Netzwerk-Gruppe bietet einen Reparatur-Service an

Schermbeck Was macht man mit einem Stuhl, der nur noch drei Beine hat, mit einem Fön, der sich anhört wie ein Düsentriebwerk, oder wenn man nach dem Umzug feststellt, dass die Gardinen für die neue Wohnung zu lang sind? Es gibt noch viel mehr Beispiele, die einen Menschen mit zwei linken Händen schlichtweg überfordern, zumal dann, wenn die Lust zum Reparieren ebenso fehlt wie das passende Werkzeug.

Auf den Müll

Häufig landet dann etwas auf dem Müll, das eigentlich mit einem relativ niedrigen Aufwand vor dem Weg in den Schredder hätte bewahrt werden können.

Der ehrenamtlich arbeitende Reparatur-Servive des Netzwerkes hilft auch dann noch, wenn der Fachhandel aus Kostengründen von einer Reparatur abrät. Foto: Helmut Scheffler

Für solche und ähnliche Probleme bietet der Reparatur-Service des Netzwerkes der Georgsgemeinde an jedem letzten Freitag eines ungeraden Monats zwischen 15.30 und 17 Uhr im Gemeindehaus in der Kempkesstege eine Anlaufstelle, wo man versierte fachliche Hilfestellung bekommen kann.

Hilfe zur Selbsthilfe

Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger aus Schermbeck und Umgebung, die ihre defekten Geräte zur Reparatur vorbeibringen möchten. Damit verbunden ist auch eine Hilfe zur Selbsthilfe. Kaffee und Kuchen gibt es für die Kunden kostenlos. Kostenlos sind auch die Nutzung der Räumlichkeiten und der sanitären Einrichtungen.

„Der Reparatur-Service lebt von Spendengeldern, die für die Erweiterung des Angebotes zweckgebunden verwendet werden“, berichtet Ralf Bose. Die Ersatzteile bzw. die Kosten für eine Ersatzbestellung gehen zu Lasten der Kunden. Die Gruppe möchte auf keinen Fall einen Wettbewerb zu heimischen Betrieben aufbauen. Es gehe vielmehr darum, jenen Menschen zu helfen, die in Fachbetrieben erfahren, dass eine Reparatur zu aufwändig sei oder dass man keine Ersatzteile mehr habe. In solchen Fällen wollen die ehrenamtlichen Handwerker besonders gern aktiv werden.

Öffnungszeiten

Zur Gruppe, die ihren Reparatur-Service am 31. März wieder öffnet, gehören derzeit Manfred Hoyer, Willi Kölbl, Norbert Nölscher, Wilfried Naujoks, Jörg Nappenfeld und Kurt Gerwien. Weitere Helfer sind herzlich willkommen. H.Sch.

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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