Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sind auch in Schermbeck Themen, die den Alltag prägen. Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft widmet sich diesen Aufgaben nicht nur als Wasserversorger, sondern setzt auch auf Projekte, die Bewusstsein schaffen und konkrete Verbesserungen bewirken.
Neues Konzept für Spenden und Sponsoring
RWW habe, so heißt es, sein Spenden- und Sponsoringkonzept überarbeitet. Ziel sei es, Vereine und Einrichtungen künftig noch stärker bei Projekten zu unterstützen, die Klima, Umwelt und Ressourcenschutz fördern. Pressesprecher Ramon Steggink erklärte, dass die Weiterentwicklung nötig gewesen sei, um den Fokus neu auszurichten. Neben der Anschaffung von Materialien für Vereine gehe es jetzt verstärkt um nachhaltige Projekte wie Hochbeete, Wasserspender oder Pflanzaktionen.
TUK-Award 2025
Unter dem Motto „Nachhaltigkeit verdient einen Preis“ hat RWW 2025 erstmals den TUK-Award ausgelobt. TUK steht für Trinkwasser, Umwelt und Klima. Der Wettbewerb richtet sich an Vereine sowie an Schulen, Kitas, Tagesstätten und Jugendzentren. Die drei besten Projekte aus den Kommunen werden mit bis zu 1.000 Euro ausgezeichnet. Eingereicht werden konnten kreative Ideen und Aktionen, die sich rund um die Themen Trinkwasser, Umwelt und Klima drehen.
Rohrnetzmaßnahmen in Schermbeck
Parallel zu den Förderprojekten arbeitet RWW kontinuierlich am Rohrnetz, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Schadensanfällige Leitungen werden priorisiert und systematisch erneuert. Aktuell ist eine Maßnahme im Kuhweg in Gahlen in Vorbereitung: Rund 700 Meter neue Leitungen sollen dort verlegt werden. In den vergangenen Jahren wurden bereits Projekte an der Weseler- und Maassenstraße, der Straße Lichtenhagen, der Schustergasse sowie 2024 im Neubaugebiet Spechort erfolgreich abgeschlossen. Dort entstanden rund 600 Meter neuer Leitungen für die Versorgung der Haushalte.
Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik, insbesondere auf öffentlichen oder gemeindeeigenen Flächen.
Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
9. Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik, insbesondere auf öffentlichen oder gemeindeeigenen Flächen?
Mike Rexforth
Wir werden als Gemeinde selbst in den Bau von Windkraftanlagen investieren, den Bau von Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen lehne ich ab. Der Ertrag solcher Anlagen im Verhältnis zum Verbrauch wertvoller Acker- und Weiden steht in keinem Verhältnis. Eigene Photovoltaikanlagen unterhalten wir bereits auf den Dächern der Gesamtschule und des Rathauses, die neue Grundschule wird ebenfalls mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.
Dieter Michallek
Erneuerbare Energien sind die Zukunft – auch in Schermbeck. Die bereits installierten Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sind ein guter Anfang, aber wir müssen konsequent weitermachen. Bei jeder Sanierung und jedem Neubau gehören Solaranlagen, Wärmepumpen und moderne Energietechnik zum Standard. So sparen wir langfristig Kosten, schützen das Klima und werden unabhängiger von teuren Energieimporten. Das ist gut für unsere Umwelt und unseren Geldbeutel.
Manuel Schmidt
Erneuerbare Energien sind für mich alternativloser als ein cDU-Kandidat im Münsterland. Wer heute noch Kohle und Gas für Zukunftstechnologien hält, liest wahrscheinlich morgens Zeitung aus Papier und schickt Liebesbriefe per Faxgerät.
Sonne und Wind sind nicht nur sauberer, sie machen uns auch unabhängiger von weltpolitischen Launen irgendwelcher fossiler Despoten.
Photovoltaik bleibt der Star unter den Erneuerbaren: einfach, effizient und mittlerweile sogar rentabler als die eine oder andere dubiose Finanzanlage. Speichertechnik entwickelt sich schneller, als man „kommunale Haushaltssperre“ buchstabieren kann. Wir müssen da einfach dranbleiben – egal ob privat, öffentlich oder irgendwo dazwischen.
Jetzt der Haken: Schermbeck hat, sagen wir’s ehrlich, nicht unbedingt die größten Grundstücksperlen im Portfolio. Windkraft? Unsere Flächen reichen maximal für ein einsames Windrad, nicht aber für den Energiepark des Jahrhunderts. Photovoltaik? Da stehen manche gemeindeeigenen Dächer öfter im Schatten als unser Noch-Bürgermeister bei der Eigenlob-Session.
Trotzdem gilt: Ich nehme jede realistische Chance mit – egal wie klein, skurril oder auf den ersten Blick unattraktiv sie scheint. Bürgerenergie, Nachbarschaftsprojekte, kreative Kooperationen – alles ist drin. Hauptsache, wir tun was, statt nur zu jammern, dass die Welt zu komplex ist.
Stefan Dürrbaum
Erneuerbare Energien sind zentral für die Zukunft Schermbecks. Sie machen unsere Gemeinde klimafreundlicher, unabhängiger und wirtschaftlich stabiler.
Meine Schwerpunkte sind: Photovoltaik auf öffentlichen Flächen: Wir sollten konsequent alle verfügbaren Dachflächen von Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäuden für Solaranlagen nutzen. Das senkt nicht nur langfristig die Kosten, sondern hat auch eine wichtige Vorbildfunktion.
Windkraft mit Bedacht: Windenergie ist ein wichtiger Baustein, erfordert aber ein sensibles Vorgehen. Wir müssen sorgfältig geeignete Flächen identifizieren, die eine geringe Beeinträchtigung für Anwohner und Natur bedeuten. Eine frühzeitige und transparente Bürgerbeteiligung ist dabei unerlässlich.
Mein Ziel ist, dass Schermbeck einen signifikanten Beitrag zur regionalen Energiewende leistet und langfristig von steigenden Energiepreisen unabhängiger wird.
Morgen geht es umBildung, Jugend und Familien
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW
Auch in den Sommerferien 2025 lädt der Tennisclub Altschermbeck (ATC) wieder sportbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren zum beliebten Sommer-Tenniscamp ein.
Drei Tage lang stehen Training, Spiel und jede Menge Spaß auf der Anlage des ATC im Mittelpunkt.
Intensives Training mit erfahrenen Coaches
Unter der Leitung von Robbie Soffers und der Tennisschule Oranje erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm. Technikübungen, spannende Matches und koordinative Spiele sorgen dafür, dass sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.
Für Mitglieder und Nichtmitglieder
Das Camp richtet sich an alle, die den Tennissport kennenlernen oder ihre Fähigkeiten verbessern möchten. Trainiert wird täglich von 10 bis 15 Uhr, inklusive Pausen. Am letzten Tag gibt es ein gemeinsames Mittagessen.
Zwei Camp-Termine zur Auswahl
bis 18. Juli (Mittwoch bis Freitag)
und vom
20. bis 22. August (Mittwoch bis Freitag
Beide Termine können einzeln oder in Kombination gebucht werden. Eine tageweise Teilnahme ist nach Absprache ebenfalls möglich.
Anmeldung und Kosten
Die Teilnehmerzahl ist pro Camp auf 32 begrenzt. Die Kosten betragen 99 Euro für drei Tage. Anmeldungen nimmt Robbie Soffers telefonisch unter 0157 52879200 entgegen. Weitere Infos gibt es online unter www.tc-altschermbeck.de.
LOFX sorgt im Ramirez Biergarten für handgemachte Livemusik. Mehrstimmiger Gesang, filigranes Spiel und bewusst wenige Effekte schaffen einen nahbaren Sound. Eintritt frei, Reservierung empfohlen.
