Landtagsabgeordnete Charlotte Quik: „Strukturelle Entlastung der Kommunen im Kreis Wesel – auch nach der Corona-Krise“

Auch der Kreis Wesel wird diese Entlastung spüren.

(pd). Der Koalitionsausschuss in Berlin hat sich auf ein 130-Milliarden-schweres Corona-Konjunkturpaket geeinigt, das vor allem den Kommunen zugutekommt. Der Bund wird künftig dauerhaft bis zu 75 Prozent der Kosten der Unterkunft (KdU) übernehmen. Jede einzelne Kommune in Nordrhein-Westfalen wird damit jährlich strukturell und dauerhaft erheblich entlastet. Der geschätzte Entlastungseffekt für den Kreis Wesel – bezogen auf die KdU-Ausgaben 2018 – beträgt jährlich 19,6 Millionen Euro.

„Bei den Verhandlungen zum Corona-Konjunkturpaket hat sich gezeigt, dass sich gute Ideen durchsetzen. Mit dem Vorschlag unseres Ministerpräsidenten Armin Laschet stärken wir die Kommunen dauerhaft strukturell und senden ein wichtiges Signal, dass wir die kommunale Familie immer im Blick haben“, erklärt die heimische Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.

Miet- und Heizkostenzuschüsse für Sozialleistungsempfänger

Mit der Übernahme der KdU sinkt zu Lasten des Bundes der Kostenanteil der Kommunen für Sozialleistungen, wie beispielsweise Miet- und Heizkostenzuschüsse für Sozialleistungsempfänger. Diese dauerhafte Entlastung des Haushalts hilft den Kommunen, das gesparte Geld in anderen Bereich zu investieren. „In ganz Nordrhein-Westfalen sprechen wir hier von rund einer Milliarde Euro“, betont Charlotte Quik.  

Auch der Kreis Wesel wird diese Entlastung spüren. Die Kommunen im Kreis erhalten keine direkten Zahlungen, sondern profitieren von den 19,6 Millionen Euro jährlich mittelbar durch eine daraus zu erwartenden Senkung der Kreisumlage. Somit  bekommen die Kommunen wieder mehr Spielraum für notwendige Investitionen.

Ein Erfolg für das ganze Land

„Ich bin sehr froh, dass eine gute Lösung erzielt werden konnte, die weit über den Vorschlag des Bundesfinanzministers Olaf Scholz hinausgeht. Die aktuelle Krise hat gezeigt, dass wir in den Kommunen mehr Investitionen brauchen. Diese sind auch ein Baustein, um die Konjunktur wieder zu beleben. Weil gerade wirtschaftsschwache Städte und Gemeinden aber gleichzeitig hohe Sozialleistungen erbringen müssen, unterbleiben Investitionen, werden geschoben oder mit Kassenkrediten finanziert. Es ist daher sinnvoll und im Sinne der Konnexität, den Kommunen durch eine Entlastung bei den KdU wieder dringend benötigte Spielräume zu geben. Dass der Bund dem Vorschlag von Ministerpräsident Armin Laschet gefolgt ist, ist ein Erfolg für das ganze Land.“

Neben der dauerhaften Erstattung der KdU werden Bund und Länder den Kommunen im Jahr 2020 zusätzlich die krisenbedingten Ausfälle der Gewerbesteuer kompensieren. Auch hier ist eine Entlastung in erheblicher Größenordnung zu erwarten.

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