Wenn man etwas südlich des Freudenbergs mit dem Flugzeug die Autobahn überquert und nach Westen in Richtung Schermbecker Ortskern (im Hintergrund) fliegt, fällt eine große gläserne Fläche auf. Die Gärtnersiedlung ist das weithin sichtbare „Tor“ zum gemeindlichen Wohnplatz Rüste.

Gleich vier Gärtnereien produzieren in der Rüster Gärtnersiedlung, und das schon seit 40 Jahren. Der Betrieb der Firma Brokemper (vorne l.) befand sich ursprünglich in Dorsten. Als die Stadt für eine Erweiterung kein Gelände zur Verfügung stellte, suchte und fand Clemens Brokemper 1970 im benachbarten Rüste eine geeignete Betriebsfläche. Der Betrieb, der im November 2009 abbrannte, verfügt über 50 000 Quadratmeter Hochglasfläche und über acht Hektar Freiland. Die Firma produziert und vermarktet Beet- und Balkonpflanzen ebenso wie Primula, Euphorbia, Callunen, Azaleen, Stauden und Hortensien. Im Jahre 2007 erhielt die Firma für die Entwicklung eines Automatisierungssystems namens „Speed-Flower“ den deutschen Innovationspreis.

Nr..-27Vorne rechts befindet sich die Firma Wison. Im Herbst 1979 begann Helmut Thorberger mit der Züchtung von Primula acaulis. Aus den zusammengesetzten Teilen von Vor- und Zunamen entstand 1989 der geschützte Pflanzenname „HETHOR acaulis“. Der seit 2008 von Susanne Wison geführte Betrieb Wison produziert inzwischen auf 20 000 Quadratmetern Gewächshausfläche neben Primula acaulis auch Ranunkeln sowie Beet- und Balkonpflanzen.

Die 1946 in Dorsten gegründete Gärtnerei Thorberger (hinten rechts) produziert seit 1972 Primelsaatkisten. 1978 wurde das im Jahre 1969 erworbene Rüster Gelände bewirtschaftet. Im Jahre 1986 begann die Jungpflanzenproduktion über maschinelle Direktaussaat. Neben Primeln bietet die Firma Thorberger, die seit 1991 von Werner Thorberger geleitet wird, ein umfangreiches Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen.

Die Gärtnerei Aldenhoff (hinten links) produziert in der dritten Generation. Der von Josef Aldenhoff in Dorsten gegründete Betrieb wurde seit 1972 in Rüste geführt. Seit 1997 produzieren die Brüder Peter und Bernd Aldenhoff Topfpflanzen. 17 000 Quadratmeter Hochglasfläche und vier Hektar Freiland stehen für die Produktion blühender Azaleen zur Verfügung. H.Sch./Luftbild: Scheffler, 5.8.2010

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Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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