Was euch erwartet
Sommer. Gesellig. Mittendrin. Kommt vorbei und lauscht dem typischen Ramirez Biergarten Feeling. LOFX steht für low effects und setzt auf akustische Instrumente. Der mehrstimmige Gesang prägt den Klang ohne großes Brimborium. Auf der Setlist stehen Titel von Amy Winehouse, Westernhagen, Eric Clapton, Pink Floyd, Tim Bendzko, Max Mutzke, The Eagles, Die Ärzte, Carole King und viele mehr.
Termin und Ort
16.08.2025 Ramirez Biergarten, Schermbeck Beginn 19:30 Uhr, Ende 22:30 Uhr Eintritt frei, die Band freut sich über euren Beitrag in den Hut.
Reservierung
Wegen der großen Nachfrage lohnt sich eine Reservierung. Telefon 02853 9 51 41 E Mail [email protected]
Wald und Holz NRW warnt eindringlich davor, Gartenabfälle im Wald zu entsorgen. Rasenschnitt, Laub oder Blumenerde stören das ökologische Gleichgewicht, fördern die Ausbreitung fremder Pflanzenarten und gefährden sogar ganze Bäume.
Zudem ist die Entsorgung im Wald verboten und kann hohe Bußgelder nach sich ziehen.
Warum Grünabfall dem Wald schadet
Viele Gartenbesitzer unterschätzen die Wirkung von Grünabfällen. „Mit dem Grünabfall werden Zierpflanzen wie Indisches Springkraut, Kirschlorbeer oder Bambus in den Wald getragen. Dort können sie sich ausbreiten und verdrängen heimische Arten. Das verändert den Nährstoffhaushalt, die Bodenchemie und damit den gesamten Waldlebensraum“, erklärt Waldnaturschutzexperte Klaus Striepen von Wald und Holz NRW.
Auch der Waldboden leidet. Er lebt von Mikroorganismen, Wurzeln und unzähligen Bodentieren, die für einen ständigen Austausch von Luft sorgen. Werden sie mit Abfällen überschüttet, erstickt dieser Prozess. Die Folge: Organismen sterben, Wurzeln verfaulen und ganze Bäume können geschädigt werden.
Das Abladen von Abfällen im Wald ist gesetzlich verboten. In Nordrhein-Westfalen können bei dieser Ordnungswidrigkeit Bußgelder von bis zu 25.000 Euro verhängt werden. Waldbesitzerinnen, Försterinnen und Förster werden durch die illegale Entsorgung zusätzlich belastet, da Pflege- und Schutzmaßnahmen erschwert werden.
Richtige Entsorgung von Gartenabfällen
Grünschnitt lässt sich sinnvoll im eigenen Garten nutzen. Rasenschnitt eignet sich als Mulchschicht für Beete, andere Abfälle können kompostiert werden. Kleinere Mengen gehören in die Biotonne, größere Mengen zu den Sammelstellen der kommunalen Abfallentsorgung. So bleibt der Wald sauber und gesund.
Ein seit Tagen vermisster Schwimmer aus Köln ist im Rhein bei Voerde tot aufgefunden worden.
Ein Sportbootführer entdeckte am Mittwochnachmittag, 13. August 2025, eine leblose Person im Wasser und alarmierte Polizei und Rettungskräfte. Wenig später konnte der 47-Jährige an Land gebracht und eindeutig identifiziert werden.
Rückblick auf den Unglücksfall
Am Montagnachmittag, 11. August 2025, gegen 16 Uhr war die Wasserschutzpolizei Köln alarmiert worden, nachdem ein 47-Jähriger im Rhein untergegangen war. Der Mann hatte sich zuvor gemeinsam mit seiner Ehefrau und den beiden Söhnen am Rheinufer in Köln-Rodenkirchen (Rheinkilometer 682,3) aufgehalten. Beim Baden gerieten er und eines seiner Kinder in die Strömung. Während sich der Junge aus eigener Kraft ans Ufer retten konnte, blieb sein Vater verschwunden.
Unmittelbar nach dem Vorfall begann eine groß angelegte Suchaktion. Neben der Wasserschutzpolizei waren auch Landkräfte der Polizei Köln, die Feuerwehr, die DLRG, eine Tauchergruppe sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt. Die intensiven Bemühungen führten jedoch zunächst nicht zum Erfolg. Familienangehörige wurden in dieser Zeit von Seelsorgern betreut.
Wie wollen Sie Klimaschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit in Schermbeck fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
Nachhaltigkeit und Umwelt
Wie wollen Sie Klimaschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit in Schermbeck fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?
Mike Rexforth
Fördern – Stand heute wird es keine finanziellen Förderprojekte der Gemeinde für Private geben. Das übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten. Wir haben jedoch mit der Schaffung einer Stelle für eine Klimaschutzbeauftragte in der Gemeinde Schermbeck den Grundstein für eine nachhaltige Bearbeitung dieses Themenfeldes gelegt. Die kommunale Wärmeplanung und ihre spätere Umsetzung werden hier ein zentrales Aufgabenfeld sein.
Unser Team des Bauhofs hat bereits begonnen, öffentliche Grünflächen nachhaltig umzugestalten und insektenfreundlicher anzulegen. Der Verzicht auf die Möglichkeit, Steingärten als Vorgärten anzulegen, ist ein weiterer wichtiger Schritt – ebenso die Beibehaltung unseres Aufforstungsprogramms.
Dieter Michallek
Die Herausforderungen des Klimawandels und des Artensterbens erfordern mutiges Handeln. Als Gemeinde Schermbeck tragen wir eine besondere Verantwortung für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dabei dürfen wir uns nicht auf das gesetzlich Vorgeschriebene beschränken, sondern müssen als Vorreiter innovative Lösungen entwickeln.
Klimaschutz als kommunale Kernaufgabe: Wir entwickeln Schermbeck zu einer klimaneutralen Gemeinde mit ehrgeizigen Zielen, die über Bundes- und Landesvorgaben hinausgehen. Durch konsequente Förderung erneuerbarer Energien, energetische Sanierung kommunaler Gebäude und nachhaltige Mobilitätskonzepte schaffen wir die Grundlage für eine CO₂-neutrale Gemeindeverwaltung.
Die Energiewende beginnt vor der eigenen Haustür: Wir unterstützen Bürgerinnen und Bürger durch kommunale Beratungsangebote, Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und die Gründung von Energiegenossenschaften. Gleichzeitig setzen wir auf innovative Technologien wie Geothermie und Windkraft, wo sie mit dem Landschaftsbild und den Bedürfnissen der Anwohner vereinbar sind.
Artenvielfalt als Naturerbe bewahren: Schermbecks einzigartige Natur- und Kulturlandschaft gilt es zu schützen und zu fördern. Wir entwickeln ein kommunales Biodiversitätskonzept, das über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgeht. Durch die Anlage von Blühstreifen, die Renaturierung von Gewässern und die Schaffung von Biotopverbundsystemen stärken wir die ökologischen Korridore.
Besondere Aufmerksamkeit gilt insektenfreundlichen Lebensräumen. Wir wandeln kommunale Grünflächen in artenreiche Wildblumenwiesen um, reduzieren den Pestizideinsatz und unterstützen die Imkerei. Gleichzeitig ermutigen wir private Grundstückseigentümer durch Beratung und Förderprogramme zur naturnahen Gartengestaltung.
Nachhaltigkeit als Leitprinzip – Nachhaltiges Wirtschaften durchzieht alle Bereiche kommunaler Politik – von der Beschaffung regionaler Produkte über Kreislaufwirtschaft bis zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Wir etablieren ein kommunales Nachhaltigkeitsmanagement, das alle Entscheidungen auf ihre ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen prüft.
Durch die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe, die Unterstützung ökologischer Landwirtschaft und die Stärkung der Direktvermarktung schaffen wir Wertschöpfung vor Ort und reduzieren Transportwege.. Nachhaltiger Wandel gelingt nur im Dialog mit den Menschen. Wir schaffen Plattformen für Bürgerbeteiligung und fördern ehrenamtliches Engagement im Umweltschutz. Gemeinsam gestalten wir Schermbeck als lebenswerte, zukunftsfähige Gemeinde für die kommenden Generationen.
