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Schermbecker Abiturienten machten sich vom Acker

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Der gesellige Teil der Abiturfeier fand in der Weseler Niederrheinhalle statt

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Ludgeruskirche begann am Donnerstagnachmittag die Verabschiedung von 86 Abiturienten der Gesamtschule Schermbeck. Der von Pastor Klaus Honermann und Pfarrer Hans Herzog geleitete Gottesdienst stand unter dem Motto „Wir machen uns vom Acker“.

Der gesellige Teil der Abiturfeier fand am Abend in der Weseler Niederrheinhalle statt. Durch das mehrstündige Programm führten Lucas Baetz und Silvan Lippach. Schulleiter Norbert Hohmann gratulierte den Abiturienten, die einen bemerkenswerten Abiturdurchschnitt von 2,44 erreicht haben. Mehr als jeder vierte Abiturient hat das Abitur mit einer 1,0 bis 1,9 bestanden.

Die drei Besten

Die drei besten Abiturienten wurden nach der Übergabe der Zeugnisse besonders geehrt. Jan Cluse erreichte einen Durchschnitt von 1,0 und wurde zugleich als Jahrgangsbester im Fach Physik ausgezeichnet. Glückwünsche hat Elisa Henzel als beste Mathematikerin und für ihren Abi-Durchschnitt von 1,1 entgegengenommen. Mit einem Abidurchschnitt von 1,3 verlässt John Mohan die Gesamtschule. Friederike Westrich und Florian Strock verbuchten die beste Leistung im Fach Chemie.

Mit einem Gottesdienst in St. Ludgerus begann für 86 Abiturienten der Abschied von der Schermbecker Gesamtschule. Foto: Helmut Scheffler

Ausführlich bewertete Hohmann das von den Schülern gewählte Abi-Motto „L´Abi est belle – wir verduften“. „Mit Ihrem Motto“, so Hohmann, „sagen Sie Ja zum Leben und Ja zu sich selbst, verabschieden sich von Zwängen und Diktaten und wählen Ihren persönlichen Weg zum Glück.“

Mit dem Blick in die Zukunft war Hohmann sicher, „dass Sie an unserer Schule in neun bzw. drei Jahren das Rüstzeug erworben haben, um im Studium und im Beruf Ihre Frau und Ihren Mann zu stehen.“ Dann habe die Schule den zentralen Auftrag erfüllt: „Erziehung zur Selbstständigkeit in sozialer Verantwortung.“

Die beiden Beratungslehrer Rita Kersting und Matthias Trost ließen die dreijährige Oberstufenzeit Revue passieren. Sie erinnerten an die Fahrt zur Jugendakademie Walberberg im Dezember 2014, an die hohe Bereitschaft der EF, sich für die Stufe einzusetzen, an die Stufenfahrt nach Schottland in der Q 1 und an das besondere Engagement der Schüler bei der Gestaltung der Abiturfeierlichkeiten. Erinnert wurde an eine „nahe an der Grenze, aber nie drüber“ hinausgehende Motto-Woche.

Als Schulpflegschaftsvorsitzende verband Christiane Raupach die besten Wünsche an die Schüler mit einem Dank an die Eltern, Lehrer und an das Schulsekretariat. In Vertretung des erkrankten Schermbecker Bürgermeisters Mike Rexforth überbrachte der Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch die Grüße der Gemeinde. Koch ergänzte seinen Dank an die Schulgemeinde um viel Lob für den Förderverein. Dieser habe so manches Problem gelöst, „wozu aus den öffentlichen Kassen manchmal das Geld fehlt.“

„Sie waren und sind unsere Freunde“, dankten die beiden Schülersprecher Bastian Reßing und Nele Ebbing den Lehrern, besonders den beiden Beratungslehrern Rita Kersting und Matthias Trost, und fügten hinzu, „Sie haben niemanden zurückgelassen.“

Lehrer-Ranking

Beim anschließenden Schüler- und Lehrer-Ranking gab es herzhaftes oder schadenfrohes Lachen der unbeteiligten Zuschauer bzw. betretene Mienen, wenn man als betroffener Schüler wegstecken musste, dass man der notarische Zu-spät-Kommer war und deshalb einen Wecker auf offener Bühne in Empfang nehmen musste. Beim Bloßstellen der Lehrer waren die Ranker noch weniger zimperlich, zumindest an einer Stelle recht geschmacklos. Da machte sich die Überreichung eines Schönschreibheftes an den Lehrer „mit der größten Sauklaue“ noch recht harmlos aus.

Beim Spiel „Wer wird Millionär ?“ ließ die Schülermannschaft dem Lehrerteam keine Chance, als es um Antworten auf Fragen zum Entlassjahrgang ging. Spätestens jetzt weiß das Lehrerteam, dass die Gesamtschule nicht aus fünf Gebäuden besteht, sondern nur aus drei, weil jeweils zwei der A- bis E-Komplexe in einem einzigen Gebäude untergebracht sind.

Für die musikalische Untermalung sorgten Charlotte Heinrichs, Elisa Henzel, Juliane Timmermann und Hendrik Paul ebenso wie Johanna Schulte, die mit weiteren sieben Mitgliedern der „Mc Bricht Greenland Pipes & Drums“ in der Niederrheinhalle erschien, um mit schottischen Klängen an die Stufenfahrt nach Schottland zu erinnern. H. Scheffler

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