Damm. Eine bunte Blumenwiese liegt im Trend. Das ist bei den Schermbeckern angekommen. Wer eine echte Wildfutter-Vogelwiese anlegen möchte, kann das mit Leichtigkeit tun. Rund 50 Wildstauden blühen in Albert Willichs Gartenreich in Schermbeck-Damm.

Er hat sich mit seiner Frau extra einen Gartenteil für das bunte Blütenmeer ausgeschaut. Hier wimmelt es von Insekten. Dicke Bienen und Schmetterlinge fliegen über die kleinen, für sie so großen Blüten. Sie sind nur einige Gäste, die im Garten vorbeischauen.

Wildfutter-Vogelwiese hält das System lebendig

Die Stauden und Kräuter locken mit ihrem reichhaltigen Angebot an Pollen und Nektar viele weitere Nützlinge an. Auch die Vögel finden dadurch ausreichend Nahrung. Das System Garten funktioniert lebendig und natürlich. Er fruchtet ganz von alleine.

Auch bei seinen Nachbarn hat sich der Trend schon herumgesprochen. Einer von ihnen ist der ortsbekannte Schermbecker Hermann Göbel. Der Vorsitzende des Turmvereins freut sich über die Blumenwiesen.

Er findet es „toll“, dass die Nachbarn sich hier so absprechen. Alle haben schon ein Stück Blumenwiese in ihrem Garten ausgesät. Der Vorteil liegt mit wenig Aufwand auf der Hand: „Die Blumen säen sich selber aus“, erklärt Göbel. „Nach etwa drei bis vier Jahren muss die Blumenwiese erneuert werden“.

Blumenmischung für Wildfutter-Vogelwiese enthält 45 Samen

Wer die Blumenmischung aus über 45 Stauden- und Kräutersamen (wohlgemerkt ohne Gräser) ergattern möchte, kann sich die kleine Oase selbst in den Garten holen.

Bewusst möchte der Turmverein Damm mit dem kleinsten Strommuseum Deutschlands einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. „Mit der Mischung leisten wir alle einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer freilebenden Vögel“, meint Göbel.

Hermann-Göbel-blumensamen

Saatmischung ist beim Turmverein erhältlich

„Denn die üppigen Samenstände sind eine natürliche Futterquelle für Wildvögel. Erst recht dann, wenn die Blumen ausgewachsen sind.“

Die Saatmischung zur Anlage einer mehrjährigen Wildvogel-Futterwiese kann jeder beim Turmverein erwerben. „Die Zahl der blühenden Arten kann jedoch von Jahr zu Jahr schwanken“, betont Ernst-Hermann Göbel.

Saatgut brauch Kältereiz

Eine Tüte reicht für fünf Quadratmeter. Die Mischung sei vorzugsweise für die Herbstaussaat geeignet, da die enthaltenen Samen einen Kältereiz zum Keimen benötigen. 

„Wer die Aussaat im Herbst nicht geschafft hat, kann das Saatgut etwa 48 Stunden einfrieren, dann auftauen und einarbeiten.“, betont der Vorsitzende. Warum? „Das Saatgut braucht den Kältereiz. Bei der Aussaat im Herbst gibt es ja meistens den Winterfrost.“

Weitere Infos unter der Internetseite vom Turmverein.

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