Manuel Schmidt
Nachhaltigkeit ist keine Option, sondern Pflicht. Ich will Grünflächen ausbauen, unnötige Flächenversiegelung reduzieren und Projekte fördern, die wirklich vor Ort wirken. Bürgerprojekte für Artenvielfalt, mehr Bäume im öffentlichen Raum, Blühstreifen und klare Vorgaben für Baugebiete – weniger Beton, mehr Natur.
Klimaschutz gelingt, wenn er praktisch ist: Energiesparen in öffentlichen Gebäuden, E-Ladesäulen, lokale Klimapartnerschaften. Die Leute sollen mitmachen können – sei es mit Urban Gardening, Repair-Cafés oder gemeinsamen Pflanzaktionen. Wer mitmacht, fühlt sich verantwortlich – und gemeinsam geht mehr.
Stefan Dürrbaum
Erneuerbare Energien sind zentral für die Zukunft Schermbecks. Sie machen unsere Gemeinde klimafreundlicher, unabhängiger und wirtschaftlich stabiler.
Meine Schwerpunkte sind: Photovoltaik auf öffentlichen Flächen: Wir sollten konsequent alle verfügbaren Dachflächen von Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäuden für Solaranlagen nutzen. Das senkt nicht nur langfristig die Kosten, sondern hat auch eine wichtige Vorbildfunktion.
Windkraft mit Bedacht: Windenergie ist ein wichtiger Baustein, erfordert aber ein sensibles Vorgehen. Wir müssen sorgfältig geeignete Flächen identifizieren, die eine geringe Beeinträchtigung für Anwohner und Natur bedeuten. Eine frühzeitige und transparente Bürgerbeteiligung ist dabei unerlässlich. Mein Ziel ist, dass Schermbeck einen signifikanten Beitrag zur regionalen Energiewende leistet und langfristig von steigenden Energiepreisen unabhängiger wird.
Morgen wollen wir wissen: Welche Rolle sehen Sie für erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik, insbesondere auf öffentlichen oder gemeindeeigenen Flächen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW
Seit dem 1. August 2025 hat Marl eine eigene Kinderklinik. Auch für Dorstener Familien bedeutet das eine deutlich bessere kindermedizinische Versorgung in der Nähe.
Nach einer rund sechsmonatigen Vorbereitungsphase nahm die neue Fachabteilung der Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl offiziell den Betrieb auf. Am Montag wurde die Einrichtung mit einem Festakt eröffnet. Unter den Gästen waren Marls Bürgermeister Werner Arndt und Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH.
„Während andere Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen die Kindermedizin aufgeben, sehen wir es als unsere Pflicht, diesen Bereich zu stärken. Wir wollen nicht nur Kindern aus der Region helfen, sondern künftig auch Kindern aus dem Ausland, die keinen Zugang zu hochwertiger Medizin haben“, erklärte Schlüter.
Ein Leuchtturmprojekt für die Region
Bürgermeister Arndt betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung für den gesamten Kreis Recklinghausen. Familien müssten nun nicht mehr nach Datteln, Gelsenkirchen oder Coesfeld fahren, um ihre Kinder behandeln zu lassen. Ab sofort können sie vor Ort sowohl ambulante als auch stationäre Versorgung erhalten.
Das medizinische Spektrum reicht von der Akut- und Grundversorgung bis hin zu geplanten Eingriffen. Behandelt werden Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. In der neuen Kinder-Notaufnahme werden unter anderem Atemwegs- und Bauchinfektionen, Fieberkrämpfe oder Verletzungen versorgt.
Kindgerechte Räume und moderne Ausstattung
Die Station ist familienfreundlich gestaltet. Eltern können ihre Kinder während des gesamten Aufenthalts begleiten und auch in der Klinik übernachten. Die zehn Patientenzimmer sind farbenfroh mit Tiermotiven dekoriert. Jedes Zimmer steht unter einem eigenen Motto wie Dschungel, Arktis oder Dinosaurier. Außerdem gibt es einen neu gestalteten Spielplatz und eine sichere Umzäunung am Kliniksee.
Seit Jahresbeginn wurden 15 Kilometer Datenkabel verlegt, 34 Kinderbetten angeschafft, Überwachungsmonitore installiert und Untersuchungsräume modernisiert. Schon vor der offiziellen Eröffnung zeigte sich der Bedarf. Am ersten Wochenende wurden 24 Kinder in der Notaufnahme behandelt, inzwischen sind es über 200 Fälle, darunter 15 stationäre Aufnahmen.
Blick in die Zukunft
Ab Oktober übernimmt Dr. med. Andreas Wemhöner die Leitung als Chefarzt. Geplant sind Angebote in den Bereichen Kinderkardiologie, Diabetologie, Sportmedizin und Neonatologie. Auch eine Erweiterung der Bettenkapazitäten sowie ein Neubau sind vorgesehen.
Für Dorstener Familien bedeutet die Eröffnung kürzere Wege, schnelle Hilfe im Notfall und eine wohnortnahe medizinische Betreuung.
Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V. übt deutliche Kritik an der neuen NRW-Herdenschutz-Richtlinie.
Diese fördere zwar den Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild, lasse jedoch Pferde und Rinder außen vor. Zudem seien die Fördermittel aus Sicht des Vereins nur kurzfristige Hilfen und ohne gesetzliche Grundlage. Vorsitzender Wendelin Schmücker fordert ein umfassendes Wolfsmanagement.
Ausweitung der Förderung stößt auf Skepsis
Nordrhein-Westfalen hat die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen auf das gesamte Landesgebiet ausgeweitet. Auf den ersten Blick wirke dies wie ein Fortschritt, bei genauerem Hinsehen sei es jedoch nur eine „halbherzige Lösung, die am eigentlichen Problem vorbeigehe“, so der Vorsitzende Wendelin Schmücker.
Die neue „Richtlinie Wolf“ sieht Förderungen für Schafe, Ziegen und Gehegewild vor, nicht jedoch für Pferde, Rinder und andere Weidetiere. „Das ist Realitätsverweigerung. Aus Wolfsrissen in anderen Bundesländern wissen wir längst, dass auch Pferde und Rinder Opfer der Wölfe werden. Diese Tierhalter brauchen ebenfalls Unterstützung – alles andere ist untragbar“, erklärte der Vorsitzender.
Laufende Kosten nicht berücksichtigt
Nach Angaben des Vereins helfe die Förderung nur kurzfristig. Die größten Kosten im Herdenschutz entstünden nicht durch die Anschaffung von Zäunen oder Herdenschutzhunden, sondern durch laufende Unterhaltung, Pflege und Versorgung. „Genau diese Unterhaltskosten werden gar nicht gefördert – und selbst die jetzigen Förderungen sind nur sogenannte Billigkeitsleistungen, also freiwillige Zahlungen des Landes ohne Rechtsanspruch. Hier muss endlich ein gesetzlicher Anspruch auf Unterstützung geschaffen werden“, so Schmücker.
Forderung nach konsequentem Wolfsmanagement
Für wirksamen Herdenschutz sei nach Ansicht des Vorsitzenden ein konsequentes Wolfsmanagement notwendig. „Wenn ein Wolf Risse verursacht, gehört er entnommen – notfalls auch mit dem Gewehr. Alles andere ist Augenwischerei auf Kosten der Weidetierhalter.“
Hintergrund zum Verein
Der 2010 gegründete Förderverein der Deutschen Schafhaltung e. V. setzt sich für die Wertschätzung und den Erhalt der traditionellen Schafhaltung in Deutschland ein. Dazu gehören unter anderem der Schutz von Deichen sowie die Offenhaltung von Kulturlandschaften. Der Verein versteht sich als Ansprechpartner für Aufklärung, Dialog und konkrete Lösungen im Sinne der Weidetierhaltung.
Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im ländlichen Raum sichern oder verbessern?Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
Frage Nr7. Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im ländlichen Raum sichern oder verbessern
Mike Rexforth
Die Ansiedlung eines Nahversorgers im Lebensmittelbereich, idealerweise eines Vollsortimenters an der katholischen Kirche, wäre für die Versorgung der Bevölkerung sicherlich von großer Bedeutung. An diesem Ziel halte ich weiter fest und gebe die Hoffnung nicht auf.
Aktuell haben wir das Privileg, eine mehr als komfortable Versorgungssituation bei unseren Allgemeinmedizinern zu haben. Dies gilt es zu erhalten. Die Umsiedlung der Praxis Dr. Lessmann ist ein erster wichtiger Schritt, einem jungen Arzt eine gute Zukunftsperspektive ermöglicht zu haben. Sicherlich wäre es wünschenswert, weitere Fachärzte nach Schermbeck zu holen. Das liegt jedoch nicht in unserer alleinigen Macht. Jetzt gilt es, zusammen mit der Stadt Dorsten und unseren politischen Kontakten den Erhalt der Kardiologie im Krankenhaus Dorsten zu sichern – unsere derzeit größte Herausforderung.
Was die Mobilität angeht, haben wir kontinuierlich am barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen gearbeitet. Wir konnten eine neue X-Bus-Linie installieren, die stündlich Wesel und Dorsten verbindet. Aktuell arbeiten wir politisch an der Einführung einer weiteren Linie, die eine bessere Anbindung an das Bahnnetz in Dinslaken und Borken ermöglicht und Gahlen mit einer deutlich verbesserten Taktung bedient.
Dieter Michallek
Gemeinsam für gleichwertige Lebensverhältnisse. Diese Herausforderungen erfordern eine konzertierte Anstrengung aller politischen Ebenen. Durch intelligente Vernetzung, innovative Technologien und den Mut zu experimentellen Ansätzen schaffen wir die Grundlagen für einen lebendigen und zukunftsfähigen ländlichen Raum, der jungen Menschen Perspektiven bietet und älteren Generationen ein würdevolles Leben in vertrauter Umgebung ermöglicht. In den ländlichen Gebieten sind die Optionen für Nahversorgung limitiert.
Mobilität als Grundrecht – Teilhabe für alle Generationen sicherstellen. Die demografische Entwicklung in unseren Gemeinden stellt uns vor die dringende Aufgabe, die Mobilität insbesondere unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gewährleisten. Es ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, dass niemand aufgrund seines Alters oder seines Wohnortes von der Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben ausgeschlossen wird.
In den peripheren Bereichen unserer Gemeinden leben Menschen, die jahrzehntelang zum Aufbau und zur Entwicklung unserer Region beigetragen haben. Es ist unsere Verpflichtung, ihnen auch im Alter die Möglichkeit zu erhalten, aktiv am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben im Ortszentrum teilzunehmen.
Daher werden wir innovative und bedarfsgerechte Mobilitätslösungen entwickeln und umsetzen. Ein zentraler Baustein ist die Etablierung eines bürgerschaftlich organisierten Busdienstes, der flexibel auf die Bedürfnisse unserer älteren Bürgerinnen und Bürger eingeht. Dieses Konzept verbindet ehrenamtliches Engagement mit professioneller Organisation und schafft gleichzeitig neue Formen des nachbarschaftlichen Miteinanders.
Manuel Schmidt
Ehrlich gesagt: Das sind alles Bereiche, auf die man als Bürgermeister leider keinen direkten Zugriff hat – höchstens einen Vermittlungshebel und viel, viel Gesprächsbedarf. Ob ein neuer Laden aufmacht, ein Bus öfter fährt oder ein Arzt bleibt, entscheidet am Ende kein Ratsbeschluss, sondern wirtschaftliche Kalkulation und der Mut von Unternehmern.
Stefan Dürrbaum
Diese drei Bereiche sind entscheidend für die Lebensqualität in Schermbeck. Ich möchte sie eng miteinander verzahnen und dabei besonders die Bedürfnisse der Außenbereiche in den Fokus nehmen.
Nahversorgung: Statt auf große Märkte setze ich auf dezentrale und flexible Lösungen. Dazu gehören genossenschaftlich organisierte Dorfläden, mobile Verkaufsstellen und die Unterstützung lokaler Lieferdienste.
Mobilität: Ich werde den ÖPNV optimieren und stark auf flexible Angebote wie On-Demand-Verkehre und Rufbusse setzen, die den Personenverkehr für Menschen ohne Auto sicherstellen. Zusätzlich möchte ich Bürgerbusse und ehrenamtliche Fahrdienste stärken sowie das Radwegenetz ausbauen.
Medizinische Versorgung: Schermbeck muss aktiv als attraktiver Standort für Ärzte beworben werden, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Praxisräumen. Telemedizinische Angebote und eine enge Zusammenarbeit mit umliegenden Krankenhäusern sollen den Zugang zu medizinischer Versorgung für alle erleichtern.
Bei der Umsetzung all dieser Maßnahmen ist mir die Bürgerbeteiligung sehr wichtig, um Lösungen zu finden, die wirklich vor Ort funktionieren. Das sieht man am Beispiel des berühmt-berüchtigten zweiten Vollsortimenters am oberen Ende der Mittelstraße ganz wunderbar: Viel wurde geredet, heiß diskutiert und der eine oder andere Traum durch den Ratssaal getragen – am Ende blieb davon vor allem eins übrig: heiße Luft. Was ich tun kann: dranbleiben, Türen offenhalten, kreativ sein, Alternativen denken – und ab und zu auch mal ehrlich sagen: „Das liegt leider nicht allein an uns. Aber wir bleiben dran!“
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. 8. Frage morgen lautet: Wie wollen Sie Klimaschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit in Schermbeck fördern, auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Schermbeck. 50 Jahre voller Sportgeist, Teamwork und Ehrenamt – das ist ein Grund zum Feiern! Am 22. November 2025 lädt der Gemeindesportverband Schermbeck alle Bürgerinnen und Bürger zur großen Jubiläumsparty ein. Das Motto: „50 Jahre Gemeindesportverband – Schermbeck tanzt und feiert“.
Ramirez wird zur Festlocation
Gefeiert wird im Ramirez, das sich an diesem Abend in eine lebendige Bühne für Begegnung, Bewegung und gute Laune verwandelt. Willkommen sind alle, ob aktive Vereinsmitglieder, sportbegeisterte Gäste oder einfach Menschen, die Teil der Schermbecker Gemeinschaft sind. Gemeinsam wird auf fünf bewegte Jahrzehnte zurückgeblickt und der Blick in die Zukunft gerichtet.
Programm mit Musik, Tanz und Gemeinschaft
Die Besucher erwartet ein buntes Programm mit Musik aus fünf Jahrzehnten und natürlich reichlich Gelegenheit zum Tanzen, Lachen und Plaudern. Der Gemeindesportverband nutzt das Jubiläum nicht nur zum Feiern, sondern auch, um Danke zu sagen: an alle Ehrenamtlichen, Vereinsmitglieder und Unterstützer, die den Sport in Schermbeck lebendig halten. „Sport ist weit mehr als Bewegung, er verbindet Generationen, schafft Gemeinschaft und prägt unseren Ort. Dieses Jubiläum gehört uns allen!“, so der Vorstand des Gemeindesportverbands.
Eintritt und Kartenverkauf
Karten sind demnächst für 10 Euro erhältlich, inklusive eines Softdrinks oder Biers. Weitere Informationen folgen in Kürze. Also: Termin vormerken!
Nordrhein-Westfalen unterstützt künftig alle Schaf-, Ziegen- und Gehegewildhaltungen beim Schutz vor Wolfsangriffen.
Wie das Land NRW heute mitteilt, können Tierhalter ab sofort in allen Regionen finanzielle Unterstützung für wolfsabweisende Maßnahmen beantragen. Das Umweltministerium hat dafür die Förderrichtlinien Wolf angepasst.
