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Vier Wolfswelpen aus dem Jahr 2022 im Schermbecker Wolfsgebiet nachgewiesen

Veröffentlicht am

Foto: Archiv 2022

Nur ein männlicher Welpe von Gloria mit der Kennung GW2089m aus dem Jahre 2020 wurde erfolgreich im Wolfsgebiet Schermbeck aufgezogen.

Ein Welpe mit der Kennung GW3045m von Gloria aus dem Jahr 2022 ist auf der Autobahn A 31 tödlich verunglückt.

Vier Welpen 2022

Laut LANUV hatte das Rudel im Jahr 2022 mindestens vier Welpen; zwei Weibchen mit den Kennungen GW3043f und GW3044f und zwei Männchen mit den Kennungen GW3042m und GW3045m. Zwei Weibchen konnten erstmals genetisch erfasst und eindeutig den Elterntieren Gloria und dem Vaterrüde mit der Kennung GW1587m zugeordnet werden.

Nachgewiesen wurden die Welpen durch vier gefundene Wolfs-Losungen im Wolfsgebiet Schermbeck in der Zeit vom 21. bis 24. November 2022 in Hünxe (Kreis Wesel). Das teilte das Landesamt für Umwelt und Naturschutz (LANUV) am 13. Januar mit und bestätigt die Wolfsnachweise in Hünxe (Kreis Wesel) und in Bottrop.

Aufenthaltsort unbekannt

Unklar sei aktuell, ob der Vaterrüde der vier Welpen noch lebt und sich im Schermbecker Territorium aufhält. Die letzte Spur über den Aufenthaltsort des Wolfes gab es am 30. Januar 2022 bei einem Nutztierriss in Hünxe. Offenbar sei er zwar noch zur Paarungszeit 2022 im Territorium gewesen, gilt aber laut LANUV seitdem als verschollen. 

Männlicher Welpe bei Unfall getötet

Der männliche Welpe aus dem Jahr 2022 mit Kennung GW3045m wurde am 2. Dezember 2022 auf der Autobahn A 31 bei Bottrop-Kirchhellen bei einem Verkehrsunfall getötet (wir berichteten). Wie alle in NRW tot aufgefundenen Wölfe wird auch dieser im Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin auf Verletzungen, Krankheiten, Parasiten etc. untersucht.

Vier Welpen im Jahr 2021 nachgewiesen

Mindestens vier Welpen, GW2307f, GW2428m, GW2551m und GW2596m, wurden im Jahr 2021 genetisch identifiziert und dem Elternpaar Gloria und GW1587m zuzuordnen.

Darunter auch ein weiblicher Welpe mit der Kennung GW2307f. Dieser wurde am 27. Juni 2021 als kleiner Welpe im Territorium aufgegriffen und wieder frei gelassen und bisher nicht wiedergefunden. Auch über den Verbleib der drei Jungwölfe liegen dem Landesamt keine Informationen vor.

Einer der männlichen Welpen mit der Kennung GW2428m konnte zuletzt am 29. Dezember 2021, sowie der zweite männliche Welpe mit der Kennung GW2551m zuletzt am 10. April 2022 anhand einer Kotprobe identifiziert werden.

Ein Nachweis erbrachte noch bis Anfang November 2022 beim vierten Welpen mit der Kennung GW2596m aus 2021, dass sich dieses Tier noch im Elternterritorium aufgehalten hat. Mittlerweile vermutet LANUV, dass auch der Jährling das Territorium Schermbeck verlassen habe. Der Grund: Am 29. November 2022 tötete er mehrere Schafe in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld).

Nur ein Welpe 2020 erfolgreich aufgezogen

Das Wolfspaar hatte im Territorium Schermbeck im Jahr 2020 nur einen Welpen mit der Kennung GW2089m erfolgreich aufgezogen. Dieser soll aber noch vor dem Ende seines ersten Lebensjahres nach Westen abgewandert sein. Zuletzt wurde am 02. Mai 2021 im belgisch-niederländischen Grenzpark De Zoom – Kalmthoutse Heide, einem Naturschutzgebiet nördlich von Antwerpen, genetisch nachgewiesen.

Laut LANUV bestehe das Rudel im Territorium Schermbeck somit aktuell mindestens aus der Wolfsfähe GW954f und den drei verbliebenen Welpen aus dem Jahre 2022 GW3043f, GW3044f und GW3042m.

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