Während die CDU Sachsen die Nase gestrichen voll hat vom Wolf und seit dem 7. Nov. 2018 Abschussreglung für Wölfe fordert, streift hier aktuell das Wildtier unbehelligt durch Nachbars Gärten in Grafenwald.

Der Wolf oder sind es mit mittlerweile zwei Wölfe, die durch den Kreis Wesel und durch Gärten in Grafenwald streifen und dort die Bürger dort beunruhigt?

Laut WAZ vom 8.11. musste ein Autofahrer an der Hegestraße in Grafenwald für das Tier am helllichten Tag bremsen.

Des einen Freud, des anderen Leid – CDU Sachsen hat gehandelt: Sie fordert neue Abschussregeln für Wölfe.

Während sich der Kreis Wesel noch über das neu ausgeschriebene Wolfsgebiet freut, setzt sich die CDU Sachsen mittlerweile für den Schutz von Nutztieren ein.

Das Land Sachsen gilt, anders als der Kreis Wesel, als wolfserfahren. Der Freistaat Sachsen bekennt sich zu seiner Verpflichtung, und möchte dafür Sorge zu tragen, dass die Wolfspopulation einen günstigen Erhaltungszustand erreicht. Grundlage dafür sei, heißt es vonseiten der CDU-Fraktion, die konsequente und zielgerichtete Anwendung des sächsischen Wolfsmanagements.

Trillerpfeife und Pfefferspray

 2016 zeigte sich der FDP-Umweltpolitiker in Niedersachsen, Gero Hocker bereits verwundert über die Ratschläge des Umweltministeriums zum Umgang mit dem Wolf: „Bei einer gefühlten Gefahr durch den Wolf mit Steinen nach dem Tier zu werfen, und es mit Pfefferspray und Stöcken vertreiben“. LANUV im Kreis Wesel  setzt auf Ruhe und bedachtsames Umgehen mit der Situation und rät: „Mit einer Trillerpfeife im Wald gegen den Wolf anzugehen, um damit die Kinder zu schützen“.

Das alles ist mittlerweile tagesgeschehen, denn immer mehr Nutztiere im Kreis Wesel werden zum Bedauern der Tierhalter vom Wolf verstümmelt, getrieben und gerissen. Zahlreiche Existenzen in der Landwirtschaft sind bedroht.
Dass dies keine zukunftsträchtigen Aussichten für die Landwirtschaft sein kann, darüber sind sich nun selbst einige Parteien im Osten klar. Sie machten sich Gedanken um die Zukunft der dortigen Landwirte.
Davon ist der Kreis Wesel und der Kreis Borken aktuell noch weit entfernt. Hier setzt man momentan auf Herdenschutzmaßnahmen, um der Wölfin, „Gloria von Wesel“ die Möglichkeit zu geben, eine eigene Familie zu gründen und sich in dem rund 1000 Quadratkilometer großen Bereich zwischen A31 und Rhein anzusiedeln.

Während aktuell der Wolf im Kreis Wesel, sprich „unsere Gloria von Wesel“, ungehindert Tiere reißen kann, sorgen sich die Landwirte und Schafzüchter um den Bestand und das Wohlergehen ihrer Tiere.

Laut LANUV solle jeder Besitzer von frei laufenden Nutztieren die Wiesen, Weiden und Gatter wolfssicher, sprich in einem „Hochsicherheitstrakt“ verwandeln.
Aber hilft das aktuell? Trotz eines zwei Meter hohen Zaunes riss gerade letzte Woche vermutlich wieder ein Wolf zehn Stück Damwild in Dinslaken.

Sachsen

In einigen Regionen Sachsens besteht bereits ein sehr hohes Aufkommen an Wölfen. Gerade Ende Oktober wurden hier wieder durch einen Wolfsangriff mindestens 40 Schafe gerissen. 80 Tiere wurden vermisst. Besonders schlimm: Die Moorschnucken waren allesamt trächtig.

Der zunehmende Wolfsbestand führt insbesondere für die Weidetierhalter zu erheblichen Konflikten, aber auch zu Unsicherheiten in der Bevölkerung.
Um die Akzeptanz für die dauerhafte Anwesenheit des Wolfes zu erhalten und herzustellen, muss laut CDU Sachsen, das Wolfsmanagement weiterentwickelt werden.

Den Antrag begründete die CDU Sachsen damit, dass sie sich gemeinsam mit den betroffenen Bundesländern gegenüber dem Bund dafür einzusetzen möchte, dass ein nationales Konzept zum Umgang mit dem Wolf auf dem Weg gebracht wird, sowie die Bestrebungen für ein gemeinsames Wolfs Monitoring und Management mit dem EU-Mitgliedstaat Polen verstärkt wird.
Auch soll das Bundesnaturschutzgesetz an die bestehenden europäischen Spielräumen angepasst werden. Und vor allem: Es soll eine Regelung geschaffen werden, zur sofortigen Entnahme von Wölfen, die Weidezäune überwinden oder den Menschen gefährlich werden können.

Bundesrechtlichen Schutzstatus

In Sachsen, sowie wie hier in NRW-Kreis Wesel ist man sich sicher: Der Wolf steht unter einem hohen europäischen und bundesrechtlichen Schutzstatus. Erst durch diesen Schutzstatus ist die Rückkehr des Wolfes gelungen.
Allerdings, so heißt es vonseiten der CDU Sachsen, mache die dynamische Populationsentwicklung und die große Mobilität der Wölfe eine bundeseinheitliche Betrachtung des Umgangs mit dem Wolf erforderlich.

Daher sollten vor allem die übergeordnete Konzepte für den Umgang mit dem Wolf zwischen den Bundesländern und dem Bund erarbeitet, abgestimmt und umgesetzt, sowie Rechtssicherheit in Bezug auf die Entnahme bei einer streng geschützten Tierart geschaffen werden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für die dauerhafte Anwesenheit des Wolfes zu erhalten.

AfD Sachsen schließt sich der CDU an

In die gleiche Kerbe der CDU Sachsen haut die AfD Sachsen. Sie fordert ebenfalls auf, endlich eine sächsische Wolfsverordnung zu schaffen.

Landrat Ansgar Müller und Matthias Kaiser Lanuv zum Wolf in Schermbeck
Landrat Dr. Ansgar Müller und Dr. Matthias Kaiser, Leiter der Wolfs-Arbeitsgruppe in Nordrhein-Westfalen LANUV, sehen den Wolf als schützenwert an und unterstreichen, dass es sich im „Gloria“ um keinen Hypriden handelt.

Im Klartext heißt das: Die AfD Sachsen zweifelt die absolute Reinheit „Wolf“ an und fordert zusätzlich eine zur Mitochondrien DNS, eine weitere die Speichel-Amylase sowie öffentliche B- und C-Proben und die kraniologische Schädelanalyse als Untersuchungsstandard zuzulassen und durchzuführen, um den Hybridisierungsgrad genau festzustellen.
Die kraniologische Schädelanalyse Untersuchung allerdings sei, laut Aussage Dr. Matthias Kaiser von der Wolfs-Arbeitsgruppe LANUV NRW, aus dem Mittelalter.

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