Förderung für ganz Nordrhein-Westfalen
Bisher galt die Förderung nur in bestimmten Gebieten, die etwa die Hälfte der Landesfläche umfassten. Nun bietet das Land eine Unterstützung für alle Regionen an. Die Kosten für Herdenschutzmaßnahmen wie spezielle Zäune oder – unter bestimmten Voraussetzungen – die Anschaffung und Ausbildung von Herdenschutzhunden werden vollständig übernommen. Entschädigungen für Schäden durch Wolfsrisse von Haus- und Nutztieren gibt es weiterhin landesweit.
Ziel: flächendeckender Schutz der Weidetiere
Umweltminister Oliver Krischer erklärte, wandernde Wölfe könnten am Tag mehr als 50 Kilometer zurücklegen. Mit der landesweiten Förderung wolle man Weidetierhalterinnen und -halter besser unterstützen. Effektiver Herdenschutz schütze die Tiere und verhindere, dass Wölfe lernten, Nutztiere zu reißen.
Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet allen Weidetierhaltern kostenlose Beratung zu möglichen Schutzmaßnahmen an.
Übergangsfrist und finanzielle Mittel
Künftig gilt: Nach einer Übergangsfrist von einem Jahr werden Entschädigungen nur noch gezahlt, wenn ein Grundschutz vorhanden ist. Auch in den bisherigen Wolfsgebieten gab es eine solche Frist. Anträge auf Förderung sind auch nach Ablauf möglich. Für das Jahr 2025 stehen bis zu eine Million Euro für Herdenschutzmaßnahmen bereit.
Wölfe in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen lebt nur ein kleiner Teil der Wölfe in Deutschland. Die meisten Tiere kommen in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen vor. Neben festen Territorien gibt es einzelne durchwandernde Wölfe, die sich nur vorübergehend in Nordrhein-Westfalen aufhalten.
Weitere Informationen zu Vorkommen und Schutzmaßnahmen finden sich auf den Seiten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW) unter dbb-wolf.de sowie im Erlass „Förderrichtlinien Wolf“.
Detaillierte Hinweise zu Förderangeboten in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) unter wolf.nrw.
Welche Rolle messen Sie Fördermitteln von Land, Bund oder EU bei.Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
Entwicklung und Infrastruktur
Welche Rolle messen Sie Fördermitteln von Land, Bund oder EU bei? In welchen Bereichen möchten Sie gezielt auf externe Finanzierung setzen und wo sehen Sie mögliche Grenzen?
Mike Rexforth
Die Antwort fällt mir naturgemäß leicht, weil ich in den letzten elf Jahren in meiner Funktion als Bürgermeister mehr als 20 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben habe. Nehmen wir nur einmal den Ausbau der Gemeinde mit Glasfaser hin zu einer der telekommunikativ modernsten Kommunen unseres Landes, den Neubau des Lehrschwimmbeckens, die Sanierung des Hallenbades, den Neubau der Sportanlage des SV Schermbeck, die energetische Sanierung der Sportanlage des TuS Gahlen, die Solaranlagen auf den Dächern des Rathauses und der Gesamtschule, die Sanierung der Wirtschaftswege Brüner Weg und Üfter Weg, die Sanierung aller unserer Spielplätze im Ortskern Schermbeck, die Neugestaltungen der Ehrenmale in Gahlen und Altschermbeck, die Entschlammung der Mühlenteiche … und, und, und!
Die Sanierung der Dreifachsporthalle und die Neugestaltung der Mittelstraße werden sicherlich die nächsten großen Förderprojekte werden. Grenzen sehe ich tatsächlich bei der Möglichkeit der Förderung des Neubaus der Grundschule. Leider scheint dies im Land und im Bund aktuell nur stiefmütterlich im Rahmen von Förderprogrammen behandelt zu werden.
Die Antwort liegt auch auf der Hand: Es wurde in den letzten Jahren viel zu wenig in diesen Bereich investiert, der Sanierungsstau im ganzen Land ist enorm. Wenn hier flächendeckend gefördert werden würde, wäre das Land sicherlich am Rande seiner Leistungsfähigkeit angekommen.
Dieter Michallek
Fördermittel sind für Schermbeck unverzichtbar – besonders für Klimaschutz, Digitalisierung und Infrastruktur. Ich will aktiv Bundes- und EU-Programme nutzen. Grenzen sehe ich bei zu starren Vorgaben, die unsere lokalen Bedürfnisse nicht berücksichtigen.
Manuel Schmidt
Fördermittel sind wie Sonderangebote beim Discounter: klingt verlockend, aber wenn man’s auspackt, passt’s oft nicht. Wir nehmen das Geld, wenn’s zu unseren Zielen passt – nicht umgekehrt. Ich werde sie gezielt für Zukunftsprojekte einsetzen – Schule, Digitalisierung, Klimaschutz, Mobilität.
Aber nicht jede Förderrichtlinie ist sinnvoll: Ich lehne es ab, Projekte nur zu machen, weil es Geld gibt. Am Ende soll die Förderung zu unseren Bedürfnissen passen, nicht umgekehrt. Grenzen sehe ich dort, wo der Eigenanteil die Kommune überfordert oder der Verwaltungsaufwand die Wirkung konterkariert.
Wichtig ist, dass wir mutig prüfen, klug beantragen und flexibel bleiben. Fördermittel sind eine Chance, aber kein Ersatz für eigene Ideen und Verantwortung.
Stefan Dürrbaum
Ich würde Fördermittel gezielt in folgenden Bereichen einsetzen:
Digitale Infrastruktur: Ausbau von Glasfaser und Breitband sowie Smart-City-Anwendungen zur Modernisierung der Verwaltung.
Verkehr und Mobilität: Förderung des ÖPNV, neuer Mobilitätskonzepte wie Rufbusse und Ausbau des Radwegenetzes.
Städte- und Dorfentwicklung: Bekämpfung von Leerständen, Schaffung neuer Treffpunkte und Etablierung von Nahversorgungsstrukturen in den Außenbereichen.
Tourismus und Kultur: Entwicklung von touristischen Attraktionen und Modernisierung von Kulturstätten, um Schermbeck als Reiseziel attraktiver zu machen.
Eine strategische Fördermittelakquise bedeutet für mich, Chancen zu nutzen, aber auch Risiken wie den hohen administrativen Aufwand und die Zweckbindung genau abzuwägen. Mein Ziel ist es, die richtigen Projekte zu finden, die einen langfristigen Mehrwert für Schermbeck schaffen und unsere Gemeinde voranbringen.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Morgen auf Schermbeck-Online Frage 7: Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung im ländlichen Raum sichern oder verbessern?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Raesfeld in Sommerlaune: Vorletzter Abend mit Oldies, Schlager, Rock und Pop in Erle
Nach dem letzten Konzert am Freitag im Adelheids Spargelhaus mit jazzigen Klängen geht „Raesfeld in Sommerlaune“ nun in die vorletzte Runde.
Foto: Petra Bosse
Am kommenden Freitag, 15. August 2025, lädt der Gasthof Brömmel-Wilms in Erle von 17 bis 22 Uhr zu einem stimmungsvollen Sommerabend ein.
Musik und Tanz in Erle
Für beste Unterhaltung sorgt die Partyband „Rendevous“ mit einem Mix aus Oldies, Schlager, Rock und Pop. Eine Tanzfläche und Stehtische bieten die perfekte Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen und gemeinsam zu feiern.
Kulinarisches Angebot
Die Gäste können sich auf Grillspezialitäten und kleine Snacks freuen. Dazu gibt es erfrischende Getränke vom Bier- und Getränkewagen sowie köstliche Cocktails.
Sommerabende in Raesfeld
Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ wird von den örtlichen Gastronomen in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing Raesfeld e.V. organisiert. An acht aufeinanderfolgenden Freitagen, vom 4. Juli bis 22. August 2025, genießen Besucher ein sommerliches Programm aus Musik und Kulinarik. Der Eintritt ist frei.
