„Junge Klassik“ in Schermbeck: Musikalität ist sehr gefragt

Der Instrumentalwettbewerb „Junge Klassik“ wird zum achten Male veranstaltet.
Schermbeck Nach der großartigen Resonanz auf die ersten sieben Instrumentalwettbewerbe „Junge Klassik“ steht inzwischen für alle Beteiligten fest, dass alljährlich am Volkstrauertag eine Neuauflage stattfinden soll.
Am 15. November haben wieder zwischen 20 und 30 Schermbecker Schülerinnen und Schüler ab 15 Uhr in der Aula der Gesamtschule die Gelegenheit, vor einem größeren Publikum klassische Musik in einem ernsten und feierlichen Rahmen vorzustellen. Volksbank-Mitarbeiter Wolfgang Lensing übernimmt die Moderation. Die Jahrgangstufe Q2 sorgt fürs Catering, um auf diese Weise die Abi-Kasse ein wenig aufzustocken.
Teilnehmen können Kinder und Jugendliche, die in Schermbeck wohnen oder eine Schermbecker Schule besuchen. Es dürfen Instrumentalstücke der ernsten Musik vorgetragen werden, deren Länge sechs Minuten nicht überschreiten soll. Dabei sind moderne Kompositionen ebenso möglich wie klassische Stücke. So erwartet auch die Zuhörer ein breiteres musikalisches Spektrum. Die Teilnehmer präsentieren zudem Musikstücke mit ganz unterschiedlichen Instrumenten. Klavierstücke stehen in der Regel ebenso auf dem Programm wie Musik, die mit der Violine, dem Cello, der Klarinette, der Sopranflöte oder mit dem Flügelhorn vorgetragen wird. „Falls eine Instrumentalbegleitung erwünscht ist“, so Lensing, „bitten wir um eine kurze Abstimmung. Bandaufnahmen als Begleitmusik sind nicht möglich.“
Die Bläserklasse des Jahrgangs 6 bereichert zum dritten Male das Programm. Vor und nach dem eigentlichen Wettbewerb und in den Pausen zeigen die Schüler ihr musikalisches Können. Am Donnerstag beeindruckten die beiden Siebtklässlerinnen Rebecca Riffer und Charlotte Knickmann als Querflötistinnen die Pressevertreter mit zwei Duetten. Die beiden Mädchen sind jetzt Mitglieder der im Aufbau befindlichen Bläser-Bigband, die von Eddie Möllmann geleitet wird. „Auch wenn die Klänge eher rockig sind, ist es uns wichtig, den Kindern eine Chance zu geben, vor großem Publikum zu spielen“, begründet Oberstudienrätin Christina Spellerberg die Ergänzung der ernsten Musik durch Bläserklänge.
„Anmeldungen werden bis zum 10. November in der Volksbank und in der Gesamtschule Schermbeck entgegengenommen“, ermuntert Volksbank-Marketingchef Wolfgang Lensing zur Teilnahme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 19 Jahre. Anmeldeformulare gibt es in der Gesamtschule, in der Volksbank und auf der Internetseite der Volksbank (www.vb-schermbeck.de). Alle Teilnehmer erhalten frühzeitig eine schriftliche Terminbestätigung.

Volksbankvertreter Wolfgang Lensing und die Gesamtschullehrer Christina Spellerberg und Norbert Hohmann (hinten v.l.) laden ebenso zum Konzert „Junge Klassik“ ein wie die Schülerinnen Charlotte Knickmann und Rebecca Riffer (vorne v.l.). Foto: Helmut Scheffler
Volksbankvertreter Wolfgang Lensing und die Gesamtschullehrer Christina Spellerberg und Norbert Hohmann (hinten v.l.) laden ebenso zum Konzert „Junge Klassik“ ein wie die Schülerinnen Charlotte Knickmann und Rebecca Riffer (vorne v.l.). Foto: Helmut Scheffler

„Jeder ist herzlich eingeladen“, animiert Gesamtschulleiter Norbert Hohmann die Bevölkerung zum Besuch des Konzertes, auch wenn kein eigenes Kind oder Enkelkind auf der Bühne steht. Der Eintritt ist frei.
„Die Kinder sollen am Musizieren Freude haben“, begründet Christina Spellerberg die Zielsetzung des Wettbewerbs. Es gehe nicht um möglichst gute Leistungen wie beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Spellerberg gehört ebenso zum dreiköpfigen Jurorenteam wie der Kirchenmusiker Josef Breuer und August Krayenbrink, der Dirigent des Jugendorchesters der Blaskapelle „Einklang“. Alle Juroren sind sich einig darüber, den Leistungsgedanken in den Hintergrund zu rücken.
Es werden für den Auftritt kleine Gruppen gebildet. Während die einzelnen Teilnehmer dieser Gruppen nacheinander auf der Bühne musizieren, wird es keinen Publikumsverkehr geben, um die feierliche Atmosphäre nicht zu stören. Es darf auch nicht mit Blitzlicht fotografiert werden. Erst am Ende der Darbietungen aller Gruppenteilnehmer können die Instrumentalisten fotografiert und die Aula verlassen werden.
Bewertet wird das persönliche Auftreten der Musiker, ihr technisches Können, vor allem aber die Freude am musikalischen Vortrag. Es werden keine Punkte öffentlich verteilt. Die Jury berät hinterher nur unter sich. Weniger gute Teilnehmer werden von ihrer Bewertung nie etwas erfahren. Die besten Interpreten werden allerdings noch in diesem Jahr zu einer Feierstunde in die Räume der Volksbank eingeladen. Jeder Teilnehmer erhält bei dieser Gelegenheit eine Erinnerungsplakette. Außerdem gibt es – heimlich – gestaffelte Geldpreise. H.Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.