Schermbecker Gesamtschüler wurden eine Woche lang kompetent informiert
Schermbeck Eine Woche lang hatten 115 Schülerinnen und Schüler der Q 1-Stufe (Jahrgang 12) in der Gesamtschule Schermbeck Gelegenheit, sich über unterschiedliche Studiengänge und Ausbildungsberufe nach dem Abitur zu informieren, das die Schüler im Frühsommer 2018 ablegen wollen.

Ehemalige Schermbecker Gesamtschüler berichteten heute über ihr Studium oder über ihre Berufsausbildung. Foto: Helmut Scheffler

Die Orientierungswoche zur Studien- und Berufswahl gibt es an der Schermbecker Gesamtschule seit 2008. „Das Konzept hat sich bewährt, weil die Schüler durch direkte Gespräche schnellere Antworten auf ihre Fragen bekommen“, begründet Lehrerin Rita Kersting den Ablauf der Orientierungswoche, die sie in diesem Jahr gemeinsam mit dem Lehrer Sven Merkelbach vorbereitete.

Orientierungswoche

An den ersten drei Tagen der Orientierungswoche standen in der Schulaula Begegnungen mit Hochschulen und Betrieben auf dem Programm. Die Firma Evonik/Infracor stellte sich ebenso vor wie die Bundeswehr, die Polizei, die Radboud Universiteit Nijmegen, die Hochschule Rhein-Waal, die Universität Wuppertal und die Hochschule Niederrhein. Der Schermbecker Nispa-Angestellte Jan Erwig-Drüppel informierte über Berufe im Bankwesen.

Richtige Form einer Berufsbewerbung trainieren

Am Donnerstag waren die Schüler unterwegs. Während eine Gruppe zu einem ganztägigen Besuch der Universität Duisburg-Essen im Campus Essen startete und dort an einer Studienberatung teilnahm und die Bibliothek besuchte, zog eine andere Gruppe die Teilnahme an einer Fahrt zur Fachhochschule Gelsenkirchen vor, um dort nach einer einstündigen Studienberatung das Labor des Energieinstitutes zu besichtigen. Mitglieder einer weiteren Gruppe waren Gäste der Volksbank Schermbeck, um dort die richtige Form einer Berufsbewerbung zu trainieren. Unter Leitung vom Volksbank-Marketingchef Wolfgang Lensing und von Jonas Reckmann (Barmer GEK) übten die Teilnehmer die effektive Präsentation der eigenen Person in Bewerbungssituationen.

Information über das breite Spektrum der denkbaren Berufe und Hochschulen

Heute hatten alle Schüler noch einmal in der Schule Gelegenheit, sich über „Wege nach dem Abitur“ zu informieren. Bei der Information über das breite Spektrum der denkbaren Berufe und Hochschulen gab es Unterstützung durch ehemalige Schüler der Schermbecker Gesamtschule. Sandra Erdmann (Abi 2007) berichtete über ihr Studium der Biologie mit dem Schwerpunkt Meeresbiologie. Der Fachinformatikers Christian Angenendt (Abi 2000) wurde nach einer verkürzten Ausbildung im Jahre 2004 Mitarbeiter der Firma „keytech Software GmbH“ in Recklinghausen. Die Ausbildung erfolgte im so genannten dualen Verfahren in einem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Inhalte des Grundstudiums der Mediziner

Von Franziska Hupperich (Abi 2014) erfuhren die Zuhörer Details des Studiums der Erziehungswissenschaften und von Pia Draeger-Gillessen (Abi 2014) die Inhalte des Grundstudiums der Mediziner an der Uni Münster. Als Master of Engineering hat Mathis Thomas (Abi 2007) inzwischen eine Beschäftigung im Eisenbahnwesen gefunden. Marina Jungheim (Abi 2011) hat in Bremen Journalistik studiert und absolviert derzeit eine einjährige Ausbildung in einer Marketing-Agentur. Von Julia Wieschus (Abi 2013) erfuhren die Schüler Details des Studiums der sozialen Arbeit und von Bastian Bankstahl (Abi 2014) die Inhalte eines Studiums des Maschinenbaus an der Uni in Aachen.

Kunstakademie in Düsseldorf

Als Mitglied des ersten Gesamtschul-Abiturjahrgangs 1998 erzählte Johanna Flammer über ihr Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf und über ihre Arbeit als freie Künstlerin. Lina Wesselborg (Abi 2014) absolviert eine Ausbildung zur Speditionskauffrau. Lara Gäde (Abi 2013) ist Automobilkauffrau und Isabelle Fricke (Abi 2014) wird zur Kinderkrankenpflegerin ausgebildet. Markus Auf der Springe (Abi 2000) hat nach seinem BWL-Studium als IT-Berater den Sprung in die berufliche Selbstständigkeit gewagt. „Ich finde es gut, dass man miterleben kann, was aus ehemaligen Schülern unserer Schule geworden ist“, freute sich Schüler Oguzhan Yilmaz über die Einbindung ehemaliger Schüler.

Ehemalige Schermbecker Gesamtschulabiturienten informierten heute in Gruppen über ihre bisheriges Studium oder über ihre Tätigkeit in einem Beruf. Pia Draeger-Gillessen (r.) berichtete über ihr Medizinstudium an der Uni Münster. Foto: Scheffler

Feedback

Am Ende der Orientierungswoche wurden die Teilnehmer um ein schriftliches Feedback gebeten, das von Rita Kersting und Sven Merkelbach ausgewertet wird. Von einigen Schülern kennen wir die Antworten. „Ich weiß immer noch nicht, was ich studieren werde, aber ich habe viele Eindrücke von der Arbeit an den Universitäten erhalten“, bilanzierte David Hamann. „Schade, dass kein Beruf aus dem tiermedizinischen Betätigungsfeld vorgestellt wurde“, bedauerte Sina Jöhren. Für Jasper Plester hat die Woche zu seiner Entscheidung beigetragen, eine bestimmte medizinische Richtung zu studieren und das Studium in Nijmegen zu absolvieren.

Mit dem zweiten Zeugnis des Jahrgangs 12 muss die Bewerbung für ein duales Studium erfolgen. Der 15. Juli 2018 ist der letztmögliche Termin für die jetzigen „Zwölfer“, sich an Universitäten und Fachhochschulen zu bewerben, wenn man im Wintersemester 2018/19 mit dem Studium beginnen möchte. Die Bewerbungsfrist für das Studium bestimmter Studiengänge an niederländischen Universitäten endet bereits im Januar 2018. H. Scheffler

 

 

 

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Heimatreporter

Unter der Artikel-Kennzeichnung „Heimatreporter“ postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck.
Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks „Radio Kreis Wesel“, darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des „Schermbecker Schaufenster“. Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den „Rheinland-Taler“ des Landschaftsverbandes Rheinland.

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