Ungestraft darf kein Bestener Mädchen einen Junggesellen entführen.

Diese Erfahrung musste im Dezember 1993 Britta Sander aus Besten machen, die der Junggesellenschaft ein prachtvolles Exemplar entriss und in den Ehestand entführte:

Rolf Fritzki. Nach alter Bestener Sitte war damit eine „Buxe“ fällig, die im Pub Müller-Lüdenscheidt am zweiten Weihnachtstag für Stimmung sorgte.

Ungestraft darf kein Bestener Mädchen einen Junggesellen entführen

In der Anfangszeit des Vereins (1904) bekamen die Junggesellen vor der Hochzeit von der Braut meist eine Naturalienspende wie Eier, Wurst oder Speck in einer Hose überreicht.

Die genaue Bedeutung des Wortes „Buxe“ ist in Besten in Vergessenheit geraten. Vom benachbarten Junggesellenverein Gahlen-Hardt ist mündlich überliefert, dass die Vorstandsmitglieder vor dem Besuch der Braut im Anschluss an das kirchliche Aufgebot im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Buxe [Hose] voller Naturalien nach Hause kamen. Vor 25 Jahren gaben sich die Junggesellen auch mit einem Geldbetrag zufrieden. Beim Buxenfest wurden etwa 100 Gäste bewirtet. Foto: Helmut Scheffler

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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