Zwölf Mittwochsmaler haben eine Ausstellung in der Volksbank eröffnet

Schermbeck Eine Mutter, die ihr Kind liebevoll im Arm hält, Papageien, die die Nähe zum Menschen suchen, eine Mittelgebirgslandschaft im rotgelben Schein der untergehenden Sonne, ein Ziegenbock, der durchs hölzerne Gatter schaut, oder eine Segelregatta auf einer Meereslagune: So vielfältig sind die Impressionen einer Ausstellung der Mittwochsmaler, die am Dienstag eröffnet wurde und bis zum 20. Oktober in den Räumen der Volksbank an der Mittelstraße zu sehen ist.

Bis zum 20. Oktober zeigen die Mittwochsmalerinnen Gunda Lutz, Brigitte Scheffler, Martina Schwane, Relindis Kampmann, Henryka Artmann, Brigitte Möller, Sabine Farin (v.l.) und – nicht abgebildet – Hans Gerd Breil, Ilse Ruloff, Elke Brüggendick, Max Hedrich und Natalie Meinzer ihre Kunstwerke in den Räumen der Volksbank an der Mittelstraße. Foto: Helmut Scheffler

„Bei Ihnen treffen Charisma und Talent aufeinander“, bescheinigte Volksbank-Vorstandsmitglied Rainer Schwarz den Mittwochsmalern im Beisein zahlreicher Gäste in seiner Begrüßungsansprache. Ganz verschiedene Kunstwerke seien entstanden, „die auf ihre eigene Art und einzigartige Weise die Persönlichkeit und Erfahrungen des einzelnen Künstlers widerspiegeln.“ Schwarz erinnerte an das erste Treffen der Mittwochsmaler im Jahre 2014. Die Idee zum gemeinsamen Malen entstand vor drei Jahren, als sich Henryka Artmann in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied der Awo Gedanken machte, wie die Awo-Begegnungsstätte mit Leben gefüllt werden könnte, und einen öffentlichen Aufruf startete. Schon bald meldeten sich die ersten Teilnehmer. Inzwischen gehören zu der Gruppe, die sich regelmäßig mittwochs zum gemeinsamen Malen in der Awo-Begegnungsstätte trifft, Henryka Artmann, Hans Gerd Breil, Elke Brüggendick, Sabine Farin, Max Hedrich, Relindis Kampmann, Gunda Lutz, Natalie Meinzer, Brigitte Möller, Ilse Ruloff, Brigitte Scheffler und Martina Schwane.

Im Dezember 2015 zeigten die Mittwochsmaler ihre Bilder an zwei Tagen erstmals in der abseits gelegenen Awo-Begegnungsstätte. Umso mehr freute sich die Gruppe nun, dass ihr die Volksbank mitten im Ortskern die Chance einräumte, der breiten Öffentlichkeit etwa 50 Bilder vorzustellen, die ganz unterschiedlichen Maltechniken zuzuordnen sind.

Wie vielfältig die von den Mittwochsmalern zusammengestellte Ausstellung ist, zeigte sich den Besuchern während eines gemeinsamen Rundgangs, bei dem die begeisterten Hobbymalerinnen gerne über das Malen als ihre liebste Freizeitgestaltung und über die Auswahl ihrer Motive plauderten.

Erst nachts um drei Uhr hatte Henryka Artmann die letzten Striche für ihre großformatige Collage Schermbecker Bauwerke gezeichnet und auf engstem Raum die wichtigsten historischen Bauwerke aller acht Schermbecker Ortsteile vereint. Henryka Artmann ist eine erfahrene Künstlerin, deren Bilder schon mehrfach bei öffentlichen Ausstellungen anerkennende Worte der regionalen Kunstkritiker fanden. Einige Ausstellungen Henryka Artmanns sind den Schermbeckern in guter Erinnerung geblieben, vor allem die Ausstellung im Umfeld der 1200-Jahr-Feier Schermbecks im Jahre 1999. Für das Bild eines traurigen Clowns bekam Henryka Artmann bereits 1991 den dritten Preis im Rahmen des Kunstpreises der Schermbecker SPD. Eine Zeitlang gehörte sie zur „Gruppe 5“, einem Schermbecker Künstlerkreis.

Brigitte Möller fand den Weg über eine Lembecker Malergruppe zu den Mittwochsmalern. Ihre Vorliebe für großformatige Gesichter, die in expressiver Malmanier entstanden, kennzeichnen auch ihre jetzigen Ausstellungsbeiträge. Eines ihrer Bilder wurde bereits am Eröffnungstag der Ausstellung verkauft.

Abstrakte Motive kennzeichnen die Acrylbilder Sabine Farins, die ursprünglich einer Malgruppe in der Kempkesstege angehörte und nach der Auflösung dieser Gruppe zu den Mittwochsmalern stieß. Ihre ausgestellten Bilder zeugen von der Begeisterung für geometrische Formen.

Die Lembeckerin Relindis Kampmann hat zunächst in der Dorstener VHS gemalt. Auch in der Schermbecker Gruppe blieb sie ihrer Vorliebe fürs gegenständliche Malen treu, wie ein Blick auf ihre Bilder eines Gatters, einer Wassermühle und eines Torbogens beweisen.

Die meisten Bilder der Dammerin Brigitte Scheffler kreisen um das Meer und zeugen von der Freude über ihre Urlaubsaufenthalte an der Ostsee. Segelboote auf einer Lagune, ein Blick auf die Kieler Förde und auf das Ehrenmal in Laboe sind beeindruckende Beispiele für das Ostsee-Flair.

„Wenn ich male, ist alles um mich herum fort und ich kann wunderbar entspannen“, beschreibt Gunda Lutz ihre Begeisterung fürs Malen, das sie – beruflich bedingt – lange Zeit hinausschieben musste. Ihre ausgestellten Ölgemälde belegen ihre Freude an Blumenmotiven und an der Vorliebe für leuchtende Farben.

„Ich habe schon in der Schule gemalt“, erzählte Marina Schwane, die den Mittwochsmalern seit Frühjahr 2017 angehört, vom Malen als eine lebensbegleitende Freizeitbeschäftigung. Gegenständliches kennzeichnet ihre ausgestellten Acrylbilder. Ein Ziegenbock schaut die Zuschauer neugierig an, Schwäne fliegen zum Winterbeginn wärmeren Gefilden zu und ein Kubaner genießt das Rauchen einer Zigarre. H.Scheffler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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