Neues Leitungsformat für die Pfarrei St. Ludgerus

Pastoralreferentin Desirée Kaiser tritt am 15. November ihren Dienst in St. Ludgerus an. Stefan Sühling, Pfarrer der Pfarrei St. Nikolaus in Wesel, wird die Aufgabe des Pfarrverwalters übernehmen

Desirée Kaiser soll die Entwicklung und Gestaltung des zukünftigen Leitungsformates gemeinsam mit den freiwillig Engagierten in der Pfarrei und den Gremien verantwortlich zu gestalten.

In der Pfarrei St. Ludgerus Schermbeck gibt es seit der Verabschiedung von Klaus Honermann keinen leitenden Pfarrer mehr. Das wird sich ändern und künftig ein neues Leitungsformat geben. Darüber hat das Bistum am 2. November den Pfarreirat, Kirchenvorstand und das Pastoralteam der Pfarrei informiert.

Hintergrund sei laut Bistum der allgemeine Priestermangel. Dadurch sei es derzeit nicht möglich, einen neuen leitenden Pfarrer in St. Ludgerus einzusetzen, der vor Ort wohnt.

Darüber hatten Weihbischof Rolf Lohmann und Karl Render, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Bischöflichen Generalvikariat, die Gremien bereits im Sommer informiert.

St. Ludgerus bleibt weiterhin eigenständig

Nun präzisieren sie die Pläne des Bistums. Die Pfarrei St. Ludgerus wird, wie das Bistum in dem Schreiben mitteilt, weiterhin eigenständig bleiben, auch wenn künftig kein leitender Pfarrer mehr vor Ort wohnt.

Stefan Sühling, Pfarrer der Pfarrei St. Nikolaus in Wesel, wird die Aufgabe des Pfarrverwalters übernehmen und den Zukunftsprozess von St. Ludgerus unterstützen und begleiten.

Neu nach Schermbeck kommen wird die Pastoralreferentin Desirée Kaiser (29 J.) die am 15. November ihren Dienst in St. Ludgerus antritt. Sie hat von der Bistumsleitung die Aufgabe bekommen, „die Entwicklung und Gestaltung des zukünftigen Leitungsformates gemeinsam mit den freiwillig Engagierten in der Pfarrei und den Gremien verantwortlich zu gestalten“, wie es in dem Schreiben des Bistums heißt. Sie sei somit „erste Ansprechpartnerin für Pfarrer Stefan Sühling wie auch im Binnenverhältnis der Pfarrei“. Ihr letzter Einsatzort war die Pfarrei St. Josef in Moers.

Tragweite der Entscheidung

Weihbischof Rolf Lohmann kennt die Tragweite der Entscheidung: „Wir sind uns in der Bistumsleitung sehr wohl bewusst, dass diese Überlegungen zu weitreichenden Einschnitten in die bisher gewohnte und liebgewonnene Pastoral führen werden und auch schon geführt haben. Zugleich sind wir der Meinung, dass es unverantwortlich ist, wenn wir uns der aktuellen Personalsituation und den Entwicklungen in den Gemeinden nicht verantwortungsvoll und zukunftsorientiert stellen.“

Er sehe die Chance, in Schermbeck ein neues Format unter starker Beteiligung der Ehrenamtlichen zu entwickeln, betont der Weihbischof.

Das Bistum wird den Prozess in Schermbeck unter anderem mit der Begleitung durch Verantwortliche im Bereich der Pastoralentwicklung und die Pastoralberatung unterstützen.

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.