Sparkassen fusionieren erst zum 1. Januar 2016

Weseler Sparkassen-Chef Friedrich-Wilhelm Häfemeier informierte Schermbecker Ratsmitglieder
Die Fusion der Sparkassen Dinslaken-Voerde-Hünxe mit der Verbands-Sparkasse Wesel-Hamminkeln-Schermbeck wird nicht rückwirkend zum 1. Januar 2015 erfolgen, sondern erst zum 1. Januar 2016. Das war die wichtigste Änderung, die der Weseler Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Friedrich-Wilhelm Häfemeier heuet Nachmittag den Schermbecker Gemeinderatsmitgliedern bekannt gab. Darüber hinaus berichtete Häfemeier über die Entwicklung der Fusionsbemühungen seit seinem letzten Besuch im Schermbecker Gemeinderat vor den Sommerferien. Er unterschied zwischen drei zeitlichen Phasen.
In der ersten Phase ging es darum, die sechs beteiligten Kommunen über die geplante Fusion zu informieren, um deren grundsätzliche Zustimmung zu erreichen.
Nachdem diese Zustimmungen vorlagen, machten sich beide Sparkassen daran, die rechtlichen Voraussetzungen und praktikable Lösungen für die Fusion zu schaffen. In diesem Zusammenhang erwies es sich als sinnvoll, wegen erheblicher steuerlicher Vorteile die genannte Verschiebung des Fusionstermins vorzunehmen. Die Genehmigung des Rheinischen Sparkassenverbandes zur Fusion liegt vor. Das Finanzministerium hat ebenfalls zugestimmt. In der nächsten Woche werden die Stadt- und Gemeinderäte von Dinslaken, Voerde und Hünxe über ihre Zustimmung zur Verschiebung der Fusion beraten. Häfemeier geht davon aus, dass Ende November oder Anfang Dezember die Fusionsverträge unterschrieben werden können.
In der anschließenden dritten Phase geht es um die praktische Zusammenführung beider Geldinstitute. Geplant ist, bis zum 31. Dezember 2015 den neuen Vorstand und die Sparkassenorgane zu bestellen. Im Verlauf des Jahres 2016 werden die über 500 000 Konten aufeinander abgestimmt. Zum Zeitpunkt der faktischen Fusion Ende 2016 werde es, so Häfemeier, „keinerlei Unterschiede mehr geben.“

Als Vorstandsvorsitzender der verbands-Sparkasse wesel informierte Frierdrich-Wilhelm Häfemeier die Schermbecker Ratsmitglieder über die geplante Sparkassenfusion. Foto: Helmut Scheffler
Als Vorstandsvorsitzender der Verbands-Sparkasse Wesel informierte Frierdrich-Wilhelm Häfemeier die Schermbecker Ratsmitglieder über die geplante Sparkassenfusion. Foto: Helmut Scheffler

In der anschließenden Fragerunde der Ratsmitglieder monierten Klaus Roth (BfB) und Hubert Große-Ruiken (CDU), dass der Verwaltungsrat nach der Fusion zu groß sei, um effektiv entscheiden zu können. Außerdem sei das zu teuer. Häfemeier und Bürgermeister Mike Rexforth machten allerdings deutlich, dass eine Reduzierung der Mitgliederzahlen im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sinnvoll sei. In der Anfangsphase der Fusion sei es wichtig, mit einer ungekürzten Mannschaft den breiten Sachverstand der Region einzubringen.
Zur Frage nach den Risiken einer Fusion hatte Häfemeier vor der Sommerpause gesagt, dass keine Risiken bekannt seien. Gestern schwächte er ab, ohne konkret zu werden: „Man muss immer mit Risiken rechnen, aber wir hatten den Eindruck, dass diese Risiken extrem niedrig sind.“

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.