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Solarmodule für Sierra Leone: Rotary Club Lippe-Issel unterstützt Krankenstation mit Fotovoltaik-Anlage

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Die Rotarier (v.l.) Joachim Wittwer, Martin Vortmann, Stephan Proff, André Lackermann und Achim Raab (nicht im Bild: Tobias Dames) verluden die PV-Module in Lkw und brachten sie nach Wesel. Foto: Presse

26 Paletten, mit einem Gewicht von jeweils rund 300 Kilogramm, haben sechs fleißige Mitglieder des Rotary Club Lippe-Issel jetzt in Lkw verladen und von Bochum nach Wesel gebracht.

(pd). Auf den Paletten waren dutzende Fotovoltaik-Module, die zuvor auf dem Dach der Hochschule EBZ Business School in Bochum installiert waren. Die Module wurden bei einem Repowering ersetzt.

Repowering der Module

„Zum Entsorgen sind sie viel zu schade”, meinte Prof. Dr. Ing. Viktor Grinewitschus, Professor für Energiefragen und Gebäudetechnik an der Hochschule und zugleich Mitglied im RC Lippe-Issel. Die Module übergab Grinewitschus jetzt dem Club, damit sie später auf den Dachflächen der Krankenstation in Sierra Leone installiert werden, die der Rotary-Club gemeinsam mit der Gagu-Zwergenhilfe dort unterstützt.

26 Paletten mit PV-Modulen lagern jetzt  in Wesel und warten auf den Weitertransport nach Afrika. Foto: Presse

Zweites Leben der Module

„Die Anlage hat eine Leistung von 26 kWp, die Module sind etwa 13 Jahre alt. Die Leistungsdichte war nicht so hoch wie heute, als wir sie damals für ein Pilot-Projekt auf dem Dach unserer Hochschule installiert haben. Die Module sind aber noch lange nicht am Ende ihrer Lebensdauer angekommen, und so sollen sie schon bald auf der Krankenstation ihr ‚zweites Leben‘ bekommen. Dort werden sie dann einen Dieselgenerator ersetzen, der überwiegend die Klimaanlagen betreibt”, erklärt der Professor.

Vorteile der neuen Anlage

Stephan Proff, im RC Lippe-Issel federführend für das soziale Projekt in Sierra Leone zuständig, betont, dass die Anlage nicht nur Strom erzeugen wird: „Die Sonneneinstrahlung ist dort viel größer als bei uns, das bringt einerseits einen hohen Energieertrag und andererseits schirmen die PV-Module auch die Sonneneinstrahlung auf das Dach der Krankenstation ab, was den Energiebedarf für die Kühlung zusätzlich senken wird. Geplant ist, dass die Fotovoltaik-Anlage final mit einem Speicher ausgerüstet wird, um den Generatorbetrieb auch in der Nacht zu ersetzen. So lassen sich die Betriebskosten der Krankenstation – die Kraftstoffpreise haben sich verdreifacht – und die CO2-Emissionen signifikant senken.”

Spontane Aktion der Rotarier

In einer spontanen Aktion holten die Rotarier Tobias Dames, Joachim Wittwer, Achim Raab, Stephan Proff, André Lackermann und Martin Vortmann die 130 Module aus Bochum ab, um sie in Wesel zunächst zwischenzulagern, bevor sie mit einer Hilfslieferung nach Afrika verschifft werden. Auch die Installation vor Ort und die Inbetriebnahme seien bereits geregelt, teilt der Rotary-Club Lippe-Issel weiter mit.

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