Bernd Caspar Dietrich und Hella Sinnhuber laden zum Hohen Berg in Besten ein

An der Nahtstelle zwischen Niederrhein, Westfalen und Ruhrgebiet entwickelt sich seit einigen Jahren ein Kunstzentrum, das inzwischen weit über die Region bekannt geworden ist.

Die ehemalige WDR-Journalistin Hella Sinnhuber und ihr Mann, der Künstler Bernd Caspar Dietrich, haben in den letzten Jahren auf einem Abhang neben ihrem Wohnhaus am Hohen Berg 15 im Schermbecker Ortsteil Besten nahe der Grenze zu Kirchhellen einen aRTPARK entstehen lassen, der am Samstag (25. September) zwischen 14.00 Uhr und 21.00 Uhr geöffnet ist und am Sonntag (26. September) zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Besucher werden gebeten, sich per Mail unter [email protected] anzumelden. Es gelten die 3 G-Regeln.

Auf dem aRTPARK-Gelände, von dem aus man seinen Blick über die weite Lippetalung bis ins nahe Münsterland schweifen lassen kann, ist ein Ort der Kunst geworden, mit dem man sich auch an jene Freunde der Kunst wenden möchte, die nicht unbedingt große Museen besuchen möchten.

Zyklus „BetonGold“

Am Wochenende zeigt Bernd Caspar Dietrich im aRTPARK seinen neuen Zyklus „BetonGold“, der soeben in der Düsseldorfer Galerie Kellermann für einiges Aufsehen gesorgt hat; zweimal wurde die Ausstellung am Grabbeplatz verlängert. Neue Arbeiten aus der Serie sind nun im aRTPARK zu sehen. Die polarisierende Ästhetik von Beton und Betonoberflächen setzt Bernd Caspar Dietrich in einen spannungsvollen Dialog mit dem Edelmetall Gold.

Die Metapher „BetonGold“ wird zu einem Kompositum und wirft kulturgeschichtliche Fragen auf. Fragen an Baumaterialien und Baukultur, Fragen an Rendite, Verhältnismäßigkeit und Verantwortung. Aus dieser Serie entwickeln sich auch die 25 neuen Arbeiten für die diesjährige Spendenaktion für Frauenhäuser. Knapp 38 tausend Euro wurden durch die Arbeiten (Metamorphose ORANGE25) des Schermbecker Künstlers im vergangenen Jahr für Frauenhäuser erlöst und gespendet.

Gezeigt wird am Samstag ab 19 Uhr auch der Film „Herbst“ von Fitore Muzaqi, der die Fertigung eines Kunstwerkes (Titel „Herbst“) und den Dialog zwischen Maler, Umfeld und Galerist zum Thema hat. Die Weltpremiere des Fitore Muzaqi Film „Hella + Bernd“ findet am 6. November beim 35. Internationalen Filmfestival in Braunschweig statt (Länge: 101min.). Helmut Scheffler

Vorheriger ArtikelVersuchter Einbruch in Schermbeck-Damm
Nächster ArtikelBrennender Müllcontainer in Schermbeck am Kapellenweg
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.