Am 5. Februar fanden an der Gesamtschule Schermbeck zum Abschluss der Orientierungswoche zur Studien- und Berufswahl der Q1 die Gesprächsrunden in der Bibliothek statt. Ehemalige Absolventinnen und Absolventen kehrten dazu an ihre frühere Schule zurück und gaben den Schülern praxisnahe Einblicke in ihren persönlichen Werdegang nach dem Abitur. Das Interesse war enorm, die Verbindung eng, denn natürlich bleiben auch die Ehemaligen „einer von uns“.
Vielzahl an Möglichkeiten
In kleinen Gesprächsrunden berichteten die Ehemaligen über sehr unterschiedliche Wege. Diese reichten von klassischen Ausbildungsberufen über duale Studiengänge bis hin zu universitären und internationalen Bildungswegen. Genau diese Vielfalt machte die Gespräche für die Q1 besonders wertvoll. So schilderte Christian Angenendt seinen Weg in die IT und die Anforderungen der Anwendungsentwicklung. Andere ehemalige Schüler berichteten von Wegen im sozialen Bereich, in wirtschaftsnahen Studiengängen oder in kreativen Berufsfeldern. Auch Erfahrungen aus dualen Studienmodellen – unter anderem bei der Polizei – stießen auf großes Interesse. Diesen Weg stellte Laura Richartz, Absolventin 2017, vor.

Gesprächsrunden in der Bibliothek. Foto: Ralf Meier
Für die aktuelle Q1, die ihr Abitur 2027 ablegen wird, ist der Zeitpunkt bewusst gewählt. Viele Ausbildungsberufe und duale Studiengänge haben Bewerbungsfristen, die deutlich vor dem Abitur enden. Orientierung ist daher jetzt entscheidend. Hinzu kommt, dass durch zunehmende Spezialisierung mittlerweile mehr als 20.000 Studienangebote zur Auswahl stehen. Eine Zahl, die die Entscheidungsfindung erheblich erschwert.
Attraktive Möglichkeiten auch im Ausland
Auch internationale Studienoptionen spielten eine Rolle. Besonders gefragt sind weiterhin Angebote in den Niederlanden. Darauf verwies Tom Marquars, der 2023 sein Abitur an der Gesamtschule Schermbeck machte und heute an der Universiteit Leiden International Relations and Organisations studiert. Er berichtete über eigene Erfahrungen, unter anderem auch mit sprachlichen Anforderungen; viele Angebote sind auf Englisch, und organisatorische Unterschiede zum Studium in Deutschland.
Charakteristisch für die Gespräche war der lockere Umgang mit Unsicherheiten, Umwegen und Kurskorrekturen. Die Ehemaligen sprachen nicht nur über Erfolge, sondern auch über Zweifel, Neuorientierungen und unerwartete Wendungen. Gerade diese Offenheit machte die Veranstaltung für viele Schüler besonders greifbar.
Organisiert wurde der Tag von Rita Kersting und Sven Merkelbach. Das große Interesse und die intensive Beteiligung der Q1 bestätigten erneut den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung als festen Bestandteil der schulischen Studien- und Berufsorientierung.























