der Pastoralreferentin Birgit Gerhards gestaltet wird.

Am Teilstandort beginnt Birgit Gerhards den katholischen Wortgottesdienst auf dem Schulhof um 10 Uhr. An beiden Standorten werden Sitzmöglichkeiten für die Kinder – nach Klassen sortiert – geschaffen. Die Eltern werden gebeten, sich mit einem Mindestabstand von 1,5 m im Hintergrund aufzuhalten.

Zeitnaher ersten Elternabend

Jedes i-Dötzchen darf zwei Begleitpersonen mitbringen. Im Anschluss an den jeweiligen Gottesdienst gehen die Kinder mit ihren Klassenlehrer/innen in den Klassenraum, um dort circa 30 Minuten Unterricht zu erleben. Da sich die Klassenlehrer/innen mit den Eltern noch nicht – wie in normalen Jahren üblich – gesehen oder getroffen haben, möchten diese einen sehr zeitnahen ersten Elternabend machen.

Klassenlehrer

Die 1a, die von ihrem Klassentier Mammut während der nächsten vier Jahre begleitet wird, trifft sich mit dem Klassenlehrer Sebastian Conrad am 17. August um 19.30 Uhr, die 1b (Katze) mit Klassenlehrerin Julie Hense am 18. August um 19.30 Uhr, die 1c (Wal) mit der Klassenlehrerin Anika Groetelaer am 18. August um 19.30 Uhr und die 1d (Affe) mit der Klassenlehrerin Heike Feldkamp am 17. August um 19.30 Uhr.

Regeln für die OGS

Für die offene Ganztagsschule (OGS) gelten ab dem 12. August folgende Regelungen: Aus organisatorischen Gründen werden alle angemeldeten Kinder in einer Kernzeit von 11.45 Uhr bis 16 Uhr von Montag bis Freitag betreut. Eine spätere Abholung ist nicht möglich. Die Kinder müssen auch hier auf dem Schulhof und in den Gebäuden eine Nasen-Mund-Bedeckung tragen. In dem eigenen Gruppenraum darf die Bedeckung abgelegt werden.

Zusammen mit den 92 i-Dötzen werden im kommenden Schuljahr 390 Jungen und Mädchen in acht Klassen unterrichtet, 196 am Hauptstandort und 194 am Teilstandort. Obwohl es zwei räumlich getrennte Schulen gibt, haben sich die Kollegien beider Standorte unter der gemeinsamen Leitung von Jessica Steigerwald seit dem 1. August 2019 erfolgreich bemüht, viele Details anzupassen. So gibt es an beiden Schulen Paten, welche die i-Dötze betreuen. Die Materialienlisten beider Schulen sind gleich.

Eine gemeinsame Basis

Zwar wird zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres immer im Rahmen einer Wiederholungsphase eine gemeinsame Basis fürs weitere Arbeiten geschaffen, aber in diesem Jahr wird ein besonderer Wert darauf gelegt, zumal es während einer längeren Zeit keinen gemeinsamen schulischen Unterricht gab.

Wegen einer Vorerkrankung sind in Corona-Zeiten drei Lehrer vom Unterricht befreit. „Wir hatten großes Glück, dass sich viele Interessenten beworben haben“, freut sich Jessica Steigerwald über vier junge Menschen, die größtenteils derzeit ihr Lehramtsstudium absolvieren, auf die Mitarbeit von Sofia Turnbull, Kim Sendker, Valerie Tenbrün und Wiebke Jansen.

Projekte stehen noch nicht fest

Welche Projekte im Verlauf des Schuljahres 2020/21 verwirklicht werden können, steht noch nicht fest. „Wir konzentrieren uns besonders auf den Unterricht“, hält Schulleiterin Steigerwald in Corona-Zeiten für erforderlich. „Sobald die Anzeichen zu größeren Lockerungen gegeben werden“, so Steigerwald, „ werden auch wieder Projekte zur Gestaltung des Schullebens verwirklicht.“ Dann könne man sogar an solche Projekte anknüpfen, für die bereits vor einem Jahr die Planungen begonnen hatten.

Förderung der Digitalisierung

Corona hat den Schulen und Schulträgern gezeigt, wie wichtig eine Förderung der Digitalisierung in den Schulen ist. In den nächsten Tagen wird es Gespräche mit der Gemeindeverwaltung geben, in denen es um die Beschaffung solcher Endgeräte geht, die von den Schülern mit nach Hause genommen werden können. Nach der erfolgreichen Umsetzung von „Logineo“ trägt die digitale Lernplattform „Logineo NRW LMS“ nun dazu bei, die Bereitstellung von Texten, Videos und anderen Unterrichtsmaterialien für die Online-Betreuung von Schülern zu optimieren.

Ob sich die Grundschule trotz der Belastungen durch das Coronavirus dauerhaft auf ihre Hauptaufgabe, die Bildungs- und Erziehungsarbeit, konzentrieren kann, steht noch nicht fest.

Weiteres Bürgerbegehren?

Zwar steht seit dem Ratsbürgerbegehren am 26. Juli fest, dass eine Mehrheit der an der Abstimmung beteiligten Bürger den Ratsbeschluss vom 9. Oktober 2019 befürwortet, aber am Horizont zeichnet sich eine erneute monatelange Diskussion über ein weiteres Bürgerbegehren ab, das den Pädagogen viel Unruhe im schulischen Alltag bescheren würde. H.Sch.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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