Ausblick
Zum Abschluss am 22. August 2025 treten am Rathausplatz Heiko Nickelmann & „The Blacknails“ auf. Mit dabei sind dann die Gastronomen Anton und das Rathauscafé, die für das leibliche Wohl sorgen.
Unter welchen Voraussetzungen würden Sie eine Neuverschuldung in Betracht ziehen? Welche Bereiche wären Ihnen in diesem Fall besonders wichtig und wie bewerten Sie die langfristigen Auswirkungen?
Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
Unter welchen Voraussetzungen würden Sie eine Neuverschuldung in Betracht ziehen. Welche Bereiche wären Ihnen in diesem Fall besonders wichtig und wie bewerten Sie die langfristigen Auswirkungen?
Mike Rexforth
Viele Kommunen in Deutschland haben es leider versäumt zur richtigen Zeit in ihre Infrastruktur zu investieren. Ich bin froh, dass wir hier in Schermbeck in den letzten Jahren massiv Abhilfe geschaffen haben, dies ohne nennenswerte Neuverschuldung. Wir sind damit vielen Kommunen einen großen Schritt voraus.
Nun steht allerdings der Neubau der Grundschule an was zwangsläufig eine Neuverschuldung auslöst. Ich rede hier aber bewusst von „guten“ Schulden, denn diese Schule wird über Jahrzehnte bestehen, vielleicht sogar mehr als 100 Jahre wie ihre Vorgängerin. Die finanziellen Lasten verteilen sich damit auch gerecht auf mehrere Generationen – denn unsere Kinder sind die Profiteure und damit unsere gesamte Gesellschaft! Wenn dafür kein Geld zur Verfügung stehen sollten, wäre dies ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft!
Dieter Michallek
Neuverschuldung kommt nur für zukunftsfähige Projekte infrage, die langfristig Nutzen bringen. Wenn Investitionen in Bildung, Infrastruktur oder Klimaschutz unseren Kindern helfen und die Gemeinde stärken, dann ist verantwortliche Verschuldung gerechtfertigt.
Bildung hat oberste Priorität – moderne Schulen und Kitas schaffen Chancen für alle Kinder. Eine attraktive Gemeinde mit guter Infrastruktur hält Familien hier und zieht neue an. Investitionen heute sichern Schermbecks Zukunft.
Starke Betriebe schaffen Arbeitsplätze vor Ort und stärken die Gemeindekasse. Durch bessere Gewerbeflächen, schnelles Internet und unbürokratische Abläufe unterstützen wir unsere Unternehmen. Erfolgreiche Betriebe bedeuten eine prosperierende Gemeinde für alle.
Kaputte Straßen und marode Gebäude schaden unserem Ansehen. Ich will den Sanierungsstau systematisch abbauen – Stück für Stück, aber kontinuierlich. Gute Infrastruktur ist die Basis für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in Schermbeck.
Digitalisierung, erneuerbare Energien und moderne Kommunikationstechnik sind unsere Zukunft. Wer heute in diese Technologien investiert, macht Schermbeck fit für morgen. Intelligente Investitionen sichern Arbeitsplätze und schaffen neue Möglichkeiten für alle.
Manuel Schmidt
Neuverschuldung kommt für mich dann infrage, wenn’s um die echten Brocken geht: Schule, Lebensqualität für alle, Klimaschutz – nicht für die nächste Sanierung mit Goldkante oder romantischem Blick auf alten Klinker. Vielleicht noch für einen Sessellift zur Skihalle in Bottrop, für den Tourismus und so…
Aber wenn morgen wieder ein Trump, Putin, Merz oder irgendein anderer Eierkopf das Weltgeschehen kippt und Schermbeck plötzlich zum Krisenherd wird, brauchen wir Flexibilität und einen klaren Kompass und keine Angst vor roten Zahlen.
Klar: Schulden sind Mist, aber Stillstand ist schlimmer. Wer heute auf Nummer sicher geht, zahlt morgen doppelt – und am Ende steht die Gemeinde still, während die Welt sich weiterdreht.
Stefan Dürrbaum
Als Bürgermeister würde ich eine Neuverschuldung nur unter sehr strengen Voraussetzungen in Betracht ziehen, nämlich für außergewöhnliche und zukunftsweisende Investitionen, die anders nicht zu finanzieren sind. Die wichtigsten Bedingungen wären: • Unabdingbarkeit: Die Maßnahme muss absolut notwendig sein und es dürfen keine anderen Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen. • Langfristiger Mehrwert: Die Investition muss einen klaren und dauerhaften Nutzen für die Gemeinde bringen, der die Schuldenlast rechtfertigt. • Wirtschaftliche Tragfähigkeit: Die Zins- und Tilgungsleistungen müssen langfristig aus den Einnahmen der Gemeinde gedeckt werden können, ohne andere Leistungen zu kürzen. • Aufsichtsbehördliche Genehmigung und breiter Konsens: Eine Kreditaufnahme erfordert die Zustimmung der Kommunalaufsicht und sollte idealerweise von einem breiten politischen und bürgerschaftlichen Konsens getragen werden. Prioritäten für eine Neuverschuldung Sollte eine Neuverschuldung unvermeidlich sein, würde ich die Mittel vorrangig für Investitionen in folgenden Bereichen nutzen, die einen hohen strategischen und langfristigen Nutzen für Schermbeck versprechen: • Zukunftsfähige Infrastruktur: Investitionen in Verkehrswege und die Daseinsvorsorge (Wasser, Abwasser, Energieeffizienz). • Bildung und Betreuung: Modernisierung von Schulen, Schaffung neuer Betreuungsplätze und die Konzeption der neuen Grundschule als Bildungszentrum, das auch in den Abendstunden für die Erwachsenenbildung genutzt werden kann. • Wirtschaftsförderung und Tourismus: Erschließung von Gewerbeflächen und Investitionen in touristische Leuchtturmprojekte, um Schermbecks Attraktivität und Einnahmen zu steigern. Fazit: Neuverschuldung muss die absolute Ausnahme bleiben. Sie darf nur für Projekte eingesetzt werden, deren positiver Langzeiteffekt die finanzielle Belastung eindeutig überwiegt. Eine solide Finanzplanung und strikte Kostenkontrolle sind dabei immer die Grundpfeiler.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Morgen auf Schermbeck-Online Frage 6: Welche Rolle messen Sie Fördermitteln von Land, Bund oder EU bei. In welchen Bereichen möchten Sie gezielt auf externe Finanzierung setzen und wo sehen Sie mögliche Grenzen
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW
Kreis Wesel: Polizei kontrolliert Lkw im landesweiten Einsatz
Laut Mitteilung der Polizei Kreis Wesel hat die Polizei NRW am Freitag (8. August 2025) landesweite Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs durchgeführt. Die Aktion wurde vom Polizeipräsidium Düsseldorf koordiniert und umfasste neun Kontrollstellen in Grevenbroich, Neuss, Rheurdt, Duisburg, Nettetal, Hünxe, Essen, Mülheim und Wuppertal. Beteiligt waren neben elf Kreispolizeibehörden auch der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Güterverkehr sowie kommunale Partner.
Im Fokus standen die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten, die Sicherung der Ladung und der technische Zustand der Fahrzeuge. Ziel sei es, Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Ergebnisse im Überblick
Nach Angaben der Polizei wurden 591 Lkw kontrolliert.
55 Fahrzeugen wurde die Weiterfahrt untersagt
7 Fahrer standen unter Drogeneinfluss
3 Führerscheine wurden sichergestellt
127 Geschwindigkeitsverstöße und 178 Abstandsverstöße festgestellt
58 Verstöße gegen die Ladungssicherung
56 technische Mängel dokumentiert
Kontrollstelle in Hünxe
Die Kreispolizeibehörden Wesel und Kleve richteten eine gemeinsame Kontrollstelle in Hünxe ein. Dort überprüften die Einsatzkräfte zwischen 7 und 15 Uhr insgesamt 31 Fahrzeuge. Bei 12 Fahrzeugen stellten sie 23 Verstöße fest, vor allem gegen Sozialvorschriften. Vier Lkw wurden aufgrund gravierender Mängel sofort aus dem Verkehr gezogen.
