Gesamtschule Schermbeck: Ohne Pokern die Hochschulreife erworben

Die Gesamtschule Schermbeck verabschiedete am Freitag 71 Abiturienten
Schermbeck Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Ludgeruskirche, der von den Lehrerinnen Christina Spellerberg und Sigrid Viße vorbereitet und von den Abiturienten Jan Lendzian, David Kriebel, Dana Nickig, Lauritz Holtmann und Alina Gnutzmann musikalisch untermalt wurde, begann für 71 Abiturienten der Schermbecker Gesamtschule am Freitag die zweiteilige Abiturfeier. Am Ende des Gottesdienstes mit dem Motto „Was wir allein nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“, entließen die beiden Pfarrer Klaus Honermann (Ludgerusgemeinde) und Hans Herzog (Georgsgemeinde) sowie einige Lehrer die Abiturienten mit den besten Segenswünschen. Die Kollekte war für das Friedensdorf Oberhausen bestimmt.
Da es in Schermbeck keinen Festraum gibt, der mehr als 300 Personen Raum bieten kann für das gemütliche Zusammensitzen bei gleichzeitigem Programm, mussten die Abiturienten den geselligen Teil ihrer Abschiedsfeier von der Schermbecker Schule in die Niederrheinhalle nach Wesel verlegen.
In seiner Festansprache verband Schulleiter Norbert Hohmann seine Glückwünsche an die Abiturienten mit dem Hinwies, dass der Abi-Durchschnitt 2,54 (im Vorjahr 2,52) beträgt und zweimal die Note 1.0 vergeben wurde. Ausführlich befasste sich Hohmann mit dem Abi-Motto „AbiVegas – Um jeden Punkt gepokert“ und machte bei einem Streifzug durch den schulischen Fächerkanon deutlich, dass in den neun zurückliegenden Jahren in der Schule an der Schlossstraße Las Vegas häufig thematisiert wurde.
Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth, dessen Tochter Nele zu den Abiturienten gehörte, erweiterte seine Rückschau auf den Lernzuwachs der Schüler von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe um Reflexionen über den neuen Lebensabschnitt mit neuen Betätigungsfeldern, Wohnorten, Kontakten und Herausforderungen angesichts eines Zeitalters der Globalisierung und einer Wissensgesellschaft, die von jedem Einzelnen erwarte, dass er am Ball bleibe und den Spaß am lebenslangen Lernen behalte. Als Betätigungsfelder, in denen dringend nach Lösungen gesucht werde, nannte Rexforth die Gestaltung des künftigen Sozialstaates, den Klimawandel und die Energieversorgung der Zukunft.

Stufensprecherinnen Nele Rexforth und Cäcilia Schlüter. Foto: Helmut Scheffler
Stufensprecherinnen Nele Rexforth und Cäcilia Schlüter. Foto: Helmut Scheffler

Recht kurzweilig wurde der Beitrag der beiden Stufensprecherinnen Nele Rexforth und Cäcilia Schlüter empfunden. Sie ließen die drei Jahre in der Oberstufe Revue passieren unter dem gewählten Abi-Motto. Da wurde die Schule zum Casino mit dem Spielleiter Hohmann, den Croupiers Ulrike Pöll, Sabina Wichmann, Rita Kersting und Matthias Trost aus den Reihen der Lehrer und die Schüler wurden zu unterschiedlichen Spielertypen. „Niemand hätte es für möglich gehalten, dass unsere Stufe es einmal so gut meistern würde“, stellten die beiden Sprecherinnen fest und erinnerten an die Chaostruppe zu Beginn. Ein herzliches Dankeschön galt Stufenleiterin Ulrike Pöll, die „mit viel Engagement und Herzblut“ dafür gesorgt habe, „dass wir nun alle hier stehen.“ Die so sehr Gelobte scheute sich nicht, in ihrer Rückschau offen die Bilanz „Sie waren kein bequemer Jahrgang“ näher und recht anschaulich zu beschreiben.
Für die Schulpflegschaft gratulierte Christiane Raupach den Abiturienten, dankte den Eltern für ihre Aufgaben als Seelentröster und Motivationstrainer und den Lehrern für die Vorbereitung der Schüler auf einen neuen Lebensabschnitt.
Zum geselligen Teil des Abends gehörten Spielszenen, verschiedene Formen des Dankes an die Oberstufenlehrer und ganze Serien von Fotos auf der Leinwand, die an die gemeinsame Schulzeit erinnerten. H.Sch.

Für 71 Schermbecker Gesamtschüler begann der gesellige Teil ihrer Abiturfeier am Freitagabend in der Weseler Niederrheinhalle. Foto: Helmut Scheffler
Für 71 Schermbecker Gesamtschüler begann der gesellige Teil ihrer Abiturfeier am Freitagabend in der Weseler Niederrheinhalle. Foto: Helmut Scheffler

Hier die Namen der Abiturienten:
Amos Tim
Ashurst Lea
aus der Wiesche Rebecca
Barut Deniz Mikail
Baumann Keanee
Beckmann Johanna
Berger Nico
Besten Emelie
Breuer Friederike
Brinkmann Christoph
Donsbach Kai
Drescher Eileen
Engeland Marius
Franken Lara
Frodermann Karl-Louis
Gang Jill-Christine
Gnutzmann Alina
Goeke Jonas

19.06.2015-129
Groppe Lea Rahel
Groteschepers Jonas
Gruetzmann Marie
Harbecke Leslie
Heitzenröder Maurice
Helbing Anna
Holtmann Lauritz
Hoppius Mathias
Hutmacher Nils
Jackwerth Magdalena
Jackwerth Viktoria Isabelle
Kamp Annika Doris
Kobisch Theresa
Koryttko Marvin
Köthe Lisa-Marie
Kriebel David
Krüger Jasmin
Kuhlmann Matthias
Lendzian Jan
Lotte Robin-Keith
Marienbohm Jan-Christopher
Marson Marcel
Meschkat Dana
Müller Maximilian Fabian Joshua
Nickig Dana
Niedbal Jonas

Gesamtschule
Nuyken Eileen
Ostermann Maria
Ostrop Nina
Rath Johanna Lisa
Reck Charleen
Rexforth Nele
Ritter Kimberly Klara Ruth
Roth Christina
Schlüter Cäcilia
Schmidt Jennifer
Schneider Sophie
Schröder Justin
Schulze Robert Christian
Schüring Chantal
Schwandtke Marc-Philipp
Schwane Nadine
Stroetzel Timo
Turrek Maximilian
Tüshaus Marie
Vennemann Alina
Weilbächer Kim Anja
Werner Felicitas
Weßel Mareike
Wiertlewski Lara
Willing Katharina
Wilsing Markus
Winkler Lina

Vorheriger ArtikelAktionstag für Jugendliche der Ludgerusgemeinde
Nächster ArtikelSchermbecker Abiturienten in Action
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.