Schermbeck. Die Politik ist ein emotionales Thema. Da gibt es Verlierer und Gewinner – und die, die irgendwo dazwischen liegen. Das Hoffen und das Bangen kurz davor. Die Freude, Erleichterung, Empörung und Enttäuschung danach. Wir haben uns umgehört und Statements der Parteien eingefangen.

Bürgermeister von Schermbeck Mike Rexforth.
Mike Rexforth ist Bürgermeister. Foto: André Elschenbroich

Mike Rexforth, Bürgermeister CDU: „Dann wollen wir uns mal zusammensetzen und gucken, wie wir den Laden in Schermbeck voran bringen. Damit gerechnet habe ich nicht. Aber meine Frau hat immer gesagt: Du hast dir sechseinhalb Jahre den Hintern aufgerissen und warst kaum zuhause.

Und wenn das letztendlich nicht gewertschätzt wird, gerade bei den Krisen, die wir auch hatten, die zu meistern, das wäre auch sehr enttäuschend gewesen. Die Schermbecker haben den ganzen Einsatz gewürdigt und da bin ich auch ein bisschen stolz drauf. Ich freue mich auch auf die nächsten fünf Jahre, genauso weiterarbeiten zu dürfen.“

Ulrich Stiemer CDU Schermbeck
Ulrich Stiemer, Vorsitzender der CDU Schermbeck

Ulrich Stiemer, Vorsitzender der CDU Schermbeck: „Die große Erleichterung spürt man auch heute noch. Wir hatten große Hoffnung und die Freude ist groß. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir die absolute Mehrheit bekommen. Ich denke, wir können rundum zufrieden sein, weil die Verunsicherung im Vorfeld doch ein wenig da war.

Die Wahl hat uns gezeigt, dass die meisten Bürger doch vernünftig gewählt haben. Wir haben in den vergangenen sechseinhalb Jahren viel geschafft, aber noch nicht alles erreicht. Jetzt haben wir die Chance, das in den nächsten fünf Jahren zu machen. Beispielsweise das Thema der Mittelstraße. Eines steht fest: Es werden keine leichten fünf Jahre. Aber so ein Ergebnis bestätigt unser Handeln.“

Rainer Gardemann CDU-Kreisverband Wesel

Rainer Gardemann, CDU Kreisverbandsmitglied Wesel: „Uns als CDU geht es blendend. In allen Wahlbezirken wurden wir direkt gewählt. Damit haben wir die Bürger überzeugt. Nach sechseinhalb Jahren konnten wir unseren Spitzenbürgermeister trotz vieler Hindernisse wie den Wolf und Öl-Pellets im Amt halten. Das spricht für uns, den Rat und den Kreistag. Mein Herz ist leicht.

Wir hatten eine sehr gute Wahlbeteiligung – und das Ergebnis haben wir durch die Bürger erreicht. Als CDU haben wir alle Wahlziele erfüllt. Unser Bürgermeister wurde im ersten Rutsch gewählt. Wir haben ein gutes Kreistagsergebnis erhalten. Das einzige, was ich nicht gut finde und was mich enttäuschtt hat, ist das Ergebnis der AFD. Dass sie überhaupt im Kreistag vertreten ist, ist nicht gut.“

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