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Montag, Juni 24, 2024
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Landrat Ingo Brohl besuchte die Schermbecker Parteifreunde

Veröffentlicht am

Foto: Elmar Venhor. Pressesprecher der CDU Schermbeck

Hoher Besuch – große Resonanz: Der CDU-Gemeindeverband Schermbeck diskutierte mit Landrat Ingo Brohl und Kreistags-Fraktionschef Frank Berger über aktuelle Themen.

Der CDU-Gemeindeverband tagte am Dienstag im Landgasthof Triptrap. 36 der insgesamt 201 Mitglieder des CDU-Gemeindeverbands beteiligten sich am Dienstagabend an der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Triptrap.

Dazu gehörten die Mitglieder der drei Ortsverbände Schermbeck, Gahlen und Damm-Dämmerwald-Weselerwald. Als Gäste konnte der Vorsitzende Ulrich Stiemer auch den Landrat Ingo Brohl und den CDU-Kreisfraktionsvorsitzenden Frank Berger begrüßen.

„2021, 2022 war immer noch geprägt von der Corona-Pandemie und damit unter anderem mit vielen Einschränkungen für unsere politische Arbeit verbunden“, begann Ulrich Stiemer seinen Bericht über den Zeitraum zwischen der letzten Jahreshauptversammlung am 20. Juli 2021 und dem November 2022. Im Jahre 2021 beschäftigte sich die CDU vor allem mit den Bundestagswahlen am 26. September. „Es fehlte der Schwung der letzten Jahre“, begründete Stiemer das schlechte Abschneiden der CDU.

Landwahlkampf

Erfolgreicher war die CDU im Landtagswahlkampf. „Der hatte es in sich“, stellte Stiemer fest. Es sei der intensivste Wahlkampf gewesen, den er erlebt habe. „Die CDU-Kandidatin Charlotte Quik hat alles gegeben und wir auch“, bewertete Stiemer den Erfolg der CDU und verwies auf mehrere Veranstaltungen in Schermbeck, an denen Charlotte Quik teilnahm. Stiemer dankte seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, allen Helfern, den Ortsverbänden, der Fraktion, dem Bürgermeister Mike Rexforth und seinem Team im Rathaus für die Unterstützung.

Wahl der Delegierten verschoben

Eigentlich sollten während der Versammlung neun Delegierte und deren Vertreter für die Kreisparteitage der CDU des Kreises Wesel gewählt werden. Die Wahl wurde verschoben, weil der Kreisverband die erforderlichen Stimmkarten nicht geliefert hatte. Die Wahlen sollen nun im Frühjahr stattfinden.

Die ausgefallenen Wahlen schafften freie Zeit für Berichte des Landrats und des CDU-Kreisfraktionsvorsitzenden. Landrat Ingo Brohl bedankte sich für die Unterstützung bei den Kreistags- und Landratswahlen am 13. September 2020. Die CDU erhielt im Kreis 36,42 % der Stimmen. Das zweitbeste Ergebnis wurde in Schermbeck mit 50,81% der Stimmen erzielt. Nach einer Stichwahl wurde Ingo Brohl Nachfolger des Landrats Ansgar Müller. Einer seiner beiden Referenten ist der ehemalige Schermbecker Verwaltungsmitarbeiter Marc Lindemann.

Schleppende Verfahren einzelner Ämter in der Kreisverwaltung

„Wir wollen schneller und besser werden“, kündigte der Landrat an, nachdem mehrere Versammlungsteilnehmer schleppende Verfahren einzelner Ämter in der Kreisverwaltung moniert hatten. Der Weselerwalder Johannes Ebbert berichtete von seinem Antrag, auf der Dämmerwalder Straße die Geschwindigkeit auf 70 km/h zu reduzieren. Auf diesen Antrag habe er nach sieben Jahren noch keine Antwort erhalten. Auch sein Antrag aus dem vergangenen Jahr, für die Malberger Straße in Höhe der Gaststätte Pannebäcker Tempo 50 einzuführen, sei nicht beantwortet worden.

Landrat zeigt Verständnis für die Kritik

Eine Architektin monierte die teilweise schleppende Bearbeitung von Baugenehmigungen der Bauaufsicht des Kreises. „Der Bürger hat einen Anspruch darauf, eine nachvollziehbare, wenn auch nicht immer eine zufriedenstellende Antwort zu bekommen“, zeigte der Landrat Verständnis für die Kritik. Für diese Äußerung gab es sehr viel Beifall von der Versammlung.

„Wir sind in Gahlen gestraft“, stellte Egon Stuhldreier fest, als er auf die Häufung von Abfallbeseitigungsanlagen im Gahlen-Gartroper Grenzbereich verwies.

Entnahme der Wölfin „Gloria“

Der Uefter Ludger Warmers erinnerte an die vom Landrat im Wahlkampf 2020 gegebene Ankündigung, sich für eine Entnahme der Wölfin „Gloria“ aus dem Wolfsgebiet Schermbeck einzusetzen. Dem Vorwurf, das Versprechen bislang nicht eingelöst zu haben, entgegnete Brohl mit dem Hinweis, dass er sich nach wie vor für die Entnahme von auffälligen Wölfen einsetze, wie das auch 80 bis 85 Prozent der Mitglieder des Kreistags wünschten.

Der Kreis Wesel setzt auf Wasserstoff

„Der Kreis Wesel setzt auf Wasserstoff“, versicherte der Landrat und verwies auf ein Voerder Taxiunternehmen, das vom Kreis Wesel wegen seiner Pionierarbeit in Sachen Wasserstoffnutzung jetzt die Klimaschutzflagge erhielt.

Verbesserung des ÖPN

Der Kreis Wesel hat sich erfolgreich für die Verbesserung des ÖPN eingesetzt. Das Schermbecker Kreistagsmitglied Rainer Gardemann berichtete, dass ab dem 1, Januar Busse stündlich zur Kreisstadt Wesel fahren und nach Dorsten im 30-Minuten-Takt.

„Wir können uns nicht mehr wegducken“, reagierte der Landrat auf seine Beobachtung, dass es im Kreis Kleve deutlich mehr Windräder gibt als im Kreis Wesel.

Polizeipräsenz in Schermbeck

Die Versammlung zeigte sich sehr zufrieden mit der polizeilichen Präsenz in Schermbeck, die sich gegenüber früherer Jahre deutlich verbessert habe.

Das Corona-Virus verhinderte im vergangen Jahr die 75-Jahr-Feier der Schermbecker CDU. Umso mehr freuen sich die Christdemokraten auf die Feier ihres 80-jährigen Bestehens.

Auch die Radtouren sollen wieder angeboten werden, unter anderem eine Fahrt zusammen mit den Drevenacker und Brüner CDU-Mitgliedern. Um den schrumpfenden Mitgliederbestand wieder zu erhöhen, möchte die CDU Schermbeck sporadisch zu einem Stammtisch für jedermann einladen.

Info:

Coronabedingt mussten mehre Feste und Gemeinschaftsveranstaltungen entfallen. Das soll wieder anders werden. Am 28. Februar bietet die CDU eine Fahrt zum Europa-Parlament in Brüssel an. Anmeldungen nimmt Ulrich Stiemer entgegen. Auch der Neujahrsempfang soll wieder aufleben. Die CDU bemüht sich derzeit darum, den Bundesvorsitzenden der CDU Friedrich Merz als Redner zu gewinnen.

Geplant sei dazu im Februar eine Fahrt zum Europaparlament-Parlament nach Brüssel sowie eine gemeinsame Radtour mit den CDU-Ortsverbänden Drevenack und Brünen. Eine weitere Ankündigung von Ulrich Stiemer stieß auf große Zustimmung: „Wir werden im kommenden Jahr den Stammtisch der CDU-Schermbeck wieder einführen.“

Nach über zwei Stunden endete die offizielle Veranstaltung. In kleinen Gruppen sei noch weiter diskutiert worden. Fazit: Der politische Austausch ist nach den Rückschlägen durch die Corona-Pandemie wieder in vollem Gange. Helmut Scheffler

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