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Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Armin Schult war der tagesbeste Schütze

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Dammer Erntedankfest 2022 wurde um ein Preisschießen ergänzt – Armin Schult ist bester Tagesschütze

Sein traditionelles Erntedankfest verband der Schützenverein Damm im festlich geschmückten Schützenhaus auf dem Küpperskamp mit einem Preisschießen, an dem auch Nichtmitglieder teilnehmen durften. Das Schmücken des Schützenhauses und den Thekendienst übernahm die Liste 7 (Wachtenbrink).

Jeder der 77 Teilnehmer durfte unter Leitung der Schießwarte Frank Schulte, Ernst Steinkamp, Karsten Ufermann und Christian Mückley zunächst zwei Probeschüsse und anschließend fünf Wertungsschüsse auf eine 50 Meter entfernte Zehner-Ringscheibe abgeben. Die Auswertung der Schießergebnisse übernahmen der Schriftführer Bernd Krebbing und der Sportwart Gerd Pleines.

Erntedankfest-in-Damm
Im Schützenhaus auf dem Küpperskamp wurden die besten Teilnehmer am Preisschießen geehrt. Die Vorstandsmitglieder Bernd Abel (l.), Bernd Krebbing (3.v.l.), Karsten Ufermann (2.v.r.) gratulierten ebenso wie Eduard Kolkmann-Bohms (4.v.r.) als Vertreter der Landwirtschaft den Siegern Jane Wehling (2.v.l.), Ben Ridder (4.v.l.), Anni Rider (5.v.l.) und Armin Schult (3.v.r.). Annika Terhorst (r.) erhielt als Trostpreis einen Kürbis. Foto: H.Scheffler

Ehrung

Die Ehrung der erfolgreichsten Schützenbrüder nahmen der Präsident Bernd Abel, der Oberst Hartwig Terstegen, der Kassierer Karsten Ufermann und der Schriftführer Bernd Krebbing. Die Sieger erhielten einen Wanderpokal und ein kleines Zusatzgeschenk.

Beste Schülerin war Jane Wehling, die mit dem Luftgewehr 42 Ringe erzielte. Bei den Jugendlichen siegte Ben Ridder mit 43 Ringen vor Nils Schulte (41), Pit Fasselt (40), Ben Heyne (38), Klara Stratenwerth (38), Yesim Aaliyah (35), Sara Schulte (35), Tom Mückley (30) und Lara Kamps (27).

Damenklasse

In der Damenklasse, in der 33 Schützinnen antraten, siegte Anni Ridder mit 43 Ringen. Die weiteren Plätze belegten:

  • 2. Hildegard Neuenhoff (42),
  • 3. Ina Terstegen (41),
  • 4. Diana Mückley (41),
  • 5. Silke Bückemeyer (41),
  • 6. Sandra Schulte (39),
  • 7. Anke Kohlenbrenner (38),
  • 8. Andrea Pleines (37),
  • 9. Irene Schott,
  • 10. Anni Hensel (34).

Herren

Sieger der 35 Herren wurde Armin Schult (46 Ringe). Die weiteren Plätze belegten:

  • 2. Jörg Kleinoeder (46),
  • 3. Christian Mückley (44),
  • 4. Ernst Steinkamp (44),
  • 5. Torben Kleinoeder (43),
  • 6. Klaus Kohlenbrenner (43),
  • 7. Heinz-Wilhelm Schult (42),
  • 8. Gerd Pleines (40),
  • 9. Silvan Terstegen (39),
  • 10. Eduard Kolkmann-Bohms (39).

Bester Tagesschütze

Tagesbester Schütze war Armin Schult mit 46 Ringen. Dafür erhielt er von Eduard Kolkmann-Bohms als Vertreter des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes einen Präsentkorb mit regionalen Produkten.

Weil Kolkmann-Bohms nach 30 Jahren zum letzten Male den tagesbesten Schützen ehrte, schilderte er ausführlich die Entwicklung der Landwirtschaft. 1900 versorgte ein Landwirt 4 Personen.

Landwirtschaft heute

Auf einem Hektar erzeugte er 18 Doppelzentner (dz) Weizen und 130 dz Kartoffeln. Heute ernährt ein Landwirt 140 Personen. Auf einem Hektar erzeugt er 80 dz Weizen und 430 dz Kartoffeln.

Nicht nur die Zahl der Landwirte verringert sich immer mehr, sondern auch die Nutzfläche wird durch die Gesellschaft immer weiter verringert. „Den übriggebliebenen Landwirten“, so Kolkmann-Bohms, „wird suggeriert, stellt um auf Bio und alles wird gut.“ Kolkmann-Bohms verwies darauf, dass im Jahre 2020 auf etwa 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche Bioanbau betrieben wurde und damit etwa 3 % der Bevölkerung ernährt werden konnte. Wenn man die gesamte Fläche biologisch bewirtschaften würde, könnten wir 30 % der Bevölkerung ernähren. Als Konsequenz müssten Nahrungsmittel importiert werden, was jedoch zu Abhängigkeiten führen würde, wie wir es gerade mit der Energie erleben würden.

Dass sich die Preise für Lebensmittel in dem letzten halben Jahrhundert verringert haben, belegte Kolkmann-Bohms mit einen Vergleich der Menge einiger Lebensmittel, die man jeweils für einen Stundenlohn erhielt. 1970 reichte ein Stundenlohn von 5 DM für den Kauf von 3,8 kg Brot, von 660 g Butter, von 9,8 kg Kartoffeln und von 600 g Schweinefleisch. Heute reicht ein Stundenlohn von 22 Euro für den Kauf von 4,9 kg Brot, von 2,97 kg Butter, von 11 kg Kartoffeln und 3 kg Schweinefleisch.

Wenig Verständnis zeigte Kolkmann-Bohm für die politische Forderung, die deutsche Landwirtschaft sollte nicht mehr exportieren und nur noch für den heimischen markt produzieren. Dann müsse das auch für andere Länder gelten und Deutschland dürfe keine Nahrungsmittel mehr importieren. Im Jahre 2019 habe Deutschland zwar für 66,5 Mrd. Euro Nahrungsmittel exportiert, aber für 81,1 Mrd. Euro importiert.

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