Schermbecker Gesamtschüler waren Gastgeber für polnische Schüler und stellten fest: Freundschaft überwindet Grenzen
Mit einem Kochen landestypischer polnischer und deutscher Gerichte endete gestern in der Schermbecker Gesamtschule der Besuch zehn polnischer Schülerinnen des „Marii Sklodowskiej-Curie Liceum“ im polnischen Lublin.

Zum Abschiedsessen in der Küche des B-Gebäudes kam gestern auch Schermbecks stellvertretender Bürgermeister Engelbert Bikowski, der den Gästen berichtete, dass sein Vater aus Masuren stammte, seine Großmutter aus Schlesien und dass er selbst begeistert von einem Urlaub in Breslau und Krakau zurückkehrte.

 polnischen Schüler
Im Rahmen des deutsch-polnischen Schüleraustausches wurden die polnischen und deutschen Schüler beim Abschiedsessen auch vom stellvertretenden Bürgermeister Engelbert Bikowski in der Schermbecker Gesamtschule begrüßt. Foto: Scheffler
Übersetzung der Gespräche

Bikowski schenkte den Schülerinnen einen kleinen Erinnerungsteller mit dem Bild des jetzt 25 Jahre alten Schermbecker Rathauses. Die Übersetzung der Gespräche übernahm die polnische Lehrerin Maryla Skublewska, die schon mehrfach polnische Schülergruppen nach Schermbeck begleitete. Diesmal wurde sie vom Lehrer Slawomir Koltun begleitet. Die polnischen Schüler verfügten lediglich über Grundkenntnisse der deutschen Sprache, die sie im halbjährigen zweistündigen Deutschunterricht kennen gelernt hatten.

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Die Schüler und ihre Austauschpartner in der Gesamtschule trafen sich am Mittwochmorgen in der Schule, um bei Spielen und sportlichen Wettkämpfen einander kennen zu lernen. Beim Rundgang durch das Schulgebäude entdeckten die Gäste auch Wandtafeln mit Fotos von früheren Begegnungen beider Schulen.

Gedenkstättenfahrt

Im Anschluss an eine vom Lehrer Ulrich Hülsmann geleitete Gedenkstättenfahrt nach Maydanek entstand im Jahre 2006 der Schüleraustausch. Seither gibt es jährlich ein Treffen zwischen den Schülern. In jedem zweiten Jahr kommen polnische Gäste. Von Beginn an wurden die Begegnungen vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk in Warschau finanziell unterstützt.

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Am Donnerstag beteiligten sich die Schüler aktiv am Projekttag „Life back home“ in der Gesamtschule, in dessen Mittelpunkt die Begegnung mit acht syrischen Flüchtlingen stand (wir berichteten).

Städtchen

Ein Besuch des Jüdischen Museums und der ehemaligen Zeche Fürst Leopold mit der nahen Zechensiedlung in Dorsten stand am Freitag auf dem Programm. Am Samstag fuhren die Schüler nach Köln. Dort wurde der Dom besichtigt und anschließend das Römisch-Germanische Museum besucht. Am Sonntag gestalteten die einzelnen Gastfamilien mit ihren polnischen Gästen ganz unterschiedliche Programme. „Es ist ein ruhiges Städtchen, in dem sich alle Leute kennen“, fasste die 16-jährige Dagmara Pocinpany ihre Eindrücke vom Kleinstädtchen Schermbeck zusammen.

Am Montag besuchten die Gäste in der ersten bis dritten Stunde den normalen Unterricht. Ab der vierten Stunde trafen sich die Jugendlichen in der Küche zum gemeinsamen Kochen, zum Musikhören und zum Betrachten der vielen Fotos von den gemeinsam verbrachten Tagen.Jugendlichen in der Küche

Heute Morgen mussten die Gäste und ihre Gastgeber früh aufstehen, weil der Bus schon um 4 Uhr in Richtung Flughafen startete. „Wir haben uns alle gut verstanden“, freute sich Patrycja Jaskowska über die gemeinsam verbrachten Tage der Begegnung. Sie freut sich auch – wie die übrigen Teilnehmer – auf den Gegenbesuch der Schermbecker Gesamtschüler in der Zeit vom 4. bis 11. Oktober. H. Scheffler

 Jugendlichen in der Küche

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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