Wolfsrudel auf Koppel der Hengststation Schult in Hünxe am Vormittag gesichtet

UPDATE: Heute, Freitag, 26.11. gegen 11.10 Uhr wurden mindestens vier Wölfe auf der Pferdekoppel der Hengststation von Tobias Schult am Bergschlagweg in Hünxe gesichtet. Der Pferdezüchter wurde über den Vorfall informiert. Die Weiden der Hengststation liegen in unmittelbarer Nähe der Autobahn A3.

Insgesamt zwölf hochkarätige Zuchtpferde waren heute auf der Koppel von Schult, als sie Besuch von mindesten vier oder sogar fünf Wölfen bekamen. Den Besuch der Raubtiere haben sie, wie Schult sagt, nicht so einfach weggesteckt. „Die Pferde waren – wie erwartet – in Panik“.

Auf dieser Koppel in unmittelbarer Nähe der A3 wurden gegen 11 Uhr mindestens fünf Wölfe gesehen, während gleichzeitig 12 hochkarätige Zuchtpferde auf der Wiese standen.

Zwei Wölfe wurden in jüngster Vergangenheit schon des Öfteren auf seinem Hof in den Abendstunden gesichtet. „Das erschreckende ist, dass sie nun -so wie heute – im Rudel von vier, oder wenn nicht sogar fünf Tiere tagsüber auftauchen und über die Koppel zwischen den Pferden herumstreichen“, ergänzt Schult.

Zum Glück sei jetzt, so Schult auch die Zeit gekommen, dass seine Pferde über den Winter eingestallt werden.

Tobias Schult wartet auf Antwort von der Umweltministerin

Zu der aktuellen Wolf-Situation hat sich Tobias Schult von der Hengststation in Hünxe am Bergschlagweg bereits im Juni 2020 an die Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gewandt.

In seinem Schreiben bat um Aufklärung, was die verschiedenen Optionen hinsichtlich Weidetierhaltung von Stuten mit Fohlen anbelange. Ebenfalls ungeklärt sei, welche es an unterstützenden Maßnahmen hinsichtlich der wolfssicheren Einzäunung seiner rund 60 Hektar Grünfläche gebe.

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Wie kann ich hier zukünftig meine Pferde vor Wölfe schützen. Für Pferdezüchter Tobias Schult ist es bis heute nicht klar, wie er seine großen Weiden komplett wolfssicher einzäunen kann.

Vor zwei Jahren warnte Schult bereits davor, dass, wie die Ereignisse gezeigt haben, nicht nur Schaf- und Kuhhalter vom Wolf bedroht seien, sondern auch ganz konkret die Nutztier- und Pferdehalter.

Wölfe streifen am Donnerstag in den frühen Abendstunde bei Reßing über die Koppel

Schafe sind, seit die Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck unterwegs sind, größtenteils eingestallt. Was aber tun, wenn es für die Raubtiere keine leicht, jagdbare Beute mehr gibt? Sie müssen sich verständlicher Weise umorientieren, um Beute zu machen. Immerhin ist der Hunger bei sechs Wölfen groß. Nur wo sie sich rumtreiben, sorgt mittlerweile für Schrecken, Angst und Sorgen vieler Anwohner und Weidetierhalter.

Nicht ohne Grund: Binnen von einem Tag wurden erneut die Wölfe im Wolfsgebiet Schermbeck in unmittelbarer Nähe von Pferdeställen gesichtet.

Nachdem Wölfe immer öfter in der Nähe von Reiterhöfen und Pferdeställen beobachtet werden können, geht bei den PferdehalterInnen und den Einstallern/Innen die Angst um. So auch in diesem Fall.

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Auf dieser Pferdekoppel/Weide wurden gestern Nachmittag zwei Wölfe gesichtet.

15 Meter Entfernung

Waren es gestern im Außenbereich von Kirchhellen drei Wölfe, die um einen Pferdestall in der Nacht auf Beutesuche herumstrichen (wir berichteten), so kam soeben die Nachricht 21 Uhr von Linda Reßing vom gleichnamigen Reiterhof Reßing in Hünxe Hohe Ward rein, dass zwei Wölfe in unmittelbarer Nähe von den Reitställen gesichtet wurden. Beobachtet wurden die Wildtiere auf einer Pferdewiese aus knapp 15 Meter Entfernung von einer Einstallerin. Einer der Wölfe sei, so Linda Reßing, erst auf die Pferdehalterin zugekommen, habe dann kurz gewartet, bevor sich der Wolf dann langsam – ohne Hektik – zurückzog.

Bereits im letzten Monat wurden in unmittelbarer Nähe zwei Pony gerissen.

Reiterhofbesitzer und Pferdezüchter, unter anderem Tobias Schult von der Hengststation aus Hünxe sind in Sorge um ihre Tiere, denn in dieser Gegend sind die Wölfe seit einigen Monaten aktiv unterwegs.