Team um Marcell Oppenberg bringt Schwung in die kleinstädtische Kulturszene

Strahlender Sonnenschein passte heute zu den Gesichtern der Vorstandsmitglieder, als die 15 Jahre alte Kultur-Stiftung nach rund zweijähriger Pause unter dem Ergänzungsnamen „Schermbecker Helden“ in der ehemaligen reformierten Kirche nahe der Burg vorgestellt wurde.

Zum neuen Team der Vorstandsmitglieder und Unterstützer der „Kulturstiftung – Schermbecker Helden“ gehören (v.l.): Kenneth Stewart, Mike Rexforth, Friedhelm Koch, Gerd Abelt, Marcell Oppenberg, Sabrina Greiwe, Peter Kaprulat und – nicht abgebildet – Brigitte Straus. Foto: Helmut Scheffler

Die im Jahre 2004 gegründete Kulturstiftung war 2017 in den Ruhe-Modus getreten, als die Gründungsvorsitzende Brigitte Straus den Vorsitz abgab. „Gut Ding will Weile haben“, begründete Bürgermeister Mike Rexforth gestern den relativ langen Pausen-Zeitraum.

Marcell Oppenberg, der schon von den Bürgermeistern Wilhelm Cappell und Ernst-Christoph Grüter als potenzieller Vorsitzender des Kuratoriums ins Visier genommen wurde, sagte diesmal nach mehreren gemeinsamen Gesprächen mit Bürgermeister Rexforth zu, den Vorsitz zu übernehmen.

Am 24. April wurde der 56-jährige Diplom-Ingenieur einstimmig gewählt. Den Schermbeckern ist der langjährige Leiter der Big-Band „Young People“ und der Mitorganisator des mehrjährlich veranstalteten Festes „Mi in motion“ bestens bekannt.

Der Vorstand

Zum Vorstand gehört außerdem der stellvertretende Vorsitzende Friedhelm Koch, der in seiner Funktion als gemeindlicher Wirtschaftsförderer bis zur Pensionierung im vergangenen Jahr das Schmalspur-Programm der Kulturstiftung begleitete.

Die Steuerberaterin Brigitte Straus unterstützt den Vorstand als Beisitzerin. Die beiden Beisitzer Gerd Abelt und Sabrina Greiwe sind im Rathaus für die Wirtschaftsförderung zuständig. Durch ihre Mitarbeit signalisiert die Gemeinde, dass sie die als „Schermbecker Helden“ firmierende Kulturstiftung sehr unterstützen möchte. Sabrina Greiwe bringt außerdem Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit im Kultursektor der Stadt Essen mit.

Zum neuen Team der Vorstandsmitglieder und Unterstützer der „Kulturstiftung – Schermbecker Helden“ gehören (v.l.): Kenneth Stewart, Mike Rexforth, Friedhelm Koch, Gerd Abelt, Marcell Oppenberg, Sabrina Greiwe, Peter Kaprulat und – nicht abgebildet – Brigitte Straus. Foto: Helmut Scheffler

Den neuen Zusatznamen „Schermbecker Landhelden“ hielt Marcell Oppenberg für dringend erforderlich. „Am ehemaligen Namen Kulturstiftung hing so ein Geschmäckle dran“, begründete Oppenberg die Suche nach einer neuen Marke für die Außenwirkung und ergänzte, „um anderen Wind zu bekommen, muss man etwas Neues machen.“

Kuhkopf soll eine Brücke schlagen

Es gab mehrere Vorschläge für einen Zusatznamen, aber schließlich entschied sich das Kuratorium für den Vorschlag des Designers Peter Kaprulat, der vor vielen Jahren auch das Laternen-Logo der Werbegemeinschaft entwarf.

Der ausgewählte Kuhkopf soll eine Brücke schlagen zu dem Symbol des „Wacken Open Air“ und dem ländlichen Leben in Schermbeck. Der Name „Schermbecker Landhelden“ soll für all die Künstler stehen, die künftig das Programm bereichern werden.

Die Finanzierung für die Startphase ist gesichert. Das Kuratorium dankt der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe und der Volksbank Schermbeck für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Als Sonderposten einstimmig gebilligt

Im kommunalen Haushalt für das Jahr 2019 sind 10 000 Euro für die Kulturstiftung eingeplant und als Sonderposten einstimmig gebilligt worden. Auch im Rahmen künftiger Haushaltsberatungen soll überprüft werden, ob und in welcher Höhe die „Kulturstiftung – Schermbecker Landhelden“ finanziell gefördert werden kann. Das Kuratorium hofft, noch weitere Sponsoren finden zu können.

Spenden an die Kultur-Stiftung können steuerlich abgesetzt werden. An eine finanzielle Unterstützung in der Form von Zahlungen jährlicher Mitgliedsbeiträge ist vorerst nicht gedacht.

Breit gestreutes Programm

Ein breit gestreutes Programm zwischen Jazz, Rock, Theateraufführungen und Veranstaltungen für Schulen ist geplant. Dank seiner guten Beziehungen zur Musikwelt hat Marcell Oppenberg schon einige hochkarätige Musikgruppen für einen Auftritt in Schermbeck gewinnen können.

Unterstützt wird er durch den Berufsmusiker Kenneth Stewart. Der Schermbecker und seine Frau Anja Heix verfügen über ausgezeichnete Kontakte zur Musikszene. „Es steckt viel Professionalität dahinter. Wir machen einen guten Start. Jetzt sind die Schermbecker gefragt, das Programm auch anzunehmen“, hofft Bürgermeister Rexforth auf eine positive Resonanz der Bevölkerung.

Als Auftrittsorte sind vorerst das Begegnungszentrum und die ehemalige reformierte Kirche vorgesehen. Aber auch andere Orte wie Gaststätten, Festsäle und Veranstaltungen im Freien hält Marcell Oppenberg für möglich.

Kick-off-Veranstaltung

Die Kick-off-Veranstaltung der „Schermbecker Landhelden“ findet am 14. Juni statt. Um 20 Uhr beginnt im Begegnungszentrum der Auftritt der Gruppe „The Rat Pack – Alive and Swinging“.

Der Name „Rat Pack“ erinnert an das legendäre Gipfeltreffen von Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jun. und Humphrey Bogart. Bogarts Frau, die Schauspielerin Lauren Bacall, bezeichnete das Trio und ihren Mann nach durchzechter Nacht wiederholt als „A Pack of Rats“. So entstand der Name der Gruppe, die in Schermbeck auftreten wird und Erinnerungen an die Musikklassiker des Trios wecken will. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 23 Euro, an der Abendkasse 27 Euro. Helmut Scheffler

Info:

Weitere Veranstaltungen werden bereits jetzt auf der Homepage www.schermbecker-landhelden.de ausgewiesen.

Dazu gehören auch der Auftritt von Sarah Smith und ihrer Band am 20. September und der Auftritt des Pindakaas Saxophon-Quartetts am 23. November. Auf dieser Internet-Seite kann man auch Eintrittskarten online vorbestellen.


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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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