Jugend-Landtag 2019: Die nächste Generation sitzt auf den Plätzen der Abgeordneten – Leon Peters aus Wesel und Mehmet Özekinci aus Schermbeck treten an die Stelle der Landtagsabgeordneten Charlotte Quik

Schermbeck(pd). Vom 4. bis 6. Juli fand in Düsseldorf der 10. Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen statt. 199 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren waren aus ganz NRW zusammengekommen, um für drei Tage die Abgeordneten zu „vertreten“ und einen Einblick in die Landespolitik zu erhalten.

Einblick in die Arbeit der Abgeordneten

An die Stelle der CDU- Landtagsabgeordneten Charlotte Quik aus dem Kreis Wesel, zu deren Wahlkreis Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Wesel und Voerde zählen, traten mit dem 18-jährigen Leon Peters aus Wesel und dem 18-jährigen Mehmet Özekinci aus Schermbeck gleich zwei junge Erwachsene. 

Jugend im Landtag NRW 2019 Schermbeck
Leon Peters aus Wesel mit Charlotte Quik (Fotos: Thomas Eusterfeldhaus, Landtagsbüro Charlotte Quik (MdL)

In den drei Tagen erhielten die politikinteressierten Jugendlichen einen detaillierten Einblick in die Arbeit der Abgeordneten. Der Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen 2019 fasste mit Mehrheit zwei Beschlüsse. Die 199 jungen Abgeordneten stimmten dem Antrag „Einführung einer allgemeinen Impfpflicht als Voraussetzung für einen Kita-Platz“ in geänderter Fassung zu.

ÖPNV und die Infrastruktur

Darin werden neben der Impfpflicht unter anderem mehr Informationen über die Folgen von Virusinfektionen gefordert. Ebenfalls in geänderter Fassung verabschiedet wurde der Antrag „ÖPNV attraktiver machen“. Ziel des Antrags ist es unter anderem, den ÖPNV und die Infrastruktur zu verbessern. Die Plenarsitzung des Jugend-Landtags hatte mit einer Aktuellen Stunde zum Thema „Sicherer Hafen NRW“ begonnen. Aktueller Anlass und Inhalt der Debatte war die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im Mittelmeer. Nach engagierter Diskussion über die Fridays for Future-Demonstrationen lehnte der Jugend-Landtag mit Mehrheit einen Eilantrag mit dem Titel „Demonstrationsrecht während der Schulzeit“ ab.

Jugend im Landtag NRW 2019 Schermbeck
Charlotte Quik (mdL) und Leon Peters aus Wesel im Plenarsaal.

Erfahrung ist eine persönliche Bereicherung

„Für mich persönlich ist diese Erfahrung eine Bereicherung in jeglicher Hinsicht und empfehlenswert für jeden Jugendlichen, der ein politisches Interesse bekundet“, zeigte sich Mehmet Özekinci begeistert. Er befindet sich derzeit im zweiten Ausbildungsjahr zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Schermbeck. Er ist bereits politisch aktiv, Kreisvorstandsmitglied der Jungen Union Kreis Wesel und stv. Vorsitzender der Jungen Union Schermbeck.

Auch Leon Peters aus Wesel war vom Aufenthalt in der Landeshauptstadt beeindruckt: „Ich konnte einen sehr guten Einblick in die Politik unseres Landes bekommen und habe viele neue, nette Menschen kennen gelernt. Die Plenarsitzung am Ende war besonders spannend und interessant“, so Leon Peters. Der Weseler besucht zurzeit die Oberstufe des Andreas-Vesalius-Gymnasiums.

Parlamentarischen Regeln und Abläufe

Die 199 Jugendlichen lernten während der drei Tage die parlamentarischen Regeln und Abläufe im Landesparlament kennen. In ihren Fraktionen wählten sie Vorsitzende, arbeiteten in Ausschüssen an Anträgen, informierten sich in Anhörungen von Sachverständigen und debattierten zum Abschluss in der Plenarsitzung. Mit Abgeordneten des Landtags trafen sich die Mitglieder des Jugend-Landtags schließlich zu einem Parlamentarischen Abend.

Bereits zum zehnten Mal haben sich die jungen Menschen beim Jugend-Landtag mit aktuellen Fragen der Landespolitik befasst, insgesamt haben in dieser Zeit rund 2.000 junge Menschen teilgenommen.

Jugend-Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP, Grünen und AfD

Die Jugendlichen, die sich bei den Abgeordneten des Landtags beworben hatten, schlossen sich zu den Jugend-Landtagsfraktionen von CDU, SPD, FDP, Grünen und AfD zusammen.

Der erste Jugend-Landtag hatte 2008 in NRW stattgefunden. Vorausgegangen war eine Konferenz der Landtagspräsidentinnen und -präsidenten in Düsseldorf. Diese fasste den Beschluss, die Jugendarbeit der Landesparlamente zu stärken, um junge Menschen für Demokratie und Politik zu begeistern.

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