Die 72-Stunden-Aktion in Schermbeck findet in der Zeit vom 23. bis 26. Mai statt

Schermbeck. Gleich mit vier Projekten beteiligt sich die Katholische Pfarrgemeinde St. Ludgerus an der diesjährigen 72-Stunden-Aktion, zu welcher der „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) aufgerufen hat.

Wie bei der letzten Aktion im Jahre 2013 möchte der BDKJ junge Menschen motivieren, ein soziales, politisches, ökologisches oder interkulturelles Projekt durchzuführen, um die Welt ein Stückchen besser zu machen.

72-Stunden-Aktion in Schermbeck
Rebecca Compernaß, Pastor Xavier Muppala, Josef Tempelmann, Sandra Sporkmann und Viktoria Marsfeld stellten am Mittwoch die Beiträge der Ludgerusgemeinde zur 72-Stunden-Aktion des „Bundes der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) vor. Foto: Helmut Scheffler

Unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ findet die 72-Stunden-Aktion in der Zeit vom 23. bis 26. Mai statt.

Über die geplanten Aktionen in Schermbeck informierten am Mittwochabend der für die Jugendarbeit in der Ludgerusgemeinde verantwortliche Pastor Xavier Muppala, der im Pfarreirat für die Jugendarbeit zuständige Josef Tempelmann, Sandra Sporkmann vom FAT-Team sowie die beiden Pfadfinderinnen Viktoria Marsfeld und Rebecca Compernaß.

Aufstockung ihrer Begegnungsstätte

Die Pfadfinder haben sich ein Bau-Projekt vorgenommen, das im Zusammenhang mit der geplanten Aufstockung ihrer Begegnungsstätte am Prozessiosweg steht. Im Zuge der Aufstockung sollen Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendliche in Form eines Matratzenlagers geschaffen werden.

Die Jugendlichen wollen im Rahmen der 72-Stunden-Aktion einen neuen Weg pflastern und einen Unterstand errichten. Um diese Planungen zum Erfolg führen zu können, benötigen die Pfadfinder Spenden, helfende Hände und viele bunte Pflastersteine. Wer die Pfadfinder unterstützen möchte, kann sich zwecks weitergehender Informationen mit der Stammesleiterin Nadine Anschütz (E-Mail: [email protected]) in Verbindung setzen.

Anstrich des Billardzimmers

Eigentlich wollte der Freitag-Abend-Treff eine neuen Anstrich des Billardzimmers zur 72-Stunden-Aktion beisteuern, doch dann haben die etwa 15 Jugendlichen sich entschlossen, anderen Menschen eine Freude zu bereiten.

Sie werden am Freitag (24. Mai) ab 16 Uhr den Bewohnern des Marineheim einen bunten Nachmittag bescheren. Ein Kaffeetrinken wird ebenso angeboten wie Spiele und Musik.

Die Firmlinge haben sich entschlossen, auf dem Friedhof tätig zu werden. Einige Gräber zeigen einen schlechten Pflegezustand. Das kann daran liegen, dass es keine Angehörigen mehr gibt oder diese weit entfernt wohnen. Manche haben auch nicht mehr die Kraft für regelmäßige Pflegeaktionen. Solche Gräben werden einige der 80 Firmlinge aufsuchen, um Unkraut und Wildwuchs zu entfernen.

300 Ehrenamtler

„Unsere Gemeinde lebt von ehrenamtlicher Arbeit“, berichtete Josef Tempelmann und verwies auf etwa 300 Ehrenamtler, die in 32 Gruppen dafür sorgen, dass die Ludgerusgemeinde eine lebendige Gemeinschaft ist. Das reicht von B für Besucherdienst und Bücherei-Team über K für Kirchenwächter und R für radio horeb bis hin zu T für Taizé-Kreis.

Für diese Menschen, die sonst eher im Hintergrund arbeiten, haben die Messdiener eine Fotoaktion geplant. Die Messdiener-Leiterrunde beginnt bereits in zwei Wochen mit der Erstellung von Fotos der 32 Gruppen.

Es werden auch Einzel-Porträts entstehen, die zusammen mit einem Interview in der Zeit vom 23. bis 26. Mai in der Ludgeruskirche ausgestellt werden. Aus den Einzelporträts soll ein Mosaikbild entstehen.

Die Aktion wird zwar von den katholischen Jugendverbänden organisiert. Sie steht aber allen Menschen offen, die sich für eine bessere Welt engagieren wollen. Anmeldungen können im Internet unter www.72stunden.de erfolgen.

Dort findet man auch eine Ideenbörse, falls eine Gruppe noch Anregungen für eine Aktion benötigt. H.Scheffler


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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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