Der Rahmen, hätte festlicher nicht sein können und unterstrich eindrucksvoll, was der Schermbecker Sport zu leisten vermag. Die Sportlerehrung 2026, die einmal mehr im Saal des Ramirez stattfand, zeigte die Menschen und Schicksale, die hinter den sportlichen Erfolgen stehen. Kurzfristig eingesprungen war der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Stiemer, der den verhinderten Bürgermeister Mike Rexforth vertrat und in seinem Grußwort die Bedeutung des Sports für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde hervorhob.
Leni Sophie Gosmann löst Ronja Buddenkotte ab
Gewohnt souverän führte Thorsten Schröder durch das Programm. Dabei gelang es ihm, sportliche Höchstleistungen ebenso in den Fokus zu rücken wie die leisen, emotionalen Momente, die das Besondere dieses Abends ausmachen.
Zur Sportlerin des Jahres wurde nach ebenso spannenden wie unterhaltsamen drei Stunden Leni Sophie Gosmann vom RV Lippe Bruch Gahlen gekürt, die damit die Nachfolge der Vorjahressiegerin Ronja Buddenkotte antritt. Sie konnte dafür einen Scheck über 750 € entgegennehmen. Die Mannschafts-Europameisterin Dressur Pony hatte bereits bei der Vorstellung deutlich, gemacht, dass sportliche Erfolge nicht von allein entstehen. Ihr besonderer Dank galt neben ihrer Trainerin auch ihren Eltern.

Den mit 500 € dotierten zweiten Platz belegte die Vorjahressiegerin Ronja Buddenkotte, die bei der Sportlerehrung leider nicht persönlich anwesend sein konnte. Dafür hatte die erfolgreiche Judoka ihren Bruder und ihre Trainingspartnerin Janine stellvertretend vor Ort.

Der dritte Platz und der damit verbundene Scheck über 250 € wurde zweifach vergeben und spiegelte eindrucksvoll die Vielfalt des Schermbecker Sports wider. Die Tanzformationen Statemen und Avalanche sowie Nele Sonsmann teilten sich diese Platzierung. Beide Formationen der TCGW hatten Schermbeck im vergangenen Jahr sogar bei den Weltmeisterschaften in Belgien vertreten und setzten damit auch international ein sportliches Ausrufezeichen. Nele Sonsbeck brachte den Gästen im Saal den Rettungssport näher. Die Athletin gehört zu den Aushängeschildern dieser anspruchsvollen Disziplin des Schwimmsports.

Jury war nicht zu beneiden
Einen besonderen Akzent setzte der 71-jährige Stefan Petrasch, der Sportler des Monats November. Sein sportlicher Werdegang zeigte eindrucksvoll, dass Leistungssport keine Frage des Alters sein muss. Erst mit 53 Jahren kam der Mediziner eher zufällig zum Triathlon und entwickelte sich seitdem zu einem bemerkenswerten Ausdauerathleten, der für viele Gäste zum Sinnbild von Motivation, Konsequenz und Durchhaltevermögen wurde.
Abschied von Hans Kutscher
Neben den sportlichen Erfolgen stand der Abend auch im Zeichen des Abschieds. Hans Kutscher, der eher ungeplant in die Rolle des Vorsitzenden des Gemeindesportbundes hineingewachsen war und diese Entscheidung nie bereut hat, erlebte seine letzte Sportlerehrung in diesem Amt. Im März wird er nicht erneut kandidieren. In seiner Amtszeit hat er den Gemeindesportbund entscheidend geprägt und weiterentwickelt. Stets mit großer Nähe zu den Vereinen und einem offenen Ohr für deren Anliegen. Gemeinsam mit ihm wurde auch die langjährige Geschäftsführerin Monika Fiethen verabschiedet, die sich nach vielen Jahren engagierter Arbeit aus dem Amt zurückzieht. Beide wurden für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Wirken mit viel Applaus gewürdigt.
Die Jury war in diesem Jahr um ihre Aufgabe wirklich nicht zu beneiden. Die Vielzahl hochkarätiger Athletinnen und Athleten, nationale wie internationale Erfolge sowie die große Bandbreite unterschiedlicher Sportarten machten jede Platzierung zu einer Gratwanderung. Dass am Ende dennoch ausgewogene und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen wurden, unterstrich die fachliche Kompetenz und Sorgfalt.
Ebenso überzeugend wie die Ehrungen selbst präsentierte sich das Rahmenprogramm des Abends. Für die passende musikalische Atmosphäre sorgten Philipp Hemmelmann und Johannes Heuer von Acoustic Paradise, die mit ihrer Live-Musik genau den Geschmack des Publikums trafen. Ein besonderer Dank gilt zudem den Sponsoren Volksbank Schermbeck und Nispa. Mit ihrer Unterstützung machten sie die Durchführung der Sportlerehrung erst möglich und setzten zugleich ein klares Zeichen für ihr Bekenntnis zum lokalen Sport.
Die Monatssieger 2026
Januar:
TuS Gahlen – B1-Jugend der JSG Schermbeck/Gahlen/Hardt
(Hallenstadtmeistertitel im Fußball)
Februar:
SV Schermbeck 1912 – männliche B-Jugend Handball
(Qualifikation Final Four Kreismeisterschaft)
März:
Nele Sonsmann
(Qualifikation Deutsche Meisterschaft, weitere Spitzenplatzierungen)
April:
TCGW – Tanzformationen Statement und Avalanche
(Meister und Aufsteiger in die Regionalliga)
Mai:
Zens & Friends
(Sieg beim 24-Stunden-Radrennen rund um den Alfsee)
Juni:
JSG Gahlen/Hardt – B-Jugend
(Feldstadtmeistertitel im Fußball)
Juli:
SV Schermbeck 2020
(Titel beim SSV Stadtsportverband Dorsten, mehrere Jugendplatzierungen)
August:
Ronja Buddenkotte
(Gold bei den Weltspielen der Studierenden, Silber beim European Cup)
September:
RV Lippe Bruch Gahlen – Leni Sophie Gosmann
(Gold Mannschaft Europameisterschaft Dressur Pony, weitere Erfolge)
Oktober:
Moritz Oberheim
(Meistertitel Langstreckenserie SP10, Klassenrekord NLS)
November:
Stefan Petrasch
(Teilnahme Ironman-WM Marbella, starke Altersklassenleistung)
Wildcards 2026
SV Schermbeck Handball – weibliche B-Jugend
(Kreismeisterinnen Regionaloberliga, ungeschlagen)
WSV Schermbeck – Nachwuchsteam Rettungssport
(Landesmeisterschaften Nordrhein, Qualifikation Deutsche Meisterschaften)























