Sicherer Übergang für Fahrradfahrer

Straßen NRW errichtet an der Maassenstraße in Schermbeck Querungshilfen für Radler

Nachdem im vergangenen Jahr der Fahrradweg entlang der L 104 (Maassenstraße) zwischen Berding und der Lippe fertiggestellt wurde, ist der Landesbetrieb Straßen NRW nun dabei, Querungshilfen für Radler anzulegen.

An zwei verschiedenen Stellen werden von der Bottroper Firma Eurovia nacheinander Querungshilfen gebaut.

Im Bereich der ersten – jetzt im Bau befindlichen – Querungshilfe für Radler an der Maassenstraße entstehen derzeit ein sanierter Parkplatz (r.), eine neue Trasse für die Wasserleitung (entlang der linken Parkplatzbegrenzung) und der nach Westen verlegte bisherige Fahrradweg, der in Richtung auf den Rüttler und die linke Gruppe von Arbeitern zuführt. Wer von Gahlen aus über den bestehenden Radweg in Richtung Schermbeck fahren möchte, folgt der roten Linie. Wer von Gahlen aus über die ehemalige Bahntrasse in Richtung Bricht und Damm radeln möchte, folgt der grünen Linie. Das rote Q kennzeichnet die Stelle der Mittelinsel als Querungshilfe. Foto: Helmut Scheffler

Derzeit ist Straßen NRW damit beschäftigt, in Verlängerung des Fahrradweges, der auf der ehemaligen Bahntrasse vom Brichter Ortskern aus in Richtung Maassenstraße führt, die erste Querungshilfe vorzubereiten.

Die optisch sehr groß wirkende Baustelle hat mehrere Gründe. Um die 2,50 Meter breite Mittelinsel anlegen zu können, muss die von Schermbeck nach Gahlen führende Seite der Maassenstraße um dasselbe Maß in Richtung Kläranlage verlegt werden. Dadurch würde die Fahrbahn die bisherige Trinkwasserleitung überdecken. Um das zu verhindern, ist die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) als Wasserversorger eines Großteils der Gemeinde Schermbeck damit beschäftigt, die Leitungen weiter nach Westen in den Bereich der geplanten Fahrradtrasse zu verlegen.

Ausbau Parkplatz

Als dritte Maßnahme steht der Ausbau des bisher zwischen Maassenstraße und Kläanlage gelegenen Parkplatzes an, der einen reichlich verwilderten Eindruck machte und von der Straße aus kaum zu erkennen war. „Wir werden etwa am 8. Mai fertig sein“, teilte Frank Meier als Bauüberwacher von Straßen NRW mit.

Unmittelbar danach wird mit dem Bau der zweiten Querungshilfe an der Maassenstraße begonnen, die wenige Meter südlich der Kreuzung mit der Alten Poststraße angelegt werden soll. Hier stehen deutlich weniger Arbeiten an als an der ersten Querungshilfe, sodass Frank Meier davon ausgeht, dass nur wenige Tage für die Anlage der erforderlichen Mittelinsel benötigt werden.

Danach entfallen die bislang teilweise recht waghalsigen Querungen der Maassenstraße, besonders für jene Radler, die diagonal über die Kreuzung fuhren. Radler, die künftig aus Richtung Ramirez kommen, können dann – wie bisher – weiter zur Kreuzung Maassenstraße/Alte Poststraße fahren, die Alte Poststraße auf der Seite der ehemaligen Ziegelei Idunahalll (heute Gewerbepark) überqueren, um dann die zweite Querungshilfe zu benutzen, mit deren Hilfe man gesichert die Maasenstraße überqueren kann, um weiter nach Gahlen zu fahren.

Wer aus Richtung Gahlen kommt und zum Schermbecker Ortskern radeln möchte, fährt bis zur derzeit im Bau befindlichen ersten Querungshilfe, um dort die Maassenstraße zu überqueren und am Ramirez vorbei dem bestehenden Radweg zu folgen. Wer von Gahlen aus über die ehemalige Bahntrasse in Richtung Bricht und Damm radeln möchte, benutzt ebenfalls die jetzt im Bau befindliche Querungshilfe, um auf der anderen Straßenseite auf die ehemalige Bahntrasse abzubiegen. Helmut Scheffler

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.