Seit einiger Zeit ist ruhig um den Wolf mit dem Namen GW 954 f in Schermbeck und Umgebung geworden.

Lebt der Wolf, der nachweislich in den vergangenen Monaten 41 Schafe an fünf verschiedenen Orten gerissen hat, eigentlich noch?

Wo ist die Wölfin mit Namen Gloria von Wesel abgeblieben? Diese Frage stellt sich auch Hegeringleiter Karl-Josef Göderz. „Das er von einem angehenden Problemwolf jetzt zu einem natürlichen Wolfsverhalten zurückgefunden hat, wäre schon sehr sonderbar“.

Seiner Meinung nach gibt es entweder die Möglichkeit, dass er auf natürliche Methode weitergezogen ist, oder, was nur spekulativ sei, „dass er sich tatsächlich Rotwild geholt hat“, so Göderz. Allerdings stelle sich dann die Frage, warum er es nicht schon vorher getan habe. „Wieso hat er jetzt plötzlich keine Lust mehr auf Schafe?“

Mensch und Sicherheit der Bevölkerung

Lange nichts mehr vom Wolf gehört, dass stellte ebenfalls die NRW-Ministerin Heinen-Esser in ihrer Rede beim Neujahrsempfang in Schermbeck am Dienstag fest.

Ministerin Ursula Heinen-Esser

Sie befasste sich in ihrer Rede über das Verfahren, wie geht es weiter, wenn der Wolf zu einem „Problemwolf“ wird (wir berichteten). „Der Mensch und die Sicherheit der Bevölkerung steht an erster Stelle, wenn wir über den Wolf diskutieren“, betonte NRW Ministerin Heinen-Esser. Weiter betonte sie, dass die Tierhalter die Lasten zukünftig nicht alleine tragen sollen.

Änderung im Bundesnaturschutzgesetz

Eine der großen Frage sei aber, wie gehen wir mit dem Wolf um, wenn er verhaltensauffällig ist? Wie stellen wir das sichern? „Hier benötigen wir tatsächlich eine Änderung im Bundesnaturschutzgesetz und hoffen, dass wir in den nächsten drei, vier Monaten diese Klarstellung im Gesetz haben, wann ein Wolf verhaltensauffällig ist. Wenn das klar definiert ist, erst dann kann der Wolf tatsächlich entnommen und aus dem Verkehr gezogen werden“.

Keine klaren Aussagen

Mit Blick auf die Rede von Heinen-Esser sagt Göderz: „Typisch politisch, was Heinen-Esser berichtet hat. Ich habe von ihr nichts Neues gehört. Weder über den aktuellen Stand der politischen Entscheidungen die anstehen, sei es auf Landesebene oder innerhalb des EU-Parlamentes. Das habe ich vermisst. Ebenso, wie man weiter vorgehen möchte, wenn erneute Probleme auftreten sollten.

Mehr klare Aussagen erwartet sich Karl-Josef Göderz bei der Podiumsdiskussion „Der Wolf in Schermbeck“, zu dem Bernd Reuther, Kreisvorsitzender der FDP Wesel und MdB am Donnerstag, den 24.01.2019 um 19 Uhr im Haus Schult, Gahlener Str. 333 einlädt.

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