21 Parteien wollen in neue RVR-Verbandsversammlung einziehen – das Ruhrparlament wird am 13. September erstmals direkt gewählt

Metropole Ruhr/Essen (idr). Um den Einzug ins erstmals direkt gewählte Ruhrparlament bewerben sich 21 Parteien und Wählergruppen.

Der Wahlausschuss unter Vorsitz von RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel hat in seiner Sitzung am 31. Juli alle eingereichten Wahlvorschläge zugelassen.

Insgesamt bewerben sich mehr als 350 Kandidatinnen und Kandidaten um die 91 Sitze in der neuen RVR-Verbandsversammlung. Am 13. September sind im Rahmen der diesjährigen Kommunalwahlen die Bürgerinnen und Bürger im Ruhrgebiet aufgerufen, die neue Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) – kurz Ruhrparlament – zu wählen.
„Die Vielzahl der eingereichten Wahlvorschläge zeigt, wie groß das Interesse über alle Parteigrenzen hinweg an der ersten Ruhrwahl und der politischen Mitbestimmung für das Ruhrgebiet ist“, so RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel nach der Sitzung des Wahlausschusses.

„Mit der Direktwahl zum Ruhrparlament bekommen die Bürgerinnen und Bürger im Ruhrgebiet eine Mitsprachemöglichkeit, die NRW-weit einmalig ist. Ich hoffe, möglichst viele Menschen machen davon Gebrauch und gehen am 13. September zur Wahl.“

Folgende Parteien sind derzeit im Ruhrparlament vertreten, die alle erneut antreten:

SPD, CDU, GRÜNE, DIE LINKE, FDP, AfD, PIRATEN, FREIE WÄHLER NRW und Unabhängige-Bürger-Partei. Bei der Wahl treten zudem an: ÖDP, die PARTEI, Duisburger Alternative Liste, DIE VIOLETTEN, TIERSCHUTZ hier!, Aktiv, Bündnis Christen für Deutschland, Ideengemeinschaft Ruhr, NATIONALES BÜNDNIS RUHRGEBIET, Basisdemokratie jetzt, UWG: Freie Bürger und Volt.

Und so wird gewählt: Bislang bestimmten die jeweiligen Räte und Kreistage der Metropole Ruhr die Mitglieder des Parlaments und entsandten ihre Vertreterinnen und Vertreter dorthin. Aufgrund einer Änderung des Gesetzes über den Regionalverband Ruhr aus dem Jahr 2015 wird das Parlament im Jahr 2020 erstmals direkt gewählt. Insgesamt mehr als vier Millionen Menschen ab 16 Jahren sind zur Ruhrwahl aufgerufen.

Alle Wahlberechtigten erhalten ab August 2020 eine Wahlbenachrichtigung, mit der sie sowohl an den allgemeinen Kommunalwahlen als auch an der Wahl zum Ruhrparlament teilnehmen können.
Der RVR flankiert die erste Direktwahl zur Verbandsversammlung mit einer Informations- und Motivationskampagne. Unter dem Motto „Mach es zu deinem Revier“ werden die Menschen in der Metropole Ruhr über das Ruhrparlament und die Wahl aufgeklärt und motiviert, ihre Stimme abzugeben.

Zu der Ruhrwahl-Kampagne gehört ein Aktionstag am 29. August mit Infoständen in mehreren Städten im Ruhrgebiet. Außerdem werden die Haushalte mit einer Beilage in Tageszeitungen über das Ruhrparlament und die Wahl informiert. Begleitet wird die gesamte Kampagne in den Social-Media-Kanälen des Verbandes und mit Printanzeigen sowie Plakatmotiven im öffentlichen Raum.
Der RVR und die Direktwahl-Kampagne im Netz: www.rvr.ruhr und www.ruhrwahl.de

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

1 KOMMENTAR

  1. Was ist denn eigentlich das Ruhrparlament und worüber berät und entscheidet es? Ist es sowas wie die EU der Ruhrgebietsgemeinden und -städte? Und warum braucht man das, wenn die Parteien alle längst in gewählten Parlamenten organisiert sind und gestalten?

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