Die Autorengruppe „Die Federweisen“ lud zur Herbstlesung ins Dammer Jugendhaus

Schermbeck Die Autorengruppe „Die Federweisen“ hatte zu ihrem Literaturkarussell „Herbstlesung“ ins Jugendhaus Damm eingeladen. Mehr als 40 Gäste waren dem Aufruf gefolgt und genossen einen abwechslungsreichen Nachmittag.

Die Autorengruppe möchte die Literaturszene in der Region bereichern. Mit der Herbstlesung stellte sich die von Rolf Freiberger vor einem guten Jahr initiierte Autorengruppe zum ersten Mal dem Publikum vor und übertraf ihre eigenen sowie die Erwartungen der Gäste. Im Gespräch mit Hörern zeigte man sich „überrascht von dem hohen Niveau“.federweise_herbstlesung_201

Das Programm bot Kurzlesungen aus unterschiedlichen Genres, die mit Gesang und der Musik der Querflötistin Sina Jöhren zu einem unterhaltsamen Gesamtpaket geschnürt waren. Der Dammer Autor Rolf Freiberger, der bereits zwei Bücher veröffentlicht hat und sein drittes schreibt, führte in lockerer Atmosphäre kurzweilig durch das Programm. In seiner Vorstellung des Autorenkreises, der zum Netzwerk 50 plus in Drevenack gehört, erläuterte er, dass sie so genannte Selfpublisher seien, die ohne Verlagsunterstützung ihre Werke erstellten, drucken ließen und sich selbst um die Vermarktung kümmerten.

Nach dem Auftakt von Sina Jöhren mit dem Stück „Close every door“ auf der Querflöte blieb die Türe die verbindende Metapher für die einzelnen Beiträge. Mit dem „Geschichtenweber“ stieß Jan Weffers die erste Türe in die Welt der Fantasy auf. S. K. Reyem aus Schermbeck, der bisher fünf Bücher veröffentlicht hat, kämpfte anschließend bewaffnet mit einem Tapezierigel in seinem Roman „Todesregion Deutschland“ mutig gegen die „Schlurfer“.

Nach diesem Ausflug entführte Gabi Littwin mit ihrer Feen-Geschichte „Tula und Grudu“ die Gäste in eine Welt voller Gefahren aber auch Neugier auf „Das da draußen“. Ganz groß geschrieben und auch gesungen wurde das Band der Freundschaft, das alles hält. Ihre selbst geschriebenen Lieder begleitet sie auf der Gitarre, diesmal tatkräftig unterstützt von der professionellen Sängerin Rebecca Stutz.

Nach einer kurzen Pause wurde das Thema Freundschaft von Gabi und Rebecca noch einmal musikalisch aufgegriffen. Francis Bergen ließ in seiner Kurzgeschichte eindrucksvoll an „Seligen Träumen“ teilhaben und stellte sein Buch „Der steinige Weg Freiheit“ vor, das er in Kürze veröffentlichen wird.

Die Pferdenärrin Nicole Krutzinna-Hilger gab eine Kostprobe aus ihrem soeben erschienenen Roman „SommerTraum im SchattenLicht“, in dem es ein dunkles Geheimnis gibt, dessen Entdeckung sie allerdings dem Leser überlässt.

Die letzte Türe öffnete Rolf Freiberger einen Spalt breit mit einem Kapitel aus seinem autobiografischen Roman „Ich muss mal telefonieren“, der eine außergewöhnliche Beziehung zu einem Alzheimer-Patienten beschreibt. Den Schlusspunkt setzte er mit einem bewegenden Gedicht.

Nach soviel unterschiedlichen Eindrücken löste Sina Jöhren die Anspannung mit ihrem Beitrag „The Letter“ aus dem Musical Billy Elliot. Das Publikum bedankte sich bei den Akteuren mit einem besonders langen Schlussapplaus, der Ansporn für weitere Veranstaltungen dieser Art sein wird.

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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