Wie gehen die Politik und die EU zukünftig mit der wachsenden Wolfspopulation und besonders mit Problemwölfen um? Statement von Dr. Stefan Berger (CDU) aus dem Europäischen Parlament
Sie hatten keine Chance. Rund ein Dutzend Schafe fielen in der Nacht zum 28. Februar im Schermbecker Wolfsgebiet einer blutigen Attacke zum Opfer, darunter zahlreiche trächtige Tiere. Auch wenn die abschließende Bestätigung noch nicht vorliegt, deutet vieles darauf hin, dass hier erneut Wölfe zugeschlagen haben. Es wäre nicht das erste Mal.

Nicht nur Tierhalter sind aufgeschreckt
Der Anblick der toten Schafe, die mit klaffenden Wunden über das Areal verstreut liegen, schreckt nicht nur Schäfer und andere Tierhalter auf. Immer mehr Menschen in der dicht besiedelten Region fühlen sich beim Gedanken an das Raubtier nicht besonders wohl. Zumal es sicher nicht bei dieser Attacke bleiben wird. Kurzfristig wird sich daran wohl auch nichts ändern. Denn Wölfe sind durch die Wolfsverordnung geschützt. Die Möglichkeiten, das Problem, abgesehen von „wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen“ anzugehen, sind durch das strenge EU-Recht begrenzt.

Statement aus dem Europäischen Parlament
Doch wie geht die Politik mit der steigenden Wolfspopulation um? Dieser Frage ging die Redaktion von Schermbeck online bei einem Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel am Morgen nach dem Vorfall auf den Grund.
Dr. Stefan Berger, Europaabgeordneter der CDU für den Niederrhein, Düsseldorf und Mettmann fand trotz eines vollgepackten Terminkalenders Zeit für eine klare Antwort. Im folgenden Film sehen Sie sein Statement, das Sie auch im Video verfolgen können.