Schermbecker Wolf reißt erneut zwei Schafe

Schermbeck/Gahlen. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einer der beiden Schermbecker Wölfe im bevorzugtem Jagdgebiet im Heisterkamp in Gahlen erneut zwei Schafe gerissen.

Bei einem Kontrollgang gegen 7.20 Uhr entdeckte Roland Uhlenbruck die zwei toten Kamerun Schafe. Die Art der Verletzungen: Es fehlen drei Kilo Fleisch aus der rechten Hinterkeule, Teile der Bauchdecke, Teile der Innereien.

Laut Gahlener Bürgerforum Wolf AG hatte Roland Uhlenbruck 2018 noch 12 Schafe. Heute nach drei Wolfsübergriffen mit gesamt sechs getöteten Schafen, einem durch Wolf verletztem Schaf, welches später getötet werden musste und einem Schaf, welches eines natürlichen Todes starb, leben jetzt nur noch vier Schafe!

Die Weide war mit einem 100 bis 200 cm hohen Zaun geschützt. Dieser besteht aus drei Zaunarten (Elektrozaun, Maschendrahtzaun, Schafszaun mit Holzlattung).

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

6 KOMMENTARE

  1. Es ist ein Skandal, dass diese Wölfin und ihre Jungen, bzw. ihr Partner immer noch leben. ereits seit zwei Jahren sind die Voraussetzungen des BNatSchG. für den Abschuss erfüllt. Es gibt mit 2.000 bis 2.500 Individuen bei Gott genug Wölfe in Deutschland, dass diese „Schadwölfe“ Platz machen können für Wölfe, die passiven Herdenschutz respektieren!

  2. Der eigentliche Skandal ist doch, dass sich das LANUV und das Ministerium nicht an die eigenen Vorgaben, hier „Wolfsmanagement“ hält.
    Dieses wurde groß im Internet und an anderen Stellen angepriesen und jetzt will niemand mehr davon etwas wissen.
    Die Wölfin könnte durchaus nur von Wild leben. Davon gibt es bei uns reichlich an Wildschweinen, Hirschen und Rehen.
    Weiterhin sollte man die genauen Kosten für dieses sinnlose Wolfsprogramm mal unter die Lupe nehmen. Da werden Millionen verpulvert für Zäune und andere Herdenschutzmaßnahmen die gegen diese bequeme Wölfin nicht helfen. Die darf sich weiter an den Schafen auf den Wiesen bedienen.
    Aber man wusste ja auch nicht, dass Wölfe springen können.
    Der Verbraucherschutz ist doch immer noch gleich null.
    Ein armseliger Auftritt von unserer oberen Politik und den Verantwortlichen
    und die nächste Wahl kommt bestimmt.

  3. Wenn der elektrische Leiter, wie hier auf dem Foto zu vermuten, an irgendeiner Stelle die Natur oder den Boden berührt, ist der fließende Strom für den Wolf kein Problem mehr, es zuckt nur noch leicht. Die toten Tiere gehen also zwingend aufs Konto inkompetenter Herdenschutzmaßnahmen des Menschen. Ich bin überzugt, es ist schwerer, Fruchtfliegen vom Obst fernzuhalten als den Wolf vom Schaf.

  4. Liebe Frau Kowalczyk,
    Mir ist nicht bekannt, woher Sie die Vermutung nehmen, der elektrische Leiter sei geerdet. Ich kann auf dem Foto nichts derartiges erkennen.
    Außerdem ist es nicht gerecht und einfach dumm, den Herdenhaltern wieder die Schuld zu geben, wenn eine Wölfin/Wolf in die Wiese einbricht.
    Da ist mein Rechtsempfinden deutlich anders gelagert.
    Und: Von einer Fruchtfliege ist auch noch kein Schaf gebissen worden.

    Johannes Ebbert

  5. Das Maß ist voll!!!
    Ständig muss man von selbsternannten Fachleuten lesen, dass die toten Tiere IMMER nur auf das Konto der fehlerhaft umgesetzten Herdenschutzmaßnahmen (Zaun) gehen.
    Die Weidetierhalter haben natürlich nichts besseres zu tun als Geld und Zeit zu investieren, um von Fachleuten, Organisationen und Ministerien empfohlene Herdenschutzmaßnahmen (darunter fallen auch Zäune in entsprechender Höhe) zu installieren.
    Es wird ein löchriger Zaun aufgestellt und natürlich vergessen Strom auf den Zaun zu geben bzw. diesen entsprechend freizuschneiden? Perfide Unterstellungen ohne selbst vor Ort gewesen zu sein!
    Wahrscheinlich legt ihr auch Fleisch auf den Grill und vergesst dann die Kohle….!!!
    Leider sind es immer die Weidetierhalter die als Wolfsgegner in Missgunst geraten – weil die Politik nicht den Arsch in der Hose hat eine Entscheidung zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
    Diese Entscheidung muss überhaupt nicht heißen dass Gloria von Wesel „entnommen“ werden muss, es gibt da verschiedenste Maßnahmen.
    Das eigentliche Problem ist, dass die Politik das Thema nicht angehen WILL, ansonsten ist entweder die Partei auf lange Zeit bei den Wählern „durch“ oder die politische Karriere des Entscheiders zerstört.
    Dieses Rumgeeiere und Aussitzen von Problemen sind wir doch von der Politik (Kreis und Land) nicht anders gewohnt – oder gibt es etwas Neues zu den Ölpellets? Das Ding stinkt doch zum Himmel und der verantwortliche Politiker geht schön in Pension…eine Schande ist das!

  6. Ich finde schon, dass es auf dem Titelbild so aussieht, als würde der Baum im Hintergrund im Zaun hängen und ihn erden. Es ist nur ein Wolf und alle werden so wütend, dass sie regelmäßig die Fassung verlieren und beleidigend werden. Es ist mir unbegreiflich, wie wenig hier mit natürlichen Vorgängen umgegangen werden kann und wie unkreativ man sich gegen den Schafsriss wehrt. Ja doch, da wage ich zu behaupten: selbst schuld. Sehen Sie es sportlich: Der Wolf ist Ihnen überlegen.

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