Ausblick
Die Polizei kündigte an, auch künftig regelmäßig Kontrollen im gewerblichen Personen- und Güterverkehr durchzuführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wer Vorschriften missachte, gefährde andere – und müsse mit konsequenten Maßnahmen rechnen.
Welche finanzpolitischen Schwerpunkte möchten die Bürgermeisterkandidaten in ihrer Amtszeit setzen und wie wollen sie eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sicherstellen? Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
Haushaltsführung und Finanzen
Welche finanzpolitischen Schwerpunkte möchten Sie in Ihrer Amtszeit setzen und wie wollen Sie eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sicherstellen?
Mike Rexforth
Investitionen in unsere Infrastruktur und Bildung sind unerlässlich, egal ob in unsere Sicherheit (Feuerwehr), Straßen und Wirtschaftswege oder ganz besonders in unsere Schullandschaft – daher ist es unverzichtbar, weiterhin einen Schwerpunkt auf das Fördermanagement und damit das Einwerben von Fördergeldern des Landes und Bundes zu setzen.
Der Weg, zukünftig selbst in den Bau von Windkraftanlagen zu investieren, Eigentümer der Gas-, Wasser- und Stromnetze zu werden, das sichert uns weitere finanzielle Spielräume, um die notwendigen Eigenanteile und Finanzierungskosten für die o. g. Projekte zu erwirtschaften.
Dieter Michallek
Meine finanzpolitischen Schwerpunkte setzen auf Nachhaltigkeit und Zukunftsinvestitionen. Ich will Schermbecks Einnahmen durch strategische Beteiligungen an erneuerbaren Energien stärken und gleichzeitig die Attraktivität für Unternehmen erhöhen, um die Gewerbesteuer zu stabilisieren. Verantwortungsvolle Haushaltsführung bedeutet für mich: klare Prioritäten setzen und transparent über alle Ausgaben informieren. Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz sind dabei unverzichtbar – aber immer im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten.
Durch Bürgerbeteiligung bei wichtigen Finanzentscheidungen und regelmäßige, verständliche Berichte über die Haushaltslage schaffe ich Vertrauen. Schulden machen wir nur für zukunftsfähige Projekte, die unseren Kindern nutzen, nicht schaden. Solide Finanzen sind das Fundament für eine starke Gemeinde.
Manuel Schmidt
Ich will, dass unser Geld dahin fließt, wo es echte Wirkung entfaltet: in Schulen, in Begegnungsorte, in moderne Verwaltung, in sinnvolle Digitalisierung, in Umweltschutz – kurz: in das, was uns als Gemeinde zusammenhält und weiterbringt. Was wir nicht brauchen, sind noch mehr teure Studien, die im Regal vergilben, Beraterverträge mit Schaumkronen oder Projektideen, die in PowerPoint besser aussehen als in Schermbeck.
Verantwortungsvolle Haushaltsführung heißt für mich: Wer sparen will, muss nicht kürzen – sondern klug sein. Und manchmal auch mutig. Ich bin kein Taschenspieler. Wenn’s finanziell eng wird, dann sage ich das. Ohne Euphemismus, ohne Buchhaltungskosmetik. Ich gehe lieber mit einer unbequemen Wahrheit in den Rat als mit einer geschönten Zahl auf ein Pressefoto.
Und um es klar zu sagen: Der Bürgermeister beschließt den Haushalt nicht. Das tut der Rat. Aber ich kann den Finger in die Wunde legen, wenn’s nötig ist. Und ich verspreche: Jede Investition, die ich mittrage, muss mindestens eine von zwei Fragen beantworten können: „Brauchen wir das wirklich?“ oder „Wird’s wenigstens richtig gut?“ Wenn beides mit „naja“ endet – dann fliegt es. Ohne Bedauern. Ohne Hinterzimmer.
Stefan Dürrbaum
Meine finanzpolitischen Schwerpunkte sind klar:
Schulden reduzieren: Notwendige Investitionen müssen mit einer Minimierung der Neuverschuldung einhergehen, um kommende Generationen nicht zu belasten.
Investitionsfähigkeit sichern: Wir müssen die finanzielle Basis schaffen, um in die städtebauliche Entwicklung, Infrastruktur und den Tourismus zu investieren.
Wirtschaft stärken: Ich möchte die Gewerbesteuereinnahmen durch die aktive Förderung bestehender und neuer Unternehmen stabilisieren und steigern.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Morgen auf Schermbeck-Online Frage 5: Unter welchen Voraussetzungen würden Sie eine Neuverschuldung in Betracht ziehen. Welche Bereiche wären Ihnen in diesem Fall besonders wichtig und wie bewerten Sie die langfristigen Auswirkungen
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW
Am 14. September 2025 steht in Nordrhein-Westfalen die nächste Kommunalwahl an. Dann entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zusammensetzung des Gemeinderats und die Wahl des Bürgermeisters.
Auch wenn es sich um eine kommunale Ebene handelt, ist diese Wahl für Gahlen von großer Bedeutung.
Der CDU-Ortsverband Gahlen, derzeit der einzige politisch aktive Ortsverband im Ort, stellt zwei Kandidaten:
Egon Stuhldreier (Wahlkreis 13, Gahlen-Besten)
André Rademacher (Wahlkreis 12, Gahlen-Heisterkamp)
Beide sind seit fünf Jahren im Gemeinderat aktiv und engagieren sich ehrenamtlich für die Belange des Dorfes. Als Bürgermeisterkandidat tritt erneut Mike Rexforth an. Seine Kandidatur wird vom CDU-Ortsverband Gahlen unterstützt.
Umgesetzte Projekte in den vergangenen Jahren
In Zusammenarbeit zwischen den Ratsvertretern und Bürgermeister Rexforth konnten nach Angaben der CDU folgende Maßnahmen umgesetzt oder angestoßen werden:
Erneuerung der Heizungsanlage, Installation einer Photovoltaikanlage, Bau eines Calisthenics-Parks und einer neuen Flutlichtanlage beim TuS Gahlen
Erweiterung der Öffnungszeiten im Kindergarten Gahlen
Grundstückskauf zur Sanierung und Sicherung des Festplatzes „Törkentrek“
Glasfaserausbau in den Außenbereichen
Fertigstellung des „Antonius-Jansen“-Radwegs in Besten-Kirchhellen
Modernisierung der Feuerwehr mit neuen Fahrzeugen und Ausrüstung
Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigetafeln zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
Ziele für die kommenden Jahre
Für die nächste Wahlperiode hat der Ortsverband folgende Schwerpunkte benannt:
Stärkung von Gastronomie und Tourismus, unter anderem durch Ladestationen für E-Autos und Wohnmobilstellplätze
Sanierung der Haus-Gahlen-Straße nach Abschluss der Kanal- und Brückenarbeiten ohne finanzielle Beteiligung der Anlieger
Erhalt und Instandsetzung der Wirtschaftswege, insbesondere des Kuhwegs
Verbesserung der Grundversorgung im Dorf
Optimierung der ÖPNV-Anbindung zwischen Gahlen und dem Ortskern Schermbeck (Stundentakt)
Schaffung neuer Wohnmöglichkeiten
Unterstützung des Heimatvereins bei der Sanierung des Dorfkerns rund um den Mühlenteich und der Entschlammung des Ententeichs
Verschönerung des Ortskerns in Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchengemeinde und engagierten Bürgerinnen und Bürgern
Sanierung des Wassernetzes aufgrund gehäufter Rohrbrüche
Offene Punkte
Nach Angaben des CDU-Ortsverbandes ist es bisher nicht gelungen, einen Supermarkt in Gahlen anzusiedeln. Das Einzugsgebiet sei für große Handelsketten offenbar nicht attraktiv genug. Der Ortsverband betont, dass an alternativen Lösungen zur Sicherung der Grundversorgung weiter gearbeitet werde.
Bedeutung des Ehrenamts
Der CDU-Ortsverband hebt hervor, dass Vereine, Veranstaltungen und eine lebendige Dorfgemeinschaft nur durch ehrenamtliches Engagement möglich seien. Bürgerinnen und Bürger seien eingeladen, sich in Vereinen, Initiativen oder auch im Ortsverband einzubringen. Kontakt sei unter [email protected] möglich.
Welche drei Themen stehen für die Bürgermeisterkandidaten an erster Stelle und warum?Vier Kandidaten treten zur Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Dieter Michallek (SPD), Stefan Dürrbaum (BfB) und Manuel Schmidt (Die PARTEI).
In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton. Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.
3. Welche drei Themen stehen für Sie an erster Stelle und warum?
Mike Rexforth
1. Der Neubau der Grundschule und die Sanierung der Dreifachsporthalle 2. Die Sanierung und Umgestaltung der Mittelstraße 3. Die Neuausrichtung der Straßen- und Wirtschaftswegesanierung
Dieter Michallek
1. bezahlbarer Wohnraum. Schermbeck braucht Wohnraum für alle Generationen. Ich setze mich für bezahlbare Wohnungen für Familien, Singles und Senior*innen ein. Durch gezielte Baulandentwicklung und innovative Wohnkonzepte schaffen wir lebenswerte Quartiere, die niemanden ausschließen.
2. Attraktivität für Unternehmen. Starke Unternehmen bedeuten sichere Arbeitsplätze vor Ort. Ich will Schermbecks Wirtschaftsstandort durch bessere Infrastruktur, schnelles Internet und unbürokratische Genehmigungsverfahren stärken. Neue Betriebe bringen Jobs und stärken unsere Gemeinde nachhaltig.
3. Erneuerbare Energien und öffentliche Investitionen. Mit einem konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien entwickelt sich Schermbeck zu einer beispielgebenden Gemeinde für klimafreundliche Energiepolitik. Durch strategische Beteiligungen an Windkraft und Solaranlagen schaffen wir Einnahmen für die Gemeinde. Diese investieren wir in moderne öffentliche Gebäude und zeitgemäße Einrichtungen für alle Bürger.
Manuel Schmidt
1. Schulneubau jetzt konsequent umsetzen, denn Bildung darf keine ewige Baustelle bleiben. Bildung ist die einzige wertvolle Zukunftsressource, die wächst, wenn man sie ernst nimmt.
2. Echte Verkehrsberuhigung im Ortskern, bevor Schermbeck endgültig zur Rennstrecke wird. Weniger Verkehr bedeutet mehr Aufenthaltsqualität, mehr Lebensqualität und am Ende mehr Attraktivität für Jung und Alt.
3. Klimaschutz mit konkreten Schritten, keine Schönrederei mehr, sondern mehr Bäume, weniger Beton und praktische Projekte. Ansonsten geht uns irgendwann die gute Luft aus und wir gehen an der Hitze ein.
Stefan Dürrbaum
1. Nachhaltige Stadtentwicklung und Mobilität für alle: Mir ist wichtig, dass alle 1. Schermbecker, ob jung oder alt, einfachen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und flexiblen Mobilitätslösungen haben. Dazu werde ich mich für dezentrale Nahversorgungskonzepte, bedarfsgerechte On-Demand-Verkehre und die Verbesserung des ÖPNV einsetzen, um die Infrastruktur zukunftsfähig zu machen.
2. Stärkung der lokalen Wirtschaft und des Mittelstands: Unsere Unternehmen sind das Rückgrat der Gemeinde. Ich werde mich dafür einsetzen, optimale Rahmenbedingungen für unsere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu schaffen. Konkret bedeutet das, sie beim Zugang zu Flächen, Fördermitteln und Beratungsangeboten zu unterstützen, um die Wirtschaft in Schermbeck krisenfester zu machen.
3.Transparenz, Bürgerbeteiligung und Tourismusförderung: Transparenz und Bürgerbeteiligung sind meine Kernbotschaft. Indem wir die Bürger direkt in die Entwicklung von Tourismuskonzepten und Kulturveranstaltungen einbinden, steigern wir die Attraktivität Schermbecks für Besucher. Das stärkt die lokale Gastronomie und Hotellerie und schafft neue Einnahmen für unsere Gemeinde.
Weiter geht es im 4. Teil mit Haushaltsführung und Finanzen und die Frage: Welche finanzpolitischen Schwerpunkte möchten die Kandidaten in Ihrer Amtszeit setzen, und wie wollen sie eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sicherstellen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat den LVR-Archäologischen Park Xanten mit Römermuseum (APX) sowie das Freizeitzentrum Xanten (FZX) mit der Xantener Nord- und Südsee besucht.
„Die Region eignet sich nicht nur für einen Kurzurlaub, man kann hier wunderbare Wochen verbringen.“ Mit diesen Worten würdigte Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, den Niederrhein als Reiseziel. Im Rahmen ihrer touristischen Sommerreise durch Nordrhein-Westfalen machte sie Station in Xanten im Kreis Wesel. Dort nutzte sie die Gelegenheit, bei zwei touristischen Highlights des Niederrheins „auch einmal hinter die Kulissen zu blicken“.
Ministerin im APX
Nach der Begrüßung durch Landrat Ingo Brohl, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Niederrhein Tourismus GmbH, fuhr die Ministerin mit der neuen elektrischen Wegebahn APXpress durch den Park. Die leise Bahn sorgt für Barrierefreiheit auf dem weitläufigen Gelände. Besichtigt wurden unter anderem die Handwerkerhäuser und der Hafentempel.
Zukunftsprojekt Südseehalle
Ein wichtiges Thema war das zentrale Zukunftsprojekt des APX: eine Ausstellungshalle an der Xantener Südsee, in der nachgebaute römische Schiffe aus der inklusiven Werft des Parks dauerhaft präsentiert werden sollen. „Der LVR möchte so einen zentralen Dreh- und Angelpunkt für die Vermittlung des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes schaffen, der als wichtige touristische Triebfeder gilt“, erklärte Dr. Peter Kienzle, Leiter der Bauforschung am APX. Künftig sind auch Ausflüge mit den nachgebauten römischen Booten geplant. Bereits die Probefahrten im Sommer 2024 hätten gezeigt, wie groß das Interesse an solchen Limes-Erlebnissen sei.
Erlebnis auf dem Wasser
Auch am Wasser wurde der touristische Reiz deutlich. Im FZX schipperte die Besuchergruppe mit der Elektro-Barkasse Style-e über die Südsee und anschließend durch den Kanal zur Nordsee. FZX-Leiter Ludwig Ingenlath erklärte das Konzept der Anlage, die nicht nur Familien anzieht. Auch der Gesundheitstourismus spiele inzwischen eine große Rolle. Das barrierefreie Angebot umfasse Stationen wie „Wasseranwendung“, „Bewegung am Wasser“ oder „Ernährung“.
Xanten als Aushängeschild
„Xanten mit der starken und kooperativen Entwicklung von touristischen Schwergewichten wie APX und FZX sowie einer lebendigen, historischen Innenstadt mit Xantener Dom, Kurpark und einer beeindruckenden Natur- und Kulturlandschaft steht stellvertretend für die hohe Attraktivität des Niederrheins insgesamt“, sagte Landrat Brohl. „Xanten und der Kreis Wesel zeigen bereits heute, wie Lebensqualität und touristische Attraktivität Hand in Hand gehen. Dies wollen wir weiterentwickeln. Wer unsere Region zum ersten Mal besucht, ist von ihrer Vielfalt begeistert und kommt gerne wieder.“
Tourismus bringt Jobs
Für Mona Neubaur steht fest: Tourismus ist „ein substanzieller Wirtschaftsfaktor“. Er generiere Wachstum, sichere Einkommen und schaffe Arbeitsplätze.