Über 60 Prozent wählten Mike Rexforth als Bürgermeister – Zahlen und Fakten der Wahl

DIE PARTEI legte nach ihrer Neugründung einen rasanten Start in Schermbeck hin. Timo Gätzschmann fuhr für sich als Bürgermeister-Kandidat 9,51% (724) % ein.

Schermbeck. Die Kommunalwahl 2020 in Schermbeck ist beendet. Hier stellen wir die einzelnen Ergebnisse vor.

Die Partei Schermbeck
DIE PARTEI freut sich über das gute Ergebnis. Foto: André Elschenbroich

Die CDU bleibt erneut stärkste Kraft im Rat

Sie kam am Sonntag auf 49,54 Prozent. Ein leichtes Minus von 0,38 Prozent, gefolgt von den Grünen, die ihr Ergebnis von vor sechs Jahren mit 15,05% steigern konnten. Ein Plus von 4,07 Prozent. Drittstärkste Partei in Schermbeck sind die „Neuen“ von DIE PARTEI mit 10,34 Prozent.

Verluste gegenüber 2014 von 5,97 Prozent muss die Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“ hinnehmen. 6,52 Prozent der Wähler stimmten 2020 für sie.

Simon Bremer FDP Schermbeck
FDP ist wieder im Rat: Simon Bremer. Foto. André Elschenbroich

Wieder im Rat vertreten ist die FDP. Sie holte mit Simon Bremer 5,89 Prozent (2014 waren es nur 4,56 Prozent). Mit dem Ergebnis zeigte sich Bremer sehr zufrieden.

Talfahrt für die SPD. Sie verlor stark gegenüber 2014 mit einem Minus von 12,83 Prozent und fuhr eines der schlechtesten Ergebnisse ein. Auf sie entfällen insgesamt 704 Stimmen (9,22%).

Für die neu gegründete Wählergemeinschaft „Zukunft Schermbeck“ stimmten 252 (3,30%) der Schermbecker. Nur elf Stimmen erhielt Stephan Leifeld als Einzelkandidat.

Wahlabend-Kommunalwahl-Schermbeck-2020
Mike Rexforth, Timo Gätzschmann und Stefan Steinkühler kurz nach dem Endergebnis (v. l.)

Bürgermeisterwahlen

Außerdem waren die Schermbecker Bürger am Sonntag aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu bestimmen. Sie wählten erneut Mike Rexforth von der CDU.

Zur Wahl standen hier neben Bürgermeister Mike Rexforth (CDU) Dr. Stefan Steinkühler (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Roth (Bürger für Bürger) und Timo Gätzschmann (DIE PARTEI).

Stefan Steinkühler
Etwas enttäuscht zeigte sich Dr. Stefan Steinkühler (l.) von den Grünen über das Wahlergebnis.

Roth musste Verluste gegenüber 2014 von 8,71% hinnehmen. Timo Gätzschmann legte als Bürgermeister-Kanditat einen guten Start hin. Er holte als jüngster Kandidat auf Anhieb 9,51% (724) Stimmen.

4.614 Bürger (60,59%) stimmten für Mike Rexforth. Damit steigert er sein Ergebnis von 2014 um 3,38% und ließ seine Herausforderer Dr. Stefan Steinkühler von Bündnis 90/Die Grünen (21,14 %) und Klaus Roth BfB (8,76%) hinter sich.

Timo Gätzschmann
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Die Sitzverteilung im Schermbecker Rat sieht wie folgt aus (vorläufiges Endergebnis):

CDU – 13 Sitze
Grüne – 4 Sitze
DIE PARTEI – 3 Sitze
SPD – 2 Plätze
BfB – 2 Plätze
FDP – 1 Platz
Zukunft Schermbeck – 1 Platz

Sitzverteilung Rat Schermbeck 2020
Sitzverteilung Rat Schermbeck. Grafik: Gemeinde Schermbeck

Kommunalwahl 2020

Bei der Wahl des Landrates im Kreis Wesel kommt es am Sonntag, 27. September 2020 zu einer Stichwahl zwischen Ingo Brohl für die CDU und Dr. Peter Paic für die SPD.

Angetreten zur Wahl des Landrates waren neben Brohl und Paic, Petra Schmidt-Niersmann (Grüne), Timo Schmitz (FDP), Sascha H. Wagner (Linke) und Renatus Rieger (AfD).

Im Kreisrat Wesel vertreten sind drei Schermbecker: Rainer Gardemann (CDU), Ulrike Trick sowie Britta Wegner von den Grünen.

Kreistag Wesel: SPD und CDU verlieren Stimmen, Grünen konnten ihr Ergebnis zu 2014 fast verdoppeln: Die Wahlbeteiligung im Kreis Wesel lag bei 53,33 Prozent. Insgesamt wurden 196.727 gültige Stimmen abgegeben.

Erstere holte 29,67% (37,43%), letztere 32,79 (37,05) Prozent der Stimmen. Die Grünen kommen auf 18,98% und veroppeln fast das Ergebnis gegenüber 2014 (9,97 Prozent). Die FDP kommt 5,49% (3,62%), die Linke auf 4,13% (4,82) sowie die AfD auf 5,60 %.

Die CDU verteidigt Platz eins bei den Kommunalwahlen in NRW. Die SPD verliert klar an Stimmen. Am stärksten legen die Grünen zu.

In NRW haben am Sonntag rund 14,3 Millionen Bürger in NRW ihre Kommunalparlamente gewählt. Die CDU ist erneut stärkste Partei geworden. Die SPD konnte Stimmen gewinnen.

Petra Bosse

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