Krankheitserreger wie Grippeviren oder Bakterien werden hauptsächlich über die Hände übertragen. Daher gehört die Händehygiene, also das Waschen und Desinfizieren der Hände, zu den wichtigsten Maßnahmen, um sich selbst und andere Menschen vor Infektionen zu schützen.

Der von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2009 initiierte „Internationale Tag der Händehygiene“ soll alljährlich diese Tatsache öffentlich hervorheben. Vor allem soll hierbei das medizinische Personal daran erinnert werden, wie wichtig die Händehygiene ist. Das Datum „5.5.“ symbolisiert dabei die beiden Hände mit ihren jeweils fünf Fingern.

Das Robert-Koch-Institut /RKI) in Berlin weist darauf hin, dass „die Hände des Personals das wichtigste Übertragungsvehikel von Krankheitserregern sind. Deshalb gehört die Händehygiene zu den wichtigsten Maßnahmen zur Verhütung von Krankenhausinfektionen.“  In den vergangenen Jahren sind sogenannte „multiresistente Keime“, also Bakterien, die gegen Antibiotika unempfindlich geworden sind, verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit geraten. Auch hier gilt, dass eine gute Händehygiene wichtig ist, um eine Weiterverbreitung resistenter Keime im Gesundheitswesen zu verhindern oder einzudämmen.

Hintergrund: Der Kreis Wesel beteiligt sich seit 2009 aktiv als Kooperationspartner an dem niederländisch-deutschen Gesundheitsprojekt „EurSafety-Health-net“. Das Hauptziel dieses Projekts besteht darin, die Patientensicherheit im Gesundheitswesen wie auch im Pflegebereich zu stärken und den Schutz der Bevölkerung im Allgemeinen vor Infektionen auszubauen. Zur Prävention von sog. MRSA (antibiotikaresistenten Krankenhauskeimen) gründete der Kreis Wesel beispielsweise 2010 ein Qualitätsnetzwerk mit allen acht Krankenhäusern im Kreisgebiet. Hierbei wurden u.a. Hygienestandards, Berichterstattung, Information und Aufklärung vereinheitlicht. Inzwischen wurden auch niedergelassene Ärzt/innen, Alten- und Pflegeheime sowie Rettungsdienste in das Projekt miteinbezogen.

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.