Wiederholte Wolfübergriffe auf Kleinpferde im Wolfsgebiet Schermbeck

Heute wurde das dritte Kleinpferd binnen 14 Tagen im Wolfsgebiet Schermbeck gerissen. Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: Jetzt ist es wichtig, Kleinpferde wolfsabweisend zu zäunen und möglichst auch in den dunklen Tag- und Nachtstunden aufzustallen

Am 11. und 20. Oktober 2021 sowie am heutigen Tag, 22. Oktober, wurde im Wolfsgebiet Schermbeck jeweils ein Kleinpferd gerissen, ein weiteres wurde am 21. Oktober am Hinterlauf verletzt. Alle Rissumstände deuten auf Wölfe als Verursacher hin. Die genetischen Anlaysen laufen zurzeit, bei dem aktuellen Riss sind Luchs- und Wolfsberater des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) heute vor Ort.

Seit 2018 ist bekannt, dass sich im Raum Schermbeck zunächst eine Wölfin mit der amtlichen Kennung GW954f und ab 2020 ein Rudel mit 2 Erwachsenen und einer jährlich schwankenden Zahl von Welpen niedergelassen haben und ständig präsent sind.

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: „Umso wichtiger ist es, die Weiden mit potenziell gefährdeten Haus- und Nutztieren, das sind neben Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Kleinpferde, wolfsabweisend zu zäunen und in den dunklen Tag- und Nachtstunden in einen Stall zu verbringen. Bei der Landwirtschaftskammer haben wir für die Herdenschutzberatung eine Hotline eingerichtet, die u.a. auch zu wolfsabweisenden Zäunen berät.“

Das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz arbeitet zurzeit an Anpassungen der Förderrichtlinien. Die Durchwahl der Servicehotline Herdenschutz ist 0 29 45 / 98 98